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Handelsrecht Stuttgart

Handelsrecht in Stuttgart: Anwältin oder Anwalt für Ihr Unternehmen finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 15.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Stuttgart ist mit rund 609.365 Einwohnern die Landeshauptstadt Baden-Württembergs und zugleich einer der dichtesten Industriestandorte Deutschlands: Automobilhersteller, Zulieferbetriebe, Maschinenbauer und ein breiter Mittelstand prägen die Wirtschaft der Region.

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Handelsrecht Stuttgart
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Stuttgart ist mit rund 609.365 Einwohnern die Landeshauptstadt Baden-Württembergs und zugleich einer der dichtesten Industriestandorte Deutschlands: Automobilhersteller, Zulieferbetriebe, Maschinenbauer und ein breiter Mittelstand prägen die Wirtschaft der Region. Wer hier ein Unternehmen führt, hat fast täglich mit dem Handelsgesetzbuch zu tun – etwa bei Lieferverträgen mit Zulieferern, bei Zahlungszielen gegenüber Geschäftskunden oder bei der Eintragung ins Handelsregister. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Handelsrecht in Stuttgart hilft, diese Fragen rechtssicher zu klären, bevor aus einer offenen Rechnung ein Prozess wird.

Kommt es doch zum Streit, sind die Wege in Stuttgart kurz: Für Handelssachen bestehen am Landgericht Stuttgart besondere Kammern für Handelssachen, in denen neben Berufsrichterinnen und Berufsrichtern auch ehrenamtliche Handelsrichter aus der Wirtschaft mitwirken. Gegen erstinstanzliche Urteile des Landgerichts führt die Berufung zum Oberlandesgericht Stuttgart. Diese Nähe zu spezialisierten Spruchkörpern ist für Unternehmen aus Stuttgart und der Region ein handfester Vorteil, wenn Verfahren zügig und sachkundig entschieden werden sollen.

Ob Kaufmannseigenschaft nach § 1 HGB, Rügepflichten beim Handelskauf oder ein Konflikt unter Gesellschaftern: Je früher rechtlicher Rat eingeholt wird, desto größer sind die Gestaltungsspielräume – und desto geringer das Risiko, Fristen zu versäumen, die im Handelsverkehr oft deutlich kürzer sind als im allgemeinen Zivilrecht.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Landgericht Stuttgart, Oberlandesgericht Stuttgart
Wichtige Gesetze
§ 1 HGB, § 14 HGB, § 105 HGB, § 161 HGB
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Landgericht Stuttgart, Urbanstraße 20, 70182 Stuttgart
  • Oberlandesgericht Stuttgart, Olgastraße 2, 70182 Stuttgart

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Landgericht Stuttgart, Oberlandesgericht Stuttgart. Weitere Gerichte: Justizportal Baden-Württemberg. Stand der Angaben: 06.06.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

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Anwältin oder Anwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht in Stuttgart

Das Handelsrecht ist das Sonderprivatrecht der Kaufleute – und in einer Industriestadt wie Stuttgart mit rund 609.365 Einwohnern betrifft es viele tausend Betriebe, vom Zulieferer im Neckartal bis zur Softwarefirma mit Geschäftskunden. Ausgangspunkt ist die Kaufmannseigenschaft nach § 1 HGB: Kaufmann ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt; Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, das Unternehmen erfordert nach Art oder Umfang keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb. Wer darunter fällt, unterliegt den strengeren Regeln des HGB – etwa kürzeren Rügefristen, formfreien Bürgschaften und der Pflicht zur Eintragung ins Handelsregister.

Die Handelsregister-Pflicht ist keine Formalie: Nach § 14 HGB kann das Registergericht die Anmeldung mit Zwangsgeld durchsetzen, wenn ein eintragungspflichtiges Unternehmen die Eintragung versäumt. Hinzu kommt die Buchführungspflicht nach § 238 HGB: Jeder Kaufmann muss Bücher führen und seine Handelsgeschäfte sowie die Vermögenslage nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich machen. Einzelkaufleute sind davon nach § 241a HGB nur befreit, wenn sie in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren höchstens 800.000 Euro Umsatzerlöse und 80.000 Euro Jahresüberschuss erzielen.

Für Unternehmen aus Stuttgart ist die gerichtliche Infrastruktur ein wichtiger Standortfaktor: Handelsrechtliche Streitigkeiten mit höheren Streitwerten werden erstinstanzlich vor dem Landgericht Stuttgart verhandelt, Rechtsmittel führen zum Oberlandesgericht Stuttgart. Eine Anwältin oder ein Anwalt, die regelmäßig vor diesen Gerichten auftreten, kennt die Abläufe der Kammern für Handelssachen und kann Prozessrisiken realistisch einschätzen.

Verträge, Forderungen und Haftung für Unternehmen in Stuttgart

Im Geschäftsverkehr zwischen Kaufleuten gelten Besonderheiten, die im Alltag der Stuttgarter Zulieferindustrie erhebliche Folgen haben. Das wichtigste Beispiel ist die Rügeobliegenheit nach § 377 HGB: Beim beiderseitigen Handelskauf muss die Ware unverzüglich nach Ablieferung untersucht werden, soweit dies nach ordnungsmäßigem Geschäftsgang tunlich ist, und ein Mangel unverzüglich gerügt werden – sonst gilt die Ware als genehmigt, und Gewährleistungsrechte gehen verloren; bei Mängeln, die erst später erkennbar werden, muss die Rüge unverzüglich nach der Entdeckung erfolgen (§ 377 Abs. 3 HGB). Gerade bei Serienlieferungen an Automobil- und Maschinenbauunternehmen in der Region Stuttgart entscheidet die Wareneingangskontrolle damit über Ansprüche in erheblicher Höhe.

Bei Zahlungsverzug stärkt das Gesetz die Gläubigerseite: Bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmen beträgt der gesetzliche Verzugszins nach § 288 Abs. 2 BGB neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bei sonstigen Forderungen fünf Prozentpunkte (§ 288 Abs. 1 BGB); zusätzlich kann eine Verzugspauschale von 40 Euro nach § 288 Abs. 5 BGB verlangt werden. Der Verzug tritt nach § 286 BGB regelmäßig durch Mahnung ein, bei Entgeltforderungen spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Forderungsmanagement in Stuttgart prüft, ob Mahnbescheid oder sofortige Klage der wirtschaftlich sinnvollere Weg ist.

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Für die gerichtliche Durchsetzung gilt seit dem 1. Januar 2026: Zivilrechtliche Forderungen bis 10.000 Euro gehören vor das Amtsgericht, darüber ist nach § 71 Abs. 1 GVG das Landgericht zuständig – in Stuttgart also das Landgericht Stuttgart, bei Handelssachen auf Antrag die Kammer für Handelssachen. Typische handelsrechtliche Mandate in Stuttgart umfassen unter anderem:

  • Entwurf und Prüfung von Liefer-, Rahmen- und Einkaufsverträgen mit Industriekunden
  • Gestaltung und Kontrolle von Allgemeinen Geschäftsbedingungen im B2B-Verkehr
  • Durchsetzung offener Forderungen einschließlich Verzugszinsen und Mahnverfahren
  • Abwehr unberechtigter Mängelrügen und Streit um die Untersuchungspflicht nach § 377 HGB
  • Haftungsfragen bei Lieferverzug, Produktionsausfall und Vertragsstrafen
  • Sicherung von Ansprüchen durch Eigentumsvorbehalt und Bürgschaften
  • Vertretung vor dem Landgericht Stuttgart und dem Oberlandesgericht Stuttgart

So finden Sie die passende Kanzlei für Handelsrecht in Stuttgart

Die Auswahl sollte sich an der konkreten Aufgabe orientieren: Wer einen Rahmenvertrag mit einem Zulieferer verhandelt, braucht eine andere Beratung als ein Gesellschafter im Streit um seine Abfindung. In Stuttgart lohnt zudem ein Blick auf Branchenerfahrung – wer regelmäßig Mandate aus Automobilzulieferung, Maschinenbau oder Handel betreut, kennt die dort üblichen Vertragsstandards und Lieferketten. Achten Sie bei der Suche insbesondere auf folgende Punkte:

  • Qualifikation als Fachanwältin oder Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
  • Erfahrung mit Verfahren vor den Kammern für Handelssachen des Landgerichts Stuttgart
  • Branchenkenntnis, etwa in Zulieferverträgen der baden-württembergischen Industrie
  • Klare Auskunft zu Vergütung, Streitwert und Kostenrisiko vor Mandatsbeginn
  • Kapazität für eilige Fälle, etwa bei ablaufenden Rüge- oder Verjährungsfristen
  • Bei internationalen Lieferbeziehungen: Kenntnisse im UN-Kaufrecht und in Englisch als Vertragssprache

Auf anwaltvergleich.de können Sie Kanzleien für Handelsrecht in Stuttgart nach Rechtsgebiet und Standort vergleichen und direkt Kontakt aufnehmen. Das Verzeichnis nennt Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, den Fachanwaltstitel laut BRAK, sodass Sie Ihre Anfrage gezielt an eine passende Anwältin oder einen Anwalt in Stuttgart richten können. Vertiefende Beiträge zu einzelnen handelsrechtlichen Themen finden Sie außerdem im Artikelbereich.

Für ein erstes Gespräch empfiehlt es sich, Verträge, Rechnungen, Mahnungen und den bisherigen Schriftverkehr geordnet mitzubringen. So kann die Anwältin oder der Anwalt bereits im Erstkontakt einschätzen, ob Fristen laufen und welcher Streitwert im Raum steht – beides bestimmt die Strategie und die Kosten.

Gesellschafterstreit in Stuttgart lösen

Viele Stuttgarter Betriebe sind als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert. Die offene Handelsgesellschaft nach § 105 HGB ist eine Gesellschaft, deren Zweck auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet ist und bei der alle Gesellschafter den Gläubigern unbeschränkt haften. Bei der Kommanditgesellschaft nach § 161 HGB haftet mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt (Komplementär), während die Haftung der Kommanditisten auf ihre Einlage beschränkt ist. Die GmbH wiederum verlangt ein Stammkapital von 25.000 Euro und ist gerade im industriellen Mittelstand der Region Stuttgart die häufigste Rechtsform.

Konflikte entstehen typischerweise bei Nachfolgefragen in Familienunternehmen, bei der Gewinnverwendung, bei der Abberufung von Geschäftsführern oder beim Ausschluss eines Gesellschafters. Entscheidend ist zunächst der Gesellschaftsvertrag: Er regelt Stimmrechte, Einziehung von Anteilen und Abfindungen oft abweichend vom Gesetz. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Gesellschaftsrecht in Stuttgart prüft, welche Beschlüsse angreifbar sind und wie sich einstweiliger Rechtsschutz nutzen lässt, etwa um eine Geschäftsführerabberufung vorläufig zu stoppen.

Wird ein Gesellschafterbeschluss angefochten oder streiten Gesellschafter über Abfindungsansprüche, landen diese Verfahren wegen der regelmäßig hohen Streitwerte vor dem Landgericht Stuttgart; die zweite Instanz ist das Oberlandesgericht Stuttgart. Bei der GmbH ist besondere Eile geboten: Für die Anfechtung von Beschlüssen wird in Anlehnung an § 246 AktG üblicherweise eine Frist von etwa einem Monat zugrunde gelegt. Neben dem Prozess kommen Mediation oder ein Schiedsverfahren in Betracht – gerade wenn die Gesellschafter danach weiter zusammenarbeiten müssen.

Handelsvertreter- und Vertriebsrecht in Stuttgart

Die exportstarke Industrie Baden-Württembergs vertreibt ihre Produkte häufig über Handelsvertreter, Vertragshändler und Franchisesysteme. Rechtsgrundlage ist das Handelsvertreterrecht der §§ 84 ff. HGB: Handelsvertreter ist, wer als selbstständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder abzuschließen. Für Unternehmen aus Stuttgart, die Vertriebsnetze im In- und Ausland aufbauen, gehören Handelsvertreterverträge deshalb zu den wichtigsten Vertragstypen überhaupt.

Konfliktträchtig ist vor allem das Vertragsende: Bei Verträgen auf unbestimmte Zeit gelten nach § 89 Abs. 1 HGB gestaffelte Kündigungsfristen: ein Monat im ersten Jahr, zwei Monate im zweiten, drei Monate im dritten bis fünften Jahr und sechs Monate nach einer Vertragsdauer von fünf Jahren. Nach Beendigung kann dem Handelsvertreter ein Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB zustehen, wenn das Unternehmen aus den von ihm geworbenen Kunden weiterhin erhebliche Vorteile zieht; der Ausgleich ist auf eine Jahresprovision, berechnet aus dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre, begrenzt.

Auch Wettbewerbsverbote nach Vertragsende, Provisionsabrechnungen und der Anspruch auf einen Buchauszug führen regelmäßig zu Streit. Solche Verfahren werden bei Streitwerten über 10.000 Euro regelmäßig vor dem Landgericht Stuttgart geführt; Handelsvertreter gelten nur unter den engen Voraussetzungen des § 5 Abs. 3 ArbGG als Arbeitnehmer, nämlich Einfirmenvertreter im Sinne des § 92a HGB, die in den letzten sechs Monaten durchschnittlich nicht mehr als 1.000 Euro monatlich bezogen haben; dann entscheiden die Arbeitsgerichte, sonst bleiben die Zivilgerichte zuständig, bei Handelssachen auf Antrag die Kammer für Handelssachen des Landgerichts. Eine frühzeitige vertragliche Gestaltung – etwa klare Provisionsregeln und Gebietsdefinitionen – ist meist deutlich günstiger als ein späterer Prozess.

Kosten und Streitwert im Handelsrecht in Stuttgart

Die Vergütung richtet sich ohne abweichende Vereinbarung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Maßgeblich ist der Gegenstandswert: Je höher die streitige Forderung, desto höher fallen die gesetzlichen Gebühren aus. Im unternehmerischen Verkehr sind daneben Honorarvereinbarungen auf Stunden- oder Pauschalbasis verbreitet, insbesondere bei laufender Vertragsgestaltung. Seriöse Kanzleien in Stuttgart legen die Abrechnungsweise vor Mandatsbeginn offen.

Kostenrahmen im Handelsrecht: Zuständigkeit und Vergütungsstruktur nach Streitwert
KonstellationZuständigkeit / RechtsgrundlageVergütungsstruktur
Forderung bis 10.000 EuroAmtsgericht (§ 23 Nr. 1 GVG, Stand 2026)Gebühren nach RVG-Tabelle, abhängig vom Streitwert
Forderung über 10.000 EuroLandgericht Stuttgart, auf Antrag Kammer für HandelssachenGebühren nach RVG-Tabelle; Anwaltszwang vor dem Landgericht
Außergerichtliche Vertretung§§ 2, 13 RVG, Nr. 2300 VV RVGGeschäftsgebühr 0,5 bis 2,5; mehr als 1,3 nur bei umfangreicher oder schwieriger Tätigkeit
Klageverfahren erster InstanzNr. 3100, 3104 VV RVG1,3 Verfahrensgebühr und 1,2 Terminsgebühr zuzüglich Auslagen
BerufungOberlandesgericht StuttgartErhöhte Gebührensätze im Rechtsmittelverfahren

Wer im Prozess unterliegt, trägt nach § 91 ZPO grundsätzlich auch die gesetzlichen Gebühren der Gegenseite und die Gerichtskosten. Deshalb gehört eine realistische Bewertung der Erfolgsaussichten vor Klageerhebung zu den wichtigsten Leistungen anwaltlicher Beratung. Bei reinen Zahlungsansprüchen kann zunächst das gerichtliche Mahnverfahren sinnvoll sein, das ohne mündliche Verhandlung auskommt und die Verjährung hemmt.

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Ob Vertragsprüfung, Forderungseinzug oder Gesellschafterkonflikt: Über die Suche nach einer Anwältin oder einem Anwalt in Stuttgart finden Sie Anschrift und Telefonnummer, um selbst Kontakt aufzunehmen; eine Vermittlung oder Rückmeldung ist damit nicht zugesagt. Bitte beachten Sie: anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 19 Anwältinnen und Anwälte für Handelsrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

19 der 19 Einträge (100 %) führen laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Handelsrecht.

Die 19 Einträge verteilen sich auf 17 Kanzleien.

Zunächst sollte der Schuldner in Verzug gesetzt werden – durch Mahnung oder, bei Entgeltforderungen gegenüber Unternehmen, spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung (§ 286 Abs. 3 BGB). Ab Verzug fallen zwischen Unternehmen Zinsen von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz an (§ 288 Abs. 2 BGB). Danach kommen ein gerichtlicher Mahnbescheid oder die Klage in Betracht: Forderungen bis 10.000 Euro gehören vor das Amtsgericht, höhere Beträge vor das Landgericht Stuttgart, wo Anwaltszwang besteht. Wichtig ist, Rechnungen, Lieferbelege und Mahnungen lückenlos zu dokumentieren.

Ohne gesonderte Vereinbarung gelten die gesetzlichen Gebühren nach dem RVG, die sich am Gegenstandswert orientieren – je höher die streitige Summe, desto höher die Gebühr. Die Deckelung der Erstberatung auf 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 RVG) greift nur bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und nur, wenn keine Gebührenvereinbarung getroffen wurde; Unternehmen vereinbaren das Erstgespräch frei. Für laufende Beratung sind Stundensätze oder Pauschalen üblich. Im Prozess trägt die unterlegene Partei nach § 91 ZPO grundsätzlich auch die Kosten der Gegenseite – das Kostenrisiko sollte vorab beziffert werden.

Das hängt von Haftung, Kapital und Steuern ab. Einzelkaufleute nach § 1 HGB haften unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen, ebenso alle Gesellschafter einer OHG (§ 105 HGB). Bei der Kommanditgesellschaft (§ 161 HGB) haftet nur der Komplementär unbeschränkt, Kommanditisten haften bis zur Höhe ihrer Einlage. Die GmbH begrenzt die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen, verlangt aber ein Stammkapital von 25.000 Euro und eine notarielle Gründung. Eine Anwältin oder ein Anwalt in Stuttgart prüft, welche Form zu Geschäftsmodell und Risiko passt.

Maßgeblich ist § 288 BGB: Bei Geschäften, an denen eine Verbraucherin oder ein Verbraucher beteiligt ist, beträgt der Verzugszins fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Zwischen Unternehmen sind es bei Entgeltforderungen neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Der Basiszinssatz wird halbjährlich von der Deutschen Bundesbank angepasst, daher ändert sich der konkrete Zinssatz regelmäßig. Zusätzlich kann der Gläubiger im unternehmerischen Verkehr eine Verzugspauschale von 40 Euro nach § 288 Abs. 5 BGB verlangen, die auf Rechtsverfolgungskosten anzurechnen ist.

Zuerst sollte der Gesellschaftsvertrag geprüft werden, denn er regelt Stimmrechte, Einziehung von Anteilen und Abfindung oft abweichend vom HGB oder GmbH-Gesetz. Bei angreifbaren Beschlüssen ist Eile geboten: Für die Anfechtung von GmbH-Gesellschafterbeschlüssen wird in Anlehnung an § 246 AktG regelmäßig eine Frist von etwa einem Monat angesetzt. Einstweiliger Rechtsschutz kann etwa eine Geschäftsführerabberufung vorläufig sichern. Streitigkeiten mit hohen Werten verhandelt das Landgericht Stuttgart; alternativ kommen Mediation oder ein vertraglich vereinbartes Schiedsverfahren in Betracht.

Es gilt die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren nach § 195 BGB. Sie beginnt nach § 199 BGB mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den Umständen Kenntnis erlangt hat – eine Rechnung aus 2026 verjährt also regelmäßig zum 31. Dezember 2029. Die Verjährung wird unter anderem durch Klage oder Zustellung eines Mahnbescheids gehemmt (§ 204 BGB); eine bloße Mahnung genügt dafür nicht. Kürzere Fristen können sich aus Vertrag oder Spezialgesetzen ergeben.

Aktuelle Rechtsprechung zum Handelsrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Handelsrecht in Stuttgart: passende Kanzlei finden

19 Anwältinnen und Anwälte für Handelsrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), davon 19 Fachanwälte (100 %), 17 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Stuttgart hat noch keine Kanzlei für Handelsrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Handelsrecht in Stuttgart und Umgebung

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

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    Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

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    Borsigstraße 4, 74321 Bietigheim-Bissingen

    Rechtsanwälte CAVADA UND PARTNER mbB

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