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Arbeitsrecht Ulm

Anwältin oder Anwalt für Arbeitsrecht in Ulm – Hilfe bei Kündigung und Abfindung

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 15.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Eine Kündigung im Briefkasten, ein Aufhebungsvertrag auf dem Tisch oder ein strittiges Arbeitszeugnis: Im Arbeitsrecht entscheiden in Ulm oft wenige Tage darüber, ob Ansprüche durchsetzbar bleiben.

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Arbeitsrecht Ulm
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Eine Kündigung im Briefkasten, ein Aufhebungsvertrag auf dem Tisch oder ein strittiges Arbeitszeugnis: Im Arbeitsrecht entscheiden in Ulm oft wenige Tage darüber, ob Ansprüche durchsetzbar bleiben. Die wichtigste Hürde ist die Drei-Wochen-Frist des § 4 KSchG – wer sie versäumt, kann eine Kündigung in aller Regel nicht mehr angreifen, selbst wenn sie fehlerhaft war.

Ulm ist mit 130.288 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt an der oberen Donau und ein Beschäftigungszentrum Baden-Württembergs: Das Universitätsklinikum, die ortsansässige Pharmaindustrie, der Fahrzeug- und Maschinenbau sowie die Wissenschaftsstadt auf dem Eselsberg beschäftigen zusammen viele tausend Menschen. Entsprechend breit ist das Spektrum arbeitsrechtlicher Konflikte – von der Abmahnung im Klinikdienst über betriebsbedingte Kündigungen in der Industrie bis zu Befristungsfragen an Universität und Forschungseinrichtungen.

Für gerichtliche Auseinandersetzungen ist in der Regel das Arbeitsgericht Ulm zuständig, wenn der gewöhnliche Arbeitsort in seinem Bezirk liegt (§ 48 Abs. 1a ArbGG); daneben besteht der allgemeine Gerichtsstand des Arbeitgebers. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Arbeitsrecht in Ulm prüft, ob eine Kündigung sozial gerechtfertigt ist, ordnet eine mögliche Abfindung ein – einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht, als Verhandlungsmaßstab dient häufig ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr – und wahrt die kurzen Fristen, die das Arbeitsrecht an vielen Stellen setzt. Je früher die Beratung beginnt, desto größer ist der Verhandlungsspielraum – vor allem vor dem Gütetermin.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Arbeitsgericht Ulm
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Arbeitsgericht Ulm, Zeughausgasse 12, 89073 Ulm

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Arbeitsgericht Ulm. Weitere Gerichte: Justizportal Baden-Württemberg. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Anwältin oder Anwalt für Arbeitsrecht in Ulm: Kündigung und Abfindung

Mit 130.288 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört Ulm zu den Großstädten Baden-Württembergs und ist wirtschaftlich ungewöhnlich vielseitig aufgestellt: Universitätsklinikum, Pharmaunternehmen, Fahrzeug- und Maschinenbau sowie die Forschungsinstitute der Wissenschaftsstadt prägen den Arbeitsmarkt. Wo so unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse bestehen – vom Schichtdienst in der Pflege bis zur befristeten Projektstelle in der Forschung –, entstehen regelmäßig Konflikte, die in das Arbeitsrecht fallen: Abmahnung, Kündigung, Streit um Lohn, Zeugnis oder Urlaub.

Ob eine Kündigung Bestand hat, richtet sich in vielen Ulmer Betrieben nach § 1 KSchG. Das Kündigungsschutzgesetz greift, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und der Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt; bei Arbeitsverhältnissen, die vor dem 1. Januar 2004 begonnen haben, genügen mehr als fünf (§ 23 Abs. 1 KSchG). Dann muss die Kündigung sozial gerechtfertigt sein, also auf personenbedingten, verhaltensbedingten oder betriebsbedingten Gründen beruhen. Fehlt eine solche Rechtfertigung, ist die Kündigung unwirksam – das stellt auf Klage hin das Arbeitsgericht Ulm fest.

Auch die Kündigungsfristen sind gesetzlich geregelt: Nach § 622 BGB beträgt die Grundfrist vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats. Mit wachsender Betriebszugehörigkeit verlängert sich die Frist für den Arbeitgeber stufenweise – nach zwei Jahren auf einen Monat, nach zwanzig Jahren auf sieben Monate, jeweils zum Monatsende. Eine im Arbeitsrecht erfahrene Kanzlei prüft, ob die Frist korrekt berechnet wurde; schon dieser Punkt verschiebt das Beendigungsdatum und damit Lohnansprüche oft um Wochen.

Eine Besonderheit der Doppelstadt an der Donau: Wer in Ulm wohnt, aber im bayerischen Neu-Ulm arbeitet, klagt unter Umständen nicht vor dem Arbeitsgericht Ulm, denn im Arbeitsrecht kann die Klage auch am gewöhnlichen Arbeitsort erhoben werden (§ 48 Abs. 1a ArbGG). Für Arbeitsorte im Bezirk des Arbeitsgerichts Ulm ist dieses Gericht zuständig. Bleibt der Arbeitgeber Lohn schuldig, kommen Verzugszinsen von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz hinzu (§ 288 Abs. 1 BGB) – eine Anwältin oder ein Anwalt in Ulm beziffert diese Forderungen präzise.

Verzugszinsen-Rechner Berechnen Sie Verzugszinsen auf offene Forderungen.

Kündigung erhalten in Ulm? Die 3-Wochen-Frist für die Kündigungsschutzklage

Die zentrale Frist im Arbeitsrecht steht in § 4 KSchG: Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung beim Arbeitsgericht erhoben werden – für Beschäftigte in Ulm also beim Arbeitsgericht Ulm. Zugang bedeutet: Die Frist beginnt bereits, wenn das Kündigungsschreiben in den Briefkasten gelangt, nicht erst mit dem Lesen. Verstreicht die Frist, gilt die Kündigung nach § 7 KSchG als von Anfang an wirksam, selbst wenn sie inhaltlich angreifbar gewesen wäre.

Besonders eilig ist die Lage bei einer fristlosen Kündigung nach § 626 BGB. Sie setzt einen wichtigen Grund voraus, der dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist unzumutbar macht – etwa erwiesenen Diebstahl oder grobe Pflichtverletzungen. Der Arbeitgeber muss die fristlose Kündigung zudem innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis der maßgebenden Tatsachen erklären (§ 626 Abs. 2 BGB). Für die Gegenwehr gilt auch hier die Drei-Wochen-Frist des § 4 KSchG.

Nach Klageeingang setzt das Arbeitsgericht Ulm zügig eine Güteverhandlung an (§ 54 ArbGG). Dieser erste Termin dient ausdrücklich der gütlichen Einigung; viele arbeitsrechtliche Verfahren enden dort mit einem Vergleich über Beendigung, Abfindung und Zeugnis. Ein Anwaltszwang besteht in der ersten Instanz nicht (§ 11 ArbGG) – wer der Arbeitgeberseite mit ihrer Personalabteilung oder Verbandsvertretung aber allein gegenübersitzt, verhandelt im Arbeitsrecht meist aus der schwächeren Position.

Fristen-Rechner Ermitteln Sie das Ende gesetzlicher oder vertraglicher Fristen.
  • Zugangsdatum der Kündigung dokumentieren (Umschlag, Einwurfzeitpunkt, Zeugen).
  • Drei-Wochen-Frist des § 4 KSchG notieren und sofort anwaltlich prüfen lassen.
  • Schriftform kontrollieren: Eine Kündigung per E-Mail oder WhatsApp ist nach § 623 BGB unwirksam – die Drei-Wochen-Frist des § 4 KSchG gilt trotzdem, sonst wird auch die formunwirksame Kündigung nach § 7 KSchG wirksam.
  • Bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden – nach § 38 SGB III spätestens drei Tage nach Kenntnis, wenn bis zum Vertragsende weniger als drei Monate bleiben.
  • Arbeitsvertrag, Abmahnungen und Lohnabrechnungen für die arbeitsrechtliche Beratung zusammenstellen.
  • Keine Erklärungen unterschreiben, insbesondere keinen vorformulierten Klageverzicht oder Aufhebungsvertrag.

So finden Sie die passende Kanzlei für Arbeitsrecht in Ulm

Über anwaltvergleich.de lässt sich im Verzeichnis nach Rechtsgebiet und Ort suchen, also etwa nach Arbeitsrecht in Ulm. Die Einträge nennen Anschrift und Telefonnummer sowie den Fachanwaltstitel laut Angaben der BRAK; die Kontaktaufnahme erfolgt unmittelbar bei der Kanzlei. Ein Einstieg ist die Übersicht Anwalt in Ulm mit allen dort gelisteten Kanzleien.

Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Arbeitsrecht setzt einen Fachanwaltslehrgang und eine von der Rechtsanwaltskammer geprüfte Zahl selbst bearbeiteter arbeitsrechtlicher Fälle voraus (§§ 4, 5 FAO). Für Ulm relevant sind daneben Branchenkenntnisse: Befristungen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz betreffen Beschäftigte der Universität und der Forschungsinstitute, Tariffragen der Metall- und Elektroindustrie die Produktionsbetriebe, Schicht- und Bereitschaftsdienstfragen das Klinikum.

Zu den Kosten gilt im Arbeitsrecht eine Besonderheit, die viele überrascht: In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht Ulm trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst – auch wenn sie den Prozess vollständig gewinnt (§ 12a ArbGG). Der Streitwert einer Kündigungsschutzklage wird in der Regel mit bis zu einem Vierteljahresverdienst angesetzt (§ 42 Abs. 2 GKG); daraus errechnen sich die gesetzlichen Gebühren nach dem RVG.

Kostenpunkte im Arbeitsrecht: gesetzliche Grundlagen im Überblick
KostenpunktRegelungRechtsgrundlage
Erstberatung für Verbraucherohne Gebührenvereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer§ 34 RVG
Streitwert der Kündigungsschutzklagein der Regel bis zu ein Vierteljahresverdienst als Bemessungsgrundlage§ 42 Abs. 2 GKG
Anwaltskosten in erster Instanzjede Partei trägt ihre Kosten selbst, keine Erstattung durch die Gegenseite§ 12a ArbGG
Gerichtskostenim ersten Rechtszug Verfahrensgebühr 2,0; die Gebühr entfällt, wenn das gesamte Verfahren ohne streitige Verhandlung endet, etwa durch Vergleich im Gütetermin (Nr. 8210 Abs. 2 KV GKG)GKG
Beratungshilfe und Prozesskostenhilfestaatliche Unterstützung bei geringem Einkommen möglichBerHG, §§ 114 ff. ZPO

Abfindung in Ulm: Wann und in welcher Höhe sie üblich ist

Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung kennt das deutsche Arbeitsrecht nicht – auch nicht in Baden-Württemberg. Abfindungen entstehen in Ulm überwiegend auf drei Wegen: durch Vergleich vor dem Arbeitsgericht Ulm, durch Sozialpläne bei Betriebsänderungen in größeren Industrie- und Klinikbetrieben und durch das gesetzliche Angebot nach § 1a KSchG.

§ 1a KSchG regelt den praktisch wichtigsten Fall: Kündigt der Arbeitgeber betriebsbedingt und weist er im Kündigungsschreiben darauf hin, dass bei Verstreichenlassen der Klagefrist eine Abfindung gezahlt wird, entsteht mit Ablauf der Kündigungsfrist ein Anspruch in Höhe von 0,5 Monatsverdiensten pro Beschäftigungsjahr. Dieselbe Regelformel dient vor dem Arbeitsgericht Ulm als Ausgangspunkt für Vergleichsverhandlungen – verhandelt wird nach oben oder unten, je nach Prozessrisiko.

Löst das Gericht das Arbeitsverhältnis auf Antrag auf, weil eine Fortsetzung unzumutbar ist, setzt es die Abfindung nach §§ 9, 10 KSchG fest: grundsätzlich bis zu zwölf Monatsverdienste, nach vollendetem 50. Lebensjahr und mindestens 15 Jahren Bestand des Arbeitsverhältnisses bis zu 15 und nach vollendetem 55. Lebensjahr und mindestens 20 Jahren bis zu 18 Monatsverdienste (§ 10 Abs. 2 KSchG). Diese Obergrenzen markieren zugleich den Rahmen, in dem sich arbeitsrechtliche Verhandlungen realistisch bewegen.

Wie viel tatsächlich erreichbar ist, hängt von der Angreifbarkeit der Kündigung, der Beschäftigungsdauer, dem Sonderkündigungsschutz (etwa bei Schwangerschaft oder Schwerbehinderung) und der Lage des Arbeitgebers ab. In einer Stadt mit angespanntem Fachkräftemarkt wie Ulm – Pflege, Ingenieurwesen, IT – wiegt das Risiko des Arbeitgebers, den Prozess zu verlieren und Annahmeverzugslohn nachzahlen zu müssen, oft schwer. Die Abfindung ist beitragsfrei in der Sozialversicherung, aber lohnsteuerpflichtig; eine ermäßigte Besteuerung kommt über die Steuererklärung in Betracht.

Aufhebungsvertrag in Ulm: Chancen und Risiken

Beim Aufhebungsvertrag beenden beide Seiten das Arbeitsverhältnis einvernehmlich – ohne Kündigung und ohne Verfahren vor dem Arbeitsgericht Ulm. Wie die Kündigung selbst bedarf er nach § 623 BGB zwingend der Schriftform mit Originalunterschriften; eine per E-Mail geschlossene Aufhebung ist unwirksam. Arbeitgeber nutzen das Instrument gern, weil es Kündigungsschutz, Betriebsratsanhörung und Prozessrisiko umgeht.

Das größte Risiko liegt beim Arbeitslosengeld: Wer sein Arbeitsverhältnis durch Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund selbst löst, riskiert eine Sperrzeit von zwölf Wochen (§ 159 SGB III). Wird zusätzlich eine Abfindung gezahlt und das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist des Arbeitgebers beendet, ruht der Anspruch nach § 158 SGB III bis zum Ablauf dieser Frist. Ob ein wichtiger Grund vorliegt – etwa die Abwendung einer ohnehin drohenden betriebsbedingten Kündigung –, sollte vor der Unterschrift arbeitsrechtlich geprüft werden, nicht danach.

Inhaltlich gehört mehr in den Vertrag als das Beendigungsdatum: Abfindungshöhe und Fälligkeit, bezahlte Freistellung, die Abgeltung offenen Urlaubs nach § 7 Abs. 4 BUrlG, eine konkrete Zeugnisnote samt Bedauerns- und Dankesformel sowie der Umgang mit Boni, Dienstwagen oder betrieblicher Altersversorgung. Gerade bei den in Ulm verbreiteten befristeten Wissenschafts- und Klinikverträgen ist zudem zu klären, wie sich die Aufhebung auf Anschlussbeschäftigungen auswirkt.

Ein Widerrufsrecht gibt es beim Aufhebungsvertrag nicht – auch dann nicht, wenn er im Personalbüro überraschend vorgelegt wurde. Das Bundesarbeitsgericht verlangt lediglich ein Gebot fairen Verhandelns; nur bei unfairer Drucksituation ist der Vertrag angreifbar. Wer ein Angebot erhält, sollte Bedenkzeit erbitten und es von einer Anwältin oder einem Anwalt für Arbeitsrecht in Ulm prüfen lassen, bevor er unterschreibt.

Arbeitszeugnis in Ulm: Anspruch und Formulierungen

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses besteht nach § 109 GewO ein Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis – wahlweise als einfaches Zeugnis über Art und Dauer der Tätigkeit oder als qualifiziertes Zeugnis mit Bewertung von Leistung und Verhalten. Seit dem 1. Januar 2025 darf das Zeugnis mit Einwilligung der Beschäftigten auch in elektronischer Form erteilt werden. Der Anspruch gilt für alle Beschäftigten in Ulm, vom Minijob bis zur Leitungsposition.

Das Zeugnis muss zugleich wohlwollend und wahr sein – ein Spannungsverhältnis, aus dem sich die bekannte Zeugnissprache entwickelt hat. Formulierungen, die freundlich klingen, transportieren teils deutliche Kritik. Wer die Codes nicht kennt, übersieht leicht, dass ein scheinbar gutes Zeugnis Bewerbungen in den Personalabteilungen der Ulmer Klinik-, Pharma- und Industriearbeitgeber belastet.

  • „stets zur vollsten Zufriedenheit“ – sehr gute Leistung.
  • „stets zur vollen Zufriedenheit“ – gute Leistung.
  • „zur vollen Zufriedenheit“ – befriedigende Leistung.
  • „zur Zufriedenheit“ – ausreichende, eher schwache Bewertung.
  • „hat sich bemüht“ – deutliche Kritik trotz freundlicher Formulierung.
  • Fehlende Dankes- und Bedauernsformel – wird oft als Distanzierung gelesen.

Gegen ein unrichtiges oder codiert abwertendes Zeugnis hilft die Zeugnisberichtigungsklage vor dem Arbeitsgericht Ulm. Bei der Beweislast gilt: Wer eine bessere Note als „befriedigend“ verlangt, muss die überdurchschnittliche Leistung darlegen und beweisen; will der Arbeitgeber schlechter als „befriedigend“ bewerten, trägt er die Beweislast. Vorsicht bei arbeitsvertraglichen oder tariflichen Ausschlussfristen: Sie verkürzen die Geltendmachung häufig auf drei Monate.

Vertiefende Beiträge zu Kündigung, Abfindung und Zeugnis im Arbeitsrecht finden Sie im Artikelbereich. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 18 Anwältinnen und Anwälte für Arbeitsrecht in Ulm und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

18 der 18 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Die 18 Einträge verteilen sich auf 17 Kanzleien.

Einen allgemeinen Abfindungsanspruch kennt das Arbeitsrecht nicht. Ansprüche entstehen aber nach § 1a KSchG, wenn der Arbeitgeber bei einer betriebsbedingten Kündigung eine Abfindung für den Verzicht auf die Kündigungsschutzklage anbietet, außerdem aus Sozialplänen oder bei gerichtlicher Auflösung nach §§ 9, 10 KSchG. In der Praxis werden Abfindungen meist im Vergleich vor dem Arbeitsgericht Ulm ausgehandelt; Orientierung bietet die Regelformel von 0,5 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr. Entscheidend sind Prozessrisiko und Verhandlungsposition – beides sollte anwaltlich bewertet werden.

Ist keine Gebührenvereinbarung getroffen, beträgt die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, für die Beratung insgesamt höchstens 250 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 Abs. 1 RVG); mit Gebührenvereinbarung kann die Vergütung höher ausfallen. Die weiteren Gebühren richten sich nach dem RVG und dem Streitwert; bei Kündigungsschutzklagen wird in der Regel bis zu ein Vierteljahresverdienst angesetzt (§ 42 Abs. 2 GKG). Wichtig: Vor dem Arbeitsgericht Ulm trägt in erster Instanz jede Partei ihre Anwaltskosten selbst, auch bei Sieg (§ 12a ArbGG). Rechtsschutzversicherungen mit Arbeitsrechtsbaustein, Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe können die Kosten abfedern.

Nicht ohne vorherige arbeitsrechtliche Prüfung. Ein Aufhebungsvertrag ist nach Unterschrift bindend – ein Widerrufsrecht besteht nicht. Wer das Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund einvernehmlich löst, riskiert eine Sperrzeit von zwölf Wochen beim Arbeitslosengeld (§ 159 SGB III); wird zudem eine Abfindung gezahlt und die ordentliche Kündigungsfrist des Arbeitgebers nicht eingehalten, ruht der Anspruch nach § 158 SGB III bis zum Ablauf dieser Frist. Prüfen lassen sollten Sie Abfindungshöhe, Freistellung, Urlaubsabgeltung nach § 7 Abs. 4 BUrlG und die Zeugnisregelung. Erbitten Sie Bedenkzeit – seriöse Arbeitgeber gewähren sie.

Ruhe bewahren und sofort handeln: Eine fristlose Kündigung setzt einen wichtigen Grund nach § 626 BGB voraus und muss vom Arbeitgeber binnen zwei Wochen ab Kenntnis der Vorwürfe erklärt werden (§ 626 Abs. 2 BGB) – daran scheitern viele fristlose Kündigungen. Für Ihre Gegenwehr gilt die Drei-Wochen-Frist des § 4 KSchG; die Klage geht an das Arbeitsgericht Ulm. Melden Sie sich zudem umgehend bei der Agentur für Arbeit, da bei fristloser Kündigung eine Sperrzeit geprüft wird.

Fordern Sie zunächst schriftlich eine Berichtigung mit konkreten Änderungswünschen; verweigern Arbeitgeber dies, hilft die Zeugnisberichtigungsklage vor dem Arbeitsgericht Ulm. Anspruchsgrundlage ist § 109 GewO: Das Zeugnis muss wohlwollend und wahr sein. Beachten Sie die Beweislast – für eine Note besser als „befriedigend“ müssen Sie die überdurchschnittliche Leistung belegen, für eine schlechtere der Arbeitgeber. Prüfen Sie außerdem Ausschlussfristen im Arbeits- oder Tarifvertrag, die den Anspruch oft auf drei Monate begrenzen.

Aktuelle Rechtsprechung zum Arbeitsrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Arbeitsrecht in Ulm: passende Kanzlei finden

18 Anwältinnen und Anwälte für Arbeitsrecht in Ulm und Umgebung (bis 25 km), davon 18 Fachanwälte (100 %), 17 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Ulm hat noch keine Kanzlei für Arbeitsrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Arbeitsrecht in Ulm und Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Ulrich Bubeck

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +2

    König-Wilhelm-Str. 16, 88471 Laupheim

  • Öffentliche Quellen

    Dietrich Jaser

    Fachanwalt für Arbeitsrecht

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    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

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    Matthias Kummer

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  • Öffentliche Quellen

    Robert Magg

    Fachanwalt für Arbeitsrecht

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  • Öffentliche Quellen

    Jan Schaufler

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    Roland Spiegel

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    Bahnhofstraße 1, 89073 Ulm

    Mössner & Partner mbB

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    Michael Schepper

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    Petra Schick

    Fachanwältin für Arbeitsrecht

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    Rechtsanwälte Raufeisen & Kollegen

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    Axel Schmid

    Fachanwalt für Arbeitsrecht

    Münsterplatz 43, 89073 Ulm

    Rechtsanwaltskanzlei Spiegel & Schmid

  • Öffentliche Quellen

    Thomas Schmid

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    Anwälte Thomas Schmid & Kollegen

  • Öffentliche Quellen

    Diana Seichter-Mäckle

    Fachanwältin für Arbeitsrecht

    Kapellenstraße 72/1, 88471 Laupheim

    Seichter Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Hans Martin Wanner

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +2

    Gartenstrasse 36, 89231 Neu-Ulm

    Centmayer & Wanner

  • Öffentliche Quellen

    Matthias Wonschik

    Fachanwalt für Medizinrecht +1

    Heimstraße 11, 89073 Ulm

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