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Versicherungsrecht Stuttgart

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KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 15.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wenn der Versicherer nach einem Wasserschaden, einem Verkehrsunfall oder bei Berufsunfähigkeit nicht zahlt, brauchen Betroffene in Stuttgart fundierte Unterstützung im Versicherungsrecht.

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Versicherungsrecht Stuttgart
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wenn der Versicherer nach einem Wasserschaden, einem Verkehrsunfall oder bei Berufsunfähigkeit nicht zahlt, brauchen Betroffene in Stuttgart fundierte Unterstützung im Versicherungsrecht. Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg zählt rund 609.365 Einwohnerinnen und Einwohner und ist zugleich Sitz namhafter Versicherer – Auseinandersetzungen um Versicherungsleistungen werden hier deshalb häufig vor den örtlichen Zivilgerichten ausgetragen, vom Amtsgericht Stuttgart bis zum Oberlandesgericht Stuttgart.

Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) gibt Versicherten dabei mehr Rechte, als viele Ablehnungsschreiben vermuten lassen: Eine Kürzung auf null bei grober Fahrlässigkeit ist nach dem Quotenmodell der §§ 28 Abs. 2, 81 Abs. 2 VVG häufig angreifbar, ein Rücktritt wegen Anzeigepflichtverletzung scheitert oft an der Monatsfrist des § 21 VVG, und in der Berufsunfähigkeitsversicherung steht die bekannte 50-Prozent-Schwelle nicht im Gesetz, sondern nur in den Bedingungen (§ 172 VVG). Wer diese Regeln kennt, verhandelt mit dem Versicherer auf Augenhöhe.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Versicherungsrecht in Stuttgart prüft Ablehnungen, wahrt Fristen und beziffert das Kostenrisiko: Ohne Gebührenvereinbarung beträgt die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern höchstens 190 € zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 S. 3 RVG); auf eine Gebührenvereinbarung soll die Kanzlei jedoch hinwirken. Diese Seite erklärt die wichtigsten Paragrafen, die Zuständigkeit der Stuttgarter Gerichte und die typischen Verfahrenskosten.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Stuttgart, Landgericht Stuttgart, Oberlandesgericht Stuttgart
Wichtige Gesetze
§ 28 VVG, § 19 VVG, § 21 VVG, § 81 VVG
Kosten
Erstberatung für Verbraucher max.

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Stuttgart, Hauffstraße 5, 70190 Stuttgart
  • Landgericht Stuttgart, Urbanstraße 20, 70182 Stuttgart
  • Oberlandesgericht Stuttgart, Olgastraße 2, 70182 Stuttgart

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Versicherungsrecht in Stuttgart: typische Konflikte mit dem Versicherer

Stuttgart ist mit rund 609.365 Einwohnerinnen und Einwohnern die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg und ein gewichtiger Versicherungsstandort: Unternehmen wie die Allianz Lebensversicherungs-AG, die Württembergische Versicherung und die SV SparkassenVersicherung haben hier ihren Sitz. Wer in Stuttgart eine Auseinandersetzung im Versicherungsrecht führt, streitet also nicht selten mit einem Versicherer, dessen Entscheidungen in derselben Stadt fallen.

Rechtsgrundlage der meisten Konflikte ist das Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Es bestimmt unter anderem, wann eine Leistung fällig wird: Nach § 14 Abs. 1 VVG muss der Versicherer zahlen, sobald seine Erhebungen zum Versicherungsfall abgeschlossen sind. Sind die Erhebungen nicht binnen eines Monats seit der Anzeige des Versicherungsfalls beendet, können Versicherte nach § 14 Abs. 2 VVG Abschlagszahlungen in Höhe des Betrags verlangen, den der Versicherer voraussichtlich mindestens zu zahlen hat – ein Anspruch, den viele Betroffene nicht kennen und der gerade bei größeren Gebäudeschäden finanzielle Engpässe überbrückt.

Die Bandbreite versicherungsrechtlicher Streitigkeiten ist in einer Großstadt wie Stuttgart erheblich. Häufige Konstellationen sind:

  • Kürzung oder Ablehnung von Kaskoleistungen nach einem Verkehrsunfall im dichten Stuttgarter Stadtverkehr
  • Streit um Wohngebäude- und Elementarschäden, etwa nach Starkregen in den Hang- und Kessellagen der Stadt oder in Stadtbezirken am Neckar wie Bad Cannstatt
  • abgelehnte Berufsunfähigkeitsrenten trotz ärztlich dokumentierter Einschränkungen
  • Auseinandersetzungen mit der privaten Krankenversicherung über Heilbehandlungskosten
  • verweigerte Deckungszusagen der Rechtsschutzversicherung
  • Rückabwicklung oder Widerruf von Lebens- und Rentenversicherungen

In all diesen Fällen entscheidet die genaue Kenntnis des Versicherungsrechts darüber, ob eine Ablehnung Bestand hat oder ob sich Ansprüche noch durchsetzen lassen.

Leistungskürzung nach § 28 VVG: das Quotenmodell verständlich erklärt

Viele Ablehnungsschreiben stützen sich auf eine sogenannte Obliegenheitsverletzung – etwa eine verspätete Schadenmeldung, unvollständige Angaben im Schadenformular oder das Verlassen der Unfallstelle. § 28 VVG unterscheidet dabei streng nach dem Grad des Verschuldens: Nur bei Vorsatz darf der Versicherer die Leistung vollständig verweigern. Bei grober Fahrlässigkeit ist er nach § 28 Abs. 2 VVG lediglich berechtigt, die Leistung anteilig zu kürzen, und zwar in einem Verhältnis, das der Schwere des Verschuldens entspricht.

Dieses Quotenmodell im Versicherungsrecht bedeutet praktisch: Eine pauschale Kürzung auf null ist regelmäßig angreifbar. Ob eine Quote von 25, 50 oder 75 Prozent angemessen ist, muss im Einzelfall begründet werden – eine Bewertung, die im Streitfall die Stuttgarter Zivilgerichte vornehmen. Wer eine Vollablehnung einfach hinnimmt, verschenkt daher häufig einen erheblichen Teil der Versicherungsleistung.

Hinzu kommt der Kausalitätsgegenbeweis des § 28 Abs. 3 VVG: Hat die Obliegenheitsverletzung weder für den Eintritt oder die Feststellung des Versicherungsfalls noch für die Feststellung oder den Umfang der Leistungspflicht eine Rolle gespielt, bleibt der Versicherer insoweit zur Zahlung verpflichtet – ausgenommen sind nur arglistige Verstöße. Auch dieser Einwand wird in der Praxis des Versicherungsrechts oft übersehen.

Dieselbe Wertung gilt für die Herbeiführung des Versicherungsfalls selbst: Nach § 81 Abs. 1 VVG ist der Versicherer nur bei Vorsatz leistungsfrei; bei grob fahrlässigem Verhalten – etwa der unbeaufsichtigt brennenden Kerze – erfolgt nach § 81 Abs. 2 VVG wiederum nur eine quotale Kürzung, keine vollständige Verweigerung.

Anzeigepflicht und Monatsfrist: § 19 und § 21 VVG

Vor Vertragsschluss müssen Antragstellerinnen und Antragsteller nach § 19 Abs. 1 VVG nur solche Gefahrumstände anzeigen, nach denen der Versicherer in Textform gefragt hat. Wer eine Gesundheitsfrage unrichtig beantwortet, riskiert Rücktritt, Kündigung oder Vertragsanpassung – ein Vorwurf, der besonders in der Berufsunfähigkeits- und der privaten Krankenversicherung erhoben wird, oft erst Jahre nach Vertragsschluss im Leistungsfall.

Entscheidend ist dann die Frist des § 21 VVG: Der Versicherer muss Rücktritt oder Kündigung innerhalb eines Monats erklären, nachdem er von der Verletzung der Anzeigepflicht Kenntnis erlangt hat. Versäumt er diese Monatsfrist, ist ihm die Berufung auf die Anzeigepflichtverletzung verwehrt. Anwältinnen und Anwälte für Versicherungsrecht prüfen deshalb zuerst, wann der Versicherer welche Information tatsächlich hatte – etwa aus Arztberichten, die ihm längst vorlagen.

Zusätzlich verlangt § 19 Abs. 5 VVG, dass der Versicherer auf die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung durch gesonderte Mitteilung in Textform hingewiesen hat. Fehlt diese Belehrung, stehen ihm die Rücktritts- und Kündigungsrechte regelmäßig nicht zu. Solche formalen Fehler sind im Versicherungsrecht ein häufiger Ansatzpunkt, um einen Vertrag – und damit den Leistungsanspruch – zu retten.

Berufsunfähigkeitsversicherung: § 172 VVG, Erstprüfung und Nachprüfung

Berufsunfähig ist nach § 172 Abs. 2 VVG, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Die marktübliche 50-Prozent-Schwelle steht nicht im Gesetz, sondern ausschließlich in den Versicherungsbedingungen – im Streit um eine Berufsunfähigkeitsrente kommt es deshalb auf den genauen Bedingungswortlaut und die konkrete Ausgestaltung des zuletzt ausgeübten Berufs an.

Wirtschaftlich gehören Berufsunfähigkeitsverfahren zu den größten Fällen des Versicherungsrechts: Der Streitwert bemisst sich nach § 9 ZPO auf den 3,5-fachen Jahresbetrag der Rente. Bei 1.500 € Monatsrente ergibt das 63.000 €, zuzüglich des Werts der Beitragsbefreiung – erstinstanzlich zuständig ist dann das Landgericht Stuttgart. Entsprechend gründlich prüfen Versicherer solche Anträge, und entsprechend sorgfältig sollte die Antragstellung vorbereitet sein.

Sowohl die Erstprüfung als auch spätere Nachprüfungsverfahren, mit denen der Versicherer eine laufende Rente wieder einstellen will, sollten versicherungsrechtlich begleitet werden. Bewährt hat sich dabei:

  • ärztliche Befunde vollständig und zeitlich geordnet zusammenstellen
  • den zuletzt ausgeübten Beruf mit seinen prägenden Tätigkeiten konkret beschreiben, nicht nur die Berufsbezeichnung nennen
  • Fragebögen des Versicherers erst nach fachkundiger Durchsicht beantworten
  • Gutachten des Versicherers auf Widersprüche zu den Behandlungsunterlagen prüfen lassen
  • befristete Anerkenntnisse und Abfindungsangebote versicherungsrechtlich bewerten, bevor unterschrieben wird
  • Einstellungsmitteilungen im Nachprüfungsverfahren auf ihre formalen Voraussetzungen kontrollieren

Zuständige Gerichte: Amtsgericht, Landgericht und Oberlandesgericht Stuttgart

Streitigkeiten aus Versicherungsverträgen sind Zivilsachen und gehören vor die ordentlichen Gerichte. Seit dem 1. Januar 2026 gilt dabei eine neue Wertgrenze: Bis zu einem Streitwert von 10.000 € ist das Amtsgericht zuständig, darüber das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG). Für Klagen aus dem Stadtgebiet bedeutet das: Kleinere Versicherungssachen verhandelt das Amtsgericht Stuttgart, höherwertige das Landgericht Stuttgart.

Für die Praxis des Versicherungsrechts heißt das konkret: Kasko-, Hausrat- und Wohngebäudeschäden bewegen sich meist zwischen 3.000 und 15.000 € – je nach Schadenhöhe beginnt das Verfahren also beim Amtsgericht Stuttgart oder beim Landgericht Stuttgart. Berufsunfähigkeitsklagen landen wegen des Streitwerts nach § 9 ZPO fast immer beim Landgericht, wo Anwaltszwang besteht.

Gegen Urteile des Amtsgerichts Stuttgart führt die Berufung zum Landgericht Stuttgart, gegen erstinstanzliche Urteile des Landgerichts zum Oberlandesgericht Stuttgart. Dessen Rechtsprechung zur Auslegung von Versicherungsbedingungen prägt die Fallbearbeitung im Versicherungsrecht in ganz Baden-Württemberg – ein Grund, warum örtlich erfahrene Kanzleien die Spruchpraxis dieser Gerichte kennen sollten.

Kosten im Versicherungsrecht: Erstberatung, RVG-Gebühren und Streitwerte

Der Einstieg ist überschaubar: Ist keine Gebührenvereinbarung getroffen, kostet das erste Beratungsgespräch Verbraucherinnen und Verbraucher höchstens 190 € zuzüglich Umsatzsteuer, die Beratung insgesamt höchstens 250 € zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 S. 3 RVG). Dafür erhalten Ratsuchende in Stuttgart eine erste Einschätzung, ob eine Ablehnung nach § 28 VVG, § 81 VVG oder wegen Fristversäumnis des Versicherers nach § 21 VVG angreifbar ist.

Kommt es zum Prozess, richten sich die Kosten nach dem Streitwert: Anwaltsvergütung (1,3 Verfahrens- und 1,2 Terminsgebühr aus einem Gebührensatz von 652 €, Anlage 2 RVG) und Gerichtskosten (3,0-Gebühr aus 283 €, Anlage 2 GKG) ergeben bei 10.000 € Streitwert rund 2.800 € für die erste Instanz; eine vorgerichtliche Geschäftsgebühr wird auf die Verfahrensgebühr zur Hälfte, bei Wertgebühren höchstens mit einem Gebührensatz von 0,75, angerechnet (Vorbemerkung 3 Abs. 4 VV RVG). Wer unterliegt, trägt zusätzlich die Kosten der Gegenseite – das Prozessrisiko gehört deshalb in jede versicherungsrechtliche Beratung.

Orientierungswerte zu Kosten und Zuständigkeit im Versicherungsrecht (Stand 2026)
KonstellationStreitwert / BetragKosten bzw. Zuständigkeit
Erstberatung für Verbraucher (§ 34 RVG)–höchstens 190 € zzgl. USt.
Kasko-, Hausrat- oder Wohngebäudeschadenmeist 3.000–15.000 €bis 10.000 € Amtsgericht Stuttgart, darüber Landgericht Stuttgart
Klage bei 10.000 € Streitwert10.000 €rund 2.800 € eigene Anwalts- und Gerichtskosten in erster Instanz
Berufsunfähigkeitsklage (§ 9 ZPO)3,5-facher Jahresbetrag; bei 1.500 € Monatsrente 63.000 € zzgl. Wert der BeitragsbefreiungLandgericht Stuttgart
Verfahren beim Versicherungsombudsmannbis 100.000 € Beschwerdewertkostenfrei

Besteht eine Rechtsschutzversicherung, prüft die Kanzlei zunächst die Deckung; verweigert der Rechtsschutzversicherer sie, kann auch dieser Deckungsanspruch selbst zum versicherungsrechtlichen Streit werden. Ohne Rechtsschutz hilft die Kostentabelle oben, das Risiko vor Klageerhebung realistisch einzuordnen.

Verjährung und Ombudsmann: Fristen wahren, bevor geklagt wird

Ansprüche aus Versicherungsverträgen verjähren regelmäßig in drei Jahren, beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und die Versicherte oder der Versicherte von den anspruchsbegründenden Umständen Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB). Die Frist knüpft nicht an die Ablehnung an, sondern an die Fälligkeit nach § 14 Abs. 1 VVG und die Kenntnis der anspruchsbegründenden Umstände – ist ein Anspruch beim Versicherer angemeldet, ist die Verjährung nach § 15 VVG gehemmt, bis die Entscheidung des Versicherers in Textform zugeht.

Vor einer Klage kommt das kostenfreie Verfahren beim Versicherungsombudsmann in Betracht: Es steht bis zu einem Beschwerdewert von 100.000 € offen, ist für Versicherte kostenfrei und hemmt die Verjährung. Für Stuttgarter Versicherte ist es vor allem bei kleineren Kasko- oder Hausratstreitigkeiten eine Option, ein Verfahren vor dem Amtsgericht Stuttgart zu vermeiden.

Bei hohen Streitwerten – insbesondere in der Berufsunfähigkeitsversicherung – führt der Weg dagegen oft direkt zur Klage vor dem Landgericht Stuttgart. Welche Reihenfolge im Einzelfall sinnvoll ist, gehört in eine versicherungsrechtliche Beratung; Grundlagen zu Fristen und Verfahren erläutert auch unser Artikelbereich.

Anwältin oder Anwalt für Versicherungsrecht in Stuttgart finden

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Ort suchen. Die Übersicht Anwalt in Stuttgart nennt Anschrift und Telefonnummer sowie – soweit laut Kanzlei-Website vorhanden – den Fachanwaltstitel; die Auswahl der Kanzlei und die Kontaktaufnahme übernehmen Ratsuchende selbst.

Für das Erstgespräch lohnt sich Vorbereitung: Versicherungsschein, Versicherungsbedingungen, Schriftwechsel, Ablehnungsschreiben und vorhandene Gutachten vollständig mitbringen. Ein Blick auf die Zusatzqualifikation Fachanwältin oder Fachanwalt für Versicherungsrecht hilft zusätzlich bei der Auswahl, ersetzt aber nicht das persönliche Gespräch über die eigene Fallkonstellation.

Ob Quotenkürzung nach § 28 VVG, Rücktritt trotz abgelaufener Monatsfrist des § 21 VVG oder eingestellte Berufsunfähigkeitsrente: Im Versicherungsrecht entscheiden Fristen, Bedingungswortlaut und Beweislage über den Erfolg – in Stuttgart vor dem Amtsgericht Stuttgart, dem Landgericht Stuttgart und in der Berufung vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 20 Anwältinnen und Anwälte für Versicherungsrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

20 der 20 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Versicherungsrecht.

Die 20 Einträge verteilen sich auf 19 Kanzleien.

Das hängt vom Einzelfall ab. Nach dem Quotenmodell darf der Versicherer bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls die Leistung gemäß § 81 Abs. 2 VVG nur in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis kürzen; vollständige Leistungsfreiheit setzt Vorsatz voraus. Pauschale 100-Prozent-Kürzungen sind deshalb regelmäßig angreifbar, die angemessene Quote hängt vom Einzelfall ab. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Versicherungsrecht kann die Quote prüfen und den Anspruch je nach Streitwert vor dem Amtsgericht Stuttgart oder dem Landgericht Stuttgart gerichtlich geltend machen.

Der Versicherer muss Rücktritt oder Kündigung nach § 21 VVG innerhalb eines Monats erklären, nachdem er von der Anzeigepflichtverletzung Kenntnis erlangt hat; versäumt er die Monatsfrist, ist die Berufung darauf ausgeschlossen. Zusätzlich setzt § 19 Abs. 5 VVG voraus, dass er bei Antragstellung durch gesonderte Mitteilung in Textform auf die Folgen falscher Angaben hingewiesen hat. Anwaltlich geprüft wird daher zweierlei: Wann lag dem Versicherer die Information tatsächlich vor, und existiert eine wirksame Belehrung? Fehlt eine von beiden Voraussetzungen, bleibt der Vertrag meist bestehen.

Nach § 172 Abs. 2 VVG ist berufsunfähig, wer den zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Die verbreitete 50-Prozent-Schwelle steht nicht im Gesetz, sondern nur in den Versicherungsbedingungen – maßgeblich ist deren Wortlaut und die konkrete Ausgestaltung des Berufs, nicht die Berufsbezeichnung. Weil der Streitwert nach § 9 ZPO beim 3,5-fachen Jahresbetrag der Rente liegt, verhandelt solche Klagen aus Stuttgart regelmäßig das Landgericht Stuttgart.

Die Kosten richten sich nach dem Streitwert. Bei 10.000 € Streitwert fallen für die erste Instanz mit 1,3 Verfahrens- und 1,2 Terminsgebühr nach dem RVG (Gebührensatz 652 €, Anlage 2 RVG) und der 3,0-Gerichtsgebühr nach dem GKG (283 €, Anlage 2 GKG) rund 2.800 € an; wer unterliegt, trägt zusätzlich die gegnerischen Kosten. Vorab kostet das erste Beratungsgespräch Verbraucherinnen und Verbraucher ohne Gebührenvereinbarung höchstens 190 € zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 S. 3 RVG). Besteht eine Rechtsschutzversicherung, hängt die Kostenübernahme vom vereinbarten Baustein und den Bedingungen ab – die Deckungszusage sollte vor Klageerhebung vorliegen.

Vor einer Klage kommt das Verfahren beim Versicherungsombudsmann in Betracht: Es ist für Versicherte bis zu einem Beschwerdewert von 100.000 € kostenfrei und hemmt die Verjährung. Eile ist dennoch geboten, denn Ansprüche aus Versicherungsverträgen verjähren regelmäßig in drei Jahren ab dem Ende des Jahres, in dem sie entstanden sind und die Versicherte oder der Versicherte von den anspruchsbegründenden Umständen Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB). Bei hohen Streitwerten, etwa in der Berufsunfähigkeitsversicherung, ist die Klage vor dem Landgericht Stuttgart oft der direktere Weg – welche Reihenfolge sinnvoll ist, klärt eine versicherungsrechtliche Erstberatung.

Aktuelle Rechtsprechung zum Versicherungsrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

Alle Entscheidungen zum Versicherungsrecht ansehen

Versicherungsrecht in Stuttgart: passende Kanzlei finden

20 Anwältinnen und Anwälte für Versicherungsrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), davon 20 Fachanwälte (100 %), 19 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Stuttgart hat noch keine Kanzlei für Versicherungsrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Versicherungsrecht in Stuttgart und Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Mavis Akyiaa

    Fachanwältin für Versicherungsrecht

    Friedrichstraße 45, 70174 Stuttgart

    BLF RECHTSANWÄLTE

  • Öffentliche Quellen

    Matthias Aull

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Kronprinzstraße 11, 70173 Stuttgart

    Schelling & Partner Rechtsanwälte Partnerschaft

  • Öffentliche Quellen

    Volker Benzinger

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +1

    Borsigstraße 4, 74321 Bietigheim-Bissingen

    Rechtsanwälte CAVADA UND PARTNER mbB

  • Öffentliche Quellen

    Karsten Glörfeld

    Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht +1

    Borsigstraße 4, 74321 Bietigheim-Bissingen

    Rechtsanwälte CAVADA UND PARTNER mbB

  • Öffentliche Quellen

    Carsten Gnewikow

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Königstraße 28, 70173 Stuttgart

    BRP Renaud und Partner mbB

  • Öffentliche Quellen

    Steffen Häussler

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +2

    Mercedesstraße 35, 71384 Weinstadt-Endersbach

  • Öffentliche Quellen

    Johannes Haun

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Augsburger Str. 371, 70327 Stuttgart

    HOS Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Thilo Huber

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

    Hackländerstraße 17, 70184 Stuttgart

    SEQOR Huber Hamm & Partner Rechtsanwälte mbB

  • Öffentliche Quellen

    Michael Kehl

    Fachanwalt für Transport- und Speditionsrecht +1

    Silberburgstraße 122, 70176 Stuttgart

    SCHMID Rechtsanwälte PartGmbB

  • Öffentliche Quellen

    Julian Mantel

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Solitudestraße 2-4, 71638 Ludwigsburg

    Mantel Anwaltskanzlei

  • Öffentliche Quellen

    Michael Prettl

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Königstraße 78, 70173 Stuttgart

  • Öffentliche Quellen

    Thorsten Sander

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

    Leonberger Str. 36, 70839 Gerlingen

    Sander Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Christoph Schäfer

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +2

    Heilbronner Straße 41, 70191 Stuttgart

    HSF Hartmann Fuchs + Partner PartgmbB

  • Öffentliche Quellen

    Florian Schlenker

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Hospitalstraße 10, 70174 Stuttgart

  • Öffentliche Quellen

    Jörg Steiger

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +2

    Mörikestr. 3, 70178 Stuttgart

  • Öffentliche Quellen

    Martin Sticker

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Kernerstraße 50, 70182 Stuttgart

    Esper Ihrig & Partner

  • Öffentliche Quellen

    Felix Teichmann

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Christophstraße 3, 70178 Stuttgart

  • Öffentliche Quellen

    Peter Walter

    Fachanwalt für Versicherungsrecht +1

    Marienstraße 17, 70178 Stuttgart

    Gaßmann & Seidel Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Nikolas Winter

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Panoramastraße 29, 70174 Stuttgart

    iuscomm Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Björn Zager

    Fachanwalt für Versicherungsrecht

    Stadtgrabenstraße 19, 71032 Böblingen

    Klein & Partner mbB Rechtsanwälte

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