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Erbrecht Stuttgart

Anwältin oder Anwalt für Erbrecht in Stuttgart: Testament & Nachlass

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 08.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Ein handschriftliches Testament, das plötzlich auftaucht, ein Streit unter Geschwistern um das Elternhaus in Bad Cannstatt oder die Frage, ob eine überschuldete Erbschaft besser ausgeschlagen wird: Erbrechtliche Entscheidungen haben in Stuttgart oft erhebliche wirtschaftliche Tragweite.

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Redaktion anwaltvergleich.de 12 Min. Lesedauer

Ein handschriftliches Testament, das plötzlich auftaucht, ein Streit unter Geschwistern um das Elternhaus in Bad Cannstatt oder die Frage, ob eine überschuldete Erbschaft besser ausgeschlagen wird: Erbrechtliche Entscheidungen haben in Stuttgart oft erhebliche wirtschaftliche Tragweite. In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs mit rund 609.365 Einwohnerinnen und Einwohnern sind je nach Stadtbezirk zwei Nachlassgerichte zuständig: das Amtsgericht Stuttgart oder das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt (§ 343 FamFG).

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Erbrecht in Stuttgart ordnet die Rechtslage ein, bevor Fristen ablaufen oder Ansprüche verjähren. Das ist hier besonders relevant, weil Stuttgarter Nachlässe häufig Immobilien in einem hochpreisigen Wohnungsmarkt, Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen der Region oder Depotvermögen enthalten. Wer erbt, übernimmt nach § 1922 BGB das gesamte Vermögen einschließlich der Schulden – eine Einordnung durch eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt hilft, Entscheidungen zu vermeiden, die sich später kaum korrigieren lassen.

Diese Seite erklärt die wichtigsten Regeln für den Erbfall in Stuttgart: den Pflichtteil nach § 2303 BGB, die sechswöchige Ausschlagungsfrist des § 1944 BGB, den Weg zum Erbschein beim zuständigen Stuttgarter Nachlassgericht samt Gebühren sowie die Freibeträge bei der Erbschaftsteuer. So gehen Sie vorbereitet in das Gespräch mit einer Kanzlei.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Stuttgart, Landgericht Stuttgart, Oberlandesgericht Stuttgart
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Stuttgart, Hauffstraße 5, 70190 Stuttgart
  • Landgericht Stuttgart, Urbanstraße 20, 70182 Stuttgart
  • Oberlandesgericht Stuttgart, Olgastraße 2, 70182 Stuttgart

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Dieser Text ist KI-erzeugt und wurde nicht von einem Menschen gelesen. Redaktionsgrundsätze · Fehler melden

Anwältin oder Anwalt für Erbrecht in Stuttgart: Testament, Erbe und Pflichtteil

Mit dem Tod eines Menschen geht dessen Vermögen als Ganzes auf die Erben über – so ordnet es § 1922 BGB an. Juristinnen und Juristen sprechen von Gesamtrechtsnachfolge: Wer erbt, übernimmt nicht nur die Eigentumswohnung in Stuttgart-West oder das Wertpapierdepot, sondern auch offene Kredite und Verbindlichkeiten. Für die rund 609.365 Einwohnerinnen und Einwohner Stuttgarts bedeutet das: Schon vor der Annahme einer Erbschaft lohnt eine rechtliche Prüfung, denn die Annahme bindet und lässt sich nur in engen Grenzen rückgängig machen.

Beim Testament gelten strenge Formregeln. Ein privates Testament muss nach § 2247 BGB vollständig eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein – ein ausgedruckter Text mit Unterschrift ist unwirksam. § 2229 BGB regelt daneben die Testierfähigkeit: Testieren kann grundsätzlich, wer mindestens 16 Jahre alt ist und die Bedeutung seiner Erklärung erfassen kann; Minderjährige können ein Testament allerdings nur durch Erklärung gegenüber einem Notar oder durch Übergabe einer offenen Schrift errichten (§ 2233 Abs. 1 BGB). Streit über die Testierfähigkeit, etwa bei einer Demenzerkrankung des Erblassers, wird im Erbscheinsverfahren vor dem Nachlassgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers ausgetragen (§ 343 FamFG); dieselbe Frage kann zusätzlich in einem Zivilprozess zu klären sein.

In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs treffen hohe Immobilienwerte – etwa in der Halbhöhenlage oder in Degerloch – auf Unternehmensvermögen aus Automobilzulieferung, Maschinenbau und Mittelstand. Eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Erbrecht in Stuttgart hilft deshalb nicht nur im Streitfall, sondern auch bei der Gestaltung: vom Berliner Testament über Vermächtnisse bis zum notariellen Pflichtteilsverzicht.

  • Gestaltung von Testament und Erbvertrag, auch mit Unternehmensbezug
  • Durchsetzung oder Abwehr von Pflichtteilsansprüchen (§ 2303 BGB)
  • Vertretung in Erbengemeinschaften und bei der Nachlassauseinandersetzung
  • Prüfung einer Erbausschlagung innerhalb der Frist des § 1944 BGB
  • Beantragung des Erbscheins beim zuständigen Nachlassgericht in Stuttgart
  • Beratung zu Erbschaftsteuer, Freibeträgen und lebzeitigen Schenkungen

Wie sich ein Nachlass nach der gesetzlichen Erbfolge verteilt, lässt sich vorab überschlagen – der folgende Rechner gibt eine erste Orientierung für Ihren Stuttgarter Erbfall:

Erb- und Erbquoten-Rechner Ermitteln Sie die gesetzlichen Erbquoten.

Pflichtteil und gesetzliche Erbfolge in Stuttgart

Hinterlässt eine Person kein wirksames Testament, greift die gesetzliche Erbfolge: Zuerst erben Kinder und Enkel (erste Ordnung), danach Eltern und Geschwister (zweite Ordnung). Der Ehegatte erbt daneben; lebten die Eheleute – wie die meisten Paare ohne Ehevertrag – im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, erhält der überlebende Teil neben Kindern regelmäßig die Hälfte des Nachlasses. Gerade bei Stuttgarter Familien mit Wohneigentum in Vaihingen oder Möhringen entstehen so schnell Konstellationen, in denen mehrere Personen gemeinsam Eigentümer einer einzigen Immobilie werden.

Wer als Kind, Ehegatte oder – wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind – als Elternteil durch Testament enterbt wurde, ist nicht rechtlos: § 2303 BGB gewährt den Pflichtteil in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Es handelt sich um einen reinen Geldanspruch gegen die Erben, nicht um eine Beteiligung am Nachlass selbst. Angesichts der Immobilienwerte in Stuttgart kann dieser Anspruch erhebliche Summen erreichen; zur Vorbereitung besteht ein Auskunftsanspruch über den Nachlassbestand (§ 2314 BGB), notfalls mit Wertermittlung durch Sachverständige.

Pflichtteilsansprüche verjähren regelmäßig in drei Jahren; die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Berechtigte von Erbfall und Enterbung Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB). Kommt es zum Prozess, entscheidet über Ansprüche bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro das Amtsgericht, darüber das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG in der ab 1. Januar 2026 geltenden Fassung; auf Verfahren, die vorher anhängig geworden sind, ist die alte Grenze von 5.000 Euro anzuwenden, § 44 EGGVG). Örtlich zuständig ist das Gericht am Wohnsitz des beklagten Erben; nach § 27 ZPO kann auch am letzten allgemeinen Gerichtsstand des Erblassers geklagt werden, bei einem Erblasser aus Stuttgart also beim Landgericht Stuttgart oder beim für den Stadtbezirk zuständigen Amtsgericht. Gegen Urteile des Landgerichts ist die Berufung zum Oberlandesgericht Stuttgart möglich – gerade bei werthaltigen Nachlässen mit Immobilien im Stadtgebiet keine Seltenheit.

Erben mehrere Personen gemeinsam, entsteht kraft Gesetzes eine Erbengemeinschaft. Nach § 2038 BGB verwalten die Miterben den Nachlass gemeinschaftlich; für wesentliche Entscheidungen – etwa den Verkauf des geerbten Hauses in Stuttgart-Ost – müssen sie sich einigen. Blockiert ein Miterbe, kann anwaltliche Verhandlung oder notfalls die Teilungsversteigerung den Weg zur Auseinandersetzung öffnen.

Ob und in welcher Höhe Ihnen ein Pflichtteil zusteht, können Sie hier überschlägig ermitteln:

Pflichtteils-Rechner Berechnen Sie den Pflichtteil naeher Angehoeriger.

So finden Sie die passende Kanzlei für Erbrecht in Stuttgart

Der Titel „Fachanwältin/Fachanwalt für Erbrecht“ setzt nach der Fachanwaltsordnung besondere theoretische Kenntnisse und nachgewiesene praktische Fallbearbeitung voraus – ein belastbares Qualitätsmerkmal. Daneben zählt der Zuschnitt der Kanzlei: Wer in Stuttgart eine Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb regeln will, braucht ein anderes Profil als jemand, der einen Pflichtteilsanspruch gegen die Erben durchsetzen möchte. In einer Wirtschaftsregion wie Stuttgart mit vielen inhabergeführten Betrieben ist die Schnittstelle zwischen Erbrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht besonders gefragt.

  • Fachanwaltstitel oder nachweisbarer Tätigkeitsschwerpunkt im Erbrecht
  • Erfahrung mit Nachlässen, die Immobilien im Stuttgarter Stadtgebiet enthalten
  • Kompetenz bei Unternehmensnachfolge und Gesellschaftsverträgen
  • Klare Auskunft zu Vergütung, Gegenstandswert und Erstberatungskosten
  • Bereitschaft zu außergerichtlicher Einigung statt sofortiger Klage
  • Zusammenarbeit mit Notariat und Steuerberatung, wenn der Fall es erfordert
  • Erreichbarkeit und verständliche Kommunikation während des Mandats

Auf anwaltvergleich.de können Sie Anwältinnen und Anwälte in Stuttgart nach Rechtsgebiet und Ort suchen. Die Einträge enthalten Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, den Fachanwaltstitel nach den Angaben der Bundesrechtsanwaltskammer; die Kanzleien kontaktieren Sie selbst.

Für die Erstberatung setzt § 34 RVG einen Rahmen: Wurde keine Gebührenvereinbarung getroffen, beträgt die Gebühr gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern für ein erstes Beratungsgespräch höchstens 190 Euro, für eine weitergehende Beratung höchstens 250 Euro, jeweils zuzüglich Auslagen und Umsatzsteuer; mit einer Gebührenvereinbarung kann die Beratung mehr kosten. Für die weitere Vertretung richtet sich die Vergütung nach dem Gegenstandswert des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes oder nach einer schriftlichen Vergütungsvereinbarung – bei hohen Stuttgarter Nachlasswerten sollten Sie diese Punkte vor Mandatserteilung ausdrücklich klären.

Erbe ausschlagen in Stuttgart: Die 6-Wochen-Frist

Nicht jede Erbschaft ist ein Gewinn: Wer einen überschuldeten Nachlass übernimmt, haftet nach § 1967 BGB grundsätzlich auch mit eigenem Vermögen für die Nachlassverbindlichkeiten. Der Ausweg ist die Ausschlagung. § 1944 BGB gewährt dafür sechs Wochen ab Kenntnis vom Anfall der Erbschaft und vom Grund der Berufung – bei gesetzlicher Erbfolge also meist ab Kenntnis vom Todesfall, bei Testamenten ab der Bekanntgabe durch das Nachlassgericht. Die Frist verlängert sich auf sechs Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz ausschließlich im Ausland hatte oder sich der Erbe bei Fristbeginn im Ausland aufhält.

Die Form ist zwingend: Die Ausschlagung wird entweder zur Niederschrift des Nachlassgerichts erklärt oder in öffentlich beglaubigter Form über ein Notariat eingereicht (§ 1945 BGB). Ein einfacher Brief an das Nachlassgericht genügt nicht. Für die notarielle Beurkundung der Ausschlagungserklärung fällt eine 0,5-Gebühr nach Nummer 21201 KV GNotKG an, mindestens 30 Euro. Schlagen Eltern für minderjährige Kinder aus, müssen grundsätzlich beide sorgeberechtigten Elternteile handeln; zusätzlich ist in der Regel die Genehmigung des Familiengerichts erforderlich (§ 1643 Abs. 1 BGB i. V. m. § 1851 Nr. 1 BGB); sie entfällt nach § 1643 Abs. 3 BGB, wenn die Erbschaft dem Kind erst durch die Ausschlagung eines vertretenden Elternteils angefallen ist und dieser Elternteil nicht neben dem Kind berufen war.

Vor der Ausschlagung sollte der Nachlass realistisch bewertet werden – sie erfasst nämlich alles, auch den Miteigentumsanteil an einer Immobilie im Stuttgarter Stadtgebiet, dessen Wert die Schulden möglicherweise übersteigt. Wer sich über die Überschuldung geirrt hat, kann die Annahme oder Ausschlagung unter engen Voraussetzungen anfechten (§ 1954 BGB, ebenfalls binnen sechs Wochen). Alternativen wie Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz begrenzen die Haftung, ohne die Erbenstellung aufzugeben – welche Option passt, sollte eine Anwältin oder ein Anwalt für Erbrecht im Einzelfall prüfen.

Erbschein in Stuttgart: Beantragung und Kosten

Der Erbschein weist gegenüber Banken, Versicherungen und dem Grundbuchamt nach, wer Erbe geworden ist. Er ist nicht immer erforderlich: Liegt ein notarielles Testament mit gerichtlichem Eröffnungsprotokoll vor, akzeptieren viele Stellen diese Unterlagen als Nachweis. Zuständig ist das Nachlassgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers (§ 343 FamFG) – im Stadtgebiet Stuttgart je nach Stadtbezirk das Amtsgericht Stuttgart oder das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt.

Der Antrag kann zur Niederschrift direkt beim zuständigen Nachlassgericht gestellt oder über ein Notariat beurkundet werden. Benötigt werden regelmäßig Sterbeurkunde, Nachweise über die Verwandtschaft (etwa Familienstammbuch oder Geburtsurkunden), vorhandene Testamente sowie Angaben zu allen Miterben. Die Richtigkeit der Angaben ist an Eides statt zu versichern (§ 352 FamFG); diese Versicherung nimmt das Nachlassgericht oder ein Notariat ab.

Die Kosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG): Es fällt je eine volle Gebühr für das Erbscheinsverfahren (Nr. 12210 KV GNotKG) und für die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung (Nr. 23300 KV GNotKG) an, jeweils abhängig vom Nachlasswert nach Abzug der Schulden; das Nachlassgericht kann die Versicherung erlassen, wenn es sie für nicht erforderlich hält (§ 352 Abs. 3 S. 4 FamFG) – dann entfällt die zweite Gebühr.

Gebühren für den Erbschein nach GNotKG (gerundete Richtwerte, je Gebühr)
Nachlasswert (nach Abzug der Schulden)Gebühr für die Erteilung (1,0)Gebühr für die eidesstattliche Versicherung (1,0)
10.000 Euroca. 75 Euroca. 75 Euro
50.000 Euroca. 165 Euroca. 165 Euro
200.000 Euroca. 435 Euroca. 435 Euro
500.000 Euroca. 935 Euroca. 935 Euro

Ist die Erbfolge streitig – etwa weil ein handschriftliches Testament angezweifelt wird –, entscheidet das Nachlassgericht nach Anhörung der Beteiligten. Gegen dessen Entscheidung ist die Beschwerde eröffnet; sie ist binnen eines Monats ab schriftlicher Bekanntgabe des Beschlusses (§ 63 Abs. 1 und 3 FamFG) bei dem Amtsgericht einzulegen, dessen Beschluss angefochten wird (§ 64 Abs. 1 FamFG) – entschieden wird über sie vom Oberlandesgericht Stuttgart. Spätestens in dieser Konstellation ist anwaltliche Vertretung dringend zu empfehlen, weil es häufig um Beweisfragen zur Testierfähigkeit nach § 2229 BGB geht.

Erbschaftsteuer und Freibeträge bei einem Erbfall in Stuttgart

Ob auf eine Erbschaft Steuer anfällt, hängt vor allem von den persönlichen Freibeträgen ab: Nach § 16 ErbStG bleiben für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro steuerfrei, für Kinder 400.000 Euro, für Enkel 200.000 Euro (400.000 Euro, wenn das Kind, von dem sie abstammen, vorverstorben ist) und etwa für Geschwister, Nichten und Neffen 20.000 Euro. Angesichts des Stuttgarter Immobilienmarkts kann bereits ein einzelnes Wohnhaus in guter Lage den Kinderfreibetrag übersteigen – ein Grund, warum Erbschaftsteuer in Stuttgart auch Familien mit mittlerem Vermögen betrifft.

Eine wichtige Ausnahme ist das Familienheim: Erbt der Ehegatte oder ein Kind die selbst genutzte Wohnung und nutzt sie mindestens zehn Jahre weiter selbst, bleibt der Erwerb unter den Voraussetzungen des § 13 Abs. 1 Nr. 4b und 4c ErbStG steuerfrei; bei Kindern gilt eine Begrenzung auf 200 Quadratmeter Wohnfläche. Wer eine geerbte Stuttgarter Wohnung vor Ablauf der zehn Jahre verkauft oder vermietet, riskiert den rückwirkenden Wegfall der Befreiung.

Jeder steuerpflichtige Erwerb ist dem Finanzamt binnen drei Monaten nach Kenntnis vom Anfall anzuzeigen; die Anzeige entfällt unter den Voraussetzungen des § 30 Abs. 3 ErbStG, etwa bei einer von einem deutschen Gericht eröffneten Verfügung von Todes wegen ohne Grundbesitz oder Auslandsvermögen (§ 30 ErbStG). Für die Bewertung von Grundbesitz spielen die örtlichen Bodenrichtwerte eine zentrale Rolle, die im Stuttgarter Stadtgebiet je nach Lage stark variieren. Vorausschauende Gestaltung – etwa Schenkungen zu Lebzeiten, bei denen die Freibeträge alle zehn Jahre neu genutzt werden können – sollte mit erbrechtlicher und steuerlicher Beratung abgestimmt werden; weiterführende Grundlagen finden Sie im Artikelbereich.

Ob Testamentsgestaltung, Pflichtteilsstreit vor dem Landgericht Stuttgart oder Erbscheinsantrag beim zuständigen Nachlassgericht: Einträge von Kanzleien mit Anschrift und Telefonnummer finden Sie unter Anwalt in Stuttgart. Alle Angaben auf dieser Seite entsprechen dem Rechtsstand 2026 und ersetzen keine Beratung im Einzelfall; anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 39 Anwältinnen und Anwälte für Erbrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

39 der 39 Einträge (100 %) führen laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Erbrecht.

Die 39 Einträge verteilen sich auf 29 Kanzleien.

Der Pflichtteil beträgt nach § 2303 BGB die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und steht Abkömmlingen, dem Ehegatten und – wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind – den Eltern des Erblassers zu. Ein Beispiel: Hinterlässt ein verwitweter Erblasser zwei Kinder und enterbt eines davon, hätte dieses Kind gesetzlich die Hälfte geerbt; sein Pflichtteil beträgt also ein Viertel des Nachlasswerts. Es handelt sich um einen Geldanspruch gegen die Erben, der regelmäßig in drei Jahren verjährt; die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Berechtigte von Erbfall und Enterbung Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB).

Nachlassgericht ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte (§ 343 FamFG). Für Verstorbene mit letztem gewöhnlichem Aufenthalt in Stuttgart gibt es zwei Nachlassgerichte: für die Stadtbezirke Bad Cannstatt, Feuerbach, Mühlhausen, Münster, Obertürkheim, Untertürkheim, Stammheim, Weilimdorf und Zuffenhausen das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt, für die übrigen Stadtbezirke das Amtsgericht Stuttgart. Dort werden Testamente eröffnet, Erbscheine erteilt und Erbausschlagungen entgegengenommen. Streitige Zivilklagen rund um die Erbschaft, etwa auf Zahlung des Pflichtteils, gehören dagegen je nach Streitwert vor das Amtsgericht oder das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG); örtlich zuständig ist das Gericht am Wohnsitz des beklagten Erben, nach § 27 ZPO zusätzlich das Gericht, bei dem der Erblasser zur Zeit seines Todes seinen allgemeinen Gerichtsstand hatte – bei einem Erblasser aus Stuttgart also das Landgericht Stuttgart oder – bis 10.000 Euro Streitwert – das für den Stadtbezirk zuständige Amtsgericht Stuttgart oder Stuttgart-Bad Cannstatt.

Die Ausschlagung ist nach § 1944 BGB nur binnen sechs Wochen möglich. Die Frist beginnt, sobald Sie vom Anfall der Erbschaft und vom Grund Ihrer Berufung Kenntnis haben – bei einem Testament frühestens mit dessen Bekanntgabe durch das Nachlassgericht. Sie verlängert sich auf sechs Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz ausschließlich im Ausland hatte oder Sie sich bei Fristbeginn im Ausland aufhalten. Die Erklärung muss formgerecht und innerhalb der Frist beim zuständigen Nachlassgericht eingehen; sie kann auch beim Nachlassgericht Ihres gewöhnlichen Aufenthalts abgegeben werden (§ 344 Abs. 7 FamFG); verstreicht die Frist ohne Ausschlagung, gilt die Erbschaft als angenommen (§ 1943 BGB).

Für eine Erstberatung gilt § 34 RVG: Ohne Gebührenvereinbarung beträgt die Gebühr gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern höchstens 190 Euro, für eine weitergehende Beratung höchstens 250 Euro, jeweils zuzüglich Auslagen und Umsatzsteuer; wurde eine Gebührenvereinbarung getroffen, gilt diese. Für die weitere Vertretung richtet sich die Vergütung nach dem Gegenstandswert gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz oder nach einer schriftlichen Vergütungsvereinbarung. Da Stuttgarter Nachlässe wegen der Immobilienwerte oft hohe Gegenstandswerte erreichen, sollten Sie den Kostenrahmen vor Mandatserteilung ausdrücklich besprechen.

Den Erbschein beantragen Sie beim Nachlassgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers – im Stadtgebiet Stuttgart je nach Stadtbezirk beim Amtsgericht Stuttgart oder beim Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt – entweder persönlich zur Niederschrift oder über ein Notariat. Benötigt werden unter anderem Sterbeurkunde, Nachweise der Verwandtschaft, vorhandene Testamente und Angaben zu allen Miterben; die Richtigkeit ist an Eides statt zu versichern (§ 352 FamFG). Die Kosten richten sich nach dem GNotKG und steigen mit dem Nachlasswert: Bei 50.000 Euro Reinnachlass fallen für Erteilung und eidesstattliche Versicherung je rund 165 Euro an.

Eine Erbengemeinschaft endet durch Auseinandersetzung (§ 2042 BGB), also die Verteilung des Nachlasses unter den Miterben. Bis dahin verwalten alle den Nachlass gemeinschaftlich nach § 2038 BGB, was bei einer gemeinsamen Immobilie in Stuttgart oft zu Blockaden führt. Möglich sind eine einvernehmliche Teilungsvereinbarung, der Verkauf einzelner Erbteile, die Abschichtung einzelner Miterben gegen Abfindung oder als letztes Mittel die Teilungsversteigerung. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Erbrecht kann die Auseinandersetzung verhandeln und eine Teilungsvereinbarung entwerfen.

Erbrecht in Stuttgart: passende Kanzlei finden

39 Anwältinnen und Anwälte für Erbrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), davon 39 Fachanwälte (100 %), 29 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Stuttgart hat noch keine Kanzlei für Erbrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

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