Insolvenzrecht regelt das gerichtliche Verfahren zur Abwicklung einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit von Privatpersonen oder Unternehmen. Wenn Sie einen Anwalt für Insolvenzrecht suchen, stehen Sie möglicherweise vor einer der schwierigsten finanziellen Situationen Ihres Lebens. Das deutsche Insolvenzrecht bietet jedoch verschiedene Wege zur Schuldenbefreiung und Existenzsicherung.
Privatinsolvenz und Regelinsolvenz: Die zwei Hauptverfahren
Die Privatinsolvenz nach § 304 InsO ist für natürliche Personen gedacht, die nicht selbstständig tätig sind oder waren. Das Verfahren dauert seit 2021 nur noch drei Jahre bis zur Restschuldbefreiung. Die Regelinsolvenz betrifft dagegen Unternehmen und selbstständige Personen und wird nach § 1 ff. InsO durchgeführt.
Wann ist eine Insolvenz notwendig?
Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Zahlungsunfähigkeit bedeutet, dass der Schuldner seine fälligen Zahlungspflichten nicht erfüllen kann (§ 17 InsO). Ein spezialisierter Anwalt prüft, ob außergerichtliche Lösungen wie ein Schuldenvergleich möglich sind oder ob der Gang zum Insolvenzgericht unvermeidlich ist. Die frühzeitige anwaltliche Beratung kann entscheidend sein, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und Fehler zu vermeiden, die das Verfahren verlängern oder die Restschuldbefreiung gefährden könnten.