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Immobilienrecht Bremen

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KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 06.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Bremen eine Immobilie kauft, verkauft oder Streit rund um Wohnungseigentum hat, stößt schnell auf das Immobilienrecht — und auf Fragen, die ohne juristische Begleitung teuer werden können.

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Immobilienrecht Bremen
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wer in Bremen eine Immobilie kauft, verkauft oder Streit rund um Wohnungseigentum hat, stößt schnell auf das Immobilienrecht — und auf Fragen, die ohne juristische Begleitung teuer werden können. In der Hansestadt mit rund 588.413 Einwohnerinnen und Einwohnern wechseln Altbremer Reihenhäuser in Schwachhausen oder Findorff ebenso den Eigentümer wie Neubauwohnungen in der Überseestadt. Bei Kaufpreisen, die häufig zwischen 200.000 und 500.000 Euro liegen, geht es um erhebliche Vermögenswerte: Ein Grundstückskaufvertrag ist nach § 311b BGB nur mit notarieller Beurkundung wirksam, und Eigentum geht erst mit Auflassung und Grundbucheintragung über (§ 873 BGB).

Kommt es zum Streit — etwa über verschwiegene Mängel, eine geplatzte Finanzierung oder einen angefochtenen Beschluss der Eigentümergemeinschaft — entscheiden in Bremen das Amtsgericht Bremen, das Landgericht Bremen oder in der Berufungsinstanz das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Immobilienrecht in Bremen prüft Verträge vor der Unterschrift, sichert Fristen und vertritt Käuferinnen, Verkäufer und Wohnungseigentümer vor Gericht.

Diese Seite erklärt, welche Regeln beim Immobilienkauf in Bremen gelten, wann die Ein-Monats-Frist für WEG-Beschlussklagen läuft, welche Kosten nach dem RVG entstehen und welches Bremer Gericht zuständig ist — als Orientierung, bevor Sie eine Kanzlei kontaktieren.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Bremen, Landgericht Bremen, Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen
Kosten
Anwaltsgebühren nach RVG richten sich nach dem Streitwert, der bei Streit um den Immobilienkauf meist dem Kaufpreis entspricht (häufig 200.000–500.000 €) — eine …

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Bremen, Ostertorstraße 25/31, 28195 Bremen
  • Landgericht Bremen, Domsheide 16, 28195 Bremen
  • Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen, Am Wall 198, 28195 Bremen

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Immobilienrecht in Bremen: worum es in der Hansestadt häufig geht

Bremen ist mit rund 588.413 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt im kleinsten deutschen Flächen-Bundesland, dem Zwei-Städte-Staat Bremen. Der Wohnungsmarkt der Hansestadt ist geprägt vom Altbremer Haus — schmalen Reihenhäusern etwa in Schwachhausen, Findorff oder der Neustadt — und von Neubauprojekten wie in der Überseestadt am Weserufer. Genau an diesen Beständen entzünden sich viele Fälle des Immobilienrechts: Kaufverträge über sanierungsbedürftige Altbauten, Bauträgerverträge für Neubauwohnungen und Konflikte innerhalb von Eigentümergemeinschaften.

Das Immobilienrecht umfasst dabei den Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und Wohnungen (§ 433 BGB regelt die Pflichten aus dem Kaufvertrag), das Grundbuch- und Grundstücksrecht, das Wohnungseigentumsrecht nach dem WEG sowie das Maklerrecht. Wichtig ist die Abgrenzung: Miet- und Pachtverhältnisse gehören zum Mietrecht, Baugenehmigungen und Werkverträge mit Handwerkern zum Baurecht. Wer in Bremen also mit der Vermieterin streitet, braucht keine immobilienrechtliche Vertretung im engeren Sinn, sondern mietrechtliche Beratung.

Typische Mandate im Bremer Immobilienrecht sind die Prüfung eines notariellen Kaufvertragsentwurfs vor dem Termin, die Durchsetzung von Mängelansprüchen nach dem Erwerb eines Bestandshauses, die Anfechtung von WEG-Beschlüssen vor dem Amtsgericht Bremen und Streit um Maklerprovisionen. In allen Fällen gilt: Je früher eine Anwältin oder ein Anwalt eingebunden wird, desto eher lassen sich Fristversäumnisse und Beweisprobleme vermeiden.

Immobilienkauf: notarielle Beurkundung, Auflassung und Grundbuch

Der Kauf eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung in Bremen folgt einem gesetzlich vorgezeichneten Ablauf. Nach § 311b BGB ist der Grundstückskaufvertrag nur wirksam, wenn er notariell beurkundet wird — ein privatschriftlicher Vorvertrag über ein Altbremer Haus in Findorff bindet also niemanden. Die Beurkundung schützt beide Seiten: Die Notarin oder der Notar liest den Vertrag vor, erläutert ihn und stellt sicher, dass Käufer und Verkäufer die Tragweite verstehen.

Mit der Unterschrift beim Notar gehört die Immobilie aber noch nicht dem Käufer. Nach § 873 BGB geht das Eigentum erst über, wenn sich beide Seiten über den Eigentumswechsel einigen (Auflassung) und der neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist. Zwischen Beurkundung und Eintragung liegen oft mehrere Wochen — in dieser Phase sichert die Auflassungsvormerkung den Käufer davor, dass die Verkäuferseite das Grundstück ein zweites Mal veräußert oder belastet.

Beim Kauf vom Bauträger — in Bremen vor allem bei Neubauwohnungen in der Überseestadt relevant — verbindet § 650u BGB Elemente von Kauf- und Werkvertrag: Der Bauträger schuldet die Errichtung des Gebäudes und die Verschaffung des Eigentums. Hier lohnt die immobilienrechtliche Vertragsprüfung besonders, etwa zu Zahlungsplan, Fertigstellungsfristen und Abnahme.

Mängel an der Bestandsimmobilie: Gewährleistung, Arglist und Fristen

Bei gebrauchten Immobilien — und das ist in Bremen mit seinem großen Altbaubestand aus der Gründerzeit der Regelfall — vereinbaren die Parteien fast immer einen Gewährleistungsausschluss: Das Haus wird „gekauft wie gesehen“. Dieser Ausschluss hat jedoch eine entscheidende Grenze: Nach § 444 BGB kann sich der Verkäufer nicht darauf berufen, wenn er einen Mangel arglistig verschwiegen hat. Wer etwa einen bekannten feuchten Keller im Souterrain eines Altbremer Hauses verschweigt oder wahrheitswidrig Trockenheit zusichert, haftet trotz Ausschlussklausel.

In solchen Fällen kommen Rücktritt vom Kaufvertrag, Minderung des Kaufpreises oder Schadensersatz in Betracht. Die Hürde liegt im Beweis: Der Käufer muss darlegen, dass die Verkäuferseite den Mangel kannte und verschwieg. Eine im Immobilienrecht erfahrene Anwältin oder ein erfahrener Anwalt sichert Beweise, etwa durch Sachverständigengutachten, Zeugen aus der Nachbarschaft oder Unterlagen früherer Sanierungen, und bewertet die Erfolgsaussichten, bevor eine Klage beim Landgericht Bremen erhoben wird.

Auch die Verjährung verdient Aufmerksamkeit: Mängelansprüche bei einem Bauwerk verjähren in fünf Jahren ab Übergabe des Grundstücks (§ 438 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a, Abs. 2 BGB). Hat der Verkäufer einen Mangel arglistig verschwiegen, gilt die regelmäßige Verjährung: drei Jahre ab dem Ende des Jahres, in dem der Käufer von Mangel und Verkäufer erfährt oder grob fahrlässig nicht erfährt, mindestens aber bis zum Ablauf der Fünfjahresfrist (§ 438 Abs. 3 BGB, §§ 195, 199 BGB).

Wer einen Mangel entdeckt, sollte ihn dokumentieren und zeitnah rechtlich prüfen lassen — mit jedem Jahr wird die Beweisführung schwieriger, und Zurückwarten kann Ansprüche im Immobilienrecht endgültig entwerten.

Wohnungseigentum in Bremen: WEG-Beschlüsse fristgerecht anfechten

Zehntausende Bremerinnen und Bremer leben in Eigentumswohnungen, die von einer Eigentümergemeinschaft verwaltet werden. Beschlüsse der Eigentümerversammlung — etwa über eine Dachsanierung, die Jahresabrechnung oder eine Sonderumlage — binden alle Mitglieder. Wer einen Beschluss für rechtswidrig hält, kann ihn nach § 44 WEG mit der Anfechtungsklage angreifen. Ausschließlich zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt (§ 43 Abs. 2 Nr. 4 WEG, § 23 Nr. 2 Buchstabe c GVG) — im Bremer Stadtgebiet je nach Lage der Wohnanlage das Amtsgericht Bremen oder, für die nördlichen Stadtteile, das Amtsgericht Bremen-Blumenthal, unabhängig vom Streitwert.

Die kurzen Fristen des § 45 WEG machen das Wohnungseigentumsrecht zum zeitkritischsten Teil des Immobilienrechts: Zwischen der Eigentümerversammlung und dem Fristablauf bleiben nur wenige Wochen, um die Niederschrift auszuwerten, die Erfolgsaussichten zu prüfen und die Klage beim Amtsgericht Bremen einzureichen. Eine spezialisierte Anwältin oder ein spezialisierter Anwalt für Immobilienrecht in Bremen übernimmt das unter Fristwahrung und vertritt Eigentümerinnen und Eigentümer auch in der Berufung, die zum Landgericht Bremen führt.

Kostenseitig sind WEG-Verfahren oft überschaubarer als Kaufstreitigkeiten: Der Streitwert einer Beschlussklage richtet sich nach dem Interesse aller Wohnungseigentümer, darf aber den siebeneinhalbfachen Wert des Interesses des Klägers und den Verkehrswert seines Wohnungseigentums nicht übersteigen (§ 49 GKG). Liegt der Streitwert dadurch unter dem Kaufpreisniveau, fallen Gerichts- und Anwaltsgebühren entsprechend geringer aus.

Maklerrecht: Textform und Provisionsteilung beim Wohnungsverkauf

Viele Immobilien in Bremen werden über Maklerinnen und Makler vermittelt. Grundlage des Provisionsanspruchs ist § 652 BGB: Die Provision ist nur geschuldet, wenn die Vermittlung oder der Nachweis des Maklers tatsächlich zum Vertragsschluss geführt hat. Seit Ende 2020 gelten beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher zusätzliche Schutzregeln, die auch auf dem Bremer Markt jede Transaktion betreffen.

Der Maklervertrag bedarf seither der Textform (§ 656a BGB) — eine E-Mail genügt, eine bloße mündliche Zusage am Besichtigungstermin in der Überseestadt nicht. Und nach § 656c BGB darf der Makler, der für beide Seiten tätig wird, die Provision nur von beiden Parteien in gleicher Höhe verlangen; hat nur eine Seite den Maklervertrag geschlossen, ist eine Abwälzung auf die andere Seite nur wirksam, soweit die auftraggebende Seite mindestens den gleichen Anteil zahlt; fällig wird die Forderung erst, wenn sie ihren Anteil gezahlt und das nachgewiesen hat (§ 656d BGB).

Wer als Käuferin oder Käufer eines Bremer Reihenhauses eine höhere Provisionsquote tragen soll als die Verkäuferseite, sollte die Rechnung immobilienrechtlich prüfen lassen.

Streit um Maklerprovision landet je nach Höhe vor dem Amtsgericht Bremen oder dem Landgericht Bremen. Häufige Streitpunkte, bei denen anwaltliche Prüfung sinnvoll ist:

  • Provisionsforderung ohne Maklervertrag in Textform (§ 656a BGB)
  • Ungleiche Provisionsteilung zwischen Käufer und Verkäufer (§ 656c BGB)
  • Fehlende Ursächlichkeit der Maklertätigkeit für den Vertragsschluss (§ 652 BGB)
  • Provisionsanspruch trotz Vorkenntnis des Käufers vom Objekt
  • Verflechtung zwischen Makler und Verkäuferseite
  • Widerruf des Maklervertrags bei Fernabsatz

Zuständige Gerichte: Amtsgericht Bremen, Landgericht Bremen und Hanseatisches Oberlandesgericht

Für zivilrechtliche Streitigkeiten im Immobilienrecht gilt seit dem 1. Januar 2026: Das Amtsgericht ist bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro zuständig, darüber das Landgericht (§ 23 Nr. 1 GVG). Ein Streit um eine Maklerprovision von 8.000 Euro gehört damit vor das Amtsgericht Bremen, die Rückabwicklung eines Hauskaufs über 350.000 Euro vor das Landgericht Bremen.

Eine Sonderrolle spielen WEG-Sachen: Beschlussklagen nach § 44 WEG gehören unabhängig vom Streitwert vor das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt (§ 43 Abs. 2 Nr. 4 WEG, § 23 Nr. 2 Buchstabe c GVG) — in der Stadt Bremen also vor das Amtsgericht Bremen oder, für die nördlichen Stadtteile, das Amtsgericht Bremen-Blumenthal. Berufungen in Zivilsachen des Amtsgerichts führen zum Landgericht Bremen; gegen Urteile des Landgerichts ist die Berufung zum Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen eröffnet, dem höchsten Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit im Bundesland Bremen.

Diese Instanzenfolge hat praktische Bedeutung: Eine Anwältin oder ein Anwalt für Immobilienrecht in Bremen kennt die örtlichen Abläufe der Bremer Justiz und kalkuliert von Beginn an, wie sich ein Verfahren über mehrere Instanzen entwickeln kann — auch mit Blick auf Prozesskosten und Dauer. Zur ersten Orientierung, welche Kanzleien vor Ort tätig sind, dient die Übersicht Anwalt in Bremen.

Was kostet eine Anwältin oder ein Anwalt für Immobilienrecht in Bremen?

Anwaltsgebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und damit nach dem Streitwert. Beim Streit um einen Immobilienkauf entspricht der Streitwert meist dem Kaufpreis — in Bremen häufig 200.000 bis 500.000 Euro. Eine 1,3-Geschäftsgebühr für die außergerichtliche Vertretung liegt in dieser Spanne bei etwa 3.060 bis 4.880 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (RVG-Tabelle, Stand 06/2025). Kommt es zum Prozess, können Geschäfts-, Verfahrens- und Terminsgebühr zusammen fünfstellig werden.

Kostenbeispiele im Immobilienrecht nach RVG (Stand 06/2025)
Leistung / StreitwertKosten (ca., zzgl. USt.)Grundlage
Erstberatung (Verbraucher, ohne Gebührenvereinbarung)max. 190 €§ 34 RVG
1,3-Geschäftsgebühr bei Streitwert 200.000 €ca. 3.060 €RVG-Tabelle
1,3-Geschäftsgebühr bei Streitwert 500.000 €ca. 4.880 €RVG-Tabelle
WEG-Beschlussklage (Streitwert nach § 49 GKG, gekappt auf das Siebeneinhalbfache des Klägerinteresses)deutlich geringere Gebühren, streitwertabhängig§ 49 GKG, RVG
Notar- und Grundbuchkosten beim Kaufca. 1,5–2 % des KaufpreisesGNotKG
Vereinbarter Stundensatzca. 200–350 € pro StundeVergütungsvereinbarung

Zum Anwaltshonorar kommen beim Immobilienkauf stets die Notar- und Grundbuchkosten von etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises nach dem GNotKG hinzu — bei einem Bremer Reihenhaus für 300.000 Euro also mehrere tausend Euro. Eine Rechtsschutzversicherung deckt immobilienrechtliche Streitigkeiten je nach Tarif nur teilweise; die Deckungsanfrage sollte vor Mandatserteilung geklärt werden.

Anwältin oder Anwalt für Immobilienrecht in Bremen finden

Über anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien in Bremen nach Rechtsgebiet und Ort suchen. Die Profile zeigen Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, den Fachanwaltstitel nach den Angaben der Bundesrechtsanwaltskammer. So können Ratsuchende gezielt eine Kanzlei auswählen, die zum eigenen Anliegen passt, und Unterlagen wie Kaufvertragsentwurf oder Versammlungsprotokoll direkt zum Erstgespräch mitbringen. Der Einstieg gelingt über die Seite Anwalt in Bremen.

Vor dem ersten Termin hilft eine kurze Vorbereitung, die Beratung im Immobilienrecht effizient zu machen:

  • Notariellen Kaufvertrag oder Vertragsentwurf vollständig mitbringen
  • Grundbuchauszug und Exposé des Objekts bereithalten
  • Bei Mängeln: Fotos, Gutachten und Schriftwechsel mit der Verkäuferseite sammeln
  • Bei WEG-Streit: Einladung, Niederschrift der Versammlung und angefochtenen Beschluss notieren
  • Fristen prüfen — insbesondere die Monatsfrist des § 45 WEG
  • Rechtsschutzversicherung und Deckungszusage klären
  • Konkrete Fragen und das gewünschte Ziel (Rücktritt, Minderung, Anfechtung) vorab formulieren

Ob Kaufvertragsprüfung, Arglistfall oder Beschlussanfechtung: Das Immobilienrecht verlangt schnelles, fristbewusstes Handeln und genaue Kenntnis der Bremer Gerichtspraxis. Diese Seite ersetzt keine Beratung im Einzelfall — anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Immer dann, wenn erhebliche Werte oder kurze Fristen betroffen sind: vor der Unterschrift unter einen notariellen Kaufvertrag (§ 311b BGB), bei nach dem Kauf entdeckten Mängeln, bei Streit um Maklerprovision oder wenn ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft angefochten werden soll. Gerade bei WEG-Beschlüssen läuft die Klagefrist von nur einem Monat (§ 45 WEG). Da Bremer Immobilien häufig 200.000 bis 500.000 Euro kosten, steht bei Fehlern schnell ein Vielfaches des Anwaltshonorars auf dem Spiel.

Die Anfechtungsklage nach § 44 WEG muss binnen eines Monats nach der Beschlussfassung erhoben werden; die Begründung ist binnen zwei Monaten nach der Beschlussfassung nachzureichen (§ 45 WEG). Ausschließlich zuständig ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt (§ 43 Abs. 2 Nr. 4 WEG, § 23 Nr. 2 Buchstabe c GVG) — im Bremer Stadtgebiet je nach Lage der Wohnanlage das Amtsgericht Bremen oder, für die nördlichen Stadtteile, das Amtsgericht Bremen-Blumenthal, unabhängig vom Streitwert. Wer die Monatsfrist versäumt, kann einen wirksamen Beschluss grundsätzlich nicht mehr angreifen; ein nichtiger Beschluss ist dagegen ohne Frist mit der Nichtigkeitsklage angreifbar (§ 44 Abs. 1 WEG). Nach der Eigentümerversammlung sollte die Niederschrift daher umgehend rechtlich geprüft werden.

Wurde keine Gebührenvereinbarung getroffen, gilt für Verbraucherinnen und Verbraucher eine gesetzliche Höchstgebühr: ein erstes Beratungsgespräch höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, eine weitergehende Beratung höchstens 250 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 RVG). Mit Gebührenvereinbarung gilt die vereinbarte Vergütung. Viele Kanzleien vereinbaren alternativ Stundensätze von etwa 200 bis 350 Euro. Für die weitere Vertretung gelten die Gebühren nach dem RVG, die vom Streitwert abhängen — bei einem Immobilienkaufstreit meist vom Kaufpreis. Es lohnt sich, die Vergütung im ersten Gespräch offen anzusprechen und schriftlich festzuhalten.

Ja, das ist möglich. Der bei Bestandsimmobilien übliche Gewährleistungsausschluss greift nicht, wenn der Verkäufer einen Mangel arglistig verschwiegen hat (§ 444 BGB) — etwa bekannte Feuchtigkeit im Keller eines Altbremer Hauses. Dann kommen Rücktritt, Kaufpreisminderung oder Schadensersatz in Betracht. Die Käuferseite muss die Arglist allerdings beweisen, etwa durch Gutachten oder Zeugen. Mängelansprüche bei einem Bauwerk verjähren in fünf Jahren ab Übergabe des Grundstücks (§ 438 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a, Abs. 2 BGB); bei arglistigem Verschweigen gilt die regelmäßige Verjährung von drei Jahren ab Kenntnis oder grob fahrlässiger Unkenntnis, mindestens bis zum Ablauf der Fünfjahresfrist (§ 438 Abs. 3 BGB, §§ 195, 199 BGB). Eine frühzeitige anwaltliche Beweissicherung ist entscheidend.

Das hängt vom Streitwert und der Art des Falls ab: Seit dem 1. Januar 2026 ist das Amtsgericht Bremen für zivilrechtliche Streitigkeiten bis 10.000 Euro zuständig, darüber das Landgericht Bremen (§ 23 Nr. 1 GVG). WEG-Beschlussklagen gehören unabhängig vom Streitwert vor das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt (§ 43 Abs. 2 Nr. 4 WEG, § 23 Nr. 2 Buchstabe c GVG) — im Bremer Stadtgebiet vor das Amtsgericht Bremen oder, für die nördlichen Stadtteile, das Amtsgericht Bremen-Blumenthal. Berufungsinstanz gegen Urteile des Landgerichts ist das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen.

Aktuelle Rechtsprechung zum Immobilienrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Immobilienrecht in Bremen: passende Kanzlei finden

In Bremen selbst steht derzeit niemand mit dem Fachanwaltstitel für Miet- und Wohnungseigentumsrecht und Bau- und Architektenrecht bei uns. Im Umkreis von 25 km stehen 41 Fachanwältinnen und Fachanwälte; die 10 nächstgelegenen stehen unten. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Bremen hat noch keine Kanzlei für Immobilienrecht ein eigenes Profil bei uns. Unten stehen die nächstgelegenen Fachanwältinnen und Fachanwälte aus der Umgebung. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir leiten es an eine passende Kanzlei weiter, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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    Rechtsanwälte Martel & Steinke GbR

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