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Fahrerlaubnisrecht Bergisch Gladbach

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Maschinelle Rechtsprüfung am 31.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Bergisch Gladbach ein Schreiben der Fahrerlaubnisbehörde erhält, steht mitten im Fahrerlaubnisrecht – einem Gebiet des Verwaltungsrechts mit eigenen Spielregeln.

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Redaktion anwaltvergleich.de 12 Min. Lesedauer

Wer in Bergisch Gladbach ein Schreiben der Fahrerlaubnisbehörde erhält, steht mitten im Fahrerlaubnisrecht – einem Gebiet des Verwaltungsrechts mit eigenen Spielregeln. Über die Anordnung einer MPU, die verwaltungsrechtliche Entziehung der Fahrerlaubnis oder die Neuerteilung entscheidet nicht das Strafgericht, sondern die Verwaltung – das Strafgericht kann die Fahrerlaubnis daneben nach § 69 StGB entziehen und eine Sperre nach § 69a StGB anordnen: Für die Kreisstadt des Rheinisch-Bergischen Kreises ist die Kreisverwaltung als Fahrerlaubnisbehörde zuständig, gerichtlich kontrolliert wird sie vom Verwaltungsgericht Köln.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Fahrerlaubnisrecht in Bergisch Gladbach prüft, ob eine Gutachtenanordnung nach § 13 oder § 13a FeV rechtmäßig ist, ob die Entziehung Bestand haben kann und ob ein Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO beim Verwaltungsgericht Köln Aussicht auf Erfolg hat. Das ist entscheidend, weil Entziehungsbescheide regelmäßig sofort vollziehbar sind: Ohne gerichtliche Entscheidung bleibt der Führerschein weg, auch wenn der Bescheid später aufgehoben wird.

Gerade in einer Großstadt mit rund 111.174 Einwohnerinnen und Einwohnern, aus der täglich viele Menschen nach Köln und in das übrige Nordrhein-Westfalen pendeln, hängt an der Fahrerlaubnis oft der Arbeitsplatz. Wer früh anwaltlichen Rat einholt, kann typische Fehler vermeiden – etwa ein unvorbereitetes MPU-Gutachten vorzulegen oder die Beibringungsfrist der Behörde verstreichen zu lassen, was es der Behörde nach § 11 Abs. 8 FeV erlaubt, auf die Nichteignung zu schließen, sofern sie in der Anordnung auf diese Folge hingewiesen hat.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Verwaltungsgericht Köln (zuständig für u. a. den Rheinisch-Bergischen Kreis)
Wichtige Gesetze
§ 13 FeV, § 13a FeV, § 11 Abs. 8 FeV, § 20 FeV
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Verwaltungsgericht Köln, Appellhofplatz, 50667 Köln zuständig für u. a. den Rheinisch-Bergischen Kreis

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Verwaltungsgericht Köln. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Fahrerlaubnisrecht in Bergisch Gladbach: Zuständigkeiten und Verfahrensweg

Das Fahrerlaubnisrecht ist Verwaltungsrecht und unterscheidet sich grundlegend vom Bußgeld- und Strafrecht. Über Entziehung, Gutachtenanordnung oder Neuerteilung entscheidet für die rund 111.174 Einwohnerinnen und Einwohner von Bergisch Gladbach zunächst keine Richterin und kein Richter, sondern die Fahrerlaubnisbehörde. Da Bergisch Gladbach Kreisstadt des Rheinisch-Bergischen Kreises ist, läuft das fahrerlaubnisrechtliche Verfahren über die Kreisverwaltung – anders als im benachbarten kreisfreien Köln, wo die Stadt selbst Fahrerlaubnisbehörde ist.

Gegen belastende Bescheide steht der Verwaltungsrechtsweg offen: Zuständig ist das Verwaltungsgericht Köln, das unter anderem für den Rheinisch-Bergischen Kreis entscheidet. Weil die Entziehung der Fahrerlaubnis regelmäßig für sofort vollziehbar erklärt wird, kommt dem Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO besondere Bedeutung zu: Gefahren werden darf erst wieder, wenn die Behörde die Vollziehung nach § 80 Abs. 4 VwGO aussetzt oder das Verwaltungsgericht Köln die aufschiebende Wirkung nach § 80 Abs. 5 VwGO wiederherstellt.

Gegen Eilentscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln ist die Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster möglich. Eine Anwältin oder ein Anwalt in Bergisch Gladbach mit Schwerpunkt im Fahrerlaubnisrecht kennt diesen Instanzenzug und weiß, dass Eilverfahren schnelle, vollständig belegte Antragsschriften verlangen – gerade für Berufspendlerinnen und Berufspendler, die auf die Strecke Richtung Köln angewiesen sind.

MPU-Anordnung nach § 13 und § 13a FeV: Wann die Begutachtung droht

Die medizinisch-psychologische Untersuchung ist der häufigste Streitpunkt im Fahrerlaubnisrecht. Bei Alkoholauffälligkeiten ordnet die Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises die Begutachtung nach § 13 FeV an, bei Cannabis nach dem seit dem 22.08.2024 geltenden § 13a FeV, bei anderen Betäubungs- und Arzneimitteln nach § 14 FeV. Die Vorschriften lassen der Behörde dabei weniger Spielraum, als viele Betroffene glauben: Liegen die Voraussetzungen des § 13 oder § 13a FeV vor, ordnet sie die Begutachtung an; nur in Teilen des § 14 FeV steht ihr ein Ermessen zu (§ 14 Abs. 1 Satz 2 FeV).

Bei Alkohol gilt: Ab 1,6 Promille ist die MPU zwingend. Nach einer einmaligen Trunkenheitsfahrt kann sie aber schon ab 1,1 Promille angeordnet werden, wenn dokumentiert ist, dass trotz dieser Alkoholisierung keine Ausfallerscheinungen auftraten (BVerwG, Urteil vom 17.03.2021, 3 C 3.20). Die scheinbar „sichere Fahrweise" wird also zum Nachteil – sie spricht aus Sicht der Rechtsprechung für ungewöhnliche Alkoholgewöhnung. Für Betroffene aus Bergisch Gladbach lohnt deshalb früh ein Blick in die Ermittlungsakte: Was Polizei und Ärztin dort zu Ausfallerscheinungen notiert haben, entscheidet oft über die MPU-Pflicht.

  • Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille oder mehr (§ 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c FeV)
  • Einmalige Fahrt ab 1,1 Promille ohne dokumentierte Ausfallerscheinungen (BVerwG 3 C 3.20)
  • Wiederholte Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss (§ 13 FeV)
  • Anhaltspunkte für Cannabismissbrauch (§ 13a FeV, seit 22.08.2024)
  • Einnahme anderer Betäubungsmittel oder missbräuchliche Arzneimitteleinnahme (§ 14 FeV)
  • Fahrradfahrt mit 1,6 Promille oder mehr (BVerwG, Beschluss vom 20.06.2013, 3 B 102.12)
  • Neuerteilungsantrag nach Entziehung wegen Alkohol- oder Drogenproblematik

Wird das angeforderte Gutachten nicht fristgerecht vorgelegt, darf die Behörde nach § 11 Abs. 8 FeV auf die Nichteignung schließen und die Fahrerlaubnis entziehen. Tückisch daran: Die MPU-Anordnung selbst ist nach herrschender Ansicht nicht selbständig anfechtbar; das Bundesverwaltungsgericht hat diese Frage 2022 ausdrücklich offengelassen (3 C 9.21). Die fahrerlaubnisrechtliche Verteidigung muss deshalb ansetzen, bevor die Beibringungsfrist abläuft – durch Prüfung der Anordnung auf formelle und inhaltliche Fehler und durch eine realistische Einschätzung, ob eine vorbereitete MPU der bessere Weg ist als der spätere Prozess vor dem Verwaltungsgericht Köln.

Alkohol auf Fahrrad und E-Scooter: Promillegrenzen im Fahrerlaubnisrecht

Dass das Fahrerlaubnisrecht auch ohne Auto greift, überrascht viele – etwa Radfahrerinnen und Radfahrer, die nach einem Abend in der Bergisch Gladbacher Innenstadt noch heimradeln. Auf dem Fahrrad beginnt die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille; ab diesem Wert ordnet die Fahrerlaubnisbehörde die MPU auch ohne jeden Bezug zu einem Kraftfahrzeug an (BVerwG, Beschluss vom 20.06.2013, 3 B 102.12). Die Fahrradfahrt allein begründet dabei keinen Eignungsmangel – sie löst die Begutachtung aus (BVerwG, Urteil vom 21.05.2008, 3 C 32.07).

Beim E-Scooter liegt die Schwelle nach der überwiegenden Rechtsprechung niedriger: Dort gilt wie beim Auto die Grenze von 1,1 Promille für absolute Fahruntüchtigkeit, und anders als beim Fahrrad kann das Strafgericht nach § 69 StGB auch die Fahrerlaubnis entziehen. Wer in Bergisch Gladbach mit dem Leih-Scooter alkoholisiert fährt, riskiert also denselben fahrerlaubnisrechtlichen Absturz wie am Steuer eines Pkw.

Nach § 3 Abs. 1 FeV hat die Fahrerlaubnisbehörde das Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge – also auch des Fahrrads – zu untersagen, zu beschränken oder die erforderlichen Auflagen anzuordnen, wenn sich jemand dafür als ungeeignet oder nur noch bedingt geeignet erweist; zur Klärung von Eignungszweifeln kann sie nach § 3 Abs. 3 FeV in entsprechender Anwendung der §§ 11 bis 14 FeV ein Gutachten anfordern. Welche Anforderungen an ein solches Verbot zu stellen sind, beurteilen die Gerichte unterschiedlich. Nach § 3 Abs. 4 FeV ist dabei zu berücksichtigen, dass fahrerlaubnisfreie Fahrzeuge regelmäßig geringere Gefährlichkeit aufweisen; maßgeblich sind unter anderem Größe und Gewicht des Fahrzeugs, die Fahreigenschaften, die erreichbare Höchstgeschwindigkeit sowie Art der Bedienung und Benutzung.

Cannabis im Fahrerlaubnisrecht: die Rechtslage seit 2024

Mit der Teillegalisierung hat der Gesetzgeber auch das Fahrerlaubnisrecht umgebaut. Seit dem 22.08.2024 gilt im Straßenverkehr der Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum (§ 24a Abs. 1a StVG); wer ihn erreicht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Für die Kombination von Cannabis und Alkohol gilt ein eigenes Verbot nach § 24a Abs. 2a StVG. Diese Werte prüft die Bußgeldstelle – die Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises stellt daneben ihre eigenen, strengeren Eignungsfragen.

Für die Eignung gilt seit 2024 der neue § 13a FeV: Bei Anhaltspunkten für Cannabismissbrauch ordnet die Behörde die MPU an. Anlage 4 zur FeV stellt in Nummer 9.2.1 auf Cannabismissbrauch ab; dieser liegt vor, wenn das Führen von Fahrzeugen und ein Cannabiskonsum mit nicht fernliegender verkehrssicherheitsrelevanter Wirkung nicht hinreichend sicher getrennt werden können. Die frühere Unterscheidung nach gelegentlichem und regelmäßigem Konsum ist entfallen. Ältere Ratgebertexte und Urteile zum Cannabiskonsum sind damit in weiten Teilen überholt – auch das sollten Betroffene aus Bergisch Gladbach wissen, bevor sie sich auf veraltete Argumente stützen.

Eine Falle für Patientinnen und Patienten: Das Arzneimittelprivileg des § 24a Abs. 4 StVG schützt medizinische Cannabisnutzer nur vor dem Bußgeld, nicht vor der Fahrerlaubnisbehörde. Wer in Bergisch Gladbach Cannabis auf Rezept erhält, kann also trotz bußgeldfreier Fahrt bei bestimmungsgemäßer Einnahme in ein fahrerlaubnisrechtliches Überprüfungsverfahren geraten – hier kommt es auf ärztliche Dokumentation und eine sorgfältig begründete Stellungnahme gegenüber der Behörde an.

EU-Führerschein: Anerkennung nach § 28 FeV und ihre Grenzen

Nach einer Entziehung weichen manche auf einen im EU-Ausland erworbenen Führerschein aus. Das Fahrerlaubnisrecht regelt die Anerkennung in § 28 FeV: Grundsätzlich berechtigt eine gültige EU- oder EWR-Fahrerlaubnis auch zum Fahren in Bergisch Gladbach und im übrigen Bundesgebiet. Die praktisch wichtigen Ausnahmen stehen in § 28 Abs. 4 FeV – allen voran der Verstoß gegen das Wohnsitzerfordernis, wenn also der Führerschein oder unbestreitbare Informationen aus dem Ausstellerstaat belegen, dass der ordentliche Wohnsitz bei der Erteilung im Inland lag.

War die Fahrerlaubnis im Inland entzogen worden, gilt die Berechtigung aus einer später erworbenen EU- oder EWR-Fahrerlaubnis gerade nicht (§ 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 FeV). Das Recht, von ihr im Inland Gebrauch zu machen, wird nach § 28 Abs. 5 Satz 1 FeV nur auf Antrag erteilt, wenn die Gründe für die Entziehung oder die Sperre nicht mehr bestehen – dafür kann die Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises ein Gutachten, etwa eine MPU, verlangen. Der Europäische Gerichtshof hat bestätigt, dass die Anerkennung in diesen Fällen auch nach Ablauf der Sperrfrist abgelehnt werden darf (EuGH, Urteil vom 26.04.2012, C-419/10, Hofmann). Wer ohne diese behördliche Entscheidung fährt, riskiert eine Strafbarkeit wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG).

Wichtig für die Strategie: Auf einen klarstellenden Feststellungsbescheid besteht kein Anspruch, denn § 28 Abs. 4 Satz 2 FeV ist eine Kann-Vorschrift. Ob eine ausländische Fahrerlaubnis im Inland gilt, wird im Streitfall vor dem Verwaltungsgericht Köln geklärt – oft erst, nachdem die Behörde die fehlende Berechtigung festgestellt hat. Eine fahrerlaubnisrechtlich versierte Anwältin oder ein entsprechend versierter Anwalt prüft vorab, ob der EU-Führerschein trägt oder ob die Wiedererteilung in Deutschland der sicherere Weg ist.

Wiedererteilung, Sperrfrist und Tilgung: § 20 FeV, § 69a StGB, § 29 StVG

Die Wiedererteilung nach einer Entziehung richtet sich gemäß § 20 FeV nach den Vorschriften für die Ersterteilung – die Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises prüft die Eignung also vollständig neu und verlangt bei Alkohol- oder Drogenvorgeschichte regelmäßig ein MPU-Gutachten. Hat das Strafgericht eine Sperrfrist nach § 69a StGB verhängt, kann die Fahrerlaubnis erst nach deren Ablauf erteilt werden; nach § 69a Abs. 7 StGB kann das Gericht die Sperre vorzeitig aufheben, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass der Betroffene nicht mehr ungeeignet ist – frühestens jedoch, wenn die Sperre drei Monate und in den Fällen des § 69a Abs. 3 StGB ein Jahr gedauert hat; dafür kann etwa eine erfolgreich abgeschlossene Nachschulung sprechen.

  • Neuerteilungsantrag bei der Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises stellen; läuft eine Sperre nach § 69a StGB oder nach § 2a Abs. 5 Satz 3 bzw. § 4 Abs. 10 Satz 1 StVG, ist der Antrag frühestens sechs Monate vor deren Ablauf möglich (§ 20 Abs. 4 FeV); besteht keine Sperre, kann der Antrag jederzeit gestellt werden
  • Sperrfrist aus dem Strafurteil prüfen; vorzeitige Aufhebung nach § 69a Abs. 7 StGB erwägen
  • MPU nicht unvorbereitet antreten – Abstinenznachweise und Beratung rechtzeitig organisieren
  • Tilgungsfristen im Fahreignungsregister nach § 29 StVG berechnen lassen
  • Bei Auslandswohnsitz: Anerkennungsfragen nach § 28 FeV vor Antragstellung klären
  • Eilrechtsschutz nach § 80 Abs. 5 VwGO beim Verwaltungsgericht Köln als Option im Blick behalten

Eine wenig bekannte Falle steckt in der Tilgung nach § 29 StVG: Wurde die Fahrerlaubnis wegen mangelnder Eignung entzogen, beginnt die Tilgungsfrist erst mit der Neuerteilung, spätestens fünf Jahre nach Rechtskraft der Entscheidung. Wer nie wieder einen Antrag stellt, wartet dadurch bis zu 15 statt 10 Jahre auf die Tilgung. Seit dem 01.05.2014 gibt es im Fahreignungsregister zudem keine Tilgungshemmung mehr. Gerade bei älteren Vorfällen lohnt deshalb eine fahrerlaubnisrechtliche Prüfung, welche Eintragungen der Behörde überhaupt noch entgegengehalten werden dürfen – das kann für Antragsteller aus Bergisch Gladbach den Unterschied zwischen MPU und glatter Neuerteilung ausmachen.

Kosten im Fahrerlaubnisrecht: Gebühren nach RVG und GKG

Die Vergütung im Fahrerlaubnisrecht folgt dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), soweit keine Vergütungsvereinbarung getroffen wird. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt bei der Erstberatung ohne abweichende Vereinbarung die Obergrenze von 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVG). Vor dem Verwaltungsgericht Köln kommen Gerichtskosten nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) hinzu; fehlen genügende Anhaltspunkte für den Streitwert, gilt der Auffangwert von 5.000 Euro (§ 52 Abs. 2 GKG).

Typische Kostenpositionen im Fahrerlaubnisrecht (gesetzliche Grundlagen, Stand 2026)
Leistung bzw. VerfahrensschrittRechtsgrundlageKostenrahmen
Erstberatung (Verbraucher)§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVGhöchstens 190 Euro zzgl. Umsatzsteuer, sofern nichts anderes vereinbart ist
Außergerichtliche Vertretung gegenüber der FahrerlaubnisbehördeGeschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVGabhängig vom Gegenstandswert, Rahmengebühr nach Umfang und Schwierigkeit
Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln§ 80 Abs. 5 VwGO; Gebühren nach VV RVG, Gerichtskosten nach GKGrichtet sich nach dem vom Gericht festgesetzten Streitwert
Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht KölnVV RVG (Verfahrens- und Terminsgebühr), GKGbei fehlenden Anhaltspunkten Auffangstreitwert 5.000 Euro (§ 52 Abs. 2 GKG)
Vergütungsvereinbarung§ 3a RVGfrei vereinbar, Textform erforderlich

Wie hoch der Streitwert im Einzelfall angesetzt wird, entscheidet das Gericht; daraus errechnen sich Anwalts- und Gerichtsgebühren. Ob sich der Aufwand lohnt, lässt sich meist schon in der Erstberatung klären: Steht der Arbeitsweg von Bergisch Gladbach nach Köln auf dem Spiel, hat die Verteidigung der Fahrerlaubnis ein anderes Gewicht als bei gelegentlicher privater Nutzung. Eine Übersicht über Kanzleien bietet die Seite Anwalt in Bergisch Gladbach.

Anwältin oder Anwalt für Fahrerlaubnisrecht in Bergisch Gladbach finden

Auf anwaltvergleich.de lässt sich gezielt nach Rechtsgebiet und Ort suchen – etwa nach Kanzleien für Verkehrs- und Fahrerlaubnisrecht in Bergisch Gladbach. Das Verzeichnis zeigt Name und Anschrift der Kanzleien sowie Fachanwaltstitel laut Kanzlei-Website. So verschaffen sich Ratsuchende einen Überblick über Kanzleien in der Kreisstadt und im übrigen Rheinisch-Bergischen Kreis, bevor sie Kontakt aufnehmen. Weitere Informationen zum Verzeichnis finden sich unter Presse.

Einen eigenen Fachanwaltstitel für Fahrerlaubnisrecht gibt es nicht; das Gebiet gehört zum Zuschnitt der Fachanwältin oder des Fachanwalts für Verkehrsrecht. Für Verfahren aus Bergisch Gladbach ist daneben Erfahrung mit dem Verwaltungsgericht Köln und mit Eilverfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO ein sinnvolles Auswahlkriterium – fragen Sie im Erstgespräch gezielt danach, ebenso nach dem Umgang mit MPU-Anordnungen nach § 13 und § 13a FeV.

Ob MPU-Anordnung, entzogene Fahrerlaubnis, EU-Führerschein oder Wiedererteilung: Im Fahrerlaubnisrecht entscheiden Aktenkenntnis, Fristenmanagement und die richtige Verfahrensstrategie vor der Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises und dem Verwaltungsgericht Köln. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Möglicherweise ja. Zwingend ist die MPU bei einer Fahrt mit 1,6 Promille oder mehr beziehungsweise 0,8 mg/l Atemalkohol oder mehr (§ 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. c FeV) und außerdem bei wiederholten Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss (§ 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b FeV). Nach einer einmaligen Trunkenheitsfahrt darf die Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises die Begutachtung aber schon ab 1,1 Promille anordnen, wenn dokumentiert ist, dass keine Ausfallerscheinungen auftraten (BVerwG, Urteil vom 17.03.2021, 3 C 3.20). Entscheidend ist also, was Polizei und Blutentnahmeärztin zu Ihrem Zustand festgehalten haben. Lassen Sie die Ermittlungsakte anwaltlich prüfen, bevor Sie auf die Anordnung reagieren.

Nach herrschender Ansicht nein: Die MPU-Anordnung ist kein selbständig anfechtbarer Verwaltungsakt; das Bundesverwaltungsgericht hat die Frage 2022 offengelassen (3 C 9.21). Gerichtlich überprüft wird die Anordnung erst, wenn die Behörde wegen Nichtvorlage des Gutachtens die Fahrerlaubnis entzieht (§ 11 Abs. 8 FeV) – dann vor dem Verwaltungsgericht Köln, meist im Eilverfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO. Umso wichtiger ist es, die Anordnung sofort anwaltlich auf Fehler prüfen zu lassen, solange die Beibringungsfrist läuft.

Grundsätzlich ja: § 28 FeV ordnet die Anerkennung gültiger EU- und EWR-Fahrerlaubnisse an. Ausnahmen regelt § 28 Abs. 4 FeV, vor allem beim Verstoß gegen das Wohnsitzerfordernis. War Ihnen die Fahrerlaubnis im Inland entzogen worden, greift die Anerkennung nach § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 FeV nicht: Das Recht, von der EU-Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen, wird nach § 28 Abs. 5 Satz 1 FeV erst auf Antrag erteilt, wenn die Gründe für Entziehung oder Sperre nicht mehr bestehen – dafür kann eine MPU verlangt werden; dass die Anerkennung auch nach Ablauf der Sperrfrist abgelehnt werden darf, hat der Europäische Gerichtshof bestätigt (EuGH, Urteil vom 26.04.2012, C-419/10, Hofmann). Einen Anspruch auf einen bestätigenden Feststellungsbescheid gibt es nicht, da § 28 Abs. 4 Satz 2 FeV eine Kann-Vorschrift ist – im Streitfall entscheidet das Verwaltungsgericht Köln.

Die Erstberatung kostet Verbraucher ohne abweichende Vereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 Satz 3 RVG). Die weitere Vergütung richtet sich nach dem RVG und dem Gegenstandswert oder nach einer Vergütungsvereinbarung in Textform (§ 3a RVG). Vor dem Verwaltungsgericht Köln fallen zusätzlich Gerichtskosten nach dem GKG an; fehlen Anhaltspunkte für den Streitwert, gilt der Auffangwert von 5.000 Euro (§ 52 Abs. 2 GKG). Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Rechtsschutzversicherung den Fall deckt.

Die Tilgung richtet sich nach § 29 StVG. Vorsicht bei Entziehungen wegen mangelnder Eignung: Dort beginnt die Tilgungsfrist erst mit der Neuerteilung, spätestens fünf Jahre nach Rechtskraft – wer nie wieder einen Antrag stellt, wartet bis zu 15 statt 10 Jahre. Eine Tilgungshemmung gibt es im Fahreignungsregister seit dem 01.05.2014 nicht mehr. Den Neuerteilungsantrag nach § 20 FeV können Sie bei der Fahrerlaubnisbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises ohne laufende Sperre jederzeit stellen; läuft eine Sperre nach § 69a StGB oder nach dem StVG, ist der Antrag frühestens sechs Monate vor ihrem Ablauf möglich (§ 20 Abs. 4 FeV). Eine vorzeitige Aufhebung der Sperre ist nach § 69a Abs. 7 StGB möglich, frühestens jedoch, wenn die Sperre drei Monate und in den Fällen des § 69a Abs. 3 StGB ein Jahr gedauert hat.

Fahrerlaubnisrecht in Bergisch Gladbach: passende Kanzlei finden

In Bergisch Gladbach selbst steht derzeit niemand mit dem Fachanwaltstitel für Verkehrsrecht und Verwaltungsrecht bei uns. Im Umkreis von 25 km stehen 149 Fachanwältinnen und Fachanwälte; die 10 nächstgelegenen stehen unten. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Bergisch Gladbach hat noch keine Kanzlei für Fahrerlaubnisrecht ein eigenes Profil bei uns. Unten stehen die nächstgelegenen Fachanwältinnen und Fachanwälte aus der Umgebung. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir leiten es an eine passende Kanzlei weiter, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Fachanwältinnen und Fachanwälte in der Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt. Zu Fahrerlaubnisrecht gibt es keinen eigenen Fachanwaltstitel; gezeigt werden Fachanwältinnen und Fachanwälte für Verkehrsrecht und Verwaltungsrecht. Entfernung = Luftlinie ab Bergisch Gladbach, Umkreis bis 25 km; der Ort ist der Kanzleisitz.

  • Öffentliche Quellen

    Dirk Torsten Keller

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +2

    Bergisch Gladbach · 3 km

    Odenthaler Straße 213- 215, 51467 Bergisch Gladbach

    BBK Rechtsanwälte PartG mbB

  • Öffentliche Quellen

    Ottmar Kirchner

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +1

    Bergisch Gladbach · 4 km

    Siebenmorgen 40, 51427 Bergisch Gladbach

    Kirchner & Krutt Rechtsanwälte GbR

  • Öffentliche Quellen

    Mercedes Ramona Formes

    Fachanwältin für Verkehrsrecht +1

    Bergisch Gladbach · 4 km

    Overather Str. 8, 51429 Bergisch Gladbach

    Klemt Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Udo Klemt

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +2

    Bergisch Gladbach · 4 km

    Overather Str. 8, 51429 Bergisch Gladbach

    Klemt Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Falk Böhm

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +1

    Köln · 7 km

    August-Strindberg-Straße 12, 51067 Köln

  • Öffentliche Quellen

    Dominik Herfs

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht +1

    Leverkusen · 8 km

    Franz-Kail-Straße 2, 51375 Leverkusen

    Hüttemann Rechtsanwälte PartGmbB

  • Öffentliche Quellen

    Lennart Achtmann

    Fachanwalt für Verkehrsrecht

    Leverkusen · 8 km

    Saarstraße 19, 51375 Leverkusen

    ADVERUS RECHTSANWÄLTE IN BÜROGEMEINSCHAFT LEVERKUSEN

  • Öffentliche Quellen

    Dominik Fammler

    Fachanwalt für Verkehrsrecht

    Leverkusen · 9 km

    Max-Delbrück-Str. 18, 51377 Leverkusen

    Anwaltskanzlei Lenné

  • Öffentliche Quellen

    Stéphanie Knipp

    Fachanwältin für Verkehrsrecht +1

    Leverkusen · 9 km

    Johannes-Kepler-Straße 14, 51377 Leverkusen

    Mourkojannis Mörschner Rechtsanwälte PartGmbB

  • Öffentliche Quellen

    Heinz Petersohn

    Fachanwalt für Verkehrsrecht +1

    Köln · 9 km

    Markgrafenstraße 1, 51063 Köln

    Rechtsanwälte Dr. Jung und Partner

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