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Immobilienrecht in Berlin
Der Kauf einer Altbauwohnung platzt wegen verschwiegener Mängel, die Eigentümerversammlung beschließt eine teure Sanierung, oder die Maklerin verlangt Provision ohne wirksamen Vertrag: Wer in Charlottenburg-Wilmersdorf eine Immobilie kauft, verkauft oder als Wohnungseigentum hält, braucht bei Streit eine Anwältin oder einen Anwalt für Immobilienrecht. In dem vom Wohnungseigentum geprägten Bezirk geht es häufig um Beschlussklagen nach § 44 WEG, um die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags nach § 311b BGB oder um die Provisionsteilung nach § 656c BGB, die beim Verkauf von Wohnungen an Verbraucher gilt.
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Immobilienrecht — was Sie wissen sollten
Fundierte Informationen und praktische Tipps für Ihr Rechtsanliegen in Berlin.
Für Wohnungseigentumssachen ist ausschließlich das Amtsgericht am Ort der Wohnanlage zuständig. Die Berliner Amtsgerichtsbezirke folgen den Ortsteilen; für die Ortsteile von Charlottenburg-Wilmersdorf ist das Amtsgericht Charlottenburg (Amtsgerichtsplatz 1, 14057 Berlin) zuständig. Bei Streit um den Kaufvertrag entscheidet das Amtsgericht bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro (§ 23 Nr. 1 GVG); darüber ist das Landgericht Berlin II zuständig, das einen Standort am Tegeler Weg 17-21 im Bezirk selbst unterhält. Berufungen in größeren Sachen verhandelt das Kammergericht.
Eine Besonderheit des Bezirks: Das Amtsgericht Charlottenburg führt zugleich das Register und ist Insolvenzgericht für das gesamte Stadtgebiet Berlin — relevant, wenn eine Immobiliengesellschaft beteiligt ist oder die Verkäuferseite insolvent wird. Öffentlich-rechtliche Weichen stellt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf: Es entscheidet unter anderem über die Genehmigung der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und über Zweckentfremdungsfragen, die beim Kauf vermieteter oder als Ferienwohnung genutzter Objekte den Vertragsinhalt beeinflussen.
Einen eigenen Fachanwaltstitel "Immobilienrecht" gibt es nicht; einschlägig sind die Titel Miet- und Wohnungseigentumsrecht sowie Bau- und Architektenrecht und vor allem der tatsächliche Tätigkeitsschwerpunkt der Kanzlei. Über das Anfrageformular auf dieser Seite schildern Sie Ihren Fall — passende Kanzleien aus Charlottenburg-Wilmersdorf melden sich für eine Ersteinschätzung.
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Immobilienrecht — die ersten Schritte
So gehen Sie Ihr Anliegen strukturiert und effizient an.
Kaufstreit, WEG-Beschluss oder Maklerprovision: Anliegen richtig zuordnen
Immobilienrecht umfasst den Kauf (§ 433 BGB), den Eigentumsübergang durch Auflassung und Grundbucheintragung (§ 873 BGB), Wohnungseigentum und Maklerrecht. Nicht dazu gehören Miet- und Pachtverhältnisse (Mietrecht) sowie Baugenehmigungen und Werkverträge mit Handwerkern (Baurecht) — dafür gibt es eigene Seiten. Beim Kauf vom Bauträger, etwa bei Dachgeschossausbauten im Altbaubestand des Bezirks, gilt der Bauträgervertrag nach § 650u BGB.
Grundbuchauszug, Teilungserklärung und Beschlussprotokolle beschaffen
Für eine belastbare Ersteinschätzung braucht die Kanzlei den Kaufvertrag oder Vertragsentwurf des Notars, einen aktuellen Grundbuchauszug mit Lasten und Vormerkungen sowie bei Wohnungseigentum Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung und die Protokolle der Eigentümerversammlung. Beim Maklerstreit zählen Exposé und der gesamte Schriftverkehr, denn Maklerverträge über Wohnungen und Einfamilienhäuser bedürfen seit Ende 2020 der Textform.
Erstberatung: Monatsfrist des § 45 WEG und Verjährung prüfen lassen
Wer einen Beschluss der Eigentümerversammlung angreifen will, muss binnen eines Monats Klage erheben und sie binnen zwei Monaten begründen (§ 45 WEG) — zuständig ist für Anlagen im Bezirk das Amtsgericht Charlottenburg. Auch die fünfjährige Verjährung von Mängelansprüchen bei Bauwerken gehört in die Erstberatung. Für Verbraucher ist deren Gebühr auf 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt (§ 34 RVG).
Kosten festlegen: Streitwert entspricht meist dem Kaufpreis
Anwaltsgebühren richten sich nach dem RVG und damit nach dem Gegenstandswert; beim Streit um den Immobilienkauf ist das regelmäßig der Kaufpreis. Bei WEG-Beschlussklagen begrenzt § 49 GKG den Streitwert, sodass die Gebühren deutlich niedriger ausfallen. Alternativ vereinbaren viele Kanzleien Stundensätze. Lassen Sie sich vor der Beauftragung eine schriftliche Kostenprognose oder eine Vergütungsvereinbarung geben.
Mandat erteilen: erst außergerichtlich Rücktritt oder Nachbesserung fordern
Mit Vollmacht fordert die Kanzlei die Gegenseite zunächst außergerichtlich auf — etwa zur Mängelbeseitigung, zur Rückabwicklung des Kaufs oder zur Rückzahlung überhöhter Provision, wenn die hälftige Teilung nach § 656c BGB nicht eingehalten wurde. Besteht eine Rechtsschutzversicherung, holt die Kanzlei vor weiteren Schritten die Deckungszusage ein. Viele Streitigkeiten enden in dieser Phase mit einem Vergleich.
Klage in Berlin: vom Amtsgericht Charlottenburg bis zum Kammergericht
Kommt keine Einigung zustande, wird Klage erhoben: in WEG-Sachen zwingend am Amtsgericht am Ort der Wohnanlage, in sonstigen Zivilsachen je nach Streitwert am Amtsgericht oder — oberhalb von 10.000 Euro — am Landgericht Berlin II. Gegen dessen Urteile ist die Berufung zum Kammergericht möglich. Ihre Anwältin oder Ihr Anwalt vertritt Sie in allen Instanzen und prüft nach jedem Schritt, ob sich ein Vergleich lohnt.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Zugelassene Anwälte
Alle Anwälte sind zugelassen und auf ihr Rechtsgebiet spezialisiert.
Unverbindliche Anfrage
Ihre Anfrage und die Vermittlung sind für Sie kostenlos und unverbindlich.
Verständliche Beratung
Kompetente Beratung ohne Fachchinesisch — klar und auf Augenhöhe.
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Wie können wir Ihnen helfen?
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Passenden Anwalt findenZuständige Gerichte
In Berlin gibt es mehrere zuständige Gerichte. Maßgeblich ist der Bezirk, in dem Sie wohnen oder in dem der Streitfall liegt.
- Amtsgericht Mitte
- Littenstraße 12-17, 10179 Berlin zuständig für Mitte, Prenzlauer Berg und Tiergarten
- Amtsgericht Pankow
- Parkstraße 71, 13086 Berlin zuständig für Weißensee, Blankenburg, Heinersdorf, Karow, Stadtrandsiedlung Malchow, Blankenfelde, Buch, Französisch Buchholz, Niederschönhausen, Rosenthal und Wilhelmsruh; in Familiensachen zusätzlich Pankow einschließlich Prenzlauer Berg, Mitte und Reinickendorf
- Amtsgericht Kreuzberg
- Möckernstraße 130, 10963 Berlin zuständig für Tempelhof, Kreuzberg und Friedrichshain
- Amtsgericht Neukölln
- Karl-Marx-Straße 77/79, 12043 Berlin zuständig für Britz, Buckow, Neukölln und Rudow
- Amtsgericht Schöneberg
- Grunewaldstraße 66/67, 10823 Berlin zuständig für Steglitz, Lichterfelde, Lankwitz, Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee, Wannsee, Schöneberg und Friedenau
- Amtsgericht Lichtenberg
- Roedeliusplatz 1, 10365 Berlin zuständig für Lichtenberg, Hohenschönhausen, Marzahn und Hellersdorf
- Amtsgericht Spandau
- Altstädter Ring 7, 13597 Berlin zuständig für den gesamten Verwaltungsbezirk Spandau
- Amtsgericht Köpenick
- Mandrellaplatz 6, 12555 Berlin zuständig für den Verwaltungsbezirk Treptow-Köpenick
- Amtsgericht Wedding
- Brunnenplatz 1, 13357 Berlin zuständig für Frohnau, Heiligensee, Hermsdorf, Lübars, Waidmannslust, Märkisches Viertel, Wittenau, Konradshöhe, Tegel, Reinickendorf, Wedding und Gesundbrunnen; Mahnverfahren für ganz Berlin und Brandenburg
- Amtsgericht Charlottenburg
- Amtsgerichtsplatz 1, 14057 Berlin zuständig für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf; Register- und Insolvenzgericht für das gesamte Stadtgebiet Berlin
- Landgericht Berlin II
- Littenstraße 12-17, 10179 Berlin zuständig für Zivilsachen; weiterer Standort Tegeler Weg 17-21, 10589 Berlin
- Kammergericht
- Elßholzstraße 30-33, 10781 Berlin zuständig für Berlin — das Kammergericht ist das Oberlandesgericht des Landes Berlin
Angaben aus den Justizportalen der Länder, zuletzt geprüft am 12.08.2026.
Detaillierte Kostenübersicht
Alle Kosten im Detail — damit Sie genau wissen, womit Sie rechnen können.
Anwaltsgebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Gegenstandswert. Beim Streit um den Immobilienkauf entspricht dieser meist dem Kaufpreis — in Charlottenburg-Wilmersdorf häufig 200.000 bis 500.000 Euro. Bei WEG-Beschlussklagen begrenzt § 49 GKG den Streitwert, oft auf 2.000 bis 10.000 Euro, was die Kosten erheblich senkt.
| Leistung / Gegenstandswert | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Erstberatung für Verbraucher (§ 34 RVG) | max. 190 € zzgl. USt. |
| Außergerichtliche Vertretung, 1,3-Geschäftsgebühr bei Kaufpreis 200.000–500.000 € | ca. 3.100–4.900 € zzgl. USt. |
| Gerichtsverfahren um den Immobilienkauf (Geschäfts-, Verfahrens- und Terminsgebühr) | zusammen häufig fünfstellig |
| Abrechnung nach vereinbartem Stundensatz | ca. 200–350 € pro Stunde |
| Notar- und Grundbuchkosten beim Kauf (GNotKG) | ca. 1,5–2 % des Kaufpreises |
Bei geringem Einkommen kommt Beratungshilfe für die außergerichtliche Beratung in Betracht — der Antrag wird beim Amtsgericht des Wohnorts gestellt, für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks regelmäßig beim Amtsgericht Charlottenburg. Für einen Prozess kann Prozesskostenhilfe beantragt werden. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Kosten nur nach Deckungszusage; viele Policen schließen den Immobilienerwerb aus, weshalb die Kanzlei den Versicherungsschutz vorab prüfen sollte.
Anwaltsgebühren tragen 19 Prozent Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV RVG); Gerichtskosten sind umsatzsteuerfrei (§ 12 Abs. 1 GKG). Genau nachrechnen können Sie im Anwaltskosten-Rechner.
Checkliste: Was Sie brauchen
Klicken Sie die Punkte ab, die Sie bereits erledigt haben.
- Kaufvertrag oder Entwurf: Der Grundstückskaufvertrag ist nur mit notarieller Beurkundung wirksam (§ 311b BGB). Bringen Sie den vollständigen Vertrag oder den Notarentwurf mit.
- Aktueller Grundbuchauszug: Er zeigt Eigentümer, Grundschulden und ob eine Auflassungsvormerkung Ihren Erwerb bereits sichert.
- Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung: Bei Eigentumswohnungen entscheiden diese Dokumente über Sondernutzungsrechte und Kostenverteilung.
- Protokolle der Eigentümerversammlung: Notieren Sie das Datum der Beschlussfassung — die Monatsfrist für die Anfechtung (§ 45 WEG) läuft ab dem Beschluss.
- Maklervertrag und Exposé: Seit Ende 2020 gilt Textformpflicht; bei Verkauf an Verbraucher muss die Provision geteilt werden (§ 656c BGB).
- Mängeldokumentation: Fotos, Gutachten und Handwerkerangebote; der übliche Gewährleistungsausschluss greift nicht bei arglistig verschwiegenen Mängeln.
- Schriftverkehr mit der Gegenseite: E-Mails und Briefe mit Verkäufer, Makler, Verwaltung oder Bauträger in zeitlicher Reihenfolge.
- Behördenkontakt festhalten: Bescheide oder Anfragen des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf, etwa zu Umwandlungsgenehmigung oder Zweckentfremdung.
- Rechtsschutz-Police: Versicherungsschein und Versicherungsbeginn bereitlegen, damit die Kanzlei die Deckungsanfrage stellen kann.
FAQ zu Immobilienrecht
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ihr Rechtsanliegen.
Immobilienrecht in Berlin: passende Kanzlei finden
Im Umkreis von 50 Kilometern um Berlin ist derzeit keine Kanzlei für Immobilienrecht bei uns gelistet. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir leiten es an eine passende Kanzlei weiter, unverbindlich und für Sie kostenfrei.
Ihr Anliegen an eine passende Kanzlei
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Aktuelle Rechtsprechung zum Immobilienrecht
Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.
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BGH: Klimaanlage auf dem Balkon – Anspruch auf Gestattung
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Bambus-Hecke: OLG Frankfurt beendet hessischen Heckenstreit
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