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Sozialrecht Mönchengladbach

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Wer in Mönchengladbach einen Bescheid im Sozialrecht in Händen hält, hat weniger Zeit als gedacht: Der Widerspruch muss nach § 84 SGG binnen eines Monats bei der Behörde eingehen.

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Sozialrecht Mönchengladbach
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wer in Mönchengladbach einen Bescheid im Sozialrecht in Händen hält, hat weniger Zeit als gedacht: Der Widerspruch muss nach § 84 SGG binnen eines Monats bei der Behörde eingehen. Ob Jobcenter, Pflegekasse, Krankenkasse oder Rentenversicherung – in einer kreisfreien Stadt mit rund 267.176 Einwohnerinnen und Einwohnern ergehen täglich Entscheidungen, die über Miete, Rente oder Pflegeleistungen bestimmen.

Anders als bei Zivilstreitigkeiten führt der Weg nicht zum Amts- oder Landgericht. Für die Stadt Mönchengladbach entscheidet das Sozialgericht Düsseldorf, dessen Gerichtsbezirk das Stadtgebiet umfasst. Wer aus Rheydt, Odenkirchen oder Wickrath klagt, wendet sich also an das Sozialgericht Düsseldorf. Das Verfahren ist für Versicherte, Leistungsberechtigte und behinderte Menschen nach § 183 SGG gerichtskostenfrei – ein Umstand, der vielen Betroffenen am Niederrhein nicht bekannt ist.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Sozialrecht in Mönchengladbach prüft, ob der Bescheid formell fehlerfrei ist, ob die Behörde den Sachverhalt vollständig ermittelt hat und welche Beweismittel fehlen. Häufig entscheidet nicht die Rechtsfrage, sondern die medizinische Dokumentation: ärztliche Befunde, Reha-Berichte, Pflegetagebücher. Wer diese Unterlagen früh strukturiert, verbessert seine Position im Widerspruchsverfahren erheblich.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Sozialgericht Düsseldorf (zuständig für u. a. die Stadt Mönchengladbach)
Wichtige Gesetze
§ 84 SGG, § 87 SGG, § 44 SGB X, § 22 SGB II
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Sozialgericht Düsseldorf, Ludwig-Erhard-Allee 21, 40227 Düsseldorf zuständig für u. a. die Stadt Mönchengladbach

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Sozialgericht Düsseldorf. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Anwältin oder Anwalt für Sozialrecht in Mönchengladbach: Widerspruch und Sozialgericht

Mönchengladbach zählt rund 267.176 Einwohnerinnen und Einwohner und gehört damit zu den großen kreisfreien Städten am linken Niederrhein in Nordrhein-Westfalen. Krankenkassen, Pflegekassen, Rentenversicherung, das Jobcenter und die städtischen Ämter bewilligen oder verweigern hier täglich Leistungen. Wer eine Ablehnung erhält, bewegt sich im Sozialrecht – einem Gebiet, in dem ein einziger versäumter Monat den Anspruch dauerhaft kosten kann.

Ein eigenes Sozialgericht gibt es in Mönchengladbach nicht. Zuständig ist das Sozialgericht Düsseldorf, dessen Bezirk unter anderem die Stadt Mönchengladbach umfasst. Für Klagen aus dem gesamten Sozialrechts-Bereich – von der Rente über die Pflegeversicherung bis zum Bürgergeld – ist deshalb das Sozialgericht Düsseldorf zuständig. Wer diese Anreise einplanen muss, sollte das schon bei der Wahl der Kanzlei berücksichtigen.

Das Sozialrecht verteilt sich auf mehrere Sozialgesetzbücher. § 22 SGB II regelt, welche Kosten der Unterkunft und Heizung das Jobcenter übernehmen muss – ein Dauerthema in einer Stadt, deren Mietniveau zwischen Innenstadt, Rheydt und den westlichen Ortsteilen deutlich auseinandergeht. § 43 SGB VI bestimmt die Voraussetzungen der Erwerbsminderungsrente, und § 44 SGB X erlaubt es, selbst bestandskräftige Bescheide später noch einmal überprüfen zu lassen.

Eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Sozialrecht prüft zuerst die Formalien: Wurde der Bescheid richtig bekanntgegeben, ist er begründet, enthält er eine korrekte Rechtsbehelfsbelehrung? Anschließend geht es um den Sachverhalt. Typische Anlässe für ein Mandat im Sozialrecht in Mönchengladbach sind:

  • Ablehnung, Kürzung oder Rückforderung von Bürgergeld nach dem SGB II
  • Streit über angemessene Kosten der Unterkunft und Heizung nach § 22 SGB II
  • abgelehnte Erwerbsminderungsrente nach § 43 SGB VI
  • zu niedrig festgesetzter Grad der Behinderung oder verweigerte Merkzeichen
  • abgelehnter oder zu niedriger Pflegegrad nach § 15 SGB XI
  • verweigerte Reha-Maßnahmen, Hilfsmittel oder gestrichenes Krankengeld
  • Aufhebungs- und Erstattungsbescheide nach §§ 45, 48 SGB X

Ablehnungsbescheid in Mönchengladbach: Widerspruch und Fristen

Der wichtigste Absatz eines Bescheides steht meist ganz unten: die Rechtsbehelfsbelehrung. Nach § 84 SGG muss der Widerspruch innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe bei der Behörde eingehen, die den Bescheid erlassen hat. Wird der Bescheid mit einfacher Post verschickt, gilt er nach § 37 Abs. 2 SGB X am vierten Tag nach Aufgabe zur Post als bekanntgegeben. Diese Fiktion verschiebt den Fristbeginn – im Sozialrecht ist sie regelmäßig entscheidend.

Fristen-Rechner Ermitteln Sie das Ende gesetzlicher oder vertraglicher Fristen.

Fehlerhafte Belehrungen kommen vor, ersetzen aber keine Strategie. Wer in Mönchengladbach einen Ablehnungsbescheid erhält, sollte den Widerspruch zunächst fristwahrend und ohne Begründung einlegen und die Begründung nachreichen. Das Sozialrecht kennt dafür keine starre Nachfrist, wohl aber die Pflicht der Behörde, den Sachverhalt vollständig zu ermitteln (§ 20 SGB X). Ein knapper Einzeiler per Einwurf-Einschreiben oder mit Eingangsstempel ist der sichere Weg; eine einfache E-Mail genügt der Form des § 84 Abs. 1 SGG (schriftlich, zur Niederschrift oder elektronische Form nach § 36a Abs. 2 SGB I) nicht zuverlässig.

Für die Begründung ist Akteneinsicht nach § 25 SGB X der übliche erste Schritt. Erst die Verwaltungsakte zeigt, auf welches Gutachten oder welche Berechnung sich die Ablehnung stützt. In einem Sozialrechtsfall aus Mönchengladbach kann das etwa ein Mietspiegel-Vergleichswert des Jobcenters sein oder eine gutachterliche Einschätzung des Restleistungsvermögens. Weitere Erläuterungen zu einzelnen Verfahrensschritten finden Sie im Artikelbereich.

Ist die Widerspruchsfrist bereits abgelaufen, bleibt der Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X. Hat die Behörde das Recht unrichtig angewandt oder von einem falschen Sachverhalt aus entschieden, muss sie den Bescheid auch nachträglich zurücknehmen. Leistungen werden dabei nach § 44 Abs. 4 SGB X längstens für einen Zeitraum bis zu vier Jahren vor der Rücknahme erbracht; beim Bürgergeld tritt nach § 40 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II an die Stelle der vier Jahre ein Jahr. Dieser Weg rettet im Sozialrecht viele Fälle, die auf den ersten Blick verloren scheinen.

So finden Sie die passende Kanzlei für Sozialrecht in Mönchengladbach

Entscheidend ist der tatsächliche Schwerpunkt: Eine Kanzlei, die überwiegend Rentenverfahren führt, arbeitet anders als eine, die Bürgergeld-Bescheide bearbeitet. Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Sozialrecht setzt nach der Fachanwaltsordnung besondere theoretische Kenntnisse und nachgewiesene praktische Erfahrung voraus. Nützlich ist außerdem Routine mit dem Sozialgericht Düsseldorf, weil Mönchengladbacher Verfahren dort verhandelt werden und die Anreise mit Mandantinnen und Mandanten abgestimmt werden muss.

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Ort und Rechtsgebiet vergleichen; die Übersicht Anwalt in Mönchengladbach zeigt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Sozialrecht im Stadtgebiet. Das Portal ist ein Anwaltsverzeichnis und erteilt selbst keine Rechtsauskünfte. Ein Erstgespräch bleibt in jedem Fall notwendig, weil sich erst dort klärt, welche Unterlagen fehlen und welche Frist bereits läuft.

Für das Erstgespräch gilt eine gesetzliche Obergrenze: Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern darf die Erstberatungsgebühr nach § 34 Abs. 1 RVG 190 Euro netto nicht übersteigen. Wer geringes Einkommen hat, kann Beratungshilfe beantragen und zahlt der Kanzlei dann lediglich einen Eigenanteil von 15 Euro (Nr. 2500 VV RVG). Das Sozialrecht ist damit eines der wenigen Gebiete, in denen finanzielle Hürden weitgehend abgebaut sind.

Kosten im Sozialrecht: Wer in Mönchengladbach was zahlt
VerfahrensschrittKostenregelungRechtsgrundlage
Erstberatunghöchstens 190 Euro netto für Verbraucherinnen und Verbraucher§ 34 Abs. 1 RVG
Beratungshilfe15 Euro Eigenanteil, übrige Vergütung trägt die LandeskasseBerHG, Nr. 2500 VV RVG
Widerspruchsverfahrenkeine Behördengebühr; bei Erfolg erstattet die Behörde die notwendigen Anwaltskosten§ 63 SGB X
Klage beim Sozialgericht Düsseldorfgerichtskostenfrei für Versicherte, Leistungsberechtigte und behinderte Menschen§ 183 SGG
Anwaltsvergütung im KlageverfahrenBetragsrahmengebühren statt streitwertabhängiger Gebühren§ 3 RVG
Prozesskostenhilfeganze oder teilweise Übernahme der Anwaltskosten bei geringem Einkommen§ 73a SGG, §§ 114 ff. ZPO

Erwerbsminderungs- und Schwerbehinderung in Mönchengladbach

§ 43 SGB VI unterscheidet zwei Stufen: Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn täglich weniger als drei Stunden gearbeitet werden kann, teilweise Erwerbsminderung bei drei bis unter sechs Stunden. Hinzu kommen versicherungsrechtliche Voraussetzungen – in der Regel fünf Jahre Wartezeit und drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren. Im Sozialrecht scheitern Anträge oft nicht am Gesundheitszustand, sondern an diesen Beitragszeiten.

Für gesetzlich Rentenversicherte mit Wohnsitz in Mönchengladbach ist regelmäßig die Deutsche Rentenversicherung Rheinland der zuständige Regionalträger. Sie stützt ihre Entscheidung auf ein sozialmedizinisches Gutachten, das häufig nach Aktenlage erstellt wird. Wer widerspricht, sollte deshalb aktuelle Befundberichte der behandelnden Praxen aus dem Stadtgebiet beifügen und den Entlassungsbericht der letzten Reha auswerten lassen – dort steht die Leistungsbeurteilung in Stunden, auf die es ankommt.

Beim Schwerbehindertenrecht liegt die Zuständigkeit in Nordrhein-Westfalen bei den Kreisen und kreisfreien Städten; für Mönchengladbach entscheidet also die Stadtverwaltung über den Grad der Behinderung nach § 152 SGB IX. Auch hier gilt die Monatsfrist des § 84 SGG. Das Sozialrecht knüpft an die Feststellung eine ganze Reihe konkreter Vorteile:

  • besonderer Kündigungsschutz mit Zustimmungserfordernis des Integrationsamtes (§§ 168 ff. SGB IX)
  • fünf Arbeitstage bezahlter Zusatzurlaub pro Jahr (§ 208 SGB IX)
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen, vorzeitig mit Abschlag (§ 37 SGB VI; für vor dem 1. Januar 1964 Geborene § 236a SGB VI)
  • Behinderten-Pauschbetrag bei der Einkommensteuer (§ 33b EStG)
  • Merkzeichen G, aG, B oder H mit Nachteilsausgleichen im Nahverkehr
  • Gleichstellung ab GdB 30 zur Sicherung des Arbeitsplatzes

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand später, ist ein Neufeststellungsantrag nach § 48 SGB X möglich. Die Behörde hebt den Bescheid dann auf; erfolgt die Änderung zugunsten der Betroffenen, soll die Aufhebung nach § 48 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB X ab dem Zeitpunkt der Änderung der Verhältnisse wirken. Eine Herabsetzung setzt grundsätzlich eine wesentliche Änderung der Verhältnisse voraus (§ 48 SGB X); war der Bescheid von Anfang an rechtswidrig, kommt eine Rücknahme nach § 45 SGB X in Betracht – ein Punkt, der in Verfahren vor dem Sozialgericht Düsseldorf regelmäßig eine Rolle spielt.

Pflegegrad und Krankenkasse in Mönchengladbach: Leistungen durchsetzen

Die Pflegegrade 1 bis 5 richten sich nach einem Punktsystem, das § 15 SGB XI vorgibt. Bewertet werden sechs Module, darunter Mobilität, kognitive Fähigkeiten, Selbstversorgung und die Gestaltung des Alltagslebens. Grundlage ist die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst nach § 18 SGB XI. Im Sozialrecht gehört die Anfechtung eines zu niedrigen Pflegegrades zu den häufigsten Streitgegenständen – auch in Mönchengladbacher Haushalten mit häuslicher Pflege.

Die Begutachtung findet meist in der Wohnung statt und dauert oft nur kurz. Wer vorher ein Pflegetagebuch über ein bis zwei Wochen führt, kann den tatsächlichen Hilfebedarf belegen. Nach § 18c Abs. 2 SGB XI wird das Gutachten zusammen mit dem Bescheid übersandt, sofern der Übersendung nicht widersprochen wird; die Übermittlung kann auch später verlangt werden. Ohne dieses Dokument lässt sich ein Widerspruch kaum sinnvoll begründen, weil erst dort erkennbar wird, welche Module zu niedrig bewertet wurden.

Bei Anträgen gegenüber der Krankenkasse hilft eine oft übersehene Regel: Nach § 13 Abs. 3a SGB V muss die Kasse innerhalb von drei Wochen entscheiden, bei Einschaltung des Medizinischen Dienstes innerhalb von fünf Wochen. Versäumt sie das ohne begründete Mitteilung, gilt der Antrag als genehmigt. Für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation gilt die Genehmigungsfiktion nicht; dort greifen nach § 13 Abs. 3a Satz 9 SGB V die §§ 14 bis 24 SGB IX über Zuständigkeitsklärung und Erstattung selbst beschaffter Leistungen.

Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Krankengeld. Es wird wegen derselben Krankheit für längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt (§ 48 SGB V). Wird die Arbeitsunfähigkeit nicht lückenlos bescheinigt oder erklärt der Medizinische Dienst die Person für arbeitsfähig, endet die Zahlung abrupt. Für Betroffene in Mönchengladbach entsteht dann häufig eine Versorgungslücke bis zur Entscheidung über eine Erwerbsminderungsrente.

Klage vor dem Sozialgericht in Mönchengladbach

Bleibt der Widerspruch erfolglos, folgt die Klage. Nach § 87 SGG beträgt die Frist einen Monat ab Zustellung des Widerspruchsbescheides. Örtlich zuständig ist nach § 57 SGG das Gericht am Wohnsitz der klagenden Person – für Mönchengladbach also das Sozialgericht Düsseldorf. Die Klage kann schriftlich eingereicht oder zur Niederschrift der Geschäftsstelle erklärt werden; ein Anwaltszwang besteht in der ersten Instanz im Sozialrecht nicht.

Entschieden wird durch eine Kammer aus einer Berufsrichterin oder einem Berufsrichter und zwei ehrenamtlichen Richterinnen oder Richtern (§ 12 SGG). Das Gericht ermittelt den Sachverhalt von Amts wegen (§ 103 SGG), holt also selbst Befundberichte und Gutachten ein. Nach § 109 SGG können Klägerinnen und Kläger zusätzlich eine Ärztin oder einen Arzt ihres Vertrauens als Gutachter benennen – meist gegen Kostenvorschuss.

Finanziell ist das Verfahren überschaubar: Für Versicherte, Leistungsempfängerinnen und behinderte Menschen ist es nach § 183 SGG gerichtskostenfrei. Über die Erstattung außergerichtlicher Kosten entscheidet das Gericht nach § 193 SGG; bei einem Obsiegen trägt sie in der Regel die Behörde. Diese Kostenstruktur unterscheidet das Sozialrecht deutlich vom Zivilprozess, in dem sich Gebühren nach dem Streitwert richten.

Gegen das Urteil ist grundsätzlich die Berufung zum Landessozialgericht möglich (§ 143 SGG), einzulegen binnen eines Monats nach Zustellung (§ 151 SGG). Betrifft die Klage eine Geld-, Dienst- oder Sachleistung und übersteigt der Wert des Beschwerdegegenstandes 750 Euro nicht, bedarf die Berufung der Zulassung; das gilt nicht, wenn die Berufung wiederkehrende oder laufende Leistungen für mehr als ein Jahr betrifft (§ 144 Abs. 1 SGG). Eine Anwältin oder ein Anwalt in Mönchengladbach kann früh einschätzen, ob dieser Weg tragfähig ist.

Die Angaben auf dieser Seite geben den Rechtsstand 2026 wieder und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls; Fristen im Sozialrecht laufen unabhängig davon weiter, ob ein Bescheid gelesen wurde. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 3 Anwältinnen und Anwälte für Sozialrecht in Mönchengladbach und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

3 der 3 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Sozialrecht.

Die 3 Einträge verteilen sich auf 2 Kanzleien.

Ein formloser Höherstufungsantrag bei der Pflegekasse genügt; eine Begründung ist nicht vorgeschrieben. Die Kasse beauftragt daraufhin den Medizinischen Dienst mit einer erneuten Begutachtung nach § 18 SGB XI, der die sechs Module des § 15 SGB XI bewertet. Sinnvoll ist ein über ein bis zwei Wochen geführtes Pflegetagebuch sowie aktuelle Arztberichte. Lehnt die Kasse ab, gilt die Widerspruchsfrist von einem Monat nach § 84 SGG. Das Gutachten wird nach § 18c Abs. 2 SGB XI zusammen mit dem Bescheid übersandt, sofern Sie der Übersendung nicht widersprechen; Sie können die Übermittlung auch später verlangen.

Legen Sie zunächst fristwahrend Widerspruch ein: Nach § 84 SGG haben Sie dafür einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheides. Die Begründung können Sie nachreichen. Entscheidend ist § 43 SGB VI – volle Erwerbsminderung bei unter drei Stunden täglicher Leistungsfähigkeit, teilweise bei drei bis unter sechs Stunden. Beschaffen Sie aktuelle Befundberichte und den Reha-Entlassungsbericht, in dem die Leistungsbeurteilung in Stunden steht. Bleibt der Widerspruch erfolglos, ist binnen eines Monats Klage beim Sozialgericht Düsseldorf möglich (§ 87 SGG).

Ja. Für die außergerichtliche Beratung gibt es Beratungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz; den Berechtigungsschein stellt das Amtsgericht am Wohnort aus. An die Kanzlei zahlen Sie dann nur 15 Euro Eigenanteil (Nr. 2500 VV RVG), die übrige Vergütung trägt die Landeskasse. Für das Klageverfahren gilt Prozesskostenhilfe nach § 73a SGG in Verbindung mit §§ 114 ff. ZPO: Voraussetzung sind geringes Einkommen und hinreichende Erfolgsaussicht. Gerichtskosten fallen für Versicherte und Leistungsberechtigte ohnehin nicht an (§ 183 SGG).

Nach § 84 SGG beträgt die Widerspruchsfrist einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheides. Bei Versand mit einfachem Brief gilt der Bescheid nach § 37 Abs. 2 SGB X am vierten Tag nach Aufgabe zur Post als bekanntgegeben. Der Widerspruch muss bei der Behörde eingehen, die den Bescheid erlassen hat – der Eingang zählt, nicht das Absendedatum. Fehlt die Rechtsbehelfsbelehrung oder ist sie unrichtig, verlängert sich die Frist nach § 66 Abs. 2 SGG auf ein Jahr. Ist die Frist verstrichen, bleibt der Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X.

Für Klagen aus Mönchengladbach entscheidet das Sozialgericht Düsseldorf, dessen Gerichtsbezirk das gesamte Stadtgebiet der rund 267.176 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Stadt umfasst. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach § 57 SGG grundsätzlich nach dem Wohnsitz der klagenden Person. Die Klagefrist beträgt einen Monat nach Zustellung des Widerspruchsbescheides (§ 87 SGG). Anwaltszwang besteht in erster Instanz nicht, das Verfahren ist für Versicherte und Leistungsberechtigte nach § 183 SGG gerichtskostenfrei. Berufungsinstanz ist das für Nordrhein-Westfalen zuständige Landessozialgericht (§ 143 SGG).

Aktuelle Rechtsprechung zum Sozialrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Sozialrecht in Mönchengladbach: passende Kanzlei finden

3 Anwältinnen und Anwälte für Sozialrecht in Mönchengladbach und Umgebung (bis 25 km), davon 3 Fachanwälte (100 %), 2 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Mönchengladbach hat noch keine Kanzlei für Sozialrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Sozialrecht in Mönchengladbach und Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Michael Hennig

    Fachanwalt für Sozialrecht +1

    Leibnizstraße 31, 41061 Mönchengladbach

    Dr. Weber & Kollegen | Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Stefan Weber

    Fachanwalt für Sozialrecht +1

    Peter-Irmen-Straße 4, 41352 Korschenbroich

    Rechtsanwälte Dr. Weber & Kollegen

  • Öffentliche Quellen

    Jürgen Westerath

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

    Bökelstraße 40, 41063 Mönchengladbach

    Jürgen Westerath

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