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Anliegen beschreiben — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei für Datenschutzrecht in München Ihre Anfrage übernehmen kann. Eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt; läuft bereits eine Frist, wenden Sie sich direkt an eine Kanzlei.
Datenschutzrecht in München
Wer in München mit dem Datenschutzrecht in Konflikt gerät, steht oft unter Zeitdruck: Ein Unternehmen beantwortet ein Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO nicht, personenbezogene Daten tauchen unerlaubt im Netz auf, oder nach einem Datenleck droht eine Meldung an die bayerische Datenschutzaufsicht. In einer Stadt mit rund 1,5 Millionen Einwohnern und dichter Konzern- und IT-Landschaft betreffen solche Fälle sowohl Verbraucherinnen und Verbraucher als auch Beschäftigte großer Münchner Arbeitgeber.
Datenschutzrecht — was Sie wissen sollten
Fundierte Informationen und praktische Tipps für Ihr Rechtsanliegen in München.
Für die gerichtliche Durchsetzung kommt es auf die richtige Zuständigkeit an. Zivilrechtliche Ansprüche - etwa auf Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO oder Unterlassung - verhandelt bei einem Streitwert bis 10.000 EUR das Amtsgericht, darüber das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG); örtlich können Sie nach § 44 Abs. 1 BDSG zwischen dem Gericht am Ort einer Niederlassung des Verantwortlichen und dem Gericht Ihres gewöhnlichen Aufenthaltsorts wählen - bei gewöhnlichem Aufenthalt in München also Amtsgericht München oder Landgericht München I; über die Berufung gegen Urteile des Amtsgerichts entscheidet das Landgericht München I (§ 72 Abs. 1 GVG), gegen Urteile des Landgerichts das Oberlandesgericht München (§ 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG). Geht es um Beschäftigtendaten und streiten Beschäftigte mit ihrem Arbeitgeber, entscheidet nicht das ordentliche Gericht, sondern das Arbeitsgericht (§ 2 Abs. 1 Nr. 3 ArbGG) - bei einem Beschäftigungsverhältnis in München das Arbeitsgericht München.
Datenschutzrecht verzahnt europäisches Recht mit dem BDSG und je nach Fall mit Arbeits-, IT- oder Wettbewerbsrecht. Da es keinen eigenen Fachanwaltstitel für Datenschutz gibt, übernehmen solche Mandate meist Fachanwältinnen und Fachanwälte für Informationstechnologierecht oder auf die DSGVO spezialisierte Kanzleien. Sie kennen die Praxis der Münchner Gerichte und der bayerischen Aufsichtsbehörde und können einschätzen, ob sich eine Beschwerde nach Art. 77 DSGVO, eine Zivilklage oder beides lohnt.
Der nächste Schritt ist eine strukturierte Erstberatung: Über das Formular können Sie Ihr Anliegen schildern; eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt. Je früher Sie handeln, desto besser lassen sich Fristen wahren - etwa die Frist von einem Monat ab Eingang des Antrags, in der die Auskunft nach Art. 15 DSGVO zu erteilen ist (Art. 12 Abs. 3 DSGVO). So klären Sie früh, ob Auskunft, Löschung nach Art. 17 DSGVO, Schadensersatz oder eine aufsichtsrechtliche Beschwerde Ihr Ziel ist.
- Unverbindlich anfragen
- Kanzlei in München finden
- Rechtsschutz prüfen lassen
- Kosten vorab transparent klären
- Unverbindlich beraten lassen
Datenschutzrecht — die ersten Schritte
So gehen Sie Ihr Anliegen strukturiert und effizient an.
Situation rechtlich einordnen
Klären Sie zuerst, worum es geht: eine unbeantwortete Auskunft nach Art. 15 DSGVO, ein Löschanspruch nach Art. 17 DSGVO, Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO oder Beschäftigtendaten nach § 26 BDSG. Diese Einordnung entscheidet über den Weg: Zivilstreitigkeiten führen zum Amtsgericht München oder Landgericht München I, arbeitsbezogene Datenschutzfragen dagegen zum Arbeitsgericht München. Läuft die Ein-Monats-Frist für eine Auskunft ab, sollten Sie zügig handeln.
Unterlagen und Fristen sichern
Sammeln Sie den gesamten Schriftverkehr, das gestellte Auskunftsverlangen mit Datum, Screenshots und Nachweise über den entstandenen Nachteil. Notieren Sie Fristen wie den Ablauf der Monatsfrist nach Art. 12 Abs. 3 DSGVO, gerechnet ab Eingang Ihres Auskunftsantrags. Vollständige Unterlagen bestimmen den Streitwert, und dieser entscheidet, ob später das Amtsgericht München (bis 10.000 EUR) oder das Landgericht München I zuständig ist. Je genauer die Dokumentation, desto belastbarer die Erstberatung.
Erstberatung vereinbaren
In der Erstberatung prüft die Anwältin oder der Anwalt Ihre Erfolgsaussichten und schätzt ab, ob eine kostenfreie Beschwerde nach Art. 77 DSGVO bei der bayerischen Datenschutzaufsicht, eine Zivilklage oder beides sinnvoll ist. Für Verbraucherinnen und Verbraucher beträgt die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch nach § 34 Abs. 1 S. 3 RVG höchstens 190 EUR zzgl. USt, wenn keine Gebührenvereinbarung getroffen wurde. Nutzen Sie den Termin, um die Praxis der Münchner Gerichte zu Art. 82 DSGVO zu besprechen.
Kosten und Streitwert klären
Anwaltskosten richten sich nach dem RVG und dem Gegenstandswert. Den Streitwert setzt das Gericht im Einzelfall fest (§ 48 GKG, § 3 ZPO); feste Beträge gibt es für DSGVO-Streitigkeiten nicht. Bei einem Gegenstandswert von 5.000 EUR beträgt die 1,3-Geschäftsgebühr 460,85 EUR zzgl. Auslagenpauschale und USt. Klären Sie vorab, ob eine Rechtsschutzversicherung eintritt und beachten Sie, dass vor dem Landgericht München I Anwaltszwang besteht (§ 78 Abs. 1 ZPO).
Mandat erteilen
Mit Vollmacht und Mandatsvertrag beauftragen Sie die Kanzlei. Sie fordert die Gegenseite zunächst außergerichtlich zur Auskunft, Löschung nach Art. 17 DSGVO oder Zahlung auf. Bleibt das erfolglos, reicht sie Klage ein - je nach Streitwert beim Amtsgericht München oder beim Landgericht München I, bei Beschäftigtendaten nach § 26 BDSG beim Arbeitsgericht München. Parallel kann eine Beschwerde bei der bayerischen Aufsichtsbehörde eingelegt werden.
Ablauf des Verfahrens
Wie schnell die Gegenseite außergerichtlich reagiert, ist offen; eine Reaktionsfrist gibt das Gesetz dafür nicht vor. Kommt es zur Klage, terminiert das Amtsgericht München oder das Landgericht München I eine mündliche Verhandlung; gegen das Urteil ist die Berufung möglich - bei Urteilen des Amtsgerichts zum Landgericht München I (§ 72 Abs. 1 GVG), bei Urteilen des Landgerichts zum Oberlandesgericht München (§ 119 Abs. 1 Nr. 2 GVG). Beim immateriellen Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO bemisst das Gericht die Höhe im Einzelfall; feste Beträge gibt es nicht. Eine Beschwerde bei der bayerischen Datenschutzaufsicht läuft parallel und bleibt für Sie kostenfrei.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Zugelassene Anwälte
Alle Anwälte sind zugelassen und auf ihr Rechtsgebiet spezialisiert.
Unverbindliche Anfrage
Die Suche im Verzeichnis und Ihre Anfrage sind für Sie kostenlos und unverbindlich.
Klare Angaben
Anschrift, Telefon und Fachanwaltstitel laut BRAK auf einen Blick.
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Passenden Anwalt findenZuständige Gerichte
In dieser Stadt gibt es mehrere zuständige Gerichte. Maßgeblich ist der Bezirk, in dem Sie wohnen oder in dem der Streitfall liegt.
- Amtsgericht München
- Pacellistraße 5, 80333 München
- Landgericht München I
- Prielmayerstraße 7, 80335 München
- Oberlandesgericht München
- Prielmayerstraße 5, 80335 München
- Arbeitsgericht München
- Winzererstraße 106, 80797 München
Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 14.06.2026.
Quellen dieser Seite
- Gesetze
- Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
- Gerichte
- Amtsgericht München, Landgericht München I, Oberlandesgericht München, Arbeitsgericht München. Weitere Gerichte: Justizportal Bayern. Stand der Angaben: 14.06.2026.
- Kosten
- Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
- Einwohnerzahl
- Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
- Anwältinnen und Anwälte
- Angaben der Kanzleien und ihrer Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.
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Detaillierte Kostenübersicht
Alle Kosten im Detail — damit Sie genau wissen, womit Sie rechnen können.
Die Kosten im Datenschutzrecht richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Gegenstandswert. Je höher der Streitwert einer DSGVO-Streitigkeit, desto höher die Gebühren. Für eine erste Einschätzung gilt für Verbraucherinnen und Verbraucher der gesetzliche Deckel des § 34 RVG; gerichtliche Verfahren vor dem Amtsgericht München oder dem Landgericht München I werden nach dem Gegenstandswert abgerechnet.
| Leistung / Gegenstandswert | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Erstberatung Verbraucher ohne Gebührenvereinbarung (§ 34 RVG) | bis 190 € zzgl. USt |
| Beratung für Unternehmen (Honorarvereinbarung) | nach Vergütungsvereinbarung (§ 3a RVG) |
| 1,3-Geschäftsgebühr bei 5.000 € Gegenstandswert | 460,85 € zzgl. Auslagen und USt |
Wer die Kosten nicht selbst tragen kann, beantragt Beratungshilfe für die außergerichtliche Beratung beim Amtsgericht München (§ 4 BerHG) und Prozesskostenhilfe bei dem Gericht, bei dem das Verfahren läuft (§ 117 Abs. 1 ZPO). Viele Rechtsschutzversicherungen decken datenschutzrechtliche Streitigkeiten über den Baustein Vertrags- oder Schadensersatzrecht ab - eine Deckungsanfrage vor der Beauftragung schafft Klarheit. Für Unternehmen mit Bußgeldrisiko nach Art. 83 DSGVO ist eine Honorarvereinbarung üblich.
Anwaltsgebühren tragen 19 Prozent Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV RVG); Gerichtskosten sind umsatzsteuerfrei (§ 12 Abs. 1 GKG). Genau nachrechnen können Sie im Anwaltskosten-Rechner.
Checkliste: Was Sie brauchen
Klicken Sie die Punkte ab, die Sie bereits erledigt haben.
- Anspruch bestimmen: Klären Sie, ob es um Auskunft, Löschung, Schadensersatz oder Beschäftigtendatenschutz geht - das entscheidet über Gericht und Streitwert.
- Fristen notieren: Halten Sie fest, wann Sie eine Auskunft nach Art. 15 DSGVO verlangt haben; die Auskunft ist nach Art. 12 Abs. 3 DSGVO unverzüglich, in jedem Fall innerhalb eines Monats ab Eingang des Antrags zu erteilen; um bis zu zwei weitere Monate darf verlängert werden, wenn Komplexität oder Anzahl der Anträge dies erfordern, und darüber muss das Unternehmen Sie innerhalb des ersten Monats unterrichten.
- Schriftverkehr sammeln: E-Mails, Briefe und das Auskunftsverlangen vollständig und chronologisch ordnen.
- Nachweise sichern: Screenshots, Bildschirmfotos und Belege für den erlittenen Nachteil aufbewahren.
- Datenpanne dokumentieren: Bei einem Datenleck Zeitpunkt und Umfang festhalten - Unternehmen müssen eine Verletzung des Datenschutzes nach Art. 33 Abs. 1 DSGVO unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden ab eigener Kenntnis der Aufsichtsbehörde melden, es sei denn, ein Risiko für Betroffene ist voraussichtlich nicht zu erwarten.
- Streitwert einschätzen: Bis 10.000 EUR ist das Amtsgericht München zuständig, darüber das Landgericht München I.
- Kostenrahmen prüfen: Ohne Gebührenvereinbarung ist die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch bei Verbrauchern nach § 34 Abs. 1 S. 3 RVG auf 190 EUR zzgl. USt begrenzt; mit Vereinbarung gilt diese Grenze nicht.
- Versicherung klären: Police der Rechtsschutzversicherung heraussuchen und eine Deckungsanfrage vorbereiten.
- Beschwerdeweg abwägen: Prüfen, ob zusätzlich eine kostenfreie Beschwerde nach Art. 77 DSGVO bei der bayerischen Aufsicht sinnvoll ist.
- Ziel festlegen: Überlegen Sie, ob Sie Auskunft, Löschung, Unterlassung oder Geld möchten - das steuert die Strategie.
FAQ zu Datenschutzrecht
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ihr Rechtsanliegen.
Datenschutzrecht in München: passende Kanzlei finden
Im Umkreis von 50 Kilometern um München ist derzeit keine Kanzlei für Datenschutzrecht bei uns gelistet. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.
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Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.
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