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Fahrerlaubnisrecht Bonn

Fahrerlaubnisrecht in Bonn: Anwältin oder Anwalt für Ihren Führerschein

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 15.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Ein Schreiben der Fahrerlaubnisbehörde der Bundesstadt Bonn verändert den Alltag oft binnen Tagen: Das Fahrerlaubnisrecht entscheidet unabhängig vom Strafverfahren darüber, ob jemand weiter ein Kraftfahrzeug führen darf.

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Redaktion anwaltvergleich.de 12 Min. Lesedauer

Ein Schreiben der Fahrerlaubnisbehörde der Bundesstadt Bonn verändert den Alltag oft binnen Tagen: Das Fahrerlaubnisrecht entscheidet unabhängig vom Strafverfahren darüber, ob jemand weiter ein Kraftfahrzeug führen darf. Wer täglich über die A565 zum Arbeitsplatz pendelt, im Schichtdienst am UN-Campus arbeitet oder Angehörige zwischen Beuel, Hardtberg und Bad Godesberg versorgt, spürt den Entzug sofort.

In der rund 336.000 Einwohner zählenden Bundesstadt in Nordrhein-Westfalen führt der Rechtsweg gegen einen Entziehungsbescheid nicht zum Straf- oder Bußgeldgericht, sondern zur Verwaltungsgerichtsbarkeit. Zuständig ist das Verwaltungsgericht Köln, das unter anderem für die Bundesstadt Bonn entscheidet. Weil Entziehungsbescheide regelmäßig mit der Anordnung der sofortigen Vollziehung verbunden werden, zählt vor allem der Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO.

Typische Anlässe sind eine Trunkenheitsfahrt am Rheinufer, ein Cannabis-Nachweis nach einer Verkehrskontrolle auf der B9 oder eine MPU-Anordnung nach § 13 FeV. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Fahrerlaubnisrecht in Bonn prüft, ob die Anordnung überhaupt rechtmäßig ist, achtet auf die Fristen und ordnet ein, welche Schritte in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. Diese Seite erklärt die wichtigsten Regelungen, Fristen und Kostenpunkte.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Verwaltungsgericht Köln (zuständig für u. a. die Bundesstadt Bonn)
Wichtige Gesetze
§ 13 FeV, § 13a FeV, § 11 Abs. 8 FeV, § 20 FeV
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Verwaltungsgericht Köln, Appellhofplatz (Eingang Burgmauer), 50667 Köln zuständig für u. a. die Bundesstadt Bonn

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Begutachtungsstellen für Fahreignung in Bonn

Diese Stellen sind amtlich anerkannte Begutachtungsstellen für Fahreignung (Anlage 14 FeV) und führen die medizinisch-psychologische Untersuchung durch. Welche Stelle Sie beauftragen, wählen Sie selbst — die Fahrerlaubnisbehörde gibt keine vor. Das Gutachten geht an Sie; erst Sie entscheiden, ob Sie es der Behörde vorlegen.

  • DEKRA e.V. Dresden Poststraße 19, 53111 Bonn, Telefon 0228 / 9087880 Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)
  • pima-mpu GmbH Maximilianstraße 20, 53111 Bonn, Telefon 0228 / 3728320 Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)
  • TÜV NORD Diagnostics GmbH & Co. KG Kölnstraße 3, 53111 Bonn, Telefon 0228 / 90243550 Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

Verzeichnis der amtlich anerkannten Begutachtungsstellen (bast.de), Stand der Angaben: 15.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Verwaltungsgericht Köln. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

Dieser Text ist KI-erzeugt und wurde nicht von einem Menschen gelesen. Redaktionsgrundsätze · Fehler melden

Fahrerlaubnisrecht in Bonn: Wann die Fahrerlaubnisbehörde tätig wird

Bonn zählt rund 336.000 Einwohnerinnen und Einwohner und gehört damit zu den großen Städten Nordrhein-Westfalens. Entsprechend viele Vorgänge erreichen die Fahrerlaubnisbehörde der Bundesstadt. Das Fahrerlaubnisrecht ist dabei weder Bußgeld- noch Strafrecht, sondern Verwaltungsrecht: Es fragt nicht, ob eine Tat geahndet wird, sondern ob eine Person zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist. Diese Unterscheidung bestimmt, an welche Stelle sich Betroffene wenden müssen und welche Fristen gelten.

Der Vorgang beginnt selten bei der Behörde selbst. Polizei, Staatsanwaltschaft oder das Kraftfahrt-Bundesamt melden ein Ereignis, die Behörde prüft und hört die betroffene Person nach § 28 VwVfG NRW vorher an. Erst danach ergeht der Entziehungsbescheid nach § 3 Abs. 1 StVG in Verbindung mit § 46 Abs. 1 FeV. Ist der Entziehungsbescheid sofort vollziehbar oder bestandskräftig, ist der Führerschein nach § 47 Abs. 1 FeV unverzüglich abzuliefern; wer dann weiterfährt, riskiert ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis nach § 21 StVG.

Parallel kann ein Strafgericht die Fahrerlaubnis nach § 69 StGB entziehen und eine Sperre nach § 69a StGB verhängen. Beide Verfahren folgen unterschiedlichen Maßstäben und Rechtsmitteln, laufen aber nicht ungebremst parallel: Solange ein Strafverfahren anhängig ist, in dem eine Entziehung nach § 69 StGB in Betracht kommt, darf die Fahrerlaubnisbehörde denselben Sachverhalt nach § 3 Abs. 3 Satz 1 StVG nicht berücksichtigen; an die Feststellungen eines Strafurteils ist sie nach § 3 Abs. 4 StVG gebunden.

Eine Einstellung des Strafverfahrens bedeutet deshalb nicht, dass die Bonner Fahrerlaubnisbehörde den Fall abschließt. Genau an dieser Schnittstelle setzt anwaltliche Arbeit im Fahrerlaubnisrecht an, weil eine Äußerung im Strafverfahren später im Verwaltungsverfahren verwertet werden kann.

In Bonn führen vor allem diese Konstellationen zu Post von der Behörde:

  • Trunkenheitsfahrt mit hoher Blutalkoholkonzentration, häufig nach Kontrollen rund um Rheinufer, Rheinaue oder in der Karnevalszeit
  • Nachweis von Cannabis oder anderen Substanzen nach einer Verkehrskontrolle auf der B9 oder der A565
  • Erreichen von acht Punkten im Fahreignungsregister nach § 4 Abs. 5 StVG
  • Ärztliche Hinweise auf Erkrankungen nach Anlage 4 zur FeV
  • Zweifel an der Gültigkeit eines im EU-Ausland erworbenen Führerscheins
  • Nichtvorlage eines angeforderten Gutachtens innerhalb der gesetzten Frist
  • Fahrten mit einem E-Scooter oder Fahrrad unter Alkoholeinfluss

MPU-Anordnung nach § 13 FeV: Promillewerte und Beibringungsfrist

Die medizinisch-psychologische Untersuchung ist der häufigste Streitpunkt im Fahrerlaubnisrecht. Bei Alkohol richtet sich die Anordnung nach § 13 FeV. Bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr ist die Begutachtung nach § 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c FeV zwingend anzuordnen. Nach einer einmaligen Trunkenheitsfahrt kann sie bereits ab 1,1 Promille in Betracht kommen, wenn dokumentiert ist, dass keine Ausfallerscheinungen auftraten – das Bundesverwaltungsgericht hat dies mit Urteil vom 17.03.2021 (3 C 3.20) bestätigt. Der Grund: Wer bei diesem Wert unauffällig wirkt, zeigt eine erhebliche Giftfestigkeit.

Die Behörde setzt für die Beibringung des Gutachtens eine Frist nach § 11 Abs. 6 FeV. Wird das Gutachten nicht oder nicht fristgerecht vorgelegt, darf sie nach § 11 Abs. 8 FeV auf die Nichteignung schließen und die Fahrerlaubnis entziehen. Das ist eine der härtesten Regelungen im gesamten Fahrerlaubnisrecht, denn es kommt dann nicht mehr darauf an, ob jemand tatsächlich ungeeignet ist. Voraussetzung bleibt allerdings, dass die Anordnung selbst rechtmäßig und die Fragestellung hinreichend bestimmt war.

Wichtig für Bonner Betroffene: Die MPU-Anordnung ist nach herrschender Ansicht nicht selbstständig anfechtbar. Sie gilt als Verfahrenshandlung, die erst gemeinsam mit dem späteren Entziehungsbescheid gerichtlich überprüft wird. Praktisch bedeutet das im Fahrerlaubnisrecht: Wer die Anordnung für rechtswidrig hält, muss diese Einwände dokumentieren und im späteren Verfahren gegen den Bescheid geltend machen.

Cannabis, Medikamente und der THC-Grenzwert im Fahrerlaubnisrecht

Seit dem 22.08.2024 gilt nach § 24a Abs. 1a StVG ein Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum. Wer diesen Wert erreicht oder überschreitet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Zusätzlich verbietet § 24a Abs. 2a StVG die Kombination von Cannabis und Alkohol am Steuer. Für das Fahrerlaubnisrecht ist entscheidend, dass die Bonner Behörde an diesen Bußgeldwert nicht gebunden ist: Sie prüft eigenständig die Fahreignung.

Seit dem 01.04.2024 regelt § 13a FeV die Begutachtung bei Cannabis eigenständig, parallel zur Alkoholregelung des § 13 FeV. Für andere Betäubungs- und Arzneimittel bleibt § 14 FeV maßgeblich. Wer in Bonn nach einer Kontrolle ein Anhörungsschreiben erhält, sollte deshalb genau prüfen lassen, auf welche Norm die Behörde ihre Anordnung stützt – die Voraussetzungen unterscheiden sich erheblich.

Eine verbreitete Fehlvorstellung betrifft das sogenannte Arzneimittelprivileg. § 24a Abs. 4 StVG schützt Patientinnen und Patienten, die Cannabis bestimmungsgemäß aufgrund ärztlicher Verordnung einnehmen, ausschließlich vor dem Bußgeld. Vor der Fahrerlaubnisbehörde wirkt es nicht: Sie kann trotzdem eine Begutachtung anordnen, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Weitere Erläuterungen zu Verkehrsrecht und Verwaltungsverfahren finden Sie im Artikelbereich.

Seit der Reform 2024 stehen die früher zentralen Begriffe des gelegentlichen Konsums und des Trennungsvermögens nicht mehr in Anlage 4 zur FeV. An ihre Stelle ist der Missbrauchsbegriff getreten. Ältere Ratgebertexte und ältere Bescheidbegründungen arbeiten teilweise noch mit der alten Terminologie – ein Punkt, an dem im Fahrerlaubnisrecht häufig Angriffsflächen gegen Behördenentscheidungen entstehen.

Alkohol auf Fahrrad und E-Scooter: Was am Bonner Rheinufer gilt

Bonn ist eine Stadt der kurzen Wege, und viele Menschen lassen das Auto bewusst stehen. Ausgerechnet das kann im Fahrerlaubnisrecht zum Problem werden: Auf dem Fahrrad gilt absolute Fahruntüchtigkeit ab 1,6 Promille. Ab diesem Wert ist die MPU anzuordnen, obwohl gar kein Kraftfahrzeug geführt wurde – § 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c FeV erfasst das Führen eines Fahrzeugs und stellt die Anordnung nicht in das Ermessen der Behörde. Das Bundesverwaltungsgericht hat dies mit Beschluss vom 20.06.2013 (3 B 102.12) bestätigt.

Zugleich gilt: Die Fahrradfahrt allein begründet noch keinen Eignungsmangel. Sie ist der Anlass, der die Begutachtung auslöst – so das Bundesverwaltungsgericht bereits mit Urteil vom 21.05.2008 (3 C 32.07). Wer also nach einer Rheinauen-Veranstaltung mit dem Rad kontrolliert wird, verliert die Fahrerlaubnis nicht automatisch, muss aber mit einer Anordnung nach § 13 FeV rechnen.

Unterschiedlich behandelt werden Fahrrad und E-Scooter. § 69 StGB greift bei der reinen Fahrradfahrt nicht, beim E-Scooter dagegen schon – dort gilt die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit von 1,1 Promille, weil es sich um ein Kraftfahrzeug handelt. Für Bonner Studierende und Pendelnde, die abends einen Leih-Scooter nutzen, ist dieser Unterschied praktisch folgenreich.

Umstritten ist im Fahrerlaubnisrecht, ob die Behörde zusätzlich das Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge auf Grundlage von § 3 FeV untersagen darf. Gegen eine solche Untersagung haben sich der BayVGH (11 BV 22.1234), das OVG Koblenz (10 A 10971/23) und – für Nordrhein-Westfalen besonders relevant – das OVG Münster (16 B 1300/23) positioniert; dafür sprachen sich die Oberverwaltungsgerichte Lüneburg, Saarlouis, Schleswig sowie das Sächsische OVG aus. Eine klärende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts liegt bislang nicht vor.

Eilrechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Köln, zuständig für die Bundesstadt Bonn

Entziehungsbescheide werden regelmäßig mit der Anordnung der sofortigen Vollziehung nach § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 VwGO verbunden. Eine Klage hat dann keine aufschiebende Wirkung – der Führerschein ist weg, bevor irgendein Gericht entschieden hat. Das zentrale Instrument im Fahrerlaubnisrecht ist deshalb der Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO. Für Bonner Betroffene ist das Verwaltungsgericht Köln zuständig, das unter anderem für die Bundesstadt Bonn entscheidet.

Im Eilverfahren wägt das Gericht das Interesse der Allgemeinheit an der Verkehrssicherheit gegen das Interesse der betroffenen Person ab und prüft dabei summarisch die Erfolgsaussichten in der Hauptsache. Wirtschaftliche Härten allein – etwa der drohende Verlust des Arbeitsplatzes – reichen nach ständiger verwaltungsgerichtlicher Praxis nicht aus. Erfolg hat ein Antrag vor allem dann, wenn der Bescheid rechtliche Fehler aufweist, etwa bei der Begründung des Sofortvollzugs oder bei der Gutachtenanordnung.

Weil die Begründung des Eilantrags den späteren Prozessverlauf prägt, lohnt sich frühe Vertretung. Eine Anwältin oder ein Anwalt in Bonn mit Schwerpunkt im Fahrerlaubnisrecht kann Behördenakte einsehen, die Verwertbarkeit von Blutproben prüfen und die Anordnung auf ihre Bestimmtheit hin kontrollieren, bevor Fristen verstreichen.

EU-Führerschein, Sperrfrist und Wiedererteilung nach § 20 FeV

Ein im EU-Ausland erworbener Führerschein ist nach § 28 FeV grundsätzlich in Deutschland anzuerkennen. Die Ausnahmen stehen in Absatz 4, praktisch am wichtigsten ist der Verstoß gegen das Wohnsitzerfordernis. Wurde die Fahrerlaubnis erst nach Ablauf einer Sperrfrist erteilt und war der ordentliche Wohnsitz im Ausstellerstaat gewahrt, ist der Führerschein anzuerkennen – auch ohne deutsche MPU. Der Europäische Gerichtshof hat das mit Urteil vom 26.04.2012 (C-419/10, Hofmann) klargestellt. Dieser Bereich des Fahrerlaubnisrechts ist für die international geprägte Bundesstadt Bonn mit ihren UN-Einrichtungen und ausländischen Vertretungen besonders relevant.

Wer Sicherheit über die Anerkennung wünscht, stößt an eine Grenze: § 28 Abs. 4 Satz 2 FeV erlaubt der Behörde nur, die fehlende Berechtigung durch Verwaltungsakt festzustellen; einen Bescheid, der die Anerkennung bestätigt, sieht die Vorschrift nicht vor.

In den Fällen des § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 und 4 FeV wird das Recht, von der EU-Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen, nach § 28 Abs. 5 FeV auf Antrag erteilt, wenn die Gründe für die Entziehung oder die Sperre nicht mehr bestehen. Wer ohne Klärung fährt, riskiert bei einer Kontrolle in Bonn den Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Nach einer strafgerichtlichen Entziehung läuft eine Sperre nach § 69a StGB. Sie kann nach Absatz 7 vorzeitig aufgehoben werden, wenn neue Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass keine Ungeeignetheit mehr besteht – häufig gestützt auf Abstinenznachweise und verkehrspsychologische Beratung. Die Neuerteilung selbst richtet sich anschließend nach § 20 FeV. Im Fahrerlaubnisrecht gilt dabei: Die alte Fahrerlaubnis lebt nicht wieder auf, es handelt sich um einen neuen Antrag.

  • Antrag auf Neuerteilung bei der Fahrerlaubnisbehörde der Bundesstadt Bonn nach § 20 Abs. 1 FeV
  • Ablauf oder vorzeitige Aufhebung der Sperre nach § 69a Abs. 7 StGB
  • Beibringung des angeforderten Gutachtens, soweit die Behörde eines verlangt
  • Abstinenznachweise über den geforderten Zeitraum, lückenlos und forensisch verwertbar
  • Sehtest nach § 12 Abs. 2 FeV, bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre (§ 12 Abs. 7 FeV); auf den Nachweis über eine Schulung in Erster Hilfe wird bei der Neuerteilung nach § 19 Abs. 2 Satz 2 FeV verzichtet, wenn zuvor bereits an einer solchen Schulung teilgenommen wurde
  • Auskunft aus dem Fahreignungsregister sowie gegebenenfalls dem Fahrerlaubnisregister

Tilgung nach § 29 StVG: die Fünf-Jahres-Falle nach Eignungsentziehung

Eintragungen im Fahreignungsregister werden nach § 29 StVG nach festen Fristen getilgt. Eine im Fahrerlaubnisrecht häufig übersehene Besonderheit betrifft die Entziehung wegen mangelnder Eignung: Hier beginnt die Tilgungsfrist erst mit der Neuerteilung der Fahrerlaubnis, spätestens fünf Jahre nach Eintritt der Rechtskraft. Wer nie wieder einen Antrag stellt, wartet damit bis zu 15 statt 10 Jahre, bis der Eintrag verschwindet.

Diese Regel hat eine unangenehme Konsequenz: Abwarten hilft nicht. Wer den Antrag auf Neuerteilung aufschiebt, verlängert die Registerlaufzeit und riskiert, dass ein alter Eintrag Jahre später erneut eine Begutachtung auslöst. Ergänzend gilt seit dem 01.05.2014, dass es im Fahreignungsregister keine Tilgungshemmung mehr gibt – jede Eintragung läuft nach eigener Frist ab, neue Eintragungen verlängern die alten nicht mehr.

Für Betroffene aus Bonn und dem umliegenden Rheinland bedeutet das eine planerische Aufgabe: Der richtige Zeitpunkt für den Neuerteilungsantrag hängt davon ab, welche Eintragungen bestehen und wann sie tilgungsreif werden. Eine Registerauskunft vor dem Antrag ist deshalb im Fahrerlaubnisrecht Standard und verhindert, dass ein Antrag zur Unzeit neue Prüfungen auslöst.

Kosten im Fahrerlaubnisrecht: Gebühren nach RVG, GKG und MPU

Die anwaltlichen Gebühren im Fahrerlaubnisrecht richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und knüpfen an den Gegenstands- beziehungsweise Streitwert an. Da Fahrerlaubnissachen keinen bezifferbaren Geldwert haben, bestimmt das Gericht den Streitwert nach § 52 Abs. 1 GKG; fehlen Anhaltspunkte, ist nach § 52 Abs. 2 GKG ein Wert von 5.000 Euro anzunehmen, bei mehreren betroffenen Fahrerlaubnisklassen kann das Gericht einen höheren Wert festsetzen. Im Eilverfahren wird dieser Wert regelmäßig hälftig angesetzt, weil es sich um eine vorläufige Entscheidung handelt.

Gebühren- und Wertansätze in fahrerlaubnisrechtlichen Verfahren
VerfahrensschrittRechtsgrundlageGebühren- oder Wertansatz
Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVGhöchstens 190 EUR netto, wenn keine Gebührenvereinbarung getroffen wurde
Vertretung gegenüber der FahrerlaubnisbehördeNr. 2300 VV RVGGeschäftsgebühr 0,5 bis 2,5; mehr als 1,3 nur bei umfangreicher oder schwieriger Tätigkeit
Eilantrag beim Verwaltungsgericht Köln§ 80 Abs. 5 VwGO, Nr. 3100 VV RVGVerfahrensgebühr 1,3 aus dem festgesetzten Streitwert
Klageverfahren mit mündlicher VerhandlungNr. 3104 VV RVGzusätzlich Terminsgebühr 1,2
Streitwert der Hauptsache§ 52 Abs. 2 GKGAuffangwert 5.000 EUR, im Eilverfahren regelmäßig hälftig
MPU-Gutachten§ 11 Abs. 6 FeVträgt die betroffene Person, Höhe nach Preisliste der Begutachtungsstelle

Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte prüfen, ob der Baustein Verwaltungsrechtsschutz eingeschlossen ist. Verkehrsrechtsschutz allein deckt fahrerlaubnisrechtliche Verwaltungsverfahren nicht in jedem Fall ab. Die Deckungsanfrage stellt in der Praxis meist die Kanzlei; sie sollte vor dem Eilantrag erfolgen, damit die Kostenfrage nicht mit der Fristenfrage kollidiert. Ein Erfolgshonorar ist nach § 49b Abs. 2 BRAO und § 4a RVG nur in eng begrenzten gesetzlichen Ausnahmefällen zulässig und im Fahrerlaubnisrecht kein Regelmodell.

Über anwaltvergleich.de können Sie im Anwaltsverzeichnis nach Rechtsgebiet und Ort suchen. Für Bonn führt die Übersicht Anwalt in Bonn zu Einträgen mit Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, dem Fachanwaltstitel nach den Angaben der BRAK. Wer bereits einen Bescheid erhalten hat, sollte im Erstkontakt Datum der Bekanntgabe, Aktenzeichen und die genannte Rechtsgrundlage bereithalten – damit lässt sich sofort einordnen, wie viel Zeit für einen Antrag im Fahrerlaubnisrecht bleibt.

Alle Angaben auf dieser Seite geben den Rechtsstand vom 15.08.2026 wieder und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls; Promillewerte, Fristen und Anordnungsvoraussetzungen wirken sich je nach Sachverhalt unterschiedlich aus. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Die Klage gegen den Entziehungsbescheid muss nach § 74 Abs. 1 VwGO innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe beim Verwaltungsgericht Köln eingehen, das für die Bundesstadt Bonn zuständig ist. Weil der Bescheid regelmäßig für sofort vollziehbar erklärt wird (§ 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 VwGO), hat die Klage keine aufschiebende Wirkung. Praktisch entscheidend ist deshalb der Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO. Er ist an keine gesetzliche Frist gebunden, sollte aber umgehend gestellt werden. Den Führerschein müssen Sie nach § 47 Abs. 1 FeV unverzüglich abliefern.

Nach § 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c FeV ist die medizinisch-psychologische Untersuchung bei 1,6 Promille Blutalkohol oder mehr oder 0,8 mg/l Atemalkohol oder mehr zwingend anzuordnen. Bereits ab 1,1 Promille kommt sie nach einer einmaligen Trunkenheitsfahrt in Betracht, wenn dokumentiert ist, dass keine Ausfallerscheinungen auftraten – so das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 17.03.2021 (3 C 3.20). Der Grund liegt in der dadurch belegten Giftfestigkeit. Legen Sie das angeforderte Gutachten nicht fristgerecht vor, darf die Behörde nach § 11 Abs. 8 FeV auf Nichteignung schließen und die Fahrerlaubnis entziehen.

Nach herrschender Ansicht ist die MPU-Anordnung nicht selbstständig anfechtbar; sie gilt als Verfahrenshandlung und wird erst gemeinsam mit dem späteren Entziehungsbescheid gerichtlich überprüft. Einwände gegen die Anordnung – etwa eine zu unbestimmte Fragestellung oder ein fehlender Anlass – sollten deshalb schriftlich gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde dokumentiert und im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln geltend gemacht werden. Nur eine rechtmäßige Anordnung trägt den Schluss nach § 11 Abs. 8 FeV.

Nur eingeschränkt. Das Arzneimittelprivileg des § 24a Abs. 4 StVG schützt Sie bei bestimmungsgemäßer Einnahme aufgrund ärztlicher Verordnung vor dem Bußgeld, nicht aber vor der Fahrerlaubnisbehörde. Diese kann eine Begutachtung nach § 13a FeV oder § 14 FeV anordnen, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Der seit dem 22.08.2024 geltende Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum (§ 24a Abs. 1a StVG) bindet die Behörde nicht. Zusätzlich gilt nach § 24a Abs. 2a StVG ein Kombinationsverbot mit Alkohol.

Nach § 28 FeV grundsätzlich ja. Die Ausnahmen stehen in Absatz 4, praktisch am wichtigsten ist der Verstoß gegen das Wohnsitzerfordernis. Wurde die Fahrerlaubnis erst nach Ablauf einer Sperrfrist erteilt und war der ordentliche Wohnsitz im Ausstellerstaat gewahrt, ist der Führerschein anzuerkennen – auch ohne deutsche MPU (EuGH, 26.04.2012, C-419/10, Hofmann). Einen Bescheid, der die Anerkennung bestätigt, sieht § 28 FeV nicht vor; § 28 Abs. 4 Satz 2 FeV erlaubt nur die Feststellung der fehlenden Berechtigung. In den Fällen des § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 und 4 FeV wird das Recht nach § 28 Abs. 5 FeV auf Antrag erteilt, wenn die Gründe für Entziehung oder Sperre nicht mehr bestehen. Wer ohne Klärung fährt, riskiert bei einer Kontrolle den Vorwurf nach § 21 StVG.

Fahrerlaubnisrecht in Bonn: passende Kanzlei finden

In Bonn selbst steht derzeit niemand mit dem Fachanwaltstitel für Verwaltungsrecht und Verkehrsrecht bei uns. Im Umkreis von 25 km stehen 117 Fachanwältinnen und Fachanwälte; die 10 nächstgelegenen stehen unten. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Bonn hat noch keine Kanzlei für Fahrerlaubnisrecht ein eigenes Profil bei uns. Unten stehen die nächstgelegenen Fachanwältinnen und Fachanwälte aus der Umgebung. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir leiten es an eine passende Kanzlei weiter, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Fachanwältinnen und Fachanwälte in der Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt. Zu Fahrerlaubnisrecht gibt es keinen eigenen Fachanwaltstitel; gezeigt werden Fachanwältinnen und Fachanwälte für Verwaltungsrecht und Verkehrsrecht. Entfernung = Luftlinie ab Bonn, Umkreis bis 25 km; der Ort ist der Kanzleisitz.

  • Öffentliche Quellen

    Johannes Schneider

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht +1

    Bonn · 1 km

    Kesselgasse 5, 53111 Bonn

    Schneider & Schneider Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Klaus Behrens

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +1

    Bonn · 1 km

    Alexanderstraße 10 – alexanderhaus, 53111 Bonn

    ddkb Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Ingo Pflugmacher

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht +1

    Bonn · 1 km

    Friedensplatz 1, 53111 Bonn

    BUSSE & MIESSEN Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Alexander Kindt

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +2

    Bonn · 1 km

    Wilhelmstr. 40-42, 53111 Bonn

    Lehmkühler Rechtsanwälte Steuerberater

  • Öffentliche Quellen

    Jana Laurentius

    Fachanwältin für Verwaltungsrecht +2

    Bonn · 1 km

    In der Sürst 3, 53111 Bonn

  • Öffentliche Quellen

    Oliver Daniel Özkara

    Fachanwalt für Verkehrsrecht

    Bonn · 1 km

    Poppelsdorfer Allee 40b, 53115 Bonn

  • Öffentliche Quellen

    Johanna Engel

    Fachanwältin für Verkehrsrecht

    Bonn · 1 km

    Paul-Clemen-Straße 18, 53113 Bonn

  • Öffentliche Quellen

    Andreas Föhr

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +2

    Bonn · 1 km

    Martinsplatz 2a, 53113 Bonn

  • Öffentliche Quellen

    Christian Mäßen

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht

    Bonn · 1 km

    Kurt-Schumacher-Straße 18-20, 53113 Bonn

    HÜMMERICH legal Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Hansjörg Tamoj

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht +1

    Bonn · 1 km

    Kurt-Schumacher-Straße 18-20, 53113 Bonn

    HÜMMERICH legal Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB

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