Elternzeit bleibt bindend: BAG-Urteil nach Trennung vom Kind
Wer seinem Arbeitgeber Elternzeit verbindlich angemeldet hat, kann diese Erklärung nicht einfach einseitig zurücknehmen – auch dann nicht, wenn sich die familiä...
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Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern — vom ersten Arbeitsvertrag bis zur Kündigung. Es gehört zu den meist gefragten Rechtsgebieten in Deutschland, weil Konflikte am Arbeitsplatz fast jeden irgendwann betreffen: eine ausgesprochene Kündigung, ein zu Unrecht einbehaltener Lohn, Streit über Überstunden, Mobbing-Vorwürfe oder die Frage nach der korrekten Abfindung. Wer seine Rechte kennt, kann ruhiger verhandeln und im Ernstfall die richtigen Schritte einleiten.
Nach Erhalt einer Kündigung zählt jeder Tag: Die Drei-Wochen-Frist für die Kündigungsschutzklage ist eine Ausschlussfrist, die nicht nachträglich wiederhergestellt werden kann. Auch bei Aufhebungsverträgen lohnt sich anwaltlicher Rat, weil unterschriebene Verträge zu Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld führen können. Komplexe Themen wie Betriebsübergang (§ 613a BGB), variable Vergütung oder Konkurrenzschutzklauseln gehören ebenfalls in fachkundige Hände.
Anwaltskosten richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Streitwert — bei Kündigungsschutzklagen üblicherweise drei Bruttomonatsgehälter. Eine Erstberatung kostet höchstens 190 € netto, mit Umsatzsteuer 226,10 € (Auslagenpauschale bis 20 € kann hinzukommen). In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst, unabhängig vom Ausgang. Rechtsschutzversicherungen decken Arbeitsrecht regelmäßig ab — eine Deckungsanfrage lohnt sich vor jedem Schritt.
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Innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung müssen Sie Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen — sonst gilt die Kündigung als wirksam, selbst wenn sie unrechtmäßig war.
Einen gesetzlichen Abfindungsanspruch gibt es grundsätzlich nicht. Abfindungen werden über § 1a KSchG, einen Sozialplan oder im Vergleich vor Gericht vereinbart. Üblich sind etwa 0,5 Bruttomonatsgehälter je Beschäftigungsjahr.
In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht trägt jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten — unabhängig vom Ausgang. Rechtsschutzversicherungen mit Arbeitsrechtsbaustein decken die Kosten in der Regel.
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