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Insolvenzrecht Stuttgart

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Stuttgart finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 08.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Stuttgart ist mit rund 609.365 Einwohnerinnen und Einwohnern die Landeshauptstadt Baden-Württembergs und ein Wirtschaftsraum, der stark von Automobilindustrie, Maschinenbau und mittelständischen Zulieferbetrieben geprägt ist.

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Redaktion anwaltvergleich.de 10 Min. Lesedauer

Stuttgart ist mit rund 609.365 Einwohnerinnen und Einwohnern die Landeshauptstadt Baden-Württembergs und ein Wirtschaftsraum, der stark von Automobilindustrie, Maschinenbau und mittelständischen Zulieferbetrieben geprägt ist. Gerät ein Betrieb aus der Region in die Krise oder wachsen private Schulden über den Kopf, stellt sich die Frage nach dem rechtlich richtigen Weg. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht in Stuttgart ordnet die Lage ein, prüft Handlungspflichten und begleitet das Verfahren vor dem zuständigen Gericht.

Dieses Gericht ist das Amtsgericht Stuttgart: Das Insolvenzgericht ist nach § 2 InsO eine Abteilung des Amtsgerichts und regelmäßig am Sitz des Landgerichts angesiedelt – örtlich zuständig ist das Insolvenzgericht, in dessen Bezirk der Schuldner seinen allgemeinen Gerichtsstand hat (§ 3 InsO) – in Baden-Württemberg sind neben dem Amtsgericht Stuttgart weitere Amtsgerichte als Insolvenzgerichte bestimmt, etwa Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg. Ziel jedes Verfahrens ist nach § 1 InsO, die Gläubigerinnen und Gläubiger gemeinschaftlich zu befriedigen und redlichen Schuldnerinnen und Schuldnern einen wirtschaftlichen Neuanfang zu ermöglichen.

Diese Seite erklärt, wie die Verbraucherinsolvenz für Stuttgarterinnen und Stuttgarter abläuft, welche strafbewehrten Antragsfristen Geschäftsführungen nach § 15a InsO einhalten müssen, mit welchen Kosten für Anwältin oder Anwalt, Gericht und Treuhänder zu rechnen ist und wie Gläubigerinnen und Gläubiger ihre Forderungen anmelden. So gehen Sie vorbereitet in das erste Gespräch mit einer Kanzlei.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Stuttgart, Landgericht Stuttgart
Kosten
Erstberatung für Verbraucher nach § 34 RVG auf maximal 190 Euro zzgl.

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Stuttgart, Hauffstraße 5, 70190 Stuttgart
  • Landgericht Stuttgart, Urbanstraße 20, 70182 Stuttgart

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Amtsgericht Stuttgart, Landgericht Stuttgart. Weitere Gerichte: Justizportal Baden-Württemberg. Stand der Angaben: 06.06.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Dieser Text ist KI-erzeugt und wurde nicht von einem Menschen gelesen. Redaktionsgrundsätze · Fehler melden

Insolvenzrecht in Stuttgart: Zuständigkeit von Amtsgericht und Landgericht

Das Insolvenzverfahren dient nach § 1 InsO dazu, die Gläubigerinnen und Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen – durch Verwertung des Vermögens oder durch einen Insolvenzplan – und redlichen Schuldnern zugleich die Restschuldbefreiung zu eröffnen. Für die Landeshauptstadt Baden-Württembergs gilt dabei die Konzentrationsregel des § 2 InsO: Das Insolvenzgericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts am Sitz des Landgerichts. Nach § 2 Abs. 2 InsO können die Länder davon abweichen: In Baden-Württemberg sind im Bezirk des Landgerichts Stuttgart neben dem Amtsgericht Stuttgart auch die Amtsgerichte Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg Insolvenzgerichte. Welches Gericht entscheidet, richtet sich nach dem allgemeinen Gerichtsstand des Schuldners (§ 3 InsO).

Das Amtsgericht Stuttgart entscheidet über die Eröffnung des Verfahrens, bestellt Insolvenzverwalterinnen und Insolvenzverwalter beziehungsweise Treuhänder, überwacht den Verfahrensablauf und beschließt am Ende über die Erteilung der Restschuldbefreiung. Wer in Stuttgart einen Eigenantrag stellen will oder als Gläubiger einen Fremdantrag erwägt, adressiert sein Anliegen also an dieses Gericht – mit den amtlich vorgeschriebenen Formularen und vollständigen Unterlagen.

Vom eigentlichen Insolvenzverfahren zu unterscheiden sind zivilrechtliche Folgeprozesse, etwa Insolvenzanfechtungsklagen des Verwalters oder Haftungsklagen gegen Geschäftsführungen. Hier gilt seit dem 1. Januar 2026 die neue Streitwertgrenze des § 23 Nr. 1 GVG: Bis 10.000 Euro ist das Amtsgericht zuständig, darüber das Landgericht Stuttgart. Gerade Anfechtungsprozesse überschreiten diese Schwelle häufig, sodass sie vor dem Landgericht Stuttgart verhandelt werden.

Eine Anwältin oder ein Anwalt übernimmt in diesem Gefüge mehrere Rollen: die Vorbereitung des Antrags, die Kommunikation mit Gericht und Verwalter, die Abwehr unberechtigter Forderungen und die Vertretung in Folgeprozessen. Wer die Abläufe am Amtsgericht Stuttgart kennt, vermeidet formale Fehler, die ein Verfahren um Monate verzögern können.

Verbraucherinsolvenz: Der Weg zur Restschuldbefreiung für Stuttgarter Privatpersonen

Für Privatpersonen – und unter bestimmten Voraussetzungen auch für ehemals Selbstständige mit überschaubaren Vermögensverhältnissen – gilt das vereinfachte Verfahren der Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO. In einer Großstadt wie Stuttgart mit hohen Miet- und Lebenshaltungskosten geraten Menschen etwa nach Jobverlust, Trennung oder gescheiterter Selbstständigkeit in eine Überschuldungslage, aus der sie ohne geordnetes Verfahren kaum herausfinden.

Bevor der Antrag beim Amtsgericht Stuttgart gestellt werden kann, verlangt § 305 InsO einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit den Gläubigern. Scheitert dieser, muss eine geeignete Stelle – etwa eine anerkannte Schuldnerberatung oder eine Anwältin beziehungsweise ein Anwalt – das Scheitern bescheinigen. Ohne diese Bescheinigung ist der Insolvenzantrag unzulässig; der außergerichtliche Einigungsversuch muss innerhalb der letzten sechs Monate vor dem Eröffnungsantrag erfolglos versucht worden sein.

Mit dem Eröffnungsantrag wird regelmäßig der Antrag auf Restschuldbefreiung nach § 287 InsO verbunden, einschließlich der Abtretung der pfändbaren Bezüge an eine Treuhänderin oder einen Treuhänder. Für Verfahren, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden, beträgt die Abtretungsfrist regelmäßig drei Jahre. Wer seine Obliegenheiten erfüllt – insbesondere eine angemessene Erwerbstätigkeit ausübt oder sich ernsthaft darum bemüht –, wird danach von den restlichen Verbindlichkeiten befreit.

Wichtig für die Planung des Alltags: Gepfändet wird nur der Teil des Einkommens oberhalb der Pfändungsfreigrenze, die sich aus § 850c ZPO und der jeweils geltenden Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung ergibt; bei Unterhaltspflichten erhöht sich der Freibetrag. Der typische Ablauf sieht so aus:

  • Unterlagen ordnen: vollständige Gläubigerliste, Forderungsaufstellungen, Einkommens- und Vermögensnachweise
  • Außergerichtlicher Einigungsversuch nach § 305 InsO auf Basis eines realistischen Zahlungsplans
  • Bescheinigung des Scheiterns durch eine geeignete Stelle
  • Antrag beim Amtsgericht Stuttgart mit den amtlichen Formularen, verbunden mit dem Antrag nach § 287 InsO
  • Eröffnung des Verfahrens und Bestellung einer Treuhänderin oder eines Treuhänders
  • Wohlverhaltensphase mit Erwerbsobliegenheit und Auskunftspflichten
  • Restschuldbefreiung regelmäßig nach drei Jahren

Antragspflicht nach § 15a InsO: Fristen für Geschäftsführungen in der Region Stuttgart

Die Stuttgarter Wirtschaft ist von Automobilherstellern, Zulieferern und einem breiten industriellen Mittelstand geprägt – Branchen, die derzeit einen tiefgreifenden Strukturwandel durchlaufen. Für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer haftungsbeschränkter Gesellschaften wie GmbH, UG oder AG ist in der Krise entscheidend zu wissen: Es besteht eine gesetzliche Insolvenzantragspflicht.

Die Verletzung dieser Pflicht ist strafbewehrt und führt regelmäßig zu einer persönlichen Haftung der Geschäftsleitung für Zahlungen, die nach Insolvenzreife noch geleistet wurden. Wer ein Unternehmen im Bezirk des Landgerichts Stuttgart führt und erste Krisensignale erkennt – ausgeschöpfte Kreditlinien, gestundete Sozialversicherungsbeiträge, Mahnungen von Schlüssellieferanten –, sollte deshalb nicht abwarten, sondern die Insolvenzreife fachkundig prüfen lassen.

Frühzeitige Beratung eröffnet zudem Gestaltungsspielräume: Bei nur drohender Zahlungsunfähigkeit kommen eine Sanierung nach dem StaRUG, ein Insolvenzplanverfahren oder die Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. InsO in Betracht, bei der die bisherige Geschäftsführung unter Aufsicht im Amt bleibt. Welche Option für einen Stuttgarter Betrieb passt, hängt von Liquidität, Gläubigerstruktur und Fortführungsperspektive ab.

Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung: die Eröffnungsgründe im Überblick

Zentraler Eröffnungsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO: Ein Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er seine fälligen Zahlungspflichten nicht erfüllen kann; das Gesetz vermutet dies in der Regel, wenn er seine Zahlungen eingestellt hat. In der Praxis wird dazu ein Liquiditätsstatus erstellt, der fällige Verbindlichkeiten und verfügbare Mittel gegenüberstellt – eine Aufgabe, bei der Anwältin oder Anwalt häufig mit Steuerberatung und Unternehmensberatung zusammenarbeiten.

Für juristische Personen kommt die Überschuldung nach § 19 InsO hinzu: Sie liegt vor, wenn das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Diese Fortführungsprognose ist gerade für Zulieferbetriebe der Region Stuttgart bedeutsam, deren Auftragslage von wenigen Großkunden abhängt – bricht ein Rahmenvertrag weg, kann die Prognose kippen.

Daneben erlaubt § 18 InsO den Eigenantrag schon bei drohender Zahlungsunfähigkeit. Dieser frühe Antrag ist kein Makel, sondern ein Sanierungsinstrument: Er eröffnet den Zugang zur Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. InsO und verschafft Zeit für Verhandlungen mit Gläubigern; Insolvenzgeld setzt dagegen ein Insolvenzereignis nach § 165 SGB III voraus. Vertiefende Beiträge zu den Eröffnungsgründen finden Sie auch in unserem Artikelbereich.

Gläubigerrechte: Forderungen im Stuttgarter Insolvenzverfahren anmelden und sichern

Insolvenzrecht betrifft nicht nur Schuldner: Auch Handwerksbetriebe, Vermieterinnen, Dienstleister und Lieferanten aus Stuttgart sind betroffen, wenn ein Geschäftspartner ausfällt. Mit der Verfahrenseröffnung durch das Amtsgericht Stuttgart ist die Einzelzwangsvollstreckung gesperrt (§ 89 InsO); Forderungen müssen stattdessen nach §§ 174 ff. InsO zur Insolvenztabelle angemeldet werden – schriftlich beim bestellten Insolvenzverwalter, nicht beim Gericht.

Die Anmeldefrist ergibt sich aus dem Eröffnungsbeschluss. Eine verspätete Anmeldung ist zwar möglich, kann aber zusätzliche Kosten auslösen. Im Prüfungstermin wird über die angemeldeten Forderungen entschieden; bestreitet der Verwalter eine Forderung, bleibt der Weg der Feststellungsklage – bei einem Wert über 10.000 Euro vor dem Landgericht Stuttgart. Für die anwaltliche Gläubigervertretung bemisst sich die Vergütung nach dem RVG, wobei die angemeldete Forderung den Gegenstandswert bildet.

Gläubiger sollten außerdem Anfechtungsrisiken kennen: Zahlungen, die der Schuldner kurz vor dem Antrag geleistet hat, kann der Verwalter unter bestimmten Voraussetzungen zurückfordern. Eine frühzeitige rechtliche Prüfung hilft, solche Rückforderungen abzuwehren oder zu begrenzen. Praktisch bewährt hat sich diese Reihenfolge:

  • Eröffnungsbeschluss des Amtsgerichts Stuttgart lesen und die Anmeldefrist notieren
  • Forderung mit Grund, Betrag und Entstehungszeitpunkt beim Insolvenzverwalter anmelden
  • Belege wie Verträge, Rechnungen und Mahnungen beifügen
  • Sicherheiten offenlegen: Eigentumsvorbehalt, Bürgschaften, Ab- und Aussonderungsrechte
  • Prüfungstermin verfolgen und den Tabellenauszug kontrollieren
  • Bei bestrittenen Forderungen die Feststellungsklage mit anwaltlicher Hilfe prüfen

Kosten im Insolvenzrecht: Honorare und Verfahrenskosten in Stuttgart

Die Sorge vor zusätzlichen Kosten hält viele Überschuldete davon ab, sich beraten zu lassen – dabei ist der Einstieg gesetzlich gedeckelt: Für die Erstberatung von Verbraucherinnen und Verbrauchern darf eine Kanzlei nach § 34 RVG höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer berechnen, sofern keine abweichende Vergütungsvereinbarung getroffen wurde.

Für die weitergehende Begleitung haben sich in der Praxis folgende Größenordnungen etabliert:

Orientierungswerte: Kosten rund um Insolvenzverfahren in Stuttgart
LeistungÜbliche VergütungRechtsgrundlage / Hinweis
Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbrauchermaximal 190 Euro zzgl. USt.§ 34 RVG, sofern keine abweichende Vereinbarung
Anwaltliche Begleitung der VerbraucherinsolvenzPauschalhonorar nach VergütungsvereinbarungVergütungsvereinbarung, Umfang je nach Gläubigerzahl
Sanierungs- und UnternehmensinsolvenzberatungStundensatz nach VergütungsvereinbarungVergütungsvereinbarung nach Aufwand
Verfahrenskosten (Gericht und Treuhänder) bei masseloser Verbraucherinsolvenztypischerweise 1.500–2.500 EuroStundung nach § 4a InsO möglich
Gläubigervertretung im VerfahrenRVG-Vergütung nach GegenstandswertGegenstandswert ist die angemeldete Forderung

Wer auch die Erstberatung nicht finanzieren kann, kann einen Beratungshilfeschein bei dem Amtsgericht beantragen, in dessen Bezirk der Wohnsitz liegt – in Stuttgart je nach Stadtbezirk das Amtsgericht Stuttgart oder das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt; die eigene Beteiligung beträgt dann 15 Euro (Nr. 2500 VV RVG) und kann erlassen werden. Für Unternehmen lohnt der Kostenvergleich zwischen Beratungsmodellen, denn eine früh eingeleitete Sanierung ist regelmäßig günstiger als ein spät gestellter Antrag mit Haftungsfolgen.

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Stuttgart über anwaltvergleich.de finden

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Ort suchen. Wer im Insolvenzrecht Unterstützung sucht, kann im Verzeichnis nach Rechtsgebiet und Ort suchen, etwa nach einem Anwalt in Stuttgart, und sieht dabei, ob ein Fachanwaltstitel für Insolvenz- und Sanierungsrecht nach den Angaben der BRAK eingetragen ist. Die Einträge enthalten Anschrift und Telefonnummer sowie den Fachanwaltstitel laut BRAK, sodass Sie die Kanzlei selbst kontaktieren können; ergänzende Grundlagenartikel bietet der Artikelbereich.

Ob privater Schuldenschnitt über die Restschuldbefreiung, fristgerechter Antrag nach § 15a InsO oder Forderungsanmeldung als Gläubiger: Im Bezirk von Amtsgericht Stuttgart und Landgericht Stuttgart entscheidet oft die frühe, fachkundige Weichenstellung über das wirtschaftliche Ergebnis. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 15 Anwältinnen und Anwälte für Insolvenzrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

15 der 15 Einträge (100 %) führen laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Die 15 Einträge verteilen sich auf 12 Kanzleien.

Nach § 15a InsO muss die Geschäftsführung einer haftungsbeschränkten Gesellschaft den Antrag ohne schuldhaftes Zögern stellen – spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) und spätestens sechs Wochen nach Eintritt der Überschuldung (§ 19 InsO). Zuständig ist das Insolvenzgericht, in dessen Bezirk die Gesellschaft ihren allgemeinen Gerichtsstand hat (§ 3 InsO) – für Stuttgart das Amtsgericht Stuttgart, im Umland zum Teil andere Amtsgerichte (§ 2 Abs. 2 InsO). Wer die Frist versäumt, macht sich strafbar und haftet regelmäßig persönlich für Zahlungen nach Insolvenzreife. Bei ersten Krisensignalen sollte die Insolvenzreife daher umgehend anwaltlich geprüft werden.

Insolvenzverfahren führt das Amtsgericht Stuttgart: Nach § 2 InsO ist das Insolvenzgericht eine Abteilung des Amtsgerichts, die regelmäßig am Sitz des Landgerichts angesiedelt ist – nach § 2 Abs. 2 InsO sind in Baden-Württemberg aber zusätzlich die Amtsgerichte Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg Insolvenzgerichte; maßgeblich ist der allgemeine Gerichtsstand des Schuldners (§ 3 InsO). Zivilrechtliche Folgeprozesse wie Insolvenzanfechtungs- oder Haftungsklagen laufen dagegen vor den ordentlichen Zivilgerichten: Seit dem 1. Januar 2026 ist bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro das Amtsgericht zuständig, darüber das Landgericht Stuttgart (§ 23 Nr. 1 GVG).

Die Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO beginnt mit einem außergerichtlichen Einigungsversuch mit allen Gläubigern; scheitert er, bescheinigt dies eine geeignete Stelle nach § 305 InsO – etwa eine Schuldnerberatung oder eine Anwältin beziehungsweise ein Anwalt. Danach wird der Antrag mit den amtlichen Formularen beim Amtsgericht Stuttgart gestellt, verbunden mit dem Antrag auf Restschuldbefreiung nach § 287 InsO. Für ab dem 1. Oktober 2020 beantragte Verfahren beträgt die Abtretungsfrist regelmäßig drei Jahre; danach wird die Restschuldbefreiung erteilt, wenn die Obliegenheiten erfüllt wurden.

Die Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher ist nach § 34 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Für die weitergehende Begleitung nennt das RVG keine festen Beträge: Sie wird entweder nach Gegenstandswert (Nr. 3313 VV RVG, § 28 RVG) oder über eine Vergütungsvereinbarung als Pauschale oder Stundensatz abgerechnet (§ 3a RVG). Hinzu kommen Verfahrenskosten für Gericht und Treuhänder von typischerweise 1.500 bis 2.500 Euro, die das Amtsgericht Stuttgart auf Antrag nach § 4a InsO stunden kann.

Nach der Eröffnung durch das Amtsgericht Stuttgart ist die Einzelzwangsvollstreckung gesperrt (§ 89 InsO). Forderungen müssen stattdessen nach §§ 174 ff. InsO schriftlich beim Insolvenzverwalter zur Tabelle angemeldet werden – mit Grund, Betrag und Belegen, innerhalb der im Eröffnungsbeschluss genannten Frist. Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalt sollten offengelegt werden. Wird eine Forderung bestritten, kommt eine Feststellungsklage in Betracht, bei einem Wert über 10.000 Euro vor dem Landgericht Stuttgart. Die anwaltliche Vergütung richtet sich nach dem RVG mit der angemeldeten Forderung als Gegenstandswert.

Insolvenzrecht in Stuttgart: passende Kanzlei finden

15 Anwältinnen und Anwälte für Insolvenzrecht in Stuttgart und Umgebung (bis 25 km), davon 15 Fachanwälte (100 %), 12 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Stuttgart hat noch keine Kanzlei für Insolvenzrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Insolvenzrecht in Stuttgart und Umgebung

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Basisprofil

    Thomas Bechle

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Heilbronner Straße 150, 70191 Stuttgart

    WINKLER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

    +49 711 252437-0

  • Basisprofil

    Marcus Winkler

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Heilbronner Straße 150, 70191 Stuttgart

    WINKLER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

    +49 711 252437-0

  • Basisprofil

    Cornelia Blankenfeld

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Karl-Massa-Straße 8, 71634 Ludwigsburg

    Kanzlei Blankenfeld

    +49 7141 9160955

  • Basisprofil

    Lena Brandt

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Zettachring 2, 70567 Stuttgart

    Kanzlei M\S\L Dr. Silcher

    +49 711 230334-52

  • Basisprofil

    Dr. Tibor Braun

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Heilbronner Straße 190, 70191 Stuttgart

    IBK Illig Braun Kirschnek Rechtsanwälte PartGmbB

    +49 711 2255830

  • Basisprofil

    Joachim Illig

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Heilbronner Straße 190, 70191 Stuttgart

    IBK Illig Braun Kirschnek Rechtsanwälte PartGmbB

    +49 711 2255830

  • Basisprofil

    Dr. Oliver Kirschnek

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Heilbronner Straße 190, 70191 Stuttgart

    IBK Illig Braun Kirschnek Rechtsanwälte PartGmbB

    +49 711 2255830

  • Basisprofil

    Stefan Hofherr

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Königstraße 10 c, 70173 Stuttgart

    WELLENSIEK Rechtsanwälte und Verwalter Partnerschaftsgesellschaft mbB

    +49 711 22254-401

  • Basisprofil

    Dr. Oliver Jakob

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Am Kirchberg 36, 73734 Esslingen

  • Basisprofil

    Werner Maier

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

    Höhenstraße 21, 70736 Fellbach

    Rechtsanwalt Maier

    +49 711 3403530

  • Basisprofil

    Gerald Partsch

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Goethestr. 5, 74379 Ingersheim

    Anwaltskanzlei Partsch

    +49 7142 55710

  • Basisprofil

    Martin Röhm

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Stiftstraße 16, 71063 Sindelfingen

    Anwaltskanzlei Martin Röhm

    +49 7031 682220

  • Basisprofil

    Rüdiger Schmidt

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Seestraße 61/1, 71229 Leonberg

    Kanzlei Schmidt

    +49 7152 939540

  • Basisprofil

    Rainer Tillmann

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Flughafenstraße 59, 70629 Stuttgart

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