Kostenlos & unverbindlich

Wir finden Ihre Anwältin oder Ihren Anwalt in Regensburg

Beschreiben Sie kurz Ihr Anliegen — wir leiten es an passende Medizinrecht-Kanzleien weiter. Wir suchen eine passende Kanzlei für Ihr Anliegen.

Ihre Schilderung lesen AnwaltVergleich für die Zuordnung und, wenn sie die Anfrage übernimmt, eine Kanzlei — sonst niemand.

Bitte nennen Sie Angaben zu Gesundheit oder Strafverfahren nur, soweit sie für Ihr Anliegen nötig sind.

Freiwillig – mit Nummer meldet sich die Kanzlei meist noch am selben Tag. Ihre Nummer geht nur an die Kanzlei, die Ihre Anfrage bearbeitet. AnwaltVergleich selbst ruft Sie nicht an.

Anfrage kostenlos · Kontakt und Schilderung erhält nur die Kanzlei, die übernimmt

  • SSL-verschlüsselt
  • Bestätigung per E-Mail

Medizinrecht Regensburg

Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Regensburg finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 14.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Ein Verdacht auf einen Behandlungsfehler, Streit mit der Krankenkasse oder Zweifel an der ärztlichen Aufklärung: Im Medizinrecht treffen in Regensburg medizinische und juristische Fragen aufeinander, die ohne fachkundige Begleitung kaum zu beantworten sind.

  • Kostenlos & unverbindlich
  • Bestätigung per E-Mail
  • SSL-verschlüsselt
Redaktion anwaltvergleich.de 12 Min. Lesedauer

Ein Verdacht auf einen Behandlungsfehler, Streit mit der Krankenkasse oder Zweifel an der ärztlichen Aufklärung: Im Medizinrecht treffen in Regensburg medizinische und juristische Fragen aufeinander, die ohne fachkundige Begleitung kaum zu beantworten sind. Mit dem Universitätsklinikum und weiteren Krankenhäusern ist die Stadt mit ihren rund 151.517 Einwohnerinnen und Einwohnern ein medizinisches Zentrum Ostbayerns – entsprechend vielfältig sind die Fälle, die hier medizinrechtlich geprüft werden.

Rechtlich geht es meist um den Behandlungsvertrag nach § 630a BGB, um Schmerzensgeld nach § 253 BGB und um die Frage, wer was beweisen muss (§ 630h BGB). Klagen mit Streitwerten über 10.000 Euro verhandelt das Landgericht Regensburg; gegen dessen Urteile ist die Berufung zum Oberlandesgericht Nürnberg eröffnet. Vorgelagert bieten eine von der Krankenkasse veranlasste, für Versicherte kostenfreie Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (§ 66 SGB V) und die Gutachterstellen der Ärztekammern Wege zur außergerichtlichen Klärung.

Ob Verhandlung mit der Haftpflichtversicherung oder Klage: Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht bewertet die Erfolgsaussichten, sichert Beweise über die Patientenakte und beziffert Ansprüche vollständig. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Rechte Patientinnen und Patienten in Regensburg haben, welche Gerichte zuständig sind und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Landgericht Regensburg (zuständig für die Amtsgerichtsbezirke Cham, Kelheim, Regensburg und Straubing), Oberlandesgericht Nürnberg (zuständig für u. a. den Landgerichtsbezirk Regensburg), Amtsgericht Regensburg (zuständig für die Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg)
Kosten
Erstberatung für Verbraucher max.

Zuständige Gerichte

  • Landgericht Regensburg, Augustenstraße 3, 93049 Regensburg zuständig für die Amtsgerichtsbezirke Cham, Kelheim, Regensburg und Straubing
  • Oberlandesgericht Nürnberg, Fürther Straße 110, 90429 Nürnberg zuständig für u. a. den Landgerichtsbezirk Regensburg
  • Amtsgericht Regensburg, Augustenstraße 3, 93049 Regensburg zuständig für die Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Landgericht Regensburg, Oberlandesgericht Nürnberg, Amtsgericht Regensburg. Weitere Gerichte: Justizportal Bayern. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

Dieser Text ist KI-erzeugt und wurde nicht von einem Menschen gelesen. Redaktionsgrundsätze · Fehler melden

Medizinrecht in Regensburg: Wann anwaltliche Unterstützung sinnvoll ist

Regensburg ist mit rund 151.517 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt der Oberpfalz und ein medizinisches Zentrum Ostbayerns: Am Universitätsklinikum und in weiteren Krankenhäusern der Stadt werden Patientinnen und Patienten weit über die Stadtgrenzen hinaus versorgt. Wo intensiv behandelt wird, bleiben Konflikte nicht aus – über mögliche Behandlungsfehler, über Lücken in der ärztlichen Aufklärung oder über Abrechnungen. Das Medizinrecht ordnet solche Konflikte rechtlich ein und reicht von der Arzthaftung über die Patientenrechte bis zu Fragen der ärztlichen Berufsausübung.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht in Regensburg prüft zunächst, ob ein haftungsrelevanter Fehler überhaupt im Raum steht: Dazu gehören die Auswertung der Patientenakte, die Einordnung der medizinischen Abläufe und die Frage, welche Ansprüche sich daraus ergeben. Diese Verbindung aus juristischem und medizinischem Verständnis unterscheidet das Medizinrecht von vielen anderen Rechtsgebieten – und sie erklärt, warum eine frühe fachliche Einschätzung oft teure Fehlentscheidungen verhindert.

Typische Anlässe, sich in Regensburg medizinrechtlich beraten zu lassen:

  • Verdacht auf einen Behandlungsfehler nach einer Operation oder einer Geburt
  • Zweifel an der ärztlichen Aufklärung vor einem Eingriff (§ 630e BGB)
  • Streit mit der Kranken-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherung über Leistungen
  • Fehler bei Zahnbehandlungen oder Prothetik und daraus folgende Honorarstreitigkeiten
  • Pflege- und Dokumentationsmängel in Klinik oder Pflegeeinrichtung
  • Durchsetzung von Schmerzensgeld und Schadensersatz gegenüber Haftpflichtversicherern

Weil die Streitwerte in Arzthaftungssachen häufig zwischen 10.000 und 100.000 Euro liegen und bei schweren Schäden wie Geburtsschäden 200.000 Euro und mehr erreichen können, geht es früh um die richtige Strategie: außergerichtliche Klärung oder Klage – in Regensburg regelmäßig vor dem Landgericht Regensburg.

Behandlungsfehler und Arzthaftung: Die Anspruchsgrundlagen im BGB

Kern des Medizinrechts ist der Behandlungsvertrag nach § 630a BGB: Wer in einer Regensburger Praxis oder Klinik behandelt wird, hat Anspruch auf eine Behandlung nach den allgemein anerkannten fachlichen Standards. Geschuldet ist also die sorgfältige Behandlung, nicht der Heilungserfolg – ein Misserfolg allein begründet noch keine Haftung. Weicht die Behandlung aber vom Facharztstandard ab und entsteht dadurch ein Gesundheitsschaden, haftet die Behandlungsseite vertraglich.

Daneben steht die deliktische Haftung aus § 823 BGB: Wer Körper oder Gesundheit eines anderen vorsätzlich oder fahrlässig widerrechtlich verletzt, ist zum Schadensersatz verpflichtet (§ 823 Abs. 1 BGB). Für immaterielle Folgen – Schmerzen, dauerhafte Beeinträchtigungen, seelisches Leid – gewährt § 253 BGB ein Schmerzensgeld in angemessener Höhe. Beide Anspruchsgrundlagen werden in Arzthaftungsverfahren vor dem Landgericht Regensburg in der Regel nebeneinander geprüft.

Behandlungsfehler können in jeder Phase auftreten: als Diagnosefehler, wenn Befunde falsch gedeutet oder gebotene Untersuchungen unterlassen werden, als Therapiefehler bei Operation oder Medikation, als Organisationsfehler des Krankenhauses – etwa bei Hygiene oder Personaleinsatz – oder als Mangel in der Dokumentation. Welche Kategorie vorliegt, beeinflusst im Medizinrecht auch die Beweissituation, insbesondere über § 630h BGB.

Ersatzfähig sind neben dem Schmerzensgeld unter anderem Verdienstausfall, Mehrbedarf etwa für Pflege und Umbauten, der Haushaltsführungsschaden sowie künftige Schäden. Gerade bei dauerhaften Gesundheitsschäden lohnt eine vollständige Aufstellung aller Positionen, denn die Höhe des Streitwerts bestimmt im Medizinrecht sowohl die gerichtliche Zuständigkeit als auch die Kosten. Anspruchsgegner können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Hebammen oder der Träger eines Krankenhauses sein; wer in Regensburg stationär behandelt wurde, richtet Ansprüche meist gegen den Klinikträger, hinter dem regelmäßig eine Haftpflichtversicherung steht.

Patientenrechte: Aufklärung, Akteneinsicht und Beweislast

Vor einem Eingriff muss nach § 630e BGB über Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken der Behandlung aufgeklärt werden – mündlich, rechtzeitig und verständlich; über Alternativen ist aufzuklären, wenn mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen, Risiken oder Heilungschancen führen können. Das gilt in Regensburg für den ambulanten Eingriff in der Praxis ebenso wie für die Hochleistungsmedizin am Universitätsklinikum. Fehlt eine wirksame Aufklärung, kann schon der Eingriff selbst rechtswidrig sein; der Aufklärungsfehler ist im Medizinrecht ein eigenständiger Haftungsgrund.

Nach § 630g BGB haben Patientinnen und Patienten das Recht, auf Verlangen unverzüglich Einsicht in ihre vollständige Behandlungsakte zu nehmen und Abschriften zu verlangen, auch in elektronischer Form; die erste Abschrift ist unentgeltlich. Das Recht besteht nicht, soweit erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen (§ 630g Abs. 2 BGB). Die Akte ist die Grundlage jeder medizinrechtlichen Prüfung: Aus Operationsberichten, Pflegedokumentation und Aufklärungsbögen ergibt sich, ob der Vorwurf eines Behandlungsfehlers trägt. Eine Anwältin oder ein Anwalt fordert die Unterlagen bei Regensburger Kliniken und Praxen an und wertet sie aus.

§ 630h BGB regelt, wer was beweisen muss. Grundsätzlich müssen Patientinnen und Patienten den Fehler, den Schaden und den Ursachenzusammenhang nachweisen – bei einem groben Behandlungsfehler wird nach § 630h Abs. 5 BGB nur die Ursächlichkeit vermutet; Fehler und Schaden bleiben zu beweisen.

Auch Dokumentationsmängel wirken sich auf die Beweislast aus: Hat die Behandlungsseite eine medizinisch gebotene wesentliche Maßnahme und ihr Ergebnis nicht in der Patientenakte aufgezeichnet oder die Akte nicht aufbewahrt, wird nach § 630h Abs. 3 BGB vermutet, dass sie die Maßnahme nicht getroffen hat. Für Patientinnen und Patienten aus Regensburg und dem Umland kann das die Durchsetzung von Ansprüchen erheblich erleichtern.

Ansprüche aus der Arzthaftung verjähren nach den §§ 195, 199 BGB in drei Jahren; die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und die Patientin oder der Patient von den anspruchsbegründenden Umständen Kenntnis erlangt hat oder sie ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB); unabhängig von der Kenntnis verjähren Ansprüche wegen Körper- und Gesundheitsschäden spätestens 30 Jahre nach dem schädigenden Ereignis (§ 199 Abs. 2 BGB). Wer einen Verdacht hat, sollte die Prüfung deshalb nicht aufschieben – auch, weil Erinnerungen verblassen und Unterlagen nicht unbegrenzt verfügbar bleiben.

Zuständige Gerichte: Amtsgericht Regensburg, Landgericht Regensburg, Oberlandesgericht Nürnberg

Die gerichtliche Zuständigkeit richtet sich im Medizinrecht nach dem Streitwert: Seit dem 1. Januar 2026 ist das Amtsgericht für zivilrechtliche Streitigkeiten bis 10.000 Euro zuständig, darüber das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG). Das Amtsgericht Regensburg ist für die Stadt Regensburg und den Landkreis Regensburg zuständig und verhandelt etwa Honorarstreitigkeiten über eine Zahnbehandlung mit geringerem Wert.

Da Arzthaftungssachen typischerweise Streitwerte ab 10.000 Euro erreichen, gehören sie meist vor das Landgericht Regensburg, das für die Amtsgerichtsbezirke Cham, Kelheim, Regensburg und Straubing zuständig ist. Bei den Landgerichten werden nach § 72a Abs. 1 Nr. 3 GVG eine oder mehrere Zivilkammern für Streitigkeiten aus Heilbehandlungen gebildet, deren Richterinnen und Richter regelmäßig mit medizinischen Sachverhalten befasst sind.

Prozessentscheidend ist im Arzthaftungsprozess regelmäßig das medizinische Sachverständigengutachten: Das Gericht beauftragt eine sachverständige Person, die Behandlung am Facharztstandard zu messen. Eine im Medizinrecht erfahrene Anwältin oder ein erfahrener Anwalt formuliert die Beweisfragen, prüft das Gutachten auf Widersprüche und beantragt bei Bedarf Ergänzungen oder die Anhörung der sachverständigen Person.

Der Ablauf einer Arzthaftungsklage vor dem Landgericht Regensburg folgt einem wiederkehrenden Muster: Klageschrift mit medizinisch begründetem Vorwurf, Erwiderung der Behandlungsseite, Beweisbeschluss und Begutachtung, anschließend mündliche Verhandlung. In vielen Verfahren wird auf Grundlage des Gutachtens ein Vergleich geschlossen – auch der will medizinrechtlich bewertet sein, damit künftige Schäden nicht vorschnell abgegolten werden. Gegen Urteile des Landgerichts Regensburg ist die Berufung zum Oberlandesgericht Nürnberg eröffnet, das unter anderem für den Landgerichtsbezirk Regensburg zuständig ist.

Außergerichtliche Klärung: MD-Gutachten und Gutachterstellen der Ärztekammern

Nicht jeder Verdacht muss vor Gericht enden. Gesetzlich Versicherte aus Regensburg können ihre Krankenkasse einschalten: Nach § 66 SGB V sollen die Krankenkassen ihre Versicherten bei Behandlungsfehlern unterstützen; die Kasse kann dazu eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen, die für die Versicherten kostenfrei ist. Ein Anspruch auf ein solches Gutachten besteht nicht. Das Ergebnis liefert eine erste fachliche Einschätzung ohne eigenes Kostenrisiko und ist häufig der Einstieg in die medizinrechtliche Auseinandersetzung.

Daneben bestehen die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärztekammern; für Behandlungen in Bayern – und damit auch in Regensburg – ist die Bayerische Landesärztekammer die zuständige Kammer. Auch dieser Weg kann eine gerichtliche Auseinandersetzung vorbereiten oder entbehrlich machen. Ob ein solches Verfahren im Einzelfall sinnvoll ist, sollte mit einer Anwältin oder einem Anwalt für Medizinrecht abgestimmt werden, schon um die Verjährung im Blick zu behalten.

Sinnvolle erste Schritte bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler in Regensburg:

  • Patientenakte nach § 630g BGB bei Klinik oder Praxis anfordern
  • Gedächtnisprotokoll zu Behandlung, Aufklärung und Beschwerden anfertigen
  • Krankenkasse auf ein kostenfreies MD-Gutachten ansprechen
  • Rechtsschutzversicherung nach einer Deckungszusage fragen
  • Erstberatung im Medizinrecht nutzen (für Verbraucher ohne Gebührenvereinbarung höchstens 190 Euro zzgl. USt., § 34 RVG)
  • Keine Erklärungen gegenüber Haftpflichtversicherern ohne rechtliche Prüfung abgeben

Führt der außergerichtliche Weg nicht zum Ziel, bleibt die Klage – bei den üblichen Streitwerten vor dem Landgericht Regensburg. Die im MD-Gutachten oder im Kammerverfahren gewonnenen Erkenntnisse lassen sich dort verwenden und verbessern die Grundlage für die Entscheidung, ob sich das Prozessrisiko lohnt.

Kosten im Medizinrecht: Gebühren, Streitwerte, Kostenrisiko

Die anwaltlichen Gebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und damit nach dem Gegenstandswert. Für die Erstberatung gilt eine Obergrenze: Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen ohne abweichende Vereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 RVG). Gerade im Medizinrecht, wo die Erfolgsaussichten stark vom Einzelfall abhängen, ist diese erste Einschätzung gut investiert.

Kostenbeispiele im Medizinrecht (Stand 2026)
PostenBetrag (ca.)
Erstberatung für Verbraucher (§ 34 RVG)max. 190 Euro zzgl. USt.
MD-Gutachten über die gesetzliche Krankenkassekostenfrei
1,3-Verfahrensgebühr bei 50.000 Euro Streitwertrund 1.764 Euro netto
Kostenrisiko erste Instanz bei 50.000 Euro Streitwert (eigene und gegnerische Anwaltskosten inkl. USt. zuzüglich 3,0 Gerichtsgebühren)rund 10.000 Euro

Die Tabelle zeigt: Bei einem Streitwert von 50.000 Euro – im Arzthaftungsbereich keine Seltenheit – liegt das Kostenrisiko der ersten Instanz vor dem Landgericht Regensburg aus eigenen und gegnerischen Anwaltskosten sowie 3,0 Gerichtsgebühren bei rund 10.000 Euro, falls der Prozess vollständig verloren geht; die Kosten des medizinischen Sachverständigengutachtens kommen hinzu. Umgekehrt trägt bei vollem Obsiegen die Gegenseite diese Kosten. Wer die Mittel nicht aufbringen kann, kann Prozesskostenhilfe nach den §§ 114 ff. ZPO beantragen.

Vor einer Klage gehört deshalb eine ehrliche Bewertung der Erfolgsaussichten zum Handwerk jeder Anwältin und jedes Anwalts für Medizinrecht: Das kostenfreie MD-Gutachten und die Auswertung der Patientenakte helfen, das Risiko einzugrenzen, bevor Gerichts- und Sachverständigenkosten entstehen.

Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht in Regensburg finden

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Ort durchsuchen – etwa nach Medizinrecht in Regensburg. Das Verzeichnis zeigt Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, den Fachanwaltstitel laut Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK). Eine Übersicht über Kanzleien in der Stadt bietet die Seite Anwalt in Regensburg; Hintergrundinformationen zum Verzeichnis stehen im Pressebereich.

Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen und setzt nachgewiesene besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen in diesem Rechtsgebiet voraus. Für Ratsuchende in Regensburg ist der Titel ein sachliches Kriterium bei der Auswahl – ebenso wie die Frage, ob eine Kanzlei Arzthaftungsmandate vor dem Landgericht Regensburg regelmäßig bearbeitet.

Für das Erstgespräch lohnt sich Vorbereitung: Patientenakte oder zumindest Arztbriefe, ein Gedächtnisprotokoll und Angaben zur Rechtsschutzversicherung beschleunigen die Einschätzung. So lässt sich oft schon im ersten Termin klären, ob der Weg über den Medizinischen Dienst, eine Gutachterstelle der Ärztekammer oder direkt zum Landgericht Regensburg führt. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 8 Anwältinnen und Anwälte für Medizinrecht in Regensburg, Stand 04.10.2026.

8 der 8 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht.

Die 8 Einträge verteilen sich auf 5 Kanzleien.

Erster Schritt ist die Patientenakte: Nach § 630g BGB müssen Klinik oder Praxis auf Verlangen unverzüglich Einsicht in die Behandlungsakte gewähren und Abschriften herausgeben; die erste Abschrift ist unentgeltlich, und das Recht entfällt nur, soweit erhebliche therapeutische Gründe oder erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen (§ 630g Abs. 2 BGB). Gesetzlich Versicherte können zusätzlich ihre Krankenkasse einschalten: Sie soll die Versicherten nach § 66 SGB V unterstützen und kann eine für sie kostenfreie Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen; ein Anspruch darauf besteht nicht. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht wertet Akte und Gutachten aus und ordnet ein, ob die Behandlung vom Facharztstandard abwich und ob sich daraus Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz ergeben.

Das hängt vom Streitwert ab: Bis 10.000 Euro ist das Amtsgericht Regensburg zuständig, darüber das Landgericht Regensburg (§ 23 Nr. 1 GVG, Stand seit 1. Januar 2026). Weil Arzthaftungssachen meist Streitwerte zwischen 10.000 und 100.000 Euro erreichen, verhandeln sie in der Regel die nach § 72a Abs. 1 Nr. 3 GVG für Streitigkeiten aus Heilbehandlungen gebildeten Zivilkammern des Landgerichts Regensburg. Gegen dessen Urteile ist die Berufung zum Oberlandesgericht Nürnberg möglich, das für den Landgerichtsbezirk Regensburg zuständig ist.

Ansprüche aus der Arzthaftung verjähren regelmäßig in drei Jahren (§ 195 BGB). Die Frist beginnt nach § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und die Patientin oder der Patient von den anspruchsbegründenden Umständen Kenntnis erlangt hat oder sie ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen – nicht zwingend schon mit der Behandlung selbst. Wer erst später von einem möglichen Fehler erfährt, kann also noch Ansprüche haben; spätestens 30 Jahre nach dem schädigenden Ereignis sind sie aber auch ohne Kenntnis verjährt (§ 199 Abs. 2 BGB). Weil die Kenntnisfrage im Einzelfall schwierig zu beurteilen ist, sollte die Verjährung früh anwaltlich geprüft werden.

Die Erstberatung kostet für Verbraucherinnen und Verbraucher ohne abweichende Vereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 RVG). Danach richten sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert: Bei 50.000 Euro beträgt die 1,3-Verfahrensgebühr rund 1.764 Euro netto; das Kostenrisiko der ersten Instanz aus eigenen und gegnerischen Anwaltskosten sowie 3,0 Gerichtsgebühren liegt bei rund 10.000 Euro, wobei die Kosten des medizinischen Sachverständigengutachtens hinzukommen. Ob eine Rechtsschutzversicherung Arzthaftungsstreitigkeiten abdeckt, hängt vom Vertrag ab; eine von der gesetzlichen Krankenkasse veranlasste MD-Begutachtung ist für Versicherte kostenfrei.

Grundsätzlich müssen Patientinnen und Patienten beweisen, dass ein Behandlungsfehler ihren Gesundheitsschaden verursacht hat. Bei einem groben Behandlungsfehler – einem Verstoß, der aus objektiver ärztlicher Sicht nicht mehr verständlich erscheint – kehrt § 630h Abs. 5 BGB die Beweislast um, wenn der Fehler grundsätzlich geeignet ist, eine Verletzung der tatsächlich eingetretenen Art herbeizuführen: Dann wird vermutet, dass er den Schaden verursacht hat, und die Behandlungsseite muss das Gegenteil beweisen. Ob ein Fehler als grob einzustufen ist, klärt im Prozess vor dem Landgericht Regensburg regelmäßig das medizinische Sachverständigengutachten.

Aktuelle Rechtsprechung zum Medizinrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

Alle Entscheidungen zum Medizinrecht ansehen

Medizinrecht in Regensburg: passende Kanzlei finden

8 Anwältinnen und Anwälte für Medizinrecht in Regensburg, davon 8 Fachanwälte (100 %), 5 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Regensburg hat noch keine Kanzlei für Medizinrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

Anliegen schildern

Gelistete Anwälte für Medizinrecht in Regensburg

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Rainer Beer

    Fachanwalt für Medizinrecht

    Friedrich-Niedermayer-Str. 4, 93049 Regensburg

    rabeer – Kanzlei für medizinrecht – Rainer Beer

  • Öffentliche Quellen

    Ulrike Böhm-Rößler

    Fachanwältin für Medizinrecht +1

    Pfarrergasse 2, 93047 Regensburg

    Rößler Rechtsanwälte PartG mbB

  • Öffentliche Quellen

    Kristina Digutsch

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Landshuter Straße 7, 93047 Regensburg

  • Öffentliche Quellen

    Carina Fichtl

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Prüfeninger Schloßstraße 2a, 93051 Regensburg

    DRPA Partnerschaftsgesellschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Judith Mußelmann

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Prüfeninger Schloßstraße 2a, 93051 Regensburg

    DRPA Partnerschaftsgesellschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Ramona Sander

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Prüfeninger Schloßstraße 2a, 93051 Regensburg

    DRPA Partnerschaftsgesellschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Alexandra Glufke-Böhm

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Emmeramsplatz 5, 93047 Regensburg

    Rechtsanwälte Glufke-Böhm & Partner mbB

  • Öffentliche Quellen

    Veronika Schöberl

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Emmeramsplatz 5, 93047 Regensburg

    Rechtsanwälte Glufke-Böhm & Partner mbB

Anwaltsverzeichnis Regensburg von A bis Z

Sie sind Anwältin oder Anwalt in Regensburg? Kanzleiprofil im Anwaltsverzeichnis anlegen

Anliegen schildern Kostenlos & unverbindlich