Fachanwältin für Medizinrecht
Loschwitzer Str. 50, 01309 Dresden
H&P Prof. Dr. Holzhauser Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Anliegen beschreiben — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei für Medizinrecht in Dresden Ihre Anfrage übernehmen kann. Eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt; läuft bereits eine Frist, wenden Sie sich direkt an eine Kanzlei. Ihre Anfrage geht nicht an die unten gelisteten Basisprofile, sondern nur an eine teilnehmende Kanzlei, die sie übernimmt.
Ein Behandlungsfehler in einer Dresdner Klinik oder Praxis, eine unklare Diagnose oder ein Aufklärungsmangel vor einer Operation - solche Fälle landen als Mandat regelmäßig bei einer Anwältin oder einem Anwalt für Medizinrecht in Dresden. Zuständig ist je nach Streitwert das Amtsgericht Dresden oder, bei mehr als 10.000 Euro, das Landgericht Dresden (§ 23 Nr. 1 GVG) - beide mit Sitz in der sächsischen Landeshauptstadt.
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Arzthaftungssachen werden am Landgericht Dresden nach dem jeweiligen Geschäftsverteilungsplan regelmäßig von einer darauf eingerichteten Zivilkammer bearbeitet, weil ein medizinisches Sachverständigengutachten den Ausgang meist bestimmt. Gegen Urteile des Landgerichts Dresden entscheidet in der Berufung das Oberlandesgericht Dresden (§ 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG), gegen Urteile des Amtsgerichts Dresden das Landgericht Dresden (§ 72 Abs. 1 GVG). Liegt ein grober Behandlungsfehler vor, der grundsätzlich geeignet ist, eine Verletzung der tatsächlich eingetretenen Art herbeizuführen, wird nach § 630h Abs. 5 BGB vermutet, dass er für diese Verletzung ursächlich war.
Rechtliche Grundlage ist der Behandlungsvertrag nach § 630a BGB mit dem Recht auf Akteneinsicht aus § 630g BGB und der ärztlichen Aufklärungspflicht nach § 630e BGB. Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche stützen sich auf § 823 BGB und § 253 BGB. Bei kleineren Streitwerten bis 10.000 Euro bleibt es beim Amtsgericht Dresden, bei Geburtsschäden oder Dauerfolgen liegen die Streitwerte deutlich höher und die Klage geht direkt vor die Arzthaftungskammer. Welche Anspruchsgrundlage im Einzelfall trägt, hängt stark von der Aktenlage ab - deshalb prüft eine Medizinrechtsanwältin oder ein Medizinrechtsanwalt die Patientenakte vor jeder Einschätzung sorgfältig.
Vor der Klage steht meist der außergerichtliche Weg: eine Unterstützung durch die gesetzliche Krankenkasse, die nach § 66 SGB V eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen kann, oder eine Gutachterstelle beziehungsweise Schlichtungsstelle der Ärztekammer. Wer als Betroffene oder Betroffener in Dresden - einer Stadt mit rund 562.764 Einwohnern und mehreren großen Kliniken - einen Verdacht auf einen Behandlungsfehler hat, sollte diesen ersten Schritt mit anwaltlicher Einordnung verbinden. Über das Formular können Sie Ihr Anliegen schildern; eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt.
So gehen Sie Ihr Anliegen strukturiert und effizient an.
Zunächst wird geklärt, um welche Art Fehler es sich handelt: Diagnosefehler, Befunderhebungsfehler oder Verstoß gegen die Aufklärungspflicht nach § 630e BGB. Daraus ergeben sich Ansprüche aus § 630a, § 823 und § 253 BGB. Liegt ein grober Behandlungsfehler vor, der grundsätzlich geeignet ist, eine Verletzung der tatsächlich eingetretenen Art herbeizuführen, wird nach § 630h Abs. 5 BGB vermutet, dass er für diese Verletzung ursächlich war.
Nach § 630g BGB besteht ein Recht auf Einsicht in die vollständige Patientenakte. Für die Erstberatung in Dresden sollten OP-Berichte, Pflegedokumentation, Arztbriefe, Rechnungen und, soweit vorhanden, Fotos von Folgeschäden vorliegen. Ohne diese Unterlagen kann eine Medizinrechtsanwältin oder ein Medizinrechtsanwalt die Erfolgsaussichten kaum seriös einschätzen.
Der außergerichtliche Einstieg führt über die gesetzliche Krankenkasse, die Versicherte nach § 66 SGB V bei Behandlungsfehlern unterstützen soll und dazu eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen kann, oder über die Gutachterstelle beziehungsweise Schlichtungsstelle der zuständigen Ärztekammer. Das Gutachten des Medizinischen Dienstes ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei; das Verfahren bei der Gutachterstelle beziehungsweise Schlichtungsstelle der Ärztekammer ist für Patientinnen und Patienten regelmäßig kostenfrei, setzt aber die Mitwirkung der Behandlungsseite voraus.
Wird keine Gebührenvereinbarung getroffen, beträgt die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern höchstens 190 Euro zzgl. USt (§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVG). Dabei wird die Aktenlage bewertet, die Zuständigkeit zwischen Amtsgericht Dresden und Landgericht Dresden geklärt und das weitere Vorgehen - außergerichtlich oder klageweise - besprochen.
Die Gebühren richten sich nach dem Streitwert. Bei 50.000 Euro Streitwert liegt allein die 1,3-Verfahrensgebühr bei rund 1.764 Euro netto (1,3 x 1.357 Euro nach Anlage 2 zu § 13 Abs. 1 RVG), das gesamte Kostenrisiko der ersten Instanz aus beiden Anwaltsvergütungen und den Gerichtskosten bei etwa 10.000 Euro, zuzüglich der Kosten eines gerichtlichen Sachverständigengutachtens. Ob eine Rechtsschutzversicherung Arzthaftungsstreitigkeiten abdeckt, hängt vom Vertrag und den vereinbarten Leistungsarten ab; ohne Deckung kommen Beratungshilfe für die Beratung und Prozesskostenhilfe für das Verfahren in Betracht.
Nach der Mandatserteilung verhandelt die Kanzlei zunächst mit der Klinik oder deren Haftpflichtversicherer. Bleibt das erfolglos, geht es bei Streitwerten über 10.000 Euro vor die Arzthaftungskammer des Landgerichts Dresden, bei Berufung vor das Oberlandesgericht Dresden. Das gerichtliche Sachverständigengutachten ist dabei meist prozessentscheidend.
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Passenden Anwalt findenAngaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.
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Alle Kosten im Detail — damit Sie genau wissen, womit Sie rechnen können.
Die Kosten im Medizinrecht richten sich nach dem Gegenstandswert (Streitwert) der Sache, wie im RVG vorgesehen. In Arzthaftungssachen bewegen sich typische Streitwerte zwischen 10.000 und 100.000 Euro, bei schweren Schäden wie Geburtsschäden können es 200.000 Euro und mehr sein - je höher der Streitwert, desto höher die gesetzliche Gebühr. Das gilt sowohl für das Amtsgericht Dresden als auch für die Arzthaftungskammer des Landgerichts Dresden.
| Leistung / Gegenstandswert | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher | bis 190 Euro zzgl. USt ohne Gebührenvereinbarung (§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVG) |
| Typischer Streitwert in Arzthaftungssachen | 10.000 - 100.000 Euro |
| 1,3-Verfahrensgebühr bei 50.000 Euro Streitwert | rund 1.764 Euro netto (1,3 x 1.357 Euro) |
| Gesamtkostenrisiko 1. Instanz bei 50.000 Euro Streitwert (ohne Sachverständigenkosten) | rund 10.000 Euro |
| Streitwert bei schweren Schäden (z. B. Geburtsschäden) | 200.000 Euro und mehr |
Wer die Erstberatung oder ein Verfahren nicht selbst tragen kann, sollte Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe prüfen lassen. Ein Gutachten des Medizinischen Dienstes (MD) über die gesetzliche Krankenkasse ist kostenfrei. Ob eine bestehende Rechtsschutzversicherung Arzthaftungsstreitigkeiten abdeckt, hängt vom Vertrag und den vereinbarten Leistungsarten ab; die Deckungszusage sollte vor Mandatserteilung eingeholt werden.
Anwaltsgebühren tragen 19 Prozent Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV RVG); Gerichtskosten sind umsatzsteuerfrei (§ 12 Abs. 1 GKG). Genau nachrechnen können Sie im Anwaltskosten-Rechner.
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9 Anwältinnen und Anwälte für Medizinrecht in Dresden, davon 9 Fachanwälte (100 %), 7 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.
Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.
Im Umkreis von 50 Kilometern um Dresden hat noch keine Kanzlei für Medizinrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.
Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.
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