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Verkehrsrecht Krefeld

Anwältin oder Anwalt für Verkehrsrecht in Krefeld: Bußgeld, Unfall, Führerschein

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Wer in Krefeld Post von der Bußgeldstelle erhält oder nach einem Unfall auf der A57 Ansprüche geltend machen will, braucht im Verkehrsrecht verlässliche Orientierung.

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Verkehrsrecht Krefeld
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wer in Krefeld Post von der Bußgeldstelle erhält oder nach einem Unfall auf der A57 Ansprüche geltend machen will, braucht im Verkehrsrecht verlässliche Orientierung. Die Stadt am Niederrhein zählt rund 228.550 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt zwischen den Ballungsräumen Düsseldorf und Duisburg und wird täglich von Pendlerverkehr über die Autobahnen A57 und A44 sowie die Uerdinger Rheinbrücke durchquert. Entsprechend häufig landen Geschwindigkeitsverstöße, Rotlichtfälle und Unfallsachen beim Amtsgericht Krefeld.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Verkehrsrecht in Krefeld prüft, ob ein Bußgeldbescheid formell und inhaltlich Bestand hat, ob ein Fahrverbot abgewendet werden kann und welche Ansprüche nach § 7 StVG oder § 823 BGB gegen die gegnerische Haftpflichtversicherung bestehen. Bei Trunkenheitsfahrten nach § 316 StGB oder Gefährdungen nach § 315c StGB geht es zudem um die Fahrerlaubnis selbst, über deren Entziehung nach § 69 StGB das Strafgericht entscheidet.

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien in Krefeld nach Rechtsgebiet, Fachanwaltstitel und Bewertungen vergleichen. Diese Seite erklärt vorab, welche Fristen im Verkehrsrecht laufen, wie das Punktesystem in Flensburg funktioniert und wann eine medizinisch-psychologische Untersuchung droht – damit Ratsuchende in Krefeld das Erstgespräch gut vorbereitet führen.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Krefeld, Landgericht Krefeld
Wichtige Gesetze
§ 7 StVG, § 823 BGB, § 315c StGB, § 316 StGB
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Krefeld, Nordwall 131, 47798 Krefeld
  • Landgericht Krefeld, Nordwall 131, 47798 Krefeld

Angaben aus den Justizportalen der Länder, zuletzt geprüft am 06.06.2026.

Begutachtungsstellen für Fahreignung in Krefeld

Diese Stellen sind amtlich anerkannte Begutachtungsstellen für Fahreignung (Anlage 14 FeV) und führen die medizinisch-psychologische Untersuchung durch. Welche Stelle Sie beauftragen, wählen Sie selbst — die Fahrerlaubnisbehörde gibt keine vor. Das Gutachten geht an Sie; erst Sie entscheiden, ob Sie es der Behörde vorlegen.

  • pima-mpu GmbH Ostwall 32-34, 47798 Krefeld, Telefon 02151 / 1504418 Medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

Verzeichnis der amtlich anerkannten Begutachtungsstellen (bast.de), geprüft am 15.08.2026.

Anwältin oder Anwalt für Verkehrsrecht in Krefeld: Bußgeld, Unfall und Führerschein

Krefeld ist als kreisfreie Großstadt in Nordrhein-Westfalen mit rund 228.550 Einwohnerinnen und Einwohnern selbst Verwaltungsbehörde für Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr und zugleich Sitz zweier ordentlicher Gerichte: Das Amtsgericht Krefeld verhandelt Einsprüche gegen Bußgeldbescheide, Verkehrsstrafsachen und zivilrechtliche Unfallklagen bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro; darüber hinaus ist nach § 23 Nr. 1 GVG das Landgericht Krefeld zuständig, das zudem über Berufungen gegen amtsgerichtliche Urteile entscheidet. Wer in Krefeld Rat im Verkehrsrecht sucht, hat es also mit einer überschaubaren, aber vollständigen Gerichtsstruktur vor Ort zu tun.

Das Verkehrsrecht umfasst drei Bereiche, die in der Praxis oft ineinandergreifen. Das Ordnungswidrigkeitenrecht regelt Geschwindigkeits-, Abstands- und Rotlichtverstöße, wie sie auf der Uerdinger Rheinbrücke, an den Autobahnzubringern der A57 und auf den Ausfallstraßen Richtung Meerbusch und Tönisvorst gemessen werden. Das Verkehrsstrafrecht greift bei Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB), Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c StGB) oder Unfallflucht. Das Verkehrszivilrecht schließlich betrifft die Abwicklung von Unfallschäden, wobei § 7 StVG dem Halter eine Haftung allein aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs auferlegt, ohne dass ein Verschulden nachgewiesen werden muss.

Eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Verkehrsrecht hat nach der Fachanwaltsordnung besondere theoretische Kenntnisse und eine Mindestzahl praktisch bearbeiteter Fälle nachgewiesen, darunter Bußgeld-, Straf- und Schadensersatzsachen. Für Ratsuchende in Krefeld bedeutet das: Die Kanzlei kennt die Spruchpraxis des Amtsgerichts Krefeld bei Fahrverboten ebenso wie die Regulierungsgewohnheiten der Haftpflichtversicherer. Ob Fachanwaltstitel oder langjähriger Tätigkeitsschwerpunkt – entscheidend ist, dass Verkehrsrecht nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig bearbeitet wird.

Bußgeldbescheid in Krefeld: Einspruch und Fristen

Ein Bußgeldbescheid aus Krefeld stammt in der Regel vom Fachbereich Ordnung der Stadt Krefeld oder – bei Messungen der Polizei auf den Autobahnen A57 und A44 – vom Polizeipräsidium Krefeld als Kreispolizeibehörde. Gegen den Bescheid kann nach § 67 OWiG innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch eingelegt werden. Diese Frist ist im Verkehrsrecht die wichtigste überhaupt: Läuft sie ab, wird der Bescheid rechtskräftig, Geldbuße, Punkte und Fahrverbot stehen fest, und eine Wiedereinsetzung kommt nur bei unverschuldeter Fristversäumung in Betracht.

Fristen-Rechner Ermitteln Sie das Ende gesetzlicher oder vertraglicher Fristen.

Bevor der Bescheid überhaupt ergeht, muss die Behörde ihrerseits eine Frist einhalten. Nach § 26 Abs. 3 StVG verjährt die Verfolgung einer Verkehrsordnungswidrigkeit bereits nach drei Monaten, sofern bis dahin weder ein Bußgeldbescheid erlassen noch die Anhörung angeordnet wurde. Erst danach verlängert sich die Frist auf sechs Monate. Wer also einen Anhörungsbogen zu einer Messung auf der Krefelder Ostwall-Achse erhält, sollte das Datum des Verstoßes mit dem Datum der Anhörung abgleichen – verspätete Verfahren sind angreifbar.

Nach dem Einspruch prüft die Bußgeldstelle den Bescheid und legt die Akte, wenn sie nicht abhilft, über die Staatsanwaltschaft dem Amtsgericht Krefeld vor. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Verkehrsrecht beantragt vorher Akteneinsicht nach § 49 OWiG und prüft Messprotokoll, Eichschein des Messgeräts und Schulungsnachweise des Messpersonals. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 12.11.2020 (2 BvR 1616/18) klargestellt, dass Betroffene grundsätzlich auch Zugang zu Rohmessdaten verlangen dürfen, die nicht in der Akte liegen. Solche Anträge sind Werkzeuge des Verkehrsrechts, die Laien ohne Vertretung kaum nutzen.

Der Einspruch lässt sich auch auf die Rechtsfolgen beschränken, etwa allein auf das Fahrverbot. Das Amtsgericht Krefeld kann dann bei Vorliegen eines Härtefalls – beispielsweise drohender Arbeitsplatzverlust eines Berufskraftfahrers aus dem Chemiepark Uerdingen – nach § 4 Abs. 4 BKatV vom Fahrverbot absehen und stattdessen die Geldbuße erhöhen. Diese Möglichkeit gehört zu den praktisch bedeutsamsten Hebeln im Verkehrsrecht.

So finden Sie die passende Kanzlei für Verkehrsrecht in Krefeld

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien für Verkehrsrecht in Krefeld nach Fachanwaltstitel, Tätigkeitsschwerpunkten und Bewertungen anderer Mandantinnen und Mandanten filtern. Die Profile zeigen, ob eine Kanzlei überwiegend Bußgeldsachen, Verkehrsstrafrecht oder Unfallregulierung bearbeitet und ob sie nahe am Amtsgericht Krefeld oder in den Stadtteilen Uerdingen, Fischeln oder Hüls ansässig ist. Über Anwalt in Krefeld erreichen Sie die Übersicht aller gelisteten Kanzleien der Stadt; der Artikelbereich liefert vertiefende Beiträge zu einzelnen Themen des Verkehrsrechts.

Für die Auswahl lohnt ein Blick auf folgende Punkte, die im Erstgespräch angesprochen werden sollten:

  • Fachanwaltstitel für Verkehrsrecht oder nachweisbarer Schwerpunkt mit regelmäßigen Verfahren vor dem Amtsgericht Krefeld
  • Erfahrung mit den in NRW verbreiteten Messverfahren (stationäre Anlagen, Laser- und Abstandsmessung auf der A57)
  • Bereitschaft, vor Mandatserteilung eine Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung zu stellen
  • Klare Auskunft über die Vergütung nach RVG oder eine schriftliche Vergütungsvereinbarung
  • Umgang mit Fristen: Wird der Einspruch nach § 67 OWiG noch am Tag der Beauftragung eingelegt?
  • Bei Unfallsachen: Zusammenarbeit mit Sachverständigen und direkte Regulierung mit dem gegnerischen Haftpflichtversicherer

Die Vergütung richtet sich im Verkehrsrecht nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. In Bußgeldsachen fallen Rahmengebühren an, deren Höhe sich nach Umfang und Bedeutung der Sache richtet; in Unfallsachen bestimmt der Gegenstandswert, also die Höhe des geltend gemachten Schadens, die Gebühren. Bei unverschuldetem Unfall gehören die Anwaltskosten zum ersatzfähigen Schaden und sind vom gegnerischen Versicherer zu tragen.

Vergütung nach RVG im Verkehrsrecht: typische Gebührentatbestände
VerfahrensabschnittGebührentatbestand (VV RVG)Bemessung
Bußgeldverfahren vor der BehördeGrundgebühr Nr. 5100, Verfahrensgebühr Nr. 5103Rahmengebühr nach Umfang und Bedeutung der Sache
Einspruchsverfahren vor dem Amtsgericht KrefeldVerfahrensgebühr Nr. 5109, Terminsgebühr Nr. 5110Rahmengebühr; Hauptverhandlungstermin löst Terminsgebühr aus
Außergerichtliche UnfallregulierungGeschäftsgebühr Nr. 2300 (Regelsatz 1,3)Nach Gegenstandswert (Höhe des Schadens) gemäß § 13 RVG
Zivilklage bis 10.000 Euro StreitwertVerfahrensgebühr Nr. 3100 (1,3), Terminsgebühr Nr. 3104 (1,2)Nach Streitwert; zuständig Amtsgericht Krefeld (§ 23 Nr. 1 GVG)
Zivilklage über 10.000 Euro StreitwertVerfahrensgebühr Nr. 3100 (1,3), Terminsgebühr Nr. 3104 (1,2)Nach Streitwert; zuständig Landgericht Krefeld mit Anwaltszwang (§ 78 ZPO)
Prozesskosten-Rechner Schaetzen Sie Gerichts- und Anwaltskosten nach Streitwert (RVG/GKG).

Fahrverbot und Punkte in Krefeld: Was jetzt zu tun ist

Das Fahrverbot nach § 25 StVG dauert einen bis drei Monate und wird als Regelfolge nach der Bußgeldkatalog-Verordnung verhängt: innerorts ab 31 km/h zu viel, außerorts ab 41 km/h, bei Rotlichtverstößen mit mehr als einer Sekunde Rotphase oder bei zwei Geschwindigkeitsverstößen von je mindestens 26 km/h innerhalb eines Jahres (§ 4 Abs. 2 BKatV). Auf den Krefelder Hauptverkehrsachsen mit Tempo 50 reicht damit eine gemessene Geschwindigkeit von 84 km/h nach Toleranzabzug, um neben Geldbuße und zwei Punkten einen Monat ohne Führerschein zu riskieren.

Wer in den zwei Jahren vor dem Verstoß kein Fahrverbot hatte, profitiert von § 25 Abs. 2a StVG: Der Führerschein muss dann nicht sofort abgegeben werden, sondern innerhalb von vier Monaten nach Rechtskraft zu einem selbst gewählten Zeitpunkt. Pendlerinnen und Pendler aus Krefeld, die täglich nach Düsseldorf oder Duisburg fahren, können das Fahrverbot so in den Urlaub legen. Die Abgabe erfolgt bei der Bußgeldstelle oder dem Amtsgericht Krefeld, je nachdem, wer den Bescheid beziehungsweise das Urteil erlassen hat.

Parallel zum Fahrverbot läuft das Punktesystem in Flensburg. Nach § 4 StVG werden Verstöße mit einem bis drei Punkten im Fahreignungsregister eingetragen; bei vier bis fünf Punkten ergeht eine Ermahnung, bei sechs bis sieben eine Verwarnung, und bei acht Punkten entzieht die Fahrerlaubnisbehörde der Stadt Krefeld die Fahrerlaubnis. Ein freiwilliges Fahreignungsseminar baut einen Punkt ab, allerdings nur bei höchstens fünf Punkten und nur einmal in fünf Jahren. Die Tilgungsfristen betragen je nach Schwere zweieinhalb, fünf oder zehn Jahre.

Sinnvolle Schritte nach Zustellung eines Bescheids mit Fahrverbot oder Punkten:

  • Zustelldatum notieren und die Zwei-Wochen-Frist nach § 67 OWiG im Kalender eintragen
  • Kostenlosen Auszug aus dem Fahreignungsregister beim Kraftfahrt-Bundesamt anfordern, um den aktuellen Punktestand zu kennen
  • Prüfen lassen, ob der Verstoß binnen drei Monaten nach § 26 Abs. 3 StVG verfolgt wurde
  • Bei drohendem Arbeitsplatzverlust Nachweise des Arbeitgebers für einen Härtefallantrag sammeln
  • Deckungszusage der Verkehrsrechtsschutzversicherung einholen
  • Keine Angaben zur Fahrereigenschaft ohne anwaltliche Beratung machen, insbesondere bei unklaren Frontfotos
  • Bei Firmenfahrzeugen die Halterin oder den Halter über mögliche Fahrtenbuchauflagen nach § 31a StVZO informieren

Führerscheinentzug und MPU in Krefeld

Vom Fahrverbot streng zu unterscheiden ist die Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 69 StGB. Sie ist keine Nebenstrafe, sondern eine Maßregel: Das Strafgericht – in Krefeld das Amtsgericht Krefeld als Strafrichter oder Schöffengericht – stellt fest, dass die Person zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. Bei Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB), Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c StGB) und Unfallflucht mit erheblichem Schaden gilt diese Ungeeignetheit nach § 69 Abs. 2 StGB in der Regel als gegeben. Die Fahrerlaubnis erlischt mit dem Urteil; zugleich verhängt das Gericht nach § 69a StGB eine Sperrfrist von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, innerhalb derer keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.

Bereits vor dem Urteil kann das Amtsgericht Krefeld die Fahrerlaubnis nach § 111a StPO vorläufig entziehen; häufig beschlagnahmt die Polizei den Führerschein direkt bei der Kontrolle. Die Grenzwerte im Verkehrsrecht sind dabei eindeutig: Ab 1,1 Promille gilt absolute Fahruntüchtigkeit nach § 316 StGB, ab 0,3 Promille reicht relative Fahruntüchtigkeit mit alkoholbedingten Ausfallerscheinungen. Unterhalb der Strafbarkeit greift § 24a StVG ab 0,5 Promille als Ordnungswidrigkeit mit Fahrverbot und zwei Punkten.

Nach Ablauf der Sperrfrist wird die Fahrerlaubnis nicht automatisch zurückgegeben. Die Fahrerlaubnisbehörde der Stadt Krefeld prüft den Antrag auf Neuerteilung und ordnet nach § 13 Nr. 2c FeV eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) an, wenn die Fahrt mit 1,6 Promille oder mehr erfolgte. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 17.03.2021 (3 C 3.20) entschieden, dass eine MPU auch schon nach einer einmaligen Fahrt ab 1,1 Promille verlangt werden kann, wenn keine Ausfallerscheinungen dokumentiert wurden – denn wer bei dieser Konzentration unauffällig fährt, gilt als besonders alkoholgewöhnt. Für Betroffene in Krefeld ist deshalb entscheidend, was im Polizeiprotokoll über Gang, Sprache und Pupillenreaktion vermerkt ist.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Verkehrsrecht kann bereits im Strafverfahren auf eine kürzere Sperrfrist hinwirken, etwa durch Nachweis einer verkehrspsychologischen Beratung, und im Verwaltungsverfahren die Rechtmäßigkeit der MPU-Anordnung prüfen. Streitigkeiten mit der Fahrerlaubnisbehörde gehören nicht vor das Amtsgericht, sondern in die Verwaltungsgerichtsbarkeit.

Unfall mit Personenschaden in Krefeld: Schmerzensgeld durchsetzen

Bei einem Unfall mit Verletzten – ob auf der Uerdinger Rheinbrücke, an einer Straßenbahnkreuzung in der Innenstadt oder auf der Landstraße Richtung Kempen – stehen den Geschädigten Ansprüche aus zwei Quellen zu. § 7 StVG begründet die verschuldensunabhängige Halterhaftung, § 18 StVG die Haftung der Fahrerin oder des Fahrers mit vermutetem Verschulden, und § 823 BGB die allgemeine deliktische Haftung bei nachgewiesenem Verschulden. Schmerzensgeld folgt aus § 253 Abs. 2 BGB und ist bei Verletzung von Körper oder Gesundheit auch bei reiner Gefährdungshaftung nach § 7 StVG geschuldet. Nach § 115 VVG kann der Anspruch direkt gegen den Haftpflichtversicherer des gegnerischen Fahrzeugs geltend gemacht werden.

Neben dem Schmerzensgeld sind zu prüfen: Verdienstausfall nach § 842 BGB, Heilbehandlungskosten, Haushaltsführungsschaden, Fahrtkosten zu Ärzten, Attestkosten sowie bei Todesfällen das Hinterbliebenengeld nach § 844 Abs. 3 BGB. Die Höhe des Schmerzensgeldes orientiert sich an Dauer und Schwere der Verletzung, an Dauerfolgen und am Grad des Verschuldens; Gerichte greifen auf veröffentlichte Vergleichsentscheidungen zurück. Bei einem Mitverschulden – etwa fehlendem Gurt – kürzt § 254 BGB beziehungsweise § 17 StVG den Anspruch nach Quote.

Ansprüche aus einem Verkehrsunfall verjähren in drei Jahren (§ 195 BGB), beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Unfall geschah und die Geschädigten Kenntnis von Schädiger und Schaden hatten (§ 199 BGB). Verhandlungen mit dem Versicherer hemmen die Verjährung nach § 203 BGB; endet der Schriftwechsel, läuft die Frist weiter. Bleibt die Regulierung aus, führt der Weg bei Forderungen bis 10.000 Euro zum Amtsgericht Krefeld, bei höheren Beträgen – wie sie bei Dauerschäden oder langem Verdienstausfall schnell erreicht sind – zum Landgericht Krefeld, wo Anwaltszwang besteht. Ein Feststellungsantrag sichert dabei künftige, heute noch nicht bezifferbare Schäden ab.

Eine Kanzlei für Verkehrsrecht in Krefeld sorgt dafür, dass Beweise früh gesichert werden: Unfallbericht der Polizei, Zeugenangaben, ärztliche Dokumentation ab dem ersten Tag und ein unabhängiges Sachverständigengutachten zum Fahrzeugschaden. Bei fremdverschuldetem Unfall trägt der gegnerische Versicherer die Anwaltskosten als Teil des Schadens, sodass Geschädigte anwaltliche Vertretung im Regelfall nicht aus eigener Tasche finanzieren. Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls; anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Ein Fahrverbot nach § 25 StVG von einem bis drei Monaten droht als Regelfolge nach der Bußgeldkatalog-Verordnung: innerorts ab 31 km/h zu schnell, außerorts ab 41 km/h, bei Rotlichtverstößen mit über einer Sekunde Rotphase, bei Abstandsverstößen ab 100 km/h mit weniger als drei Zehnteln des halben Tachowerts sowie bei Alkoholfahrten ab 0,5 Promille nach § 24a StVG. Auch zwei Verstöße von je mindestens 26 km/h binnen zwölf Monaten lösen ein Fahrverbot aus. Das Amtsgericht Krefeld kann bei einem Härtefall gegen Erhöhung der Geldbuße davon absehen.

Der Entzug nach § 69 StGB wird vom Strafgericht angeordnet, in Krefeld vom Amtsgericht Krefeld. Bei Delikten wie Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) oder Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c StGB) gilt die Ungeeignetheit in der Regel als gegeben. Häufig wird der Führerschein schon bei der Kontrolle beschlagnahmt und die Fahrerlaubnis nach § 111a StPO vorläufig entzogen. Mit dem Urteil erlischt die Fahrerlaubnis; das Gericht setzt eine Sperrfrist von sechs Monaten bis fünf Jahren nach § 69a StGB fest. Danach muss bei der Fahrerlaubnisbehörde der Stadt Krefeld eine Neuerteilung beantragt werden, gegebenenfalls mit MPU.

Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung deckt regelmäßig die Verteidigung in Bußgeldverfahren, die Vertretung in Verkehrsstrafsachen bei fahrlässigen Delikten sowie die Durchsetzung von Schadensersatz nach einem Unfall. Bei vorsätzlichen Straftaten entfällt der Schutz meist rückwirkend, wenn eine Verurteilung wegen Vorsatzes erfolgt. Vor Beauftragung sollte die Kanzlei in Krefeld eine Deckungsanfrage stellen; zu beachten sind vereinbarte Selbstbeteiligung und Wartezeiten. Ohne Versicherung gilt: Bei unverschuldetem Unfall trägt der gegnerische Haftpflichtversicherer die Anwaltskosten als Teil des Schadens nach § 7 StVG und § 823 BGB.

Der Einspruch muss nach § 67 OWiG innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Bußgeldbescheids schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde eingehen, die den Bescheid erlassen hat – in Krefeld also bei der Bußgeldstelle der Stadt Krefeld oder dem Polizeipräsidium Krefeld. Maßgeblich ist das Zustelldatum auf dem gelben Umschlag. Wird die Frist versäumt, ist der Bescheid rechtskräftig; eine Wiedereinsetzung nach § 52 OWiG kommt nur bei unverschuldeter Versäumung in Betracht. Der Einspruch kann später zurückgenommen oder auf einzelne Punkte wie das Fahrverbot beschränkt werden.

Ein Einspruch lohnt sich vor allem, wenn Punkte, ein Fahrverbot oder eine drohende Entziehung nach § 4 StVG im Raum stehen, wenn Zweifel an der Fahrereigenschaft bestehen oder wenn die Verfolgungsverjährung von drei Monaten nach § 26 Abs. 3 StVG möglicherweise abgelaufen war. Nach Akteneinsicht gemäß § 49 OWiG prüft die Anwältin oder der Anwalt Messprotokoll, Eichschein und Toleranzabzug. Das Amtsgericht Krefeld kann den Bescheid aufheben, die Geldbuße ändern oder das Fahrverbot gegen Erhöhung der Buße entfallen lassen. Bei geringen Geldbußen ohne Punkte ist der Aufwand dagegen selten sinnvoll.

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