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Insolvenzrecht Bremerhaven

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Bremerhaven finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 23.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Bremerhaven Rat im Insolvenzrecht sucht, steht selten am Anfang der Krise: Mahnbescheide, Kontopfändungen oder offene Sozialversicherungsbeiträge sind meist schon da.

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Redaktion anwaltvergleich.de 12 Min. Lesedauer

Wer in Bremerhaven Rat im Insolvenzrecht sucht, steht selten am Anfang der Krise: Mahnbescheide, Kontopfändungen oder offene Sozialversicherungsbeiträge sind meist schon da. Die Seestadt an der Wesermündung zählt mehr als 110.000 Einwohnerinnen und Einwohner, und ihre Wirtschaft hängt eng an Hafen, Logistik, Fischverarbeitung und Offshore-Windenergie – Branchen, in denen Auftragsschwankungen rasch auf Beschäftigte, Selbstständige und Zulieferbetriebe durchschlagen.

Für allgemeine Zivilsachen im Stadtgebiet ist das Amtsgericht Bremerhaven zuständig, übergeordnet ist das Landgericht Bremen; welches Amtsgericht als Insolvenzgericht zuständig ist, richtet sich nach § 2 InsO und sollte vor einer Antragstellung geklärt werden. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht klärt zunächst die Lage: Liegt Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 InsO vor oder nur eine vorübergehende Stockung? Kommt für eine Privatperson die Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO in Betracht, oder besteht für eine Geschäftsführerin oder einen Geschäftsführer bereits die strafbewehrte Antragspflicht aus § 15a InsO? Von dieser Einordnung hängt ab, welche Schritte Vorrang haben – und welche Fehler teuer werden können.

Diese Seite erläutert, wie Insolvenzverfahren in Bremerhaven ablaufen, welche Gerichte beteiligt sind, was anwaltliche Begleitung kostet und wie der Weg zur Restschuldbefreiung nach drei Jahren aussieht. Sie ersetzt keine Beratung im Einzelfall, hilft aber, das Gespräch mit einer Kanzlei vorbereitet zu führen.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Bremerhaven (zuständig für das Gebiet der Stadt Bremerhaven), Landgericht Bremen (zuständig für u. a. das Amtsgericht Bremerhaven)
Kosten
Erstberatung für Verbraucher nach § 34 RVG auf maximal 190 Euro zzgl.

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Bremerhaven, Nordstraße 10, 27580 Bremerhaven zuständig für das Gebiet der Stadt Bremerhaven
  • Landgericht Bremen, Domsheide 16, 28195 Bremen zuständig für u. a. das Amtsgericht Bremerhaven

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Amtsgericht Bremerhaven, Landgericht Bremen. Weitere Gerichte: Justizportal des Bundes und der Länder. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Insolvenzrecht in Bremerhaven: Wann anwaltliche Unterstützung sinnvoll ist

Bremerhaven ist mit mehr als 110.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die zweite Großstadt im Zwei-Städte-Staat Bremen. Containerumschlag, Fischereihafen, Werften und Windenergie prägen den Arbeitsmarkt – und machen ihn konjunkturanfällig. Gerät ein Betrieb in dieser Kette ins Stocken, trifft das Zulieferer, Beschäftigte und Soloselbstständige oft unmittelbar. Das Insolvenzrecht ordnet solche Krisen: Nach § 1 InsO dient das Insolvenzverfahren dazu, die Gläubiger gemeinschaftlich zu befriedigen – durch Verwertung des Vermögens oder über einen Insolvenzplan – und redlichen Schuldnerinnen und Schuldnern die Restschuldbefreiung zu ermöglichen.

Insolvenzrechtliche Beratung ist dabei keine Frage der Betriebsgröße. In Bremerhaven betrifft sie die Hafenarbeiterin mit Konsumschulden ebenso wie den Gastronomen in der Innenstadt oder die Geschäftsführung eines Logistikunternehmens. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht in Bremerhaven prüft, welches Verfahren passt, verhandelt mit Gläubigern und bewahrt vor Haftungsfallen, die im Insolvenzrecht schnell existenzbedrohend werden.

  • Privatpersonen, deren Schulden das pfändbare Einkommen dauerhaft übersteigen
  • Selbstständige im Hafen- und Dienstleistungsumfeld mit offenen Steuer- oder Beitragsforderungen
  • Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, die eine Antragspflicht nach § 15a InsO prüfen müssen
  • Gesellschafter, die über Sanierung oder geordnete Abwicklung entscheiden
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber Insolvenz angemeldet hat
  • Gläubiger, die Forderungen gegen insolvente Geschäftspartner anmelden wollen

Je früher die insolvenzrechtliche Einordnung erfolgt, desto größer der Handlungsspielraum – von der außergerichtlichen Einigung bis zur Eigenverwaltung. Eine Übersicht von Kanzleien im Stadtgebiet bietet die Seite Anwalt in Bremerhaven.

Zuständige Gerichte: Insolvenzgericht und Landgericht Bremen

Für Insolvenzverfahren ist nach § 2 Abs. 1 InsO das Amtsgericht ausschließlich zuständig, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat; die Länder können durch Rechtsverordnung andere oder zusätzliche Amtsgerichte zu Insolvenzgerichten bestimmen und die Bezirke abweichend festlegen (§ 2 Abs. 2 InsO). Für ein Verfahren mit Bezug zu Bremerhaven ist deshalb vor der Antragstellung zu klären, welches Amtsgericht als Insolvenzgericht zuständig ist; allgemeine Zivilsachen für das Stadtgebiet führt das Amtsgericht Bremerhaven, übergeordnet ist das Landgericht Bremen. Welche Abteilung welchen Antrag bearbeitet, klärt eine im Insolvenzrecht tätige Kanzlei vor der Antragstellung – falsch adressierte Anträge kosten Zeit, die bei einer Antragspflicht nicht vorhanden ist.

Neben dem eigentlichen Insolvenzverfahren entstehen häufig zivilrechtliche Begleitstreitigkeiten: Ein Insolvenzverwalter ficht Zahlungen an, ein Gläubiger klagt eine bestrittene Forderung ein. Hier gilt: Das Amtsgericht ist bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro zuständig, darüber das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG). Eine Anfechtungsklage über 25.000 Euro gegen einen Bremerhavener Lieferanten landet also beim Landgericht Bremen, eine Forderungsklage über 4.000 Euro beim Amtsgericht Bremerhaven.

Für Ratsuchende heißt das: Die kurze Entfernung zur eigenen Kanzlei ist angenehm, entscheidend ist aber die Vertrautheit mit beiden Ebenen – dem Amtsgericht vor Ort und dem Landgericht Bremen. Viele im Insolvenzrecht tätige Anwältinnen und Anwälte in Bremerhaven vertreten Mandate an beiden Gerichten.

Verbraucherinsolvenz in Bremerhaven: Ablauf und Voraussetzungen

Die Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO steht Privatpersonen offen, die keine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben – oder eine frühere Selbstständigkeit mit überschaubaren Vermögensverhältnissen und ohne Forderungen aus Arbeitsverhältnissen beendet haben. In einer Stadt wie Bremerhaven, in der Beschäftigung in Hafen, Verarbeitung und Dienstleistung teils saisonal schwankt, ist sie das praktisch wichtigste Verfahren des Insolvenzrechts für Privatpersonen.

Zwingende Voraussetzung ist der außergerichtliche Einigungsversuch: Nach § 305 InsO muss dem Antrag die Bescheinigung einer geeigneten Stelle beiliegen, dass eine Einigung mit den Gläubigern innerhalb der letzten sechs Monate versucht wurde und gescheitert ist. Welche Personen und Stellen als geeignet anzusehen sind, bestimmen die Länder (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO); dazu zählen regelmäßig anerkannte Schuldnerberatungsstellen sowie Anwältinnen und Anwälte. Eine insolvenzrechtlich erfahrene Kanzlei erstellt den Schuldenbereinigungsplan, führt die Verhandlungen und kann die Bescheinigung ausstellen, soweit sie nach dem Landesrecht als geeignete Person oder Stelle gilt – ein Schritt, der sich nicht überspringen lässt.

  • Gläubiger- und Forderungsübersicht erstellen, Unterlagen ordnen
  • Außergerichtlicher Einigungsversuch mit Schuldenbereinigungsplan (§ 305 InsO)
  • Bei Scheitern: Antrag beim zuständigen Amtsgericht mit Bescheinigung
  • Eröffnung des Verfahrens und Ernennung einer Insolvenzverwalterin oder eines Insolvenzverwalters (§ 27 Abs. 1 InsO)
  • Abtretung des pfändbaren Einkommens für die Dauer der Abtretungsfrist
  • Restschuldbefreiung regelmäßig nach drei Jahren (§ 287 InsO)

Während des Verfahrens bleibt das Existenzminimum geschützt: Die Pfändungsfreigrenzen ergeben sich aus § 850c ZPO; sie werden jeweils zum 1. Juli angepasst und in der Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung veröffentlicht (§ 850c Abs. 4 ZPO). Bei Unterhaltspflichten erhöhen sich die unpfändbaren Beträge. Wie viel vom Einkommen pfändbar ist, ergibt sich aus der jeweils aktuellen Tabelle.

Unternehmensinsolvenz und Antragspflicht nach § 15a InsO

Für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von GmbHs und anderen haftungsbeschränkten Gesellschaften ist das Insolvenzrecht kein Wahlrecht, sondern Pflichtenprogramm: § 15a InsO verlangt den Insolvenzantrag ohne schuldhaftes Zögern – spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit und sechs Wochen nach Eintritt der Überschuldung. Wer die Frist versäumt, riskiert Strafverfahren und persönliche Haftung für Zahlungen nach Insolvenzreife. Gerade in Bremerhavens Logistik- und Zulieferketten, in denen ein ausgefallener Großauftrag die Liquidität ganzer Betriebe trifft, ist diese Prüfung laufend nötig.

Die Abgrenzung entscheidet über die Frist: Bei Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO bleiben höchstens drei Wochen, bei Überschuldung nach § 19 InsO sechs Wochen – und beide Zeiträume dürfen nur ausgeschöpft werden, solange ernsthafte Sanierungsaussichten bestehen. Eine im Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei erstellt die Liquiditäts- und Fortführungsprognose, dokumentiert sie und schützt die Geschäftsleitung damit vor dem Vorwurf der Insolvenzverschleppung.

Nicht jede Krise endet in der Zerschlagung: Das Insolvenzrecht kennt Eigenverwaltung und Insolvenzplan, mit denen ein Betrieb – etwa ein Verarbeitungsbetrieb im Fischereihafen – unter gerichtlicher Aufsicht saniert werden kann. Ob dieser Weg offensteht, hängt von frühzeitiger Vorbereitung ab; nach gestelltem Fremdantrag eines Sozialversicherungsträgers schrumpfen die Optionen deutlich.

Auch Beschäftigte sind betroffen: Bei Insolvenz des Arbeitgebers sichert Insolvenzgeld rückständige Löhne für bis zu drei Monate. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bremerhaven sollten Ansprüche früh klären lassen – arbeitsrechtliche Streitigkeiten gehören dabei vor das Arbeitsgericht, nicht vor die Zivilgerichte.

Restschuldbefreiung: In drei Jahren zum wirtschaftlichen Neustart

Kernstück des Insolvenzrechts für natürliche Personen ist die Restschuldbefreiung. Nach § 287 InsO wird sie mit dem Insolvenzantrag beantragt; die Schuldnerin oder der Schuldner tritt das pfändbare Einkommen für die Abtretungsfrist an eine Treuhänderin oder einen Treuhänder ab. Für alle ab dem 1. Oktober 2020 beantragten Verfahren beträgt diese Frist regelmäßig drei Jahre – unabhängig davon, wie viel in dieser Zeit zurückgezahlt wird.

Voraussetzung ist redliches Verhalten: Während der Laufzeit gelten Obliegenheiten wie die Pflicht zu angemessener Erwerbstätigkeit oder zur Herausgabe der Hälfte von Erbschaften. Wer sie verletzt oder Vermögen verschweigt, riskiert die Versagung. Bestimmte Forderungen – etwa aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung oder Geldstrafen – bleiben von der Restschuldbefreiung ausgenommen.

Für viele Ratsuchende in Bremerhaven ist diese Perspektive der eigentliche Grund, das Verfahren anzugehen: Drei Jahre nach Eröffnung kann der Weg frei sein für ein unbelastetes Konto, neue Verträge und – gerade im saisonal geprägten Arbeitsmarkt der Seestadt – einen Neuanfang ohne Lohnpfändung. Eine insolvenzrechtliche Begleitung hilft, Obliegenheitsverstöße zu vermeiden, die diesen Erfolg gefährden.

Kosten: Anwaltsvergütung und Verfahrenskosten im Insolvenzrecht

Die Kosten hängen vom Verfahrenstyp ab. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Erstberatung nach § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt, sofern keine abweichende Vergütungsvereinbarung getroffen wurde. Für die weitere Tätigkeit – vom außergerichtlichen Einigungsversuch bis zur Restschuldbefreiung – gelten die Gebühren des RVG oder eine Vergütungsvereinbarung; die Höhe hängt von Umfang und Schwierigkeit der Tätigkeit ab und sollte vor der Beauftragung schriftlich festgehalten werden.

Typische Kosten im Insolvenzrecht (Stand 2026)
LeistungÜbliche KostenGrundlage
Erstberatung für Verbrauchermax. 190 Euro zzgl. USt.§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVG, ohne abweichende Vereinbarung
Begleitung der Verbraucherinsolvenznach RVG oder VergütungsvereinbarungRVG; Vergütungsvereinbarung
Sanierungs-/Unternehmensinsolvenzberatungnach VergütungsvereinbarungVergütungsvereinbarung
Verfahrenskosten (Gerichtskosten und Vergütung des Insolvenzverwalters)nach GKG und InsVVStundung nach § 4a InsO möglich
Gläubigervertretung im Verfahrennach GegenstandswertRVG; § 28 Abs. 2 RVG (Nennwert der Forderung), im Übrigen § 28 Abs. 3 RVG

Wichtig für die Planung: Anwaltskosten und Verfahrenskosten sind getrennte Posten. Die Stundung nach § 4a InsO erfasst die Gerichtskosten und die Vergütung des Verwalters oder Treuhänders; wird dem Schuldner nach § 4a Abs. 2 InsO ein Rechtsanwalt beigeordnet, weil die Vertretung erforderlich erscheint, kann dieser seine Vergütung nicht gegen den Schuldner geltend machen (§ 4a Abs. 3 InsO). Ohne Beiordnung bleibt das Honorar der eigenen Kanzlei von der Stundung unberührt. Viele im Insolvenzrecht tätige Kanzleien in Bremerhaven vereinbaren deshalb Ratenzahlung; die Bedingungen legt jede Kanzlei selbst fest.

Wer die Kosten scheut, kann für die Erstorientierung auch Beratungshilfe prüfen: Bei geringem Einkommen kann Beratungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz in Betracht kommen; die Anwältin oder der Anwalt darf dann von der ratsuchenden Person nur die Beratungshilfegebühr von 15 Euro verlangen (Nr. 2500 VV RVG), die erlassen werden kann. Ob und in welcher Form Beratungshilfe gewährt wird, richtet sich nach dem Beratungshilfegesetz und dem jeweiligen Landesrecht.

Gläubigerrechte: Forderungen im Insolvenzverfahren durchsetzen

Das Insolvenzrecht schützt nicht nur Schuldner. Wer als Handwerksbetrieb, Vermieterin oder Lieferant in Bremerhaven von der Insolvenz eines Geschäftspartners betroffen ist, muss seine Forderung schriftlich beim Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden (§ 174 Abs. 1 InsO); wer die Anmeldefrist versäumt, kann nachträglich anmelden; wird die Forderung erst nach dem Prüfungstermin angemeldet oder widerspricht der Insolvenzverwalter oder ein Insolvenzgläubiger der Prüfung, gehen die Kosten eines besonderen Prüfungstermins oder der Prüfung im schriftlichen Verfahren zulasten des Säumigen (§ 177 Abs. 1 InsO) – ohne Anmeldung bleibt die Forderung bei der Verteilung außen vor. Die Anmeldung erfolgt beim Insolvenzverwalter, nicht beim Gericht; Grundlage und Belege müssen schlüssig dargelegt sein.

Anwaltliche Vertretung lohnt sich vor allem bei bestrittenen oder hohen Forderungen: Widerspricht der Verwalter, bleibt oft nur die Feststellungsklage – nach § 180 Abs. 1 InsO ausschließlich vor dem Amtsgericht, bei dem das Insolvenzverfahren anhängig ist oder war, und bei einem Streitwert über 10.000 Euro (§ 23 Nr. 1 GVG) vor dem Landgericht, zu dessen Bezirk dieses Insolvenzgericht gehört. Die anwaltliche Vergütung richtet sich nach dem RVG, wobei sich der Gegenstandswert für die Tätigkeit im Auftrag eines Insolvenzgläubigers nach dem Nennwert der Forderung einschließlich Nebenforderungen richtet (§ 28 Abs. 2 RVG); im Übrigen ist das wirtschaftliche Interesse maßgebend (§ 28 Abs. 3 RVG).

Daneben prüft eine insolvenzrechtlich versierte Kanzlei Aus- und Absonderungsrechte – etwa den Eigentumsvorbehalt an gelieferter Ware im Hafenumschlag – und wehrt Anfechtungsansprüche des Verwalters ab, wenn dieser bereits erhaltene Zahlungen zurückfordert. Gerade Anfechtungsschreiben sollten nicht unbeantwortet bleiben; für die Verjährung des Anfechtungsanspruchs gelten die Regelungen über die regelmäßige Verjährung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 146 Abs. 1 InsO).

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Bremerhaven finden

Bei der Auswahl zählt die fachliche Ausrichtung: Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht setzt nachgewiesene besondere Kenntnisse und praktische Fälle voraus. Daneben ist relevant, ob eine Kanzlei schwerpunktmäßig Schuldner, Unternehmen oder Gläubiger vertritt – die Perspektiven unterscheiden sich im Insolvenzrecht erheblich, und nicht jede Kanzlei deckt alle drei ab.

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Ort suchen. Das Verzeichnis zeigt zu jeder Kanzlei Anschrift, Telefonnummer und Fachanwaltstitel laut BRAK. So entsteht eine Übersicht der in Bremerhaven und Umgebung tätigen Kanzleien, bevor der erste Kontakt erfolgt – den Einstieg bietet die Seite Anwalt in Bremerhaven; Hintergründe zum Verzeichnis finden sich unter Presse.

Alle Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung zum Insolvenzrecht und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls durch eine Anwältin oder einen Anwalt. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 2 Anwältinnen und Anwälte für Insolvenzrecht in Bremerhaven und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

2 der 2 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Die 2 Einträge verteilen sich auf 2 Kanzleien.

Nach § 2 Abs. 1 InsO ist für Insolvenzverfahren das Amtsgericht ausschließlich zuständig, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat; nach § 2 Abs. 2 InsO können die Länder andere oder zusätzliche Amtsgerichte zu Insolvenzgerichten bestimmen. Für ein Verfahren mit Bezug zu Bremerhaven sollte daher vor der Antragstellung geklärt werden, welches Amtsgericht als Insolvenzgericht zuständig ist. Welche Abteilung den konkreten Antrag bearbeitet, sollte vor der Antragstellung geklärt werden – eine im Insolvenzrecht tätige Kanzlei adressiert den Antrag richtig und vermeidet so Verzögerungen, die etwa bei einer laufenden Antragspflicht nach § 15a InsO riskant wären.

Nach § 15a InsO muss der Antrag ohne schuldhaftes Zögern gestellt werden – spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) und sechs Wochen nach Eintritt der Überschuldung (§ 19 InsO). Diese Höchstfristen dürfen nur ausgeschöpft werden, solange ernsthafte Sanierungschancen bestehen. Eine Verletzung ist strafbar und führt zur persönlichen Haftung für Zahlungen nach Insolvenzreife. Bei ersten Anzeichen einer Liquiditätslücke sollte daher sofort eine insolvenzrechtliche Prüfung erfolgen.

Die Erstberatung für Verbraucher ist nach § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Für die weitere Begleitung – vom außergerichtlichen Einigungsversuch bis zur Restschuldbefreiung – gelten die Gebühren des RVG oder eine Vergütungsvereinbarung; die Höhe hängt von Umfang und Schwierigkeit ab und sollte vorab schriftlich festgehalten werden. Die Kosten des Verfahrens (Gerichtskosten und Vergütung des Insolvenzverwalters) kommen hinzu, können aber nach § 4a InsO auf Antrag gestundet werden, soweit das Vermögen dafür voraussichtlich nicht ausreicht.

Die Verbraucherinsolvenz steht natürlichen Personen offen, die keine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausüben; ehemals Selbstständige nur, wenn ihre Vermögensverhältnisse überschaubar sind – das setzt nach § 304 Abs. 2 InsO weniger als 20 Gläubiger im Zeitpunkt der Antragstellung voraus – und keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen gegen sie bestehen (§ 304 Abs. 1 InsO). Zwingend ist zudem ein gescheiterter außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern, bescheinigt von einer geeigneten Stelle – etwa einer anerkannten Schuldnerberatung oder einer Anwältin oder einem Anwalt (§ 305 InsO). Fehlt die Bescheinigung, fordert das Insolvenzgericht zur Ergänzung auf; wird sie nicht binnen eines Monats nachgereicht, gilt der Eröffnungsantrag als zurückgenommen (§ 305 Abs. 3 InsO).

Für alle ab dem 1. Oktober 2020 beantragten Verfahren beträgt die Abtretungsfrist regelmäßig drei Jahre (§ 287 InsO). In dieser Zeit wird das pfändbare Einkommen an eine Treuhänderin oder einen Treuhänder abgetreten; das unpfändbare Existenzminimum nach § 850c ZPO bleibt geschützt; die Beträge werden jeweils zum 1. Juli angepasst (§ 850c Abs. 4 ZPO, Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung). Voraussetzung ist die Erfüllung der Obliegenheiten, etwa angemessene Erwerbstätigkeit. Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung bleiben von der Restschuldbefreiung ausgenommen, wenn der Gläubiger sie unter Angabe dieses Rechtsgrundes angemeldet hat (§ 302 Nr. 1 InsO i. V. m. § 174 Abs. 2 InsO).

Insolvenzrecht in Bremerhaven: passende Kanzlei finden

2 Anwältinnen und Anwälte für Insolvenzrecht in Bremerhaven und Umgebung (bis 25 km), davon 2 Fachanwälte (100 %), 2 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Bremerhaven hat noch keine Kanzlei für Insolvenzrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Insolvenzrecht in Bremerhaven und Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Cord Harbers

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Nansenstraße 10, 27572 Bremerhaven

    Harbers

  • Öffentliche Quellen

    Ralf van Norden

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +2

    Walther-Rathenau-Str. 34, 26954 Nordenham

Anwaltsverzeichnis Bremerhaven von A bis Z

Fachanwältinnen und Fachanwälte für Insolvenz- und Sanierungsrecht in der Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt. Entfernung = Luftlinie ab Bremerhaven, Umkreis bis 50 km; der Ort ist der Kanzleisitz.

  • Öffentliche Quellen

    Patric Völkers

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Wilhelmshaven · 31 km

    Montsstraße 12, 26382 Wilhelmshaven

  • Öffentliche Quellen

    Peter Debring

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Wilhelmshaven · 31 km

    Ebertstraße 110, 26382 Wilhelmshaven

    Debring

  • Öffentliche Quellen

    Alexander Naraschewski

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Wilhelmshaven · 31 km

    Adalbertstrasse 2, 26382 Wilhelmshaven

    Naraschewski Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Harald Naraschewski

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Wilhelmshaven · 31 km

    Adalbertstrasse 2, 26382 Wilhelmshaven

    Naraschewski Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Dirk Rüffert

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Oldenburg · 49 km

    Etzhorner Weg 215, 26125 Oldenburg

    Rüffert Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Andreas Lauven

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Oldenburg · 49 km

    Alexanderstraße 250 A, 26127 Oldenburg

    Lauven

  • Öffentliche Quellen

    Till Hanken

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Wittmund · 49 km

    Dohuser Weg 5, 26409 Wittmund

    Hanken • Meyer & Partner Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Christian Hanken

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Wittmund · 49 km

    Wallstraße 3, 26409 Wittmund

    Hanken • Meyer & Partner Rechtsanwälte

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