Fachanwältin für Familienrecht
Haubachstraße 74, 22765 Hamburg
Anliegen beschreiben — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei für Familienrecht in Hamburg Ihre Anfrage übernehmen kann. Eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt; läuft bereits eine Frist, wenden Sie sich direkt an eine Kanzlei. Ihre Anfrage geht nicht an die unten gelisteten Basisprofile, sondern nur an eine teilnehmende Kanzlei, die sie übernimmt.
Trennung, Scheidung, Streit um Unterhalt oder um die elterliche Sorge: Wer in Hamburg vor einer solchen Situation steht, braucht rechtliche Begleitung, die zur Lage der Familie passt. In der Hansestadt mit ihren rund 1,87 Millionen Einwohnern werden familienrechtliche Verfahren vor den Familiengerichten der Hamburger Amtsgerichte geführt.
Fundierte Informationen und praktische Tipps für Ihr Rechtsanliegen in Hamburg.
Rechtlicher Ausgangspunkt ist häufig § 1353 BGB, der die Ehe als Lebensgemeinschaft mit gegenseitigen Pflichten beschreibt – und § 1564 BGB, wonach eine Ehe nur durch richterliche Entscheidung auf Antrag eines oder beider Ehegatten geschieden werden kann. Für diesen Antrag besteht Anwaltszwang, für den Scheidungsantrag ist eine Anwältin oder ein Anwalt also Voraussetzung (§ 114 Abs. 1 FamFG); der andere Ehegatte kann der Scheidung dagegen ohne Anwalt zustimmen (§ 114 Abs. 4 Nr. 3 FamFG).
Die Zuständigkeit ist im Stadtstaat Hamburg auf mehrere Gerichte verteilt: Neben dem Amtsgericht Hamburg am Sievekingplatz gibt es die Amtsgerichte Hamburg-Altona, Hamburg-St. Georg, Hamburg-Wandsbek, Hamburg-Barmbek, Hamburg-Bergedorf, Hamburg-Blankenese und Hamburg-Harburg. Welches Gericht Ihr Verfahren führt, richtet sich nach der Rangfolge des § 122 FamFG – vorrangig nach dem Bezirk, in dem ein Ehegatte mit allen gemeinsamen minderjährigen Kindern gewöhnlich lebt, und damit nach dem Stadtteil: Für den Bezirk Bergedorf ist das Amtsgericht Hamburg-Bergedorf zuständig, für Rahlstedt oder Eilbek das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek, für Blankenese, Rissen oder Osdorf das Amtsgericht Hamburg-Blankenese.
Über Beschwerden gegen familiengerichtliche Entscheidungen entscheidet das Hanseatische Oberlandesgericht; eingelegt wird die Beschwerde aber bei dem Familiengericht, dessen Beschluss angefochten wird (§ 64 Abs. 1 FamFG). Entscheidungen im Verfahren der einstweiligen Anordnung sind grundsätzlich nicht anfechtbar (§ 57 FamFG).
Eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Familienrecht kennt nicht nur die materiellen Fragen – etwa den Grundsatz der Eigenverantwortung beim nachehelichen Unterhalt nach § 1569 BGB oder die anteilige Unterhaltspflicht der Eltern nach § 1606 BGB –, sondern auch die Abläufe der Hamburger Familiengerichte, etwa beim Versorgungsausgleich, der im Scheidungsverfahren grundsätzlich von Amts wegen durchgeführt wird – bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren aber nur auf Antrag eines Ehegatten (§ 3 Abs. 3 VersAusglG) und nicht, soweit die Ehegatten ihn wirksam ausgeschlossen haben (§ 6 VersAusglG).
Der nächste Schritt ist unkompliziert: Über das Formular können Sie Ihr Anliegen schildern; eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt. Weiter unten finden Sie Anwältinnen und Anwälte für Familienrecht aus Hamburg mit Anschrift und Telefonnummer.
So gehen Sie Ihr Anliegen strukturiert und effizient an.
Klären Sie zuerst, worum es rechtlich geht: Scheidungsantrag nach § 1564 BGB, Trennungs- oder Kindesunterhalt, elterliche Sorge nach § 1626 BGB oder Umgangsfragen. Davon hängt ab, welches Verfahren vor dem Hamburger Familiengericht in Betracht kommt und wie eilig es ist. Wichtig für die Scheidung: Das Trennungsjahr ist regelmäßig Voraussetzung – der Trennungszeitpunkt sollte deshalb möglichst genau feststehen, auch wenn beide noch in derselben Hamburger Wohnung leben.
Für das Erstgespräch beim Familienanwalt in Hamburg brauchen Sie Heiratsurkunde, Geburtsurkunden der Kinder, Einkommensnachweise beider Ehegatten und – wegen des Versorgungsausgleichs – möglichst den Versicherungsverlauf der Rentenversicherung. Bei Unterhaltsfragen helfen Kontoauszüge und Belege zu Wohnkosten. Je vollständiger die Unterlagen, desto belastbarer kann die Kanzlei einschätzen, was vor dem zuständigen Amtsgericht – etwa Hamburg-Altona oder Hamburg-Harburg – zu erwarten ist.
Über das Formular können Sie Ihr Anliegen schildern; eine Rückmeldung oder ein Termin ist damit nicht zugesagt. In der Erstberatung werden Trennungszeitpunkt, Unterhaltsansprüche – etwa nach § 1569 BGB für die Zeit nach der Scheidung – und die Zuständigkeit des Familiengerichts nach Ihrem Stadtteil geklärt. Ob eine einvernehmliche Lösung oder ein streitiges Verfahren in Betracht kommt, lässt sich regelmäßig erst nach Sichtung der Unterlagen beurteilen.
Die Anwaltsvergütung richtet sich nach dem RVG und dem Verfahrenswert, der bei einer Scheidung im Regelfall aus dem Einkommen beider Ehegatten gebildet wird. Lassen Sie sich die voraussichtlichen Anwalts- und Gerichtskosten vor der Beauftragung schriftlich erläutern. Bei geringem Einkommen kann beim Hamburger Familiengericht Verfahrenskostenhilfe beantragt werden – den Antrag können Sie mit Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt vorbereiten.
Nach der Beauftragung reicht Ihre Anwältin oder Ihr Anwalt den Scheidungsantrag beim Familiengericht des zuständigen Hamburger Amtsgerichts ein – je nach Wohnort etwa beim Amtsgericht Hamburg-Altona oder Hamburg-St. Georg. Das Gericht stellt den Antrag dem anderen Ehegatten zu und kann eine Frist zur Stellungnahme setzen; die Dauer steht im jeweiligen Schreiben, und diese Frist sollte unbedingt eingehalten werden, sonst drohen Nachteile im Verfahren.
Im Scheidungsverfahren führt das Gericht den Versorgungsausgleich grundsätzlich von Amts wegen durch – bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren nur auf Antrag (§ 3 Abs. 3 VersAusglG); geteilt werden die in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte (§ 3 Abs. 1 und 2 VersAusglG), dafür holt das Gericht Auskünfte der Versorgungsträger ein. Zum Schluss werden beide Ehegatten im Termin persönlich angehört, anschließend ergeht der Scheidungsbeschluss. Gegen Endentscheidungen des Familiengerichts ist die Beschwerde zum Hanseatischen Oberlandesgericht möglich; sie wird beim Familiengericht eingelegt (§ 64 Abs. 1 FamFG). Entscheidungen in Verfahren der einstweiligen Anordnung sind dagegen grundsätzlich nicht anfechtbar (§ 57 FamFG).
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Passenden Anwalt findenIn dieser Stadt gibt es mehrere zuständige Gerichte. Maßgeblich ist der Bezirk, in dem Sie wohnen oder in dem der Streitfall liegt.
Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.
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Die Vergütung einer Anwältin oder eines Anwalts im Familienrecht richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem Gegenstands- bzw. Verfahrenswert. Bei einer Scheidung wird der Verfahrenswert im Regelfall aus dem Nettoeinkommen beider Ehegatten gebildet; der Versorgungsausgleich erhöht diesen Wert zusätzlich. Aus dem Verfahrenswert ergeben sich die gesetzlichen Gebühren – vor dem Hamburger Familiengericht fallen daneben Gerichtskosten an.
| Leistung / Gegenstandswert | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher (§ 34 RVG) | ohne Gebührenvereinbarung höchstens 190 EUR zzgl. Auslagen und Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 RVG) |
| Außergerichtliche Vertretung (z. B. Unterhalt, Trennungsvereinbarung) | Geschäftsgebühr nach RVG-Tabelle, abhängig vom Gegenstandswert |
| Scheidungsverfahren vor dem Familiengericht | Verfahrens- und Terminsgebühr nach RVG; Verfahrenswert nach Ermessen des Gerichts (§ 43 FamGKG), Grundlage ist das in drei Monaten erzielte Nettoeinkommen beider Ehegatten, mindestens 3.000 EUR |
| Versorgungsausgleich im Scheidungsverbund | erhöht den Verfahrenswert je auszugleichendem Anrecht, dadurch anteilig höhere Gebühren |
| Gerichtskosten des Familiengerichts | nach dem FamGKG, abhängig vom Verfahrenswert; Vorschuss bei Antragstellung |
Wer die Kosten nicht aufbringen kann, kann für gerichtliche Familienverfahren Verfahrenskostenhilfe beantragen, für außergerichtliche Beratung kommt Beratungshilfe in Betracht – zuständig ist das Amtsgericht Ihres Hamburger Wohnbezirks. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt im Familienrecht oft nur die Erstberatung; ob Ihr Tarif mehr abdeckt, sollte vor der Beauftragung mit dem Versicherer geklärt werden.
Anwaltsgebühren tragen 19 Prozent Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV RVG); Gerichtskosten sind umsatzsteuerfrei (§ 12 Abs. 1 GKG). Genau nachrechnen können Sie im Anwaltskosten-Rechner.
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184 Anwältinnen und Anwälte für Familienrecht in Hamburg und Umgebung (bis 25 km), davon 184 Fachanwälte (100 %), 154 Kanzleien. Stand 29.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.
Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.
Im Umkreis von 50 Kilometern um Hamburg hat noch keine Kanzlei für Familienrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.
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4.307 Anwältinnen und Anwälte in Hamburg in unserem Verzeichnis, zuletzt geändert am 29.10.2026.
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