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Insolvenzrecht Frankfurt am Main

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen

Wenn Rechnungen liegen bleiben, das Konto gepfändet wird oder eine Gesellschaft im Frankfurter Bankenviertel Löhne nicht mehr pünktlich überweisen kann, geht es nicht mehr um Buchhaltung, sondern um Rechtsfragen mit engen Fristen.

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Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wenn Rechnungen liegen bleiben, das Konto gepfändet wird oder eine Gesellschaft im Frankfurter Bankenviertel Löhne nicht mehr pünktlich überweisen kann, geht es nicht mehr um Buchhaltung, sondern um Rechtsfragen mit engen Fristen. Frankfurt am Main ist mit rund 760.656 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Standort mit hohem Kostenniveau: Mieten, Leasingverträge und Betriebskosten binden Geld, das nach einer Kündigung oder einem Auftragseinbruch fehlt. Das Insolvenzrecht ist in dieser Lage kein Endpunkt, sondern ein geordnetes Verfahren mit klaren Regeln.

Für Insolvenzanträge aus der Stadt arbeitet die Insolvenzabteilung des Amtsgerichts Frankfurt am Main. Grund dafür ist § 2 InsO: Insolvenzgericht ist das Amtsgericht am Sitz eines Landgerichts – hier des Landgerichts Frankfurt am Main. Ob ein Verbraucherinsolvenzverfahren nach § 304 InsO in Betracht kommt oder die Regelinsolvenz greift, entscheidet sich nach Ihrer beruflichen Situation und der Zahl der Gläubiger.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main prüft, ob Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 InsO bereits eingetreten ist, bereitet den außergerichtlichen Einigungsversuch vor und stellt den Antrag auf Restschuldbefreiung nach § 287 InsO. Für Geschäftsführungen hessischer Gesellschaften kommt die strafbewehrte Antragspflicht aus § 15a InsO hinzu, die keinen Aufschub duldet.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Frankfurt am Main, Landgericht Frankfurt am Main
Kosten
Erstberatung für Verbraucher nach § 34 RVG auf maximal 190 Euro zzgl.

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Frankfurt am Main, Gerichtsstraße 2, 60313 Frankfurt am Main
  • Landgericht Frankfurt am Main, Gerichtsstraße 2, 60313 Frankfurt am Main

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Amtsgericht Frankfurt am Main, Landgericht Frankfurt am Main. Weitere Gerichte: Justizportal Hessen. Stand der Angaben: 06.06.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

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Insolvenzrecht in Frankfurt am Main: Wann anwaltliche Begleitung zählt

Rund 760.656 Menschen leben in Frankfurt am Main, und viele von ihnen tragen Verpflichtungen, die auf ein hohes Einkommensniveau zugeschnitten sind: Mieten im Nordend, Leasingraten, Konsumkredite oder die Finanzierung einer Selbstständigkeit. Bricht eine Einnahmequelle weg, kippt dieses Gefüge rasch. § 1 InsO benennt das Ziel eines Verfahrens sachlich: Die Gläubiger sollen gemeinschaftlich befriedigt werden, und redlichen Schuldnerinnen und Schuldnern wird die Befreiung von den restlichen Verbindlichkeiten ermöglicht. Dieser zweite Halbsatz ist für Privatpersonen der eigentliche Hebel.

Der zentrale Rechtsbegriff ist die Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO. Sie liegt vor, wenn fällige Zahlungspflichten nicht mehr erfüllt werden können – praktisch also dann, wenn Miete, Sozialabgaben oder Lieferantenrechnungen dauerhaft offenbleiben. Ein Gastronomiebetrieb in Sachsenhausen bemerkt das an ausbleibenden Zahlungen an die Brauerei, eine Privatperson an Mahnbescheiden und der Pfändung des Girokontos. Wer diesen Zustand früh einordnet, hat deutlich mehr Handlungsspielraum als jemand, der erst nach dem ersten Vollstreckungsversuch reagiert.

Für Kapitalgesellschaften tritt die Überschuldung nach § 19 InsO hinzu: Das Vermögen deckt die Verbindlichkeiten nicht mehr, und die Fortführung des Unternehmens ist nicht überwiegend wahrscheinlich. Gerade in der Beratungs-, Banken- und Fintech-Landschaft rund um die Frankfurter Wertpapierbörse arbeiten zahlreiche kleine Gesellschaften mit dünner Eigenkapitaldecke. Für ihre Geschäftsführung entscheidet die Bewertung dieser Fortführungsprognose darüber, ob bereits eine Antragspflicht ausgelöst ist.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main klärt zuerst die Weichenstellung: Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO oder Regelinsolvenz. Davon hängen Antragsformular, Vorverfahren und Zeitplan ab. Eine falsche Einordnung kostet Monate, weil das Gericht den Antrag als unzulässig behandelt. Vertiefende Erläuterungen zu Verfahrensarten und Fristen finden Sie im Artikelbereich.

Das Insolvenzgericht am Amtsgericht Frankfurt am Main

Zuständig ist nicht ein beliebiges Gericht: Nach § 2 InsO ist Insolvenzgericht das Amtsgericht, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat. Weil in der Stadt das Landgericht Frankfurt am Main ansässig ist, führt das Amtsgericht Frankfurt am Main die Insolvenzabteilung für den gesamten Bezirk. Anträge von Privatpersonen, Selbstständigen und Gesellschaften aus dem Frankfurter Raum laufen dort zusammen.

Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach § 3 InsO. Maßgeblich ist der allgemeine Gerichtsstand; bei selbstständiger wirtschaftlicher Tätigkeit dagegen der Mittelpunkt dieser Tätigkeit. Wer in Frankfurt am Main wohnt, den Betrieb aber im hessischen Umland führt, sollte diesen Punkt vor der Antragstellung klären – andernfalls verweist das Gericht die Sache, und mehrere Wochen gehen verloren.

Das Insolvenzgericht ist keine Beratungsstelle. Es prüft, entscheidet und beaufsichtigt, spricht aber keine Empfehlung aus, welcher Weg wirtschaftlich sinnvoller ist. Diese Einschätzung leistet die anwaltliche Vertretung. Zu den typischen Aufgaben des Gerichts in Frankfurt am Main gehören:

  • Prüfung des Eröffnungsantrags und der Eröffnungsgründe nach §§ 17, 19 InsO
  • Anordnung von Sicherungsmaßnahmen und Bestellung einer vorläufigen Verwaltung
  • Eröffnungsbeschluss mit Bestellung von Insolvenzverwaltung oder Treuhänder
  • Entscheidung über die Stundung der Verfahrenskosten nach § 4a InsO
  • Führung der Insolvenztabelle und Anberaumung der Prüfungstermine
  • Entscheidung über die Restschuldbefreiung nach Ablauf der Abtretungsfrist

Verbraucherinsolvenz: vom Einigungsversuch bis zur Restschuldbefreiung

§ 304 InsO grenzt den Anwendungsbereich ab: Das Verbraucherinsolvenzverfahren gilt für Personen ohne selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit und für ehemals Selbstständige mit überschaubaren Vermögensverhältnissen, also weniger als 20 Gläubigern und ohne offene Forderungen aus Arbeitsverhältnissen. In Frankfurt am Main betrifft das häufig Menschen, die nach einer beendeten Selbstständigkeit im Dienstleistungs-, Kurier- oder Logistikbereich rund um den Flughafen wieder abhängig beschäftigt sind.

Vor dem Antrag steht der außergerichtliche Einigungsversuch nach § 305 InsO. Scheitert er, verlangt das Amtsgericht Frankfurt am Main eine Bescheinigung einer geeigneten Stelle oder Person; dazu zählen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ebenso wie anerkannte Schuldnerberatungsstellen in Hessen. Diese Bescheinigung darf bei Antragseinreichung nicht älter als sechs Monate sein (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO). Ein Plan ohne jede Quote wird von Gläubigern regelmäßig abgelehnt.

Mit dem Eröffnungsantrag wird zugleich der Antrag auf Restschuldbefreiung nach § 287 InsO gestellt, verbunden mit der Erklärung, das pfändbare Einkommen für die Dauer der Abtretungsfrist abzutreten. Für Verfahren, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden, beträgt diese Frist regelmäßig drei Jahre. Danach entscheidet das Gericht über die Erteilung der Restschuldbefreiung.

Wie viel tatsächlich abgeführt wird, hängt vom Nettoeinkommen ab. Die Pfändungsfreigrenze für Alleinstehende liegt bei rund 1.560 Euro monatlich (Stand 2025); Unterhaltspflichten erhöhen den geschützten Betrag. Angesichts des Frankfurter Mietniveaus fließt bei vielen Haushalten nur ein kleiner Teil des Einkommens in die Masse. Sinnvoll bleibt das Verfahren dennoch, weil Einzelzwangsvollstreckungen der Gläubiger mit der Eröffnung unterbunden werden.

Regelinsolvenz und Antragspflicht für Frankfurter Unternehmen

Für Selbstständige mit größerem Gläubigerkreis sowie für GmbHs, UGs und Aktiengesellschaften greift die Regelinsolvenz. In Frankfurt am Main trifft das etwa Messedienstleister, Cateringbetriebe, Handelsunternehmen im Bahnhofsviertel oder Logistikfirmen mit Flughafenbezug – Geschäftsmodelle, deren Umsätze stark schwanken. Sobald Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eintritt, wird aus einer unternehmerischen Entscheidung eine Rechtspflicht mit Frist.

Die Folgen einer verspäteten Antragstellung treffen die handelnden Personen unmittelbar: Neben der Strafbarkeit wegen Insolvenzverschleppung steht die persönliche Haftung für Zahlungen im Raum, die nach Eintritt der Insolvenzreife noch geleistet wurden (§ 15b InsO). Für Geschäftsführungen Frankfurter Gesellschaften ist deshalb die dokumentierte Prüfung der Fortführungsprognose ebenso wichtig wie der Antrag selbst.

Ein Insolvenzverfahren bedeutet nicht zwingend Zerschlagung. Eigenverwaltung und Insolvenzplan erlauben es, den Betrieb fortzuführen und die Gläubiger aus dem laufenden Geschäft zu bedienen. Daneben steht mit dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz seit 2021 ein Verfahren zur Verfügung, das bereits vor der Insolvenzreife ansetzt. Welche Variante trägt, hängt von Liquidität, Gläubigerstruktur und Verhandlungsstand ab.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst die rechtliche Einordnung der Lage nach §§ 17 und 19 InsO, dann die Sanierungsstrategie. Wer im Frankfurter Bankenumfeld zunächst mit finanzierenden Instituten verhandelt und die Antragsfrist dabei aus dem Blick verliert, verschärft das persönliche Risiko erheblich.

Gläubigerrechte: Forderungen anmelden und Sicherheiten wahren

Frankfurt am Main ist als Sitz der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank vor allem als Finanzplatz bekannt. Betroffen von Insolvenzen sind hier aber ebenso Handwerksbetriebe, Vermieterinnen und Vermieter von Gewerbeflächen sowie Zulieferer von Messe- und Gastronomieunternehmen. Für sie stellt sich die umgekehrte Frage: Wie lässt sich eine offene Forderung noch realisieren?

Zentral ist die fristgerechte Anmeldung zur Insolvenztabelle nach § 174 InsO. Die Frist ergibt sich aus dem Eröffnungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main. Wer sie versäumt, verliert die Forderung nicht automatisch, riskiert aber Nachteile bei der Verteilung. Bei Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung muss dieser Rechtsgrund ausdrücklich angegeben werden, damit sie nach § 302 Nr. 1 InsO von der Restschuldbefreiung ausgenommen bleibt.

  • Forderung mit Grund und Betrag fristgerecht zur Tabelle anmelden (§ 174 InsO)
  • Rechtsgrund einer vorsätzlichen unerlaubten Handlung ausdrücklich kennzeichnen
  • Eigentumsvorbehalte und Sicherungsrechte auf Aus- oder Absonderung prüfen
  • Im Prüfungstermin auf Widersprüche gegen die eigene Forderung reagieren
  • Teilnahme an Gläubigerversammlung und gegebenenfalls Gläubigerausschuss klären
  • Anfechtungsrisiken für bereits erhaltene Zahlungen nach §§ 129 ff. InsO bewerten
  • Steuerliche Behandlung des Forderungsausfalls mit der Steuerberatung abstimmen

Noch vor einer Insolvenz lohnt sich ein Titel. Für Zahlungsklagen gilt seit dem 1. Januar 2026 die Wertgrenze des § 23 Nr. 1 GVG: Bis 10.000 Euro Streitwert entscheidet das Amtsgericht Frankfurt am Main, darüber das Landgericht Frankfurt am Main. Offene Arbeitsentgelte gehören dagegen vor die Arbeitsgerichtsbarkeit und nicht vor das Landgericht – eine Verwechslung kostet Zeit und Gerichtskosten.

Was anwaltliche Hilfe im Insolvenzrecht in Frankfurt am Main kostet

Die Kostenfrage steht bei überschuldeten Menschen verständlicherweise am Anfang. Für die Erstberatung gibt es eine gesetzliche Obergrenze, und die Verfahrenskosten selbst lassen sich bei fehlender Masse stunden. Ein Frankfurter Haushalt ohne pfändbares Einkommen muss ein Verfahren also nicht aus Rücklagen vorfinanzieren.

Die folgende Übersicht ordnet die üblichen Abrechnungsformen ein. Die Werte sind Anhaltspunkte; maßgeblich ist stets die konkrete Vereinbarung mit der Kanzlei.

Kostenrahmen im Insolvenzrecht – Anhaltspunkte für Mandate in Frankfurt am Main
LeistungAbrechnungsgrundlageUngefährer Rahmen
Erstberatung für VerbraucherGesetzliche Obergrenze nach § 34 RVGbis 190 Euro zzgl. Umsatzsteuer
Begleitung der VerbraucherinsolvenzVergütungsvereinbarung, meist Pauschalhonorarca. 1.000 bis 2.500 Euro
Sanierungs- und UnternehmensinsolvenzberatungStundensatz nach Vergütungsvereinbarung200 bis 350 Euro je Stunde
Verfahrenskosten Gericht und TreuhänderMasselose Verbraucherinsolvenz, Stundung nach § 4a InsO möglichca. 1.500 bis 2.500 Euro
Vertretung von GläubigernRVG, angemeldete Forderung als Gegenstandswertabhängig von der Forderungshöhe

Die Stundung nach § 4a InsO ist der wichtigste Entlastungsmechanismus: Reicht das Vermögen nicht aus, um Gerichtskosten und Vergütung zu decken, werden diese bis zur Entscheidung über die Restschuldbefreiung gestundet. Der Antrag wird gemeinsam mit dem Eröffnungsantrag beim Amtsgericht Frankfurt am Main gestellt. Auf der Gläubigerseite bemisst sich die anwaltliche Vergütung dagegen nach der angemeldeten Forderung als Gegenstandswert.

Eine Kanzlei für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main auswählen

Ein Hinweis auf besondere Erfahrung ist der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Er setzt theoretische Prüfungen und eine belegte Zahl bearbeiteter Fälle voraus. Ebenso wichtig ist die Ausrichtung: Manche Frankfurter Kanzleien arbeiten überwiegend für Schuldnerinnen und Schuldner, andere vertreten Banken und Lieferanten, wieder andere übernehmen Verwalteraufgaben. Fragen Sie diesen Schwerpunkt im ersten Kontakt ab.

Über anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Standort und Rechtsgebiet vergleichen. Wer eine Anwältin oder einen Anwalt in Frankfurt am Main sucht, kann so vor dem ersten Telefonat einschätzen, wer im Insolvenzrecht tätig ist und wie andere Ratsuchende die Zusammenarbeit beschreiben. Das Verzeichnis selbst erteilt keine Auskunft zu Ihrem Fall.

Praktisch zählen daneben Erreichbarkeit und Verständigung. Frankfurt am Main ist stark international geprägt; mehrsprachige Beratung erleichtert Verfahren, in denen Unterlagen aus dem Ausland stammen. Klären Sie außerdem, wer das Mandat tatsächlich bearbeitet und in welchem Rhythmus Sie über den Verfahrensstand informiert werden.

Unterlagen und Fragen für das Erstgespräch

Je vollständiger die Unterlagen, desto belastbarer die erste Einschätzung. Sinnvoll sind eine Aufstellung aller Gläubiger mit Forderungshöhe, die letzten Mahn- und Vollstreckungsbescheide, Kontoauszüge der vergangenen Monate, Miet- und Kreditverträge sowie Einkommensnachweise. Selbstständige aus Frankfurt am Main sollten zusätzlich betriebswirtschaftliche Auswertungen, offene Posten und Steuerbescheide bereitlegen.

Bringen Sie auch Ihre Fragen mit: Kommt ein Verbraucherinsolvenzverfahren nach § 304 InsO in Betracht? Ist ein außergerichtlicher Vergleich realistisch, oder ist der Einigungsversuch nach § 305 InsO nur noch Formsache? Welche Forderungen bleiben trotz Restschuldbefreiung bestehen? Wie wirkt sich das Verfahren auf ein bestehendes Arbeitsverhältnis oder eine Gewerbeerlaubnis aus?

Wer früh handelt, hat mehr Optionen – bei Gesellschaften wegen der Fristen des § 15a InsO, bei Privatpersonen, weil ein Vergleich vor der Kontopfändung leichter gelingt. Über das Verzeichnis erreichen Sie Kanzleien für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main; weitere Erläuterungen zu Verfahren und Fristen stehen im Artikelbereich. Die Angaben auf dieser Seite geben den allgemeinen Rechtsstand wieder und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls: anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 21 Anwältinnen und Anwälte für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

21 der 21 Einträge (100 %) führen laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Die 21 Einträge verteilen sich auf 18 Kanzleien.

Zuständig ist die Insolvenzabteilung des Amtsgerichts Frankfurt am Main. Nach § 2 InsO ist Insolvenzgericht das Amtsgericht, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat – in Frankfurt am Main also das Amtsgericht, weil dort das Landgericht Frankfurt am Main ansässig ist. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach § 3 InsO: Bei selbstständiger wirtschaftlicher Tätigkeit zählt der Mittelpunkt dieser Tätigkeit, sonst der allgemeine Gerichtsstand. Wer im Umland arbeitet, sollte das vor Antragstellung klären.

Die Abtretungsfrist beträgt für Verfahren, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden, regelmäßig drei Jahre. In dieser Zeit tritt man das pfändbare Einkommen ab; die Erklärung gehört nach § 287 InsO zum Antrag. Anschließend entscheidet das Amtsgericht Frankfurt am Main über die Erteilung der Restschuldbefreiung. Vorgelagert ist der außergerichtliche Einigungsversuch nach § 305 InsO, der je nach Gläubigerzahl mehrere Wochen dauern kann. Insgesamt sollten Sie also etwas mehr als drei Jahre einplanen.

Nach § 15a InsO muss die Geschäftsführung ohne schuldhaftes Zögern handeln, spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) und spätestens sechs Wochen nach Eintritt der Überschuldung (§ 19 InsO). Diese Fristen sind Höchstfristen, keine Wartezeit. Wird der Antrag beim Amtsgericht Frankfurt am Main verspätet gestellt, drohen Strafbarkeit wegen Insolvenzverschleppung und persönliche Haftung für Zahlungen nach Insolvenzreife (§ 15b InsO). Die Prüfung der Fortführungsprognose sollte dokumentiert werden.

Die Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher ist nach § 34 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer begrenzt, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Die anwaltliche Begleitung einer Verbraucherinsolvenz wird meist als Pauschale von etwa 1.000 bis 2.500 Euro abgerechnet, Sanierungs- und Unternehmensberatung überwiegend nach Stundensätzen von 200 bis 350 Euro. Verfahrenskosten für Gericht und Treuhänder liegen bei masselosen Verfahren typischerweise bei 1.500 bis 2.500 Euro und können nach § 4a InsO gestundet werden.

Melden Sie die Forderung mit Grund und Betrag fristgerecht zur Insolvenztabelle an; die Frist steht im Eröffnungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main (§ 174 InsO). Beruht die Forderung auf einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung, geben Sie das ausdrücklich an, damit sie nach § 302 Nr. 1 InsO von der Restschuldbefreiung ausgenommen bleibt. Prüfen Sie außerdem Eigentumsvorbehalte und Sicherungsrechte sowie das Risiko, dass bereits erhaltene Zahlungen nach §§ 129 ff. InsO angefochten werden.

Insolvenzrecht in Frankfurt am Main: passende Kanzlei finden

21 Anwältinnen und Anwälte für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main und Umgebung (bis 25 km), davon 21 Fachanwälte (100 %), 18 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Frankfurt am Main hat noch keine Kanzlei für Insolvenzrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

Anliegen schildern

Gelistete Anwälte für Insolvenzrecht in Frankfurt am Main und Umgebung

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Basisprofil

    Kerstin Becker

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Trakehner Straße 7-9, 60487 Frankfurt am Main

    Becker & Krüger Rechtsanwälte

    +49 69 7167998-0

  • Basisprofil

    Thomas Krüger

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Trakehner Straße 7-9, 60487 Frankfurt am Main

    Becker & Krüger

    +49 69 7167998-0

  • Basisprofil

    Ulrich Bert

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Hanauer Landstraße 148A, 60314 Frankfurt am Main

    Trebing & Bert Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

    +49 69 9431978-0

  • Basisprofil

    Claudia Bierhals

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Carl-Benz-Straße 21, 60386 Frankfurt

  • Basisprofil

    Katja Dönges

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Kaiserstraße 11, 60311 Frankfurt am Main

    Schiebe und Collegen

  • Basisprofil

    André Gabel

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Hamburger Allee 2-4, 60486 Frankfurt am Main

    +49 69 3486633-0

  • Basisprofil

    Miguel Grosser

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Westhafenplatz 6, 60327 Frankfurt

    JAFFÉ Rechtsanwälte

  • Basisprofil

    Gerret Höher

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Marienbader Platz 18, 61348 Bad Homburg

    Höher Rechtsanwälte

    +49 6172 179360

  • Basisprofil

    Hildegard Hövel

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht +2

    Raimundstraße 98, 60320 Frankfurt am Main

    Rechtsanwälte Hövel & Collegen

    +49 69 94548460

  • Basisprofil

    Peter Jost

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Homburger Landstraße 838, 60437 Frankfurt

    Jost Nowak Rechtsanwälte

    +49 69 20973910

  • Basisprofil

    Christoph Nowak

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Homburger Landstraße 838, 60437 Frankfurt

    Jost Nowak Rechtsanwälte

    +49 69 20973910

  • Basisprofil

    Jessica Kießling

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Bockenheimer Landstraße 101, 60325 Frankfurt am Main

    Aderhold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

  • Basisprofil

    Bernd Klose

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Wilhelmstraße 14a, 61381 Friedrichsdorf

    +49 6172 7317-0

  • Basisprofil

    Fatma Kreft

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Hahnstraße 68 - 70, 60528 Frankfurt am Main

    +49 69 9001920-60

  • Basisprofil

    Thomas Schümann

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Schwarzburgstraße 10, 60318 Frankfurt am Main

    Kanzlei BSV Rechtsanwälte

    +49 69 8700973-0

  • Basisprofil

    Angelika Wimmer-Amend

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Minnholzweg 2b, 61476 Kronberg im Taunus

    amend rechtsanwälte

    +49 6173 7834-0

  • Basisprofil

    Bahman Yadegardjam

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Hanauer Landstraße 148A, 60314 Frankfurt am Main

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