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Medizinrecht Pforzheim

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KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 16.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Eine Operation mit unerwarteten Folgen, eine übersehene Diagnose, eine Aufklärung, die nie stattgefunden hat: Wer in Pforzheim den Verdacht auf einen Behandlungsfehler hat, bewegt sich im Medizinrecht – einem Rechtsgebiet, in dem juristische und medizinische Fragen untrennbar ineinandergreifen.

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Redaktion anwaltvergleich.de 10 Min. Lesedauer

Eine Operation mit unerwarteten Folgen, eine übersehene Diagnose, eine Aufklärung, die nie stattgefunden hat: Wer in Pforzheim den Verdacht auf einen Behandlungsfehler hat, bewegt sich im Medizinrecht – einem Rechtsgebiet, in dem juristische und medizinische Fragen untrennbar ineinandergreifen. Ob ein Anspruch besteht, entscheidet sich selten am Schreibtisch allein, sondern anhand der Patientenakte, des fachlichen Standards und meist eines Sachverständigengutachtens.

Pforzheim ist mit 134.422 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Großstadt in Baden-Württemberg, deren Kliniken und Facharztpraxen auch das Umland mitversorgen. Kommt es zum Streit über eine Behandlung, führt der Weg je nach Streitwert zum Amtsgericht Pforzheim oder zu den Arzthaftungskammern des Landgerichts Karlsruhe. Gerade weil dort das medizinische Gutachten regelmäßig den Ausschlag gibt, ist eine Anwältin oder ein Anwalt mit Erfahrung in Arzthaftungssachen für Betroffene von erheblichem Gewicht.

Diese Seite erklärt, welche Rechte Patientinnen und Patienten nach den §§ 630a ff. BGB haben, wann sich die Beweislast zugunsten der Patientenseite umkehrt, welche Gerichte für Pforzheim zuständig sind, wie der kostenfreie Einstieg über den Medizinischen Dienst funktioniert und mit welchen Kosten ein Verfahren verbunden ist.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Landgericht Karlsruhe (zuständig für u. a. das Amtsgericht Pforzheim), Oberlandesgericht Karlsruhe (zuständig für u. a. den Landgerichtsbezirk Karlsruhe), Amtsgericht Pforzheim (zuständig für die Stadt Pforzheim sowie Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern und Kieselbronn)
Kosten
Erstberatung für Verbraucher max.

Zuständige Gerichte

  • Landgericht Karlsruhe, Hans-Thoma-Straße 7, 76133 Karlsruhe zuständig für u. a. das Amtsgericht Pforzheim
  • Oberlandesgericht Karlsruhe, Hoffstr. 10, 76133 Karlsruhe zuständig für u. a. den Landgerichtsbezirk Karlsruhe
  • Amtsgericht Pforzheim, Lindenstraße 8, 75175 Pforzheim zuständig für die Stadt Pforzheim sowie Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern und Kieselbronn

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Medizinrecht in Pforzheim: Wenn die Behandlung Schaden anrichtet

Pforzheim zählt 134.422 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt als Großstadt am Nordrand des Schwarzwalds in Baden-Württemberg. Kliniken, Facharztpraxen und Pflegeeinrichtungen versorgen hier nicht nur das Stadtgebiet, sondern auch die umliegenden Gemeinden bis in den Enzkreis. Wo täglich untersucht, operiert und gepflegt wird, kommt es trotz aller Sorgfalt zu Fehlern – und genau hier setzt das Medizinrecht an: Es ordnet die Rechtsbeziehung zwischen Patientinnen und Patienten auf der einen und Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern auf der anderen Seite.

Grundlage jeder Behandlung in einer Pforzheimer Praxis oder Klinik ist der Behandlungsvertrag nach § 630a BGB. Er verpflichtet die Behandlungsseite auf den allgemein anerkannten fachlichen Standard – geschuldet ist eine fachgerechte Behandlung, nicht der Heilerfolg. Diese Unterscheidung ist im Medizinrecht zentral: Nicht jeder schlechte Verlauf ist ein Behandlungsfehler, denn auch eine korrekt durchgeführte Operation kann schicksalhaft misslingen.

Liegt tatsächlich ein Fehler vor, kommen Schadensersatzansprüche aus dem Behandlungsvertrag sowie aus § 823 BGB (unerlaubte Handlung) in Betracht. Für erlittene Schmerzen und dauerhafte Beeinträchtigungen sieht § 253 Abs. 2 BGB ein Schmerzensgeld vor. Betroffen sind dabei nicht nur Menschen aus dem Pforzheimer Stadtgebiet: Auch wer in Ispringen, Keltern oder Kieselbronn wohnt und in Pforzheim behandelt wurde, macht seine Ansprüche nach denselben Regeln geltend.

Das Medizinrecht umfasst neben der Arzthaftung weitere Felder, etwa das ärztliche Berufsrecht, das Recht der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung oder Streitigkeiten über Krankenhausabrechnungen. Diese Seite konzentriert sich auf die Patientenseite; wer eine Kanzlei für andere medizinrechtliche Fragen sucht, findet über die Übersicht Anwalt in Pforzheim ebenfalls Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Patientenrechte nach §§ 630a ff. BGB: Aufklärung, Akteneinsicht, Dokumentation

Seit dem Patientenrechtegesetz von 2013 stehen die wichtigsten Rechte von Patientinnen und Patienten ausdrücklich im Bürgerlichen Gesetzbuch. Sie gelten für jede Behandlung – vom Hausarztbesuch in der Pforzheimer Innenstadt bis zur Operation in einer Klinik – und bilden das Fundament des zivilen Medizinrechts.

§ 630e BGB verpflichtet die Behandlungsseite zur Aufklärung: Vor einem Eingriff müssen Art, Umfang, Risiken und Behandlungsalternativen mündlich, rechtzeitig und für Laien verständlich erläutert werden. Fehlt eine wirksame Aufklärung, ist die Einwilligung in den Eingriff unwirksam – der Eingriff kann dann rechtswidrig sein, selbst wenn er fachlich korrekt ausgeführt wurde. In Arzthaftungsprozessen vor dem Landgericht Karlsruhe spielen Aufklärungsrügen deshalb regelmäßig eine eigenständige Rolle neben dem Behandlungsfehlervorwurf.

Praktisch besonders wichtig ist § 630g BGB: Patientinnen und Patienten haben Anspruch auf unverzügliche Einsicht in ihre vollständige Patientenakte und können elektronische Abschriften verlangen. Für Betroffene aus Pforzheim ist das der erste konkrete Schritt bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler – ohne Akte lässt sich weder ein Gutachten erstellen noch eine medizinrechtliche Bewertung vornehmen.

Zu den zentralen Rechten, die im Medizinrecht immer wieder eine Rolle spielen, gehören:

  • Behandlung nach dem allgemein anerkannten fachlichen Standard (§ 630a BGB)
  • verständliche Information über Diagnose, Therapie und voraussichtliche Entwicklung (§ 630c BGB)
  • Aufklärung über Risiken und Alternativen vor dem Eingriff (§ 630e BGB)
  • Einwilligung als Voraussetzung jeder Maßnahme (§ 630d BGB)
  • vollständige und zeitnahe Dokumentation der Behandlung (§ 630f BGB)
  • Einsicht in die Patientenakte und elektronische Abschriften (§ 630g BGB)
  • Beweiserleichterungen bei Behandlungs- und Aufklärungsfehlern (§ 630h BGB)

Beweislast und grober Behandlungsfehler: § 630h BGB verständlich erklärt

Im Grundsatz muss die Patientenseite drei Dinge beweisen: den Behandlungsfehler, den Gesundheitsschaden und den Ursachenzusammenhang zwischen beidem. Gerade der Kausalitätsnachweis ist die höchste Hürde im Medizinrecht, denn oft lässt sich nicht sicher sagen, ob der Schaden auch bei fehlerfreier Behandlung eingetreten wäre. Vor der Arzthaftungskammer des Landgerichts Karlsruhe entscheidet darüber regelmäßig ein medizinisches Sachverständigengutachten.

§ 630h Abs. 5 BGB hilft der Patientenseite an dieser Stelle: Liegt ein grober Behandlungsfehler vor, der grundsätzlich geeignet ist, den eingetretenen Schaden herbeizuführen, wird die Ursächlichkeit vermutet. Die Behandlungsseite muss dann beweisen, dass der Fehler den Schaden nicht verursacht hat – eine Beweislastumkehr, die Verfahren im Bezirk des Oberlandesgerichts Karlsruhe wie überall häufig entscheidet.

Daneben enthält § 630h BGB weitere Beweiserleichterungen: Wurde eine medizinisch gebotene wesentliche Maßnahme nicht dokumentiert, wird vermutet, dass sie nicht getroffen wurde; diese Vermutung kann die Behandlungsseite widerlegen (Absatz 3). Verwirklicht sich ein für die Behandlungsseite voll beherrschbares Risiko – etwa ein Lagerungsschaden während einer Operation –, wird ein Fehler vermutet (Absatz 1). Und die Behandlungsseite trägt die Beweislast dafür, dass ordnungsgemäß aufgeklärt wurde (Absatz 2). Für Patientinnen und Patienten aus Pforzheim lohnt es sich deshalb, die Akte früh von einer im Medizinrecht erfahrenen Anwältin oder einem Anwalt auf solche Ansatzpunkte prüfen zu lassen.

Zuständige Gerichte: Amtsgericht Pforzheim, Landgericht und Oberlandesgericht Karlsruhe

Für zivilrechtliche und damit auch medizinrechtliche Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro ist seit dem 1. Januar 2026 das Amtsgericht zuständig (§ 23 Nr. 1 GVG). Vor Ort ist das das Amtsgericht Pforzheim, zu dessen Bezirk neben der Stadt Pforzheim auch Gemeinden des Enzkreises gehören, etwa Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern und Kieselbronn.

Arzthaftungssachen liegen allerdings meist über dieser Grenze: Typische Streitwerte bewegen sich zwischen 10.000 und 100.000 Euro, bei schweren Schäden wie Geburtsschäden auch bei 200.000 Euro und mehr. Zuständig ist dann das Landgericht Karlsruhe, zu dessen Bezirk das Amtsgericht Pforzheim gehört. Dort verhandeln spezialisierte Arzthaftungskammern, in denen medizinrechtliche Verfahren gebündelt werden.

Gegen erstinstanzliche Urteile des Landgerichts Karlsruhe ist die Berufung zum Oberlandesgericht Karlsruhe möglich, das für den gesamten Landgerichtsbezirk Karlsruhe zuständig ist. Wer von Pforzheim aus einen Arzthaftungsprozess führt, muss sich daher auf Verhandlungstermine in Karlsruhe einstellen.

Zu beachten ist der Anwaltszwang: Vor dem Landgericht Karlsruhe müssen sich die Parteien durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt vertreten lassen (§ 78 Abs. 1 ZPO). Da das Sachverständigengutachten im Medizinrecht regelmäßig prozessentscheidend ist, kommt es darauf an, Gutachten kritisch zu hinterfragen, gezielte Fragen an die Sachverständigen zu stellen und Befunde aus der Patientenakte präzise aufzubereiten – Aufgaben, bei denen medizinrechtliche Erfahrung den Unterschied macht.

Außergerichtliche Wege: MD-Gutachten, Gutachterkommission und Verjährung

Nicht jeder Verdacht muss sofort vor das Landgericht Karlsruhe getragen werden. Gesetzlich Versicherte aus Pforzheim können ihre Krankenkasse um Unterstützung bitten: Die Kassen sollen Versicherte bei der Verfolgung von Ansprüchen aus Behandlungsfehlern unterstützen und können dazu eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen (§ 66 SGB V). Für Versicherte entstehen dafür keine Kosten; ein Anspruch auf ein bestimmtes Gutachten folgt aus der Vorschrift jedoch nicht.

Daneben bestehen die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärztekammern. Auch sie begutachten Behandlungsfehlervorwürfe und können eine Einigung ohne Gerichtsverfahren vorbereiten. Für Patientinnen und Patienten aus Baden-Württemberg ist dieser Weg eine Möglichkeit, die Erfolgsaussichten einer medizinrechtlichen Auseinandersetzung einzuschätzen, bevor das Kostenrisiko eines Prozesses entsteht.

Bei alledem darf die Verjährung nicht aus dem Blick geraten: Arzthaftungsansprüche verjähren nach §§ 195, 199 BGB in drei Jahren, beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und die Patientin oder der Patient von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (§ 199 Abs. 1 BGB). Wer also 2026 von einem Fehler bei einer Behandlung in einer Pforzheimer Klinik erfährt, muss die Verjährung ab dem Jahresende 2026 im Auge behalten; eine im Medizinrecht tätige Kanzlei kann die Frist berechnen und notfalls verjährungshemmende Schritte einleiten.

Ein sinnvolles Vorgehen bei Verdacht auf einen Behandlungsfehler sieht so aus:

  • Patientenakte nach § 630g BGB vollständig anfordern, einschließlich Bildgebung und OP-Berichten
  • Gedächtnisprotokoll zum Behandlungsverlauf anfertigen, solange die Erinnerung frisch ist
  • Krankenkasse einschalten und eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst anregen (§ 66 SGB V)
  • Rechtsschutzversicherung anfragen, ob Deckung für die Arzthaftungssache besteht
  • anwaltliche Ersteinschätzung einholen (für Verbraucher ohne Gebührenvereinbarung höchstens 190 Euro zzgl. USt., § 34 RVG)
  • Verjährung nach §§ 195, 199 BGB prüfen und dokumentieren lassen

Kosten im Medizinrecht: Erstberatung, Gebühren und Prozesskostenrisiko

Die erste anwaltliche Orientierung ist kalkulierbar: Für eine Erstberatung dürfen Verbraucherinnen und Verbrauchern ohne abweichende Vereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer berechnet werden (§ 34 RVG). Viele Betroffene aus Pforzheim klären in diesem Rahmen mit einer im Medizinrecht tätigen Kanzlei, ob Akteneinsicht und MD-Gutachten der richtige nächste Schritt sind.

Im Prozess richten sich die Gebühren nach dem Streitwert. Bei einem Streitwert von 50.000 Euro – im Medizinrecht keine Seltenheit – beträgt die 1,3-Verfahrensgebühr einer Anwältin oder eines Anwalts rund 1.765 Euro netto. Das Gesamtkostenrisiko der ersten Instanz, also eigener und gegnerischer Anwalt einschließlich Umsatzsteuer sowie drei Gerichtsgebühren, liegt bei diesem Streitwert bei rund 10.000 Euro.

Kostenbeispiele im Medizinrecht für Pforzheim (Stand 2026)
PositionKosten (ca.)
Erstberatung für Verbraucher (§ 34 RVG)max. 190 € zzgl. USt.
MD-Gutachten über die gesetzliche Krankenkassekostenfrei
1,3-Verfahrensgebühr bei 50.000 € Streitwertrund 1.765 € netto
Kostenrisiko erste Instanz bei 50.000 € Streitwert (beide Anwälte inkl. USt. und 3,0 Gerichtsgebühren)rund 10.000 €

Wer die Kosten nicht aufbringen kann, kann unter den Voraussetzungen der §§ 114 ff. ZPO Prozesskostenhilfe beantragen – auch für Verfahren vor dem Amtsgericht Pforzheim oder dem Landgericht Karlsruhe. Unterliegt die Gegenseite, muss sie die notwendigen Kosten des Rechtsstreits erstatten; bei teilweisem Obsiegen werden die Kosten anteilig verteilt.

Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Pforzheim finden

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Ort durchsuchen – etwa nach Medizinrecht in Pforzheim. Das Verzeichnis zeigt zu den eingetragenen Kanzleien Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, Fachanwaltstitel laut Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), darunter den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht, der besondere Kenntnisse und nachgewiesene Fallpraxis in diesem Rechtsgebiet voraussetzt. Ratsuchende können so mehrere Kanzleien im Stadtgebiet und im Umland vergleichen und direkt Kontakt aufnehmen. Einen Überblick über alle Rechtsgebiete bietet die Seite Anwalt in Pforzheim; Neuigkeiten rund um das Verzeichnis stehen unter Presse.

Ob Aufklärungsmangel nach § 630e BGB, Streit um die Herausgabe der Patientenakte oder Schmerzensgeld nach § 253 BGB: Medizinrechtliche Fragen berühren Gesundheit und wirtschaftliche Existenz zugleich. Eine frühzeitige rechtliche Einordnung – möglichst vor Ablauf der Verjährung und vor dem ersten Schriftwechsel mit Klinik oder Haftpflichtversicherer – verbessert die Ausgangslage von Patientinnen und Patienten aus Pforzheim und den umliegenden Gemeinden des Amtsgerichtsbezirks deutlich. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de steht 1 Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Pforzheim, Stand 04.10.2026.

1 der 1 Einträge (100 %) führt laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht.

Der Eintrag gehört zu 1 Kanzlei.

Ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn die Behandlung hinter dem allgemein anerkannten fachlichen Standard zurückbleibt, den § 630a BGB verlangt – etwa bei einer übersehenen Diagnose oder einem Fehler während der Operation. Ein schlechter Heilungsverlauf allein genügt nicht. Liegt ein Fehler vor und hat er einen Gesundheitsschaden verursacht, bestehen Ansprüche auf Schadensersatz aus dem Behandlungsvertrag und aus § 823 BGB sowie auf Schmerzensgeld nach § 253 Abs. 2 BGB. Ob der Standard verletzt wurde, klärt in der Regel ein medizinisches Sachverständigengutachten.

Das hängt vom Streitwert ab: Bis 10.000 Euro ist das Amtsgericht Pforzheim zuständig (§ 23 Nr. 1 GVG in der seit 1. Januar 2026 geltenden Fassung). Arzthaftungssachen liegen mit typischen Streitwerten von 10.000 bis 100.000 Euro meist darüber; dann entscheidet das Landgericht Karlsruhe, wo spezialisierte Arzthaftungskammern solche Verfahren verhandeln. Berufungen gehen an das Oberlandesgericht Karlsruhe. Vor dem Landgericht besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 ZPO), eine anwaltliche Vertretung ist dort also zwingend.

Arzthaftungsansprüche verjähren nach §§ 195, 199 BGB in drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt haben oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätten erlangen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB) – nicht zwingend schon mit der Behandlung selbst. Erfahren Sie beispielsweise 2026 von einem Fehler, läuft die Verjährung ab Ende 2026. Verhandlungen mit dem Haftpflichtversicherer oder eine Klage können die Verjährung hemmen. Lassen Sie den Fristlauf früh anwaltlich prüfen, denn verjährte Ansprüche sind praktisch nicht mehr durchsetzbar.

Die Erstberatung kostet Verbraucherinnen und Verbraucher ohne abweichende Vereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 RVG). Im Prozess richten sich die Gebühren nach dem Streitwert: Bei 50.000 Euro beträgt die 1,3-Verfahrensgebühr rund 1.765 Euro netto; das Kostenrisiko der ersten Instanz einschließlich gegnerischem Anwalt und drei Gerichtsgebühren liegt bei rund 10.000 Euro. Ob eine Rechtsschutzversicherung eine Arzthaftungssache deckt, richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag; bei geringem Einkommen kommt Prozesskostenhilfe nach §§ 114 ff. ZPO in Betracht.

Nach § 630g BGB haben Sie Anspruch auf unverzügliche Einsicht in Ihre vollständige Patientenakte und können elektronische Abschriften verlangen – fordern Sie die Unterlagen schriftlich bei Praxis oder Klinik an. Gesetzlich Versicherte können anschließend ihre Krankenkasse um Unterstützung bitten; die Kassen sollen bei Behandlungsfehlern unterstützen und können eine für Versicherte kostenfreie Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen (§ 66 SGB V). Daneben begutachten die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärztekammern Behandlungsfehlervorwürfe. Beide Wege liefern eine fachliche Grundlage, bevor Sie über eine Klage entscheiden.

Aktuelle Rechtsprechung zum Medizinrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Medizinrecht in Pforzheim: passende Kanzlei finden

1 Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Pforzheim, davon 1 Fachanwalt (100 %), 1 Kanzlei. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

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Gelistete Anwälte für Medizinrecht in Pforzheim

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Jan Gregor Steenberg

    Fachanwalt für Medizinrecht +2

    Hachelallee 88, 75179 Pforzheim

Anwaltsverzeichnis Pforzheim von A bis Z

Fachanwältinnen und Fachanwälte für Medizinrecht in der Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt. Entfernung = Luftlinie ab Pforzheim, Umkreis bis 25 km; der Ort ist der Kanzleisitz.

  • Öffentliche Quellen

    Stefan Kühn

    Fachanwalt für Medizinrecht +1

    Karlsruhe · 21 km

    An der RaumFabrik 29, 76227 Karlsruhe

    Beinert & Partner Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Marco Gerstner

    Fachanwalt für Medizinrecht

    Karlsruhe · 24 km

    Schwarzwaldstr. 39, 76137 Karlsruhe

    nowak & partner, Steuerberater Rechtsanwalt Part mbB

  • Öffentliche Quellen

    Swetlana Fast

    Fachanwältin für Medizinrecht +1

    Karlsruhe · 24 km

    Schwarzwaldstr. 39, 76137 Karlsruhe

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