Strafrecht Krefeld

Strafrecht in Krefeld: Anwältin oder Anwalt für Ihre Strafverteidigung

Ein Schreiben der Kriminalpolizei im Briefkasten, Beamte vor der Wohnungstür oder ein gelber Umschlag des Amtsgerichts Krefeld – in solchen Momenten zählt jede Stunde.

  • Kostenlos & unverbindlich
  • Antwort i. d. R. binnen 24 Std.
  • SSL-verschlüsselt
Strafrecht Krefeld
Redaktion anwaltvergleich.de 10 Min. Lesedauer Redaktionell geprüft 16.07.2026

Ein Schreiben der Kriminalpolizei im Briefkasten, Beamte vor der Wohnungstür oder ein gelber Umschlag des Amtsgerichts Krefeld – in solchen Momenten zählt jede Stunde. Krefeld ist mit rund 228.550 Einwohnerinnen und Einwohnern eine der größeren Städte Nordrhein-Westfalens, und die hiesige Justiz bearbeitet das gesamte Spektrum strafrechtlicher Verfahren: von der Körperverletzung nach § 223 StGB über Diebstahlsvorwürfe (§ 242 StGB) bis zu umfangreichen Betrugsverfahren nach § 263 StGB.

Wer als Beschuldigte oder Beschuldigter in ein Ermittlungsverfahren gerät, hat von Beginn an Rechte – vor allem das Aussageverweigerungsrecht nach § 136 StPO. Dieses Recht schützt jedoch nur, wer es kennt und tatsächlich nutzt. Eine Strafverteidigung in Krefeld setzt genau hier an: Sie prüft die Akte, ordnet den Vorwurf rechtlich ein und entwickelt eine Verteidigungsstrategie, bevor unbedachte Angaben in der Ermittlungsakte landen.

Die folgenden Abschnitte erklären, welches Gericht in Krefeld für welche Strafsache zuständig ist, wie ein Verfahren vom ersten Anhörungsbogen bis zur Hauptverhandlung abläuft, welche Fristen bei einem Strafbefehl gelten und was bei Untersuchungshaft zu tun ist. Über anwaltvergleich.de lassen sich anschließend Kanzleien aus Krefeld und dem Umland nach Schwerpunkt vergleichen.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Krefeld, Landgericht Krefeld, Oberlandesgericht Düsseldorf
Wichtige Gesetze
§ 136 StPO, § 163a StPO, § 223 StGB, § 242 StGB
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Krefeld, Nordwall 131, 47798 Krefeld
  • Landgericht Krefeld, Nordwall 131, 47798 Krefeld
  • Oberlandesgericht Düsseldorf, Cecilienallee 3, 40474 Düsseldorf

Angaben aus den Justizportalen der Länder, geprüft am 12.08.2026.

Strafverteidigung in Krefeld: Anwältin oder Anwalt für Strafrecht finden

Die Krefelder Strafjustiz ist zweistufig aufgebaut, und diese Struktur bestimmt, wer den eigenen Fall verhandelt. Für den überwiegenden Teil der Verfahren ist das Amtsgericht Krefeld zuständig – dort entscheiden Strafrichterinnen und Strafrichter oder ein Schöffengericht. Bei schwerwiegenden Vorwürfen, etwa Kapitaldelikten oder Verfahren mit hoher Straferwartung, verhandelt das Landgericht Krefeld. Rechtsmittel gegen Urteile der Krefelder Strafkammern führen zum Oberlandesgericht Düsseldorf, dem Krefeld als niederrheinischer Gerichtsstandort zugeordnet ist.

Diese Zuordnung ist kein Formalismus. Wer in Krefeld verteidigt, sollte die Spruchpraxis der örtlichen Abteilungen und die Arbeitsweise der Staatsanwaltschaft einschätzen können. Ob ein Verfahren gegen Auflage eingestellt wird, ob ein Strafbefehl in Betracht kommt oder ob es zur Hauptverhandlung kommt, entscheidet sich häufig in Gesprächen, die vor dem ersten Verhandlungstag stattfinden.

Anders als im Zivilrecht spielt der Streitwert im Strafverfahren keine Rolle für die Zuständigkeit – die in § 23 Nr. 1 GVG geregelte Wertgrenze von 10.000 Euro (seit dem 1.1.2026) betrifft ausschließlich zivilrechtliche Streitigkeiten. Im Strafrecht richtet sich die Zuständigkeit nach der Schwere des Vorwurfs und der zu erwartenden Strafe. Für Krefelderinnen und Krefelder bedeutet das: Ein Ladendiebstahl nach § 242 StGB landet regelmäßig beim Amtsgericht, ein groß angelegtes Betrugsverfahren nach § 263 StGB kann vor einer Wirtschaftsstrafkammer enden.

Vorladung, Durchsuchung oder Anklage in Krefeld: Wie Sie richtig reagieren

Der erste Kontakt mit der Krefelder Polizei erfolgt meist schriftlich: als Anhörungsbogen oder als Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung. Viele Betroffene halten die Vorladung für eine Pflicht. Das ist sie nicht. Zu einer polizeilichen Vernehmung als Beschuldigte oder Beschuldigter muss niemand erscheinen; § 163a StPO gibt der Polizei zwar das Recht zu vernehmen, begründet aber keine Erscheinungspflicht gegenüber der Polizei. Nur einer Ladung der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts ist Folge zu leisten – und auch dort gilt das Schweigerecht.

§ 136 StPO verpflichtet die Vernehmenden, vor der ersten Frage zur Sache über zwei Dinge zu belehren: dass es freisteht, sich zu äußern, und dass jederzeit eine Verteidigerin oder ein Verteidiger befragt werden darf. Wer davon Gebrauch macht, verhält sich nicht verdächtig – Schweigen darf nach ständiger Rechtsprechung nicht zulasten der beschuldigten Person gewertet werden, wenn vollständig geschwiegen wird.

Bei einer Durchsuchung in der eigenen Wohnung – ob in Bockum, Uerdingen oder der Innenstadt – gilt: Der Beschluss ist auszuhändigen oder zumindest vorzuzeigen. Widerstand ist keine Option, eine ausdrückliche Einwilligung in die Durchsuchung aber ebenfalls nicht ratsam. Wer der Maßnahme widerspricht, erhält die Möglichkeit, sie später gerichtlich überprüfen zu lassen.

  • Keine Angaben zur Sache machen – Personalien genügen.
  • Der Durchsuchung ausdrücklich widersprechen, sie aber nicht körperlich behindern.
  • Auf Aushändigung des Durchsuchungsbeschlusses und eines Sicherstellungsverzeichnisses bestehen.
  • Notieren, welche Gegenstände mitgenommen werden und welche Beamten anwesend sind.
  • Sofort telefonisch eine Strafverteidigung kontaktieren – dazu besteht ein Recht.
  • Keine Passwörter oder Zugangsdaten herausgeben; dazu besteht keine Pflicht.
  • Mitbewohnende und Angehörige darüber informieren, dass auch sie schweigen dürfen (§ 52 StPO).

So finden Sie die passende Strafverteidigung in Krefeld

Nicht jede Kanzlei am Niederrhein verteidigt regelmäßig in Strafsachen. Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Strafrecht setzt nach der Fachanwaltsordnung theoretische Kenntnisse und den Nachweis einer bestimmten Zahl bearbeiteter Fälle voraus, darunter Hauptverhandlungstage. Für ein Verkehrsstrafverfahren mag eine allgemein strafrechtlich tätige Kanzlei genügen; bei Wirtschafts-, Betäubungsmittel- oder Sexualstrafverfahren lohnt der Blick auf einen ausgewiesenen Schwerpunkt.

Wichtig ist außerdem die räumliche Nähe zu den Krefelder Spruchkörpern. Eine Verteidigung, die regelmäßig am Amtsgericht und Landgericht Krefeld auftritt, kann Termine kurzfristig wahrnehmen und Akteneinsicht schneller organisieren. Wer im Krefelder Umland wohnt, findet über anwaltvergleich.de auch Kanzleien in benachbarten Städten – etwa als Anwalt in Krefeld oder über die Beiträge im Ratgeber zur Vorbereitung des Erstgesprächs.

Über anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien aus Krefeld nach Rechtsgebiet, Schwerpunkt und Bewertungen vergleichen. Die Profile zeigen, ob eine Fachanwaltsqualifikation vorliegt und welche Deliktsfelder bearbeitet werden. Anschließend nehmen Sie direkt Kontakt auf und klären im Erstgespräch Vorwurf, Verfahrensstand und Kosten.

Was Strafverteidigung in Krefeld kostet

Die Vergütung richtet sich nach dem RVG. Anders als im Zivilrecht gibt es im Strafverfahren keinen Gegenstandswert; abgerechnet wird über Rahmengebühren, die sich nach Instanz, Umfang und Schwierigkeit richten. Häufig wird stattdessen eine Vergütungsvereinbarung geschlossen. Ein Erfolgshonorar ist dabei nur in den engen gesetzlichen Ausnahmefällen des § 4a RVG zulässig und im Strafrecht regelmäßig ausgeschlossen (§ 49b Abs. 2 BRAO).

Kostenfaktoren im Strafverfahren in Krefeld
VerfahrensstadiumWas die Kosten bestimmt
ErmittlungsverfahrenGrundgebühr und Verfahrensgebühr nach RVG-Rahmen; Aktenumfang, Zahl der Vernehmungen
Verfahren vor dem Amtsgericht KrefeldVerfahrens- und Terminsgebühr je Hauptverhandlungstag; Zahl der Sitzungstage
Verfahren vor dem Landgericht KrefeldHöhere Gebührenrahmen als beim Amtsgericht; Umfang der Beweisaufnahme
Berufung / Revision (OLG Düsseldorf)Eigene Gebühren je Rechtsmittelinstanz
PflichtverteidigungGesetzlich festgelegte Sätze, zunächst aus der Staatskasse

Wer die Kosten nicht tragen kann, kommt bei schwereren Vorwürfen für eine Pflichtverteidigung in Betracht (§ 140 StPO) – etwa bei Verhandlung vor dem Landgericht Krefeld oder bei Untersuchungshaft. Eine Rechtsschutzversicherung deckt Strafrecht nur eingeschränkt; bei Vorsatzdelikten greift sie regelmäßig erst nach einem Freispruch.

Prozesskosten-Rechner Schaetzen Sie Gerichts- und Anwaltskosten nach Streitwert (RVG/GKG).

Ablauf eines Strafverfahrens am Amts- und Landgericht in Krefeld

Jedes Verfahren beginnt mit dem Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft leitet und die Polizei ausführt. Am Ende steht eine von drei Entscheidungen: Einstellung, Strafbefehlsantrag oder Anklage. Genau in dieser Phase hat eine Verteidigung den größten Spielraum, denn nur sie erhält Akteneinsicht – die beschuldigte Person selbst hat diesen Anspruch nicht in gleichem Umfang.

Kommt es zur Anklage, prüft das Gericht im Zwischenverfahren, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht. Erst dann eröffnet es das Hauptverfahren. In Krefeld verhandelt bei geringerer Straferwartung eine Strafrichterin oder ein Strafrichter am Amtsgericht Krefeld allein, bei mittlerer Schwere das Schöffengericht mit zwei ehrenamtlichen Richterinnen oder Richtern. Verfahren mit hoher Straferwartung gehen an die Strafkammern des Landgerichts Krefeld.

Die Hauptverhandlung folgt einem festen Ablauf: Feststellung der Personalien, Verlesung des Anklagesatzes, Angaben zur Sache (oder Schweigen), Beweisaufnahme mit Zeugen und Sachverständigen, Plädoyers, letztes Wort, Urteil. Gegen ein Urteil des Amtsgerichts Krefeld ist Berufung zum Landgericht Krefeld möglich, gegen Urteile der Krefelder Strafkammern führt die Revision zum Oberlandesgericht Düsseldorf. Beide Rechtsmittel sind binnen einer Woche ab Verkündung einzulegen.

  • Ermittlungsverfahren: Staatsanwaltschaft ermittelt, Verteidigung beantragt Akteneinsicht.
  • Abschlussentscheidung: Einstellung (ggf. gegen Auflage), Strafbefehl oder Anklage.
  • Zwischenverfahren: Das Gericht prüft den hinreichenden Tatverdacht.
  • Hauptverfahren: Verhandlung am Amtsgericht oder Landgericht Krefeld.
  • Urteil: Freispruch, Geldstrafe, Freiheitsstrafe (ggf. zur Bewährung) oder Einstellung.
  • Rechtsmittel: Berufung oder Revision – Frist eine Woche ab Verkündung.
  • Vollstreckung: erst nach Rechtskraft des Urteils.

Untersuchungshaft in Krefeld: Rechte und schnelles Handeln

Untersuchungshaft setzt einen dringenden Tatverdacht und einen Haftgrund voraus – regelmäßig Flucht, Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr (§§ 112 f. StPO). Wird eine Person in Krefeld festgenommen, muss sie spätestens am Tag nach der Festnahme einer Richterin oder einem Richter vorgeführt werden; diese Vorführung findet beim Amtsgericht Krefeld statt, das über den Haftbefehl entscheidet.

Ab dem Vollzug der Untersuchungshaft ist die Bestellung einer Pflichtverteidigung zwingend. Wer Angehörige in Haft weiß, sollte daher unverzüglich eine Strafverteidigung beauftragen: Sie kann Haftbeschwerde einlegen, eine Haftprüfung beantragen oder auf die Außervollzugsetzung des Haftbefehls gegen Auflagen hinwirken – etwa Meldeauflagen oder eine Sicherheitsleistung.

Auch hier bleibt § 136 StPO die zentrale Norm: Das Aussageverweigerungsrecht gilt in der Haft unverändert. Angaben, die in der Hoffnung auf schnelle Entlassung gemacht werden, sind erfahrungsgemäß der häufigste Fehler – sie stehen unwiderruflich in der Akte und lassen sich später kaum entkräften.

Strafbefehl in Krefeld: Einspruch und Fristen

Der Strafbefehl ist ein Urteil ohne Verhandlung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlässt ihn das Amtsgericht Krefeld schriftlich – typischerweise bei Diebstahl nach § 242 StGB, einfacher Körperverletzung nach § 223 StGB oder Betrug nach § 263 StGB. Möglich sind Geldstrafe und, wenn eine Verteidigung mitwirkt, Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr auf Bewährung.

Entscheidend ist die Frist: Der Einspruch gegen einen Strafbefehl muss binnen zwei Wochen ab Zustellung beim Amtsgericht Krefeld eingehen (§ 410 StPO). Maßgeblich ist das Datum auf dem gelben Umschlag, nicht der Tag, an dem der Brief gelesen wird. Verstreicht die Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und steht einem Urteil gleich – mit Eintrag im Bundeszentralregister und ab 90 Tagessätzen als Vorstrafe im Führungszeugnis.

Der Einspruch lässt sich auf einzelne Punkte beschränken, etwa auf die Tagessatzhöhe, wenn diese am tatsächlichen Einkommen vorbeigeht. Er kann bis zum Beginn der Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung zurückgenommen werden. Eine Verteidigung prüft zunächst die Akte und rät erst danach, ob sich der Einspruch lohnt oder ob eine Rücknahme sinnvoller ist.

Fristen-Rechner Ermitteln Sie das Ende gesetzlicher oder vertraglicher Fristen.

Wer in Krefeld mit einem strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert ist, sollte die verfügbaren Rechte früh nutzen: schweigen, Akteneinsicht durch eine Verteidigung beantragen lassen und Fristen im Blick behalten. Kanzleien mit strafrechtlichem Schwerpunkt in Krefeld und Umgebung finden Sie über Anwalt in Krefeld. Dieser Text ersetzt keine individuelle Prüfung des Einzelfalls: anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Redaktionell geprüft 16.07.2026

Die Beamten müssen den richterlichen Beschluss vorzeigen; bei Gefahr im Verzug kann die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung selbst anordnen. Sie dürfen zur Sache schweigen (§ 136 StPO) und sofort telefonisch eine Verteidigung kontaktieren. Widersprechen Sie der Durchsuchung ausdrücklich, ohne sie körperlich zu behindern – so bleibt die spätere gerichtliche Überprüfung möglich. Lassen Sie sich ein Verzeichnis der sichergestellten Gegenstände aushändigen und notieren Sie den Ablauf. Passwörter müssen Sie nicht herausgeben. Eine Einwilligung in die Durchsuchung sollten Sie nicht erteilen.

Zwei Wochen ab Zustellung, geregelt in § 410 StPO. Der Einspruch muss innerhalb dieser Frist beim Amtsgericht Krefeld eingehen – schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle. Entscheidend ist das Zustellungsdatum auf dem gelben Umschlag, nicht der Tag, an dem Sie den Brief öffnen. Läuft die Frist ab, wird der Strafbefehl rechtskräftig und wirkt wie ein Urteil. War die Versäumung unverschuldet, kommt eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht; darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen.

So früh wie möglich – idealerweise beim ersten Anhörungsbogen oder der ersten Vorladung, also noch im Ermittlungsverfahren. In dieser Phase ist der Handlungsspielraum am größten: Eine Einstellung nach §§ 153, 153a StPO oder das Absehen von der Anklage lässt sich hier oft noch erreichen. Zudem erhält nur die Verteidigung Akteneinsicht, sodass Sie den Vorwurf überhaupt erst vollständig kennen. Wer erst nach der Anklage reagiert, verteidigt gegen eine bereits festgelegte Beweislage. Bei Untersuchungshaft ist die Beauftragung sofort erforderlich.

Termin nicht wahrnehmen und nichts schriftlich zur Sache erklären. Als beschuldigte Person müssen Sie bei der Krefelder Polizei nicht erscheinen; § 163a StPO begründet keine Erscheinungspflicht gegenüber der Polizei. Anders liegt es bei einer Ladung der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts – dort besteht Erscheinungspflicht, aber weiterhin das Schweigerecht. Sagen Sie den Termin über eine Verteidigung ab, die zugleich Akteneinsicht beantragt. Erst wenn der genaue Vorwurf und die Beweislage bekannt sind, lässt sich entscheiden, ob eine Einlassung sinnvoll ist.

Grundsätzlich nein – jedenfalls nicht ohne vorherige Akteneinsicht. § 136 StPO gibt Ihnen das Recht zu schweigen, und vollständiges Schweigen darf nicht zu Ihren Lasten gewertet werden. Angaben ohne Kenntnis der Akte gehen häufig am Vorwurf vorbei oder liefern Anknüpfungspunkte für weitere Ermittlungen; einmal protokolliert, lassen sie sich kaum korrigieren. Zur Person – Name, Anschrift, Geburtsdatum – müssen Sie Angaben machen, zur Sache nicht. Eine Einlassung kann später jederzeit über die Verteidigung schriftlich nachgereicht werden.

In erster Instanz meist das Amtsgericht Krefeld – entweder durch eine Strafrichterin oder einen Strafrichter allein oder durch das Schöffengericht, je nach Straferwartung. Schwere Vorwürfe verhandeln die Strafkammern des Landgerichts Krefeld. Die Berufung gegen amtsgerichtliche Urteile geht an das Landgericht Krefeld, die Revision gegen Urteile der Strafkammern an das Oberlandesgericht Düsseldorf. Die zivilrechtliche Streitwertgrenze von 10.000 Euro nach § 23 Nr. 1 GVG spielt im Strafrecht keine Rolle; hier entscheidet allein die Schwere der Tat.

Kostenlos & unverbindlich

Wir finden Ihre Anwältin oder Ihren Anwalt in Krefeld

Beschreiben Sie kurz Ihr Anliegen — wir leiten es an passende Strafrecht-Kanzleien weiter. Sie erhalten eine unverbindliche Ersteinschätzung.

  • SSL-verschlüsselt
  • 100 % kostenlos
  • Antwort i. d. R. binnen 24 Std.
Anliegen schildern Kostenlos & unverbindlich