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Medizinrecht Recklinghausen

Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Recklinghausen finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 28.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Recklinghausen einen Behandlungsfehler vermutet, braucht Antworten, die ohne Kenntnisse im Medizinrecht kaum zu finden sind: Hat die Ärztin oder der Arzt gegen den fachlichen Standard verstoßen?

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Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wer in Recklinghausen einen Behandlungsfehler vermutet, braucht Antworten, die ohne Kenntnisse im Medizinrecht kaum zu finden sind: Hat die Ärztin oder der Arzt gegen den fachlichen Standard verstoßen? Wie kommt man an die Patientenakte? Welches Schmerzensgeld ist realistisch? In der Stadt mit rund 114.851 Einwohnerinnen und Einwohnern im nördlichen Ruhrgebiet entscheiden über solche Fragen je nach Streitwert das Amtsgericht Recklinghausen oder das Landgericht Bochum – und in der Berufung das Oberlandesgericht Hamm.

Seit dem Patientenrechtegesetz stehen die Rechte von Patientinnen und Patienten ausdrücklich im Bürgerlichen Gesetzbuch: § 630a BGB verpflichtet Behandelnde auf den fachlichen Standard, § 630e BGB regelt die Aufklärung vor Eingriffen, und § 630h BGB verteilt die Beweislast – bei einem groben Behandlungsfehler bis hin zur Beweislastumkehr zugunsten der Patientenseite. Eine im Medizinrecht tätige Anwältin oder ein Anwalt ordnet ein, ob diese Regeln im konkreten Fall verletzt wurden, fordert die Behandlungsunterlagen an und beziffert Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Dieser Überblick erklärt, welche Paragrafen bei Behandlungsfehlern gelten, welche Gerichte für Recklinghausen zuständig sind, wie das kostenfreie Gutachten des Medizinischen Dienstes beim Einstieg hilft und mit welchen Kosten Ratsuchende rechnen sollten.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Landgericht Bochum (zuständig für u. a. das Amtsgericht Recklinghausen), Oberlandesgericht Hamm (zuständig für u. a. den Landgerichtsbezirk Bochum), Amtsgericht Recklinghausen (zuständig für die Gemeinden Datteln, Herten, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop)
Kosten
Erstberatung für Verbraucher max.

Zuständige Gerichte

  • Landgericht Bochum, Josef-Neuberger-Str. 1, 44787 Bochum zuständig für u. a. das Amtsgericht Recklinghausen
  • Oberlandesgericht Hamm, Heßlerstraße 53, 59065 Hamm zuständig für u. a. den Landgerichtsbezirk Bochum
  • Amtsgericht Recklinghausen, Reitzensteinstraße 17 - 21, 45657 Recklinghausen zuständig für die Gemeinden Datteln, Herten, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Landgericht Bochum, Oberlandesgericht Hamm, Amtsgericht Recklinghausen. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Medizinrecht in Recklinghausen: Rechte von Patientinnen und Patienten

Recklinghausen zählt rund 114.851 Einwohnerinnen und Einwohner und ist Kreisstadt des gleichnamigen Kreises am Nordrand des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen. Krankenhäuser, Facharztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste versorgen hier täglich Menschen aus der Stadt und den umliegenden Kommunen – und überall dort, wo medizinisch behandelt wird, können Fehler geschehen. Das Medizinrecht bestimmt, welche Ansprüche Patientinnen und Patienten in einem solchen Fall zustehen und wie sie durchgesetzt werden.

Kern des Medizinrechts ist der Behandlungsvertrag: Nach § 630a BGB schuldet die Behandlungsseite eine Behandlung nach den allgemein anerkannten fachlichen Standards, die zum Zeitpunkt der Behandlung gelten. Geschuldet wird sorgfältiges ärztliches Handeln, nicht der Heilungserfolg. Diese Pflicht trifft das Krankenhaus in Recklinghausen genauso wie die Hausarztpraxis in Oer-Erkenschwick oder die Zahnarztpraxis in Herten. Unterschreitet die Behandlung diesen Standard, liegt ein Behandlungsfehler vor.

Zum Medizinrecht gehören außerdem die Aufklärungspflichten vor Eingriffen (§ 630e BGB), das Recht auf Einsicht in die Patientenakte (§ 630g BGB), die Haftung für Körper- und Gesundheitsverletzungen (§ 823 BGB) und der Anspruch auf Schmerzensgeld (§ 253 BGB). Für Ratsuchende aus dem Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Recklinghausen – dazu zählen neben der Kreisstadt auch Datteln, Herten, Oer-Erkenschwick und Waltrop – lohnt es sich, diese Vorschriften zu kennen, bevor sie der Behandlungsseite oder deren Haftpflichtversicherer gegenübertreten.

Behandlungsfehler erkennen: §§ 630a bis 630h BGB verständlich erklärt

Ein Behandlungsfehler ist jeder Verstoß gegen den fachlichen Standard des § 630a BGB – von der übersehenen Fraktur im Röntgenbild bis zur fehlerhaft ausgeführten Operation. Für die medizinrechtliche Bewertung kommt es nicht darauf an, ob sich die Patientin oder der Patient schlecht behandelt fühlt, sondern darauf, ob eine durchschnittlich qualifizierte Fachärztin oder ein Facharzt in derselben Situation anders hätte handeln müssen. Diese Frage beantworten die Gerichte – für Recklinghausen in aller Regel das Landgericht Bochum – fast immer mit Hilfe medizinischer Sachverständiger.

Häufig übersehen wird der Aufklärungsfehler: Nach § 630e BGB müssen Behandelnde rechtzeitig und im persönlichen Gespräch über Art, Umfang, Risiken und Alternativen eines Eingriffs aufklären. Fehlt eine wirksame Einwilligung, ist der Eingriff rechtswidrig – selbst wenn er fachlich einwandfrei ausgeführt wurde. Wer vor einer Operation in einer Klinik im Kreis Recklinghausen lediglich ein Formular unterschrieben hat, ohne dass die Risiken im Gespräch erläutert wurden, sollte diesen Punkt medizinrechtlich prüfen lassen.

Typische Fallgruppen, mit denen sich Anwältinnen und Anwälte für Medizinrecht befassen:

  • Diagnosefehler: Symptome werden falsch gedeutet, etwa ein Herzinfarkt als Magenverstimmung.
  • Befunderhebungsfehler: medizinisch gebotene Untersuchungen wie Labor oder Bildgebung unterbleiben.
  • Operationsfehler: Eingriffe werden technisch fehlerhaft durchgeführt oder Fremdkörper verbleiben im Körper.
  • Medikationsfehler: falsches Präparat, falsche Dosierung oder übersehene Wechselwirkungen.
  • Aufklärungsfehler nach § 630e BGB: Die Einwilligung kann unwirksam und der Eingriff damit rechtswidrig sein; die Behandlungsseite kann sich aber darauf berufen, dass die Patientin oder der Patient auch bei ordnungsgemäßer Aufklärung eingewilligt hätte (§ 630h Abs. 2 S. 2 BGB).
  • Organisations- und Hygienefehler: etwa vermeidbare Infektionen im Krankenhaus.
  • Geburtsschäden: Fehler unter der Geburt mit oft lebenslangen Folgen und Streitwerten von 200.000 Euro und mehr.

Der Anspruch auf Schmerzensgeld folgt aus § 253 BGB; daneben haftet die Behandlungsseite für Körper- und Gesundheitsverletzungen auch deliktisch nach § 823 BGB. Die Höhe des Schmerzensgeldes richtet sich nach Schwere und Dauer der Beeinträchtigung; Berufungsgerichte wie das Oberlandesgericht Hamm veröffentlichen hierzu laufend Entscheidungen, an denen sich die Praxis orientiert.

Zuständige Gerichte: Amtsgericht Recklinghausen, Landgericht Bochum, Oberlandesgericht Hamm

Welches Gericht über eine medizinrechtliche Klage entscheidet, hängt vom Streitwert ab. Die Amtsgerichte sind für zivilrechtliche Streitigkeiten bis 10.000 Euro zuständig (§ 23 Nr. 1 GVG). Das Amtsgericht Recklinghausen ist dabei für die Gemeinden Datteln, Herten, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop zuständig – kleinere Streitigkeiten, etwa um das Honorar einer Zahnbehandlung, beginnen also direkt vor Ort.

Arzthaftungssachen – das Herzstück des Medizinrechts – bewegen sich allerdings meist zwischen 10.000 und 100.000 Euro und gehören damit vor das Landgericht Bochum, zu dessen Bezirk das Amtsgericht Recklinghausen gehört. Dort verhandeln spezialisierte Arzthaftungskammern, deren Richterinnen und Richter regelmäßig mit medizinischen Sachverhalten befasst sind. Für Patientinnen und Patienten aus Recklinghausen heißt das: Der Prozess findet in der Regel nicht in der eigenen Stadt statt, sondern im benachbarten Bochum.

Gegen Urteile des Landgerichts Bochum ist die Berufung zum Oberlandesgericht Hamm möglich, das für den gesamten Landgerichtsbezirk Bochum zuständig ist. Gerade in Arzthaftungssachen, in denen die Bewertung des Sachverständigengutachtens streitig bleibt, hat die Berufungsinstanz erhebliches Gewicht.

Nicht jede Auseinandersetzung mit medizinischem Bezug gehört vor die Zivilgerichte: Streitet eine Versicherte aus Recklinghausen mit ihrer gesetzlichen Krankenkasse über die Bewilligung einer Leistung, ist das Sozialgericht zuständig; approbationsrechtliche Fragen gehören vor das Verwaltungsgericht. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht klärt zu Beginn, welcher Rechtsweg eröffnet ist.

Beweislast und Gutachten: So entscheidet sich der Arzthaftungsprozess

Grundsätzlich muss die Patientenseite Behandlungsfehler, Gesundheitsschaden und den Ursachenzusammenhang beweisen. § 630h BGB mildert diese Last in mehreren Konstellationen: Verwirklicht sich ein voll beherrschbares Behandlungsrisiko, wird ein Fehler vermutet (Absatz 1). Ist eine medizinisch gebotene wesentliche Maßnahme nicht in der Behandlungsakte dokumentiert, wird vermutet, dass sie nicht getroffen wurde (Absatz 3). War die behandelnde Person für den Eingriff nicht befähigt, wird vermutet, dass dies den Schaden verursacht hat (Absatz 4). Diese Regeln gelten in jedem medizinrechtlichen Haftungsprozess, auch vor dem Landgericht Bochum.

Das medizinische Sachverständigengutachten ist in Arzthaftungsverfahren regelmäßig prozessentscheidend. Das Landgericht Bochum bestellt hierfür Sachverständige des jeweiligen Fachgebiets, die den Behandlungsverlauf anhand der Akte rekonstruieren und bewerten, ob der Standard des § 630a BGB eingehalten wurde. Für Klägerinnen und Kläger aus Recklinghausen heißt das: Wer das Verfahren sorgfältig vorbereitet, verbessert die Grundlage, auf der die Sachverständigen arbeiten.

Die Vorbereitung beginnt mit der Patientenakte: Nach § 630g BGB ist der Patientin oder dem Patienten auf Verlangen unverzüglich Einsicht in die vollständige Behandlungsakte zu gewähren, soweit nicht erhebliche therapeutische Gründe oder erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen (§ 630g Abs. 2 BGB); auch elektronische Abschriften können verlangt werden, die erste Abschrift unentgeltlich. Eine im Medizinrecht erfahrene Kanzlei fordert die Unterlagen an, lässt sie fachlich bewerten und entscheidet dann, ob eine Klage vor dem Amtsgericht Recklinghausen oder dem Landgericht Bochum Aussicht auf Erfolg hat.

Wichtig ist der Blick auf die Verjährung: Ansprüche aus Arzthaftung verjähren nach §§ 195, 199 BGB in drei Jahren, beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und die Patientin oder der Patient von den anspruchsbegründenden Umständen Kenntnis erlangt hat oder sie ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB); spätestens 30 Jahre nach dem schädigenden Ereignis ist der Anspruch verjährt (§ 199 Abs. 2 BGB). Wer also im Laufe des Jahres 2026 von einem Fehler erfährt, dessen Frist beginnt mit Ablauf des 31. Dezember 2026. Gerade bei Geburtsschäden kann der Fristbeginn im Einzelfall schwer zu bestimmen sein – eine medizinrechtliche Prüfung, etwa durch eine Kanzlei in Recklinghausen, schafft hier Klarheit.

Außergerichtliche Wege: Medizinischer Dienst und Gutachterkommission

Nicht jeder Verdacht muss sofort vor Gericht. Gesetzlich Versicherte aus Recklinghausen können sich zunächst an ihre Krankenkasse wenden: Nach § 66 SGB V sollen die Kassen ihre Versicherten bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen aus Behandlungsfehlern unterstützen; dazu kann die Krankenkasse unter anderem eine für die Versicherten kostenfreie Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen. Dieses Gutachten liefert eine erste fachliche Einschätzung, ob ein Behandlungsfehler vorliegt – ohne Kostenrisiko für die Patientenseite.

Daneben bieten die Ärztekammern Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen an; für Westfalen und damit auch für Behandlungen in Recklinghausen ist die Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe der richtige Ansprechpartner. Auch dieser Weg ist für Patientinnen und Patienten kostenfrei und kann eine gerichtliche Auseinandersetzung vorbereiten – oder entbehrlich machen, wenn der Haftpflichtversicherer nach einem Gutachten reguliert.

Bewährt hat sich bei einem Verdacht auf Behandlungsfehler folgendes Vorgehen:

  • Gedächtnisprotokoll erstellen: Daten, beteiligte Personen und Behandlungsschritte zeitnah festhalten.
  • Patientenakte anfordern – das Einsichtsrecht folgt aus § 630g BGB.
  • Krankenkasse einschalten und ein kostenfreies MD-Gutachten anstoßen.
  • Alternativ oder ergänzend die Gutachterkommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe anrufen.
  • Rechtsschutzversicherung anfragen – ob Arzthaftungsstreitigkeiten gedeckt sind, richtet sich nach dem Versicherungsvertrag.
  • Medizinrechtliche Erstberatung nutzen: für Verbraucher höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 RVG).
  • Verjährung prüfen lassen (§§ 195, 199 BGB), bevor wertvolle Zeit verstreicht.

Welcher Weg sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab: Bei schweren Schäden mit Streitwerten von 200.000 Euro und mehr, etwa nach Geburtsschäden, führt an einer medizinrechtlich spezialisierten Kanzlei kaum ein Weg vorbei. Bei kleineren Streitigkeiten im Bezirk des Amtsgerichts Recklinghausen kann das MD-Gutachten dagegen oft schon die Grundlage für eine außergerichtliche Einigung mit dem Versicherer schaffen.

Kosten im Medizinrecht: Erstberatung, Gebühren und Prozessrisiko

Die erste Orientierung ist kalkulierbar: Eine Erstberatung kostet für Verbraucherinnen und Verbraucher höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, wenn keine andere Vergütung vereinbart ist (§ 34 RVG). Viele Ratsuchende aus Recklinghausen klären in diesem Gespräch, ob sich eine vertiefte medizinrechtliche Prüfung lohnt und welche Unterlagen noch fehlen.

Die weiteren Kosten richten sich nach dem Streitwert. In Arzthaftungssachen liegt er typischerweise zwischen 10.000 und 100.000 Euro, bei schweren Schäden wie Geburtsschäden auch bei 200.000 Euro und mehr. Bei einem Streitwert von 50.000 Euro beträgt die 1,3-Verfahrensgebühr rund 1.764 Euro netto (1,3 × 1.357 Euro nach § 13 Abs. 1 RVG, Anlage 2 RVG); das Kostenrisiko der ersten Instanz vor dem Landgericht Bochum – eigener und gegnerischer Anwalt inklusive Umsatzsteuer plus 3,0 Gerichtsgebühren – liegt bei rund 10.000 Euro, hinzu kommen die Kosten des medizinischen Sachverständigengutachtens.

Kostenbeispiele im Medizinrecht (Stand 2026, gerundet)
PositionKosten (ca.)
Erstberatung für Verbraucher (§ 34 RVG)max. 190 Euro zzgl. USt.
MD-Gutachten über die gesetzliche Krankenkassekostenfrei
1,3-Verfahrensgebühr bei 50.000 Euro Streitwertrund 1.764 Euro netto
Kostenrisiko erste Instanz bei 50.000 Euro Streitwert (beide Anwälte inkl. USt. plus 3,0 Gerichtsgebühren, ohne Sachverständigenkosten)rund 10.000 Euro

Wer die Kosten scheut, hat Optionen: Rechtsschutzversicherungen übernehmen Arzthaftungsstreitigkeiten in der Regel; bei geringem Einkommen kommt Prozesskostenhilfe nach §§ 114 ff. ZPO in Betracht. Unterliegt die beklagte Seite, trägt sie nach § 91 ZPO die Kosten des Rechtsstreits. Und das MD-Gutachten kostet nichts – ein Einstieg, den auch viele Medizinrechtskanzleien im Raum Recklinghausen empfehlen, bevor über eine Klage entschieden wird.

Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Recklinghausen finden

Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht setzt nachgewiesene besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen in diesem Rechtsgebiet voraus, etwa in der Arzthaftung, im Vergütungsrecht und im Berufsrecht der Heilberufe. Gerade in Arzthaftungsverfahren vor dem Landgericht Bochum, in denen medizinische Gutachten den Ausschlag geben, zählt Erfahrung im Umgang mit Sachverständigen und Haftpflichtversicherern.

Auf anwaltvergleich.de lässt sich gezielt nach Rechtsgebiet und Ort suchen – etwa nach Kanzleien für Medizinrecht in Recklinghausen. Das Verzeichnis zeigt Name und Anschrift der Kanzleien sowie Fachanwaltstitel laut Kanzlei-Website. So verschaffen sich Ratsuchende einen Überblick, bevor sie Kontakt aufnehmen. Eine Übersicht aller eingetragenen Kanzleien vor Ort bietet die Seite Anwalt in Recklinghausen; Neuigkeiten rund um das Verzeichnis finden sich unter Presse.

Ob Akteneinsicht nach § 630g BGB, Beweislastumkehr nach § 630h Abs. 5 BGB oder Schmerzensgeld nach § 253 BGB: Medizinrecht ist Spezialmaterie, und die Weichen werden früh gestellt – bei der Sicherung der Patientenakte ebenso wie bei der Wahl zwischen Gutachterkommission, MD-Verfahren und Klage vor dem Landgericht Bochum. Eine frühzeitige medizinrechtliche Beratung zahlt sich deshalb aus. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 3 Anwältinnen und Anwälte für Medizinrecht in Recklinghausen und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

3 der 3 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht.

Die 3 Einträge verteilen sich auf 3 Kanzleien.

Spätestens dann, wenn ein Gesundheitsschaden im Raum steht und die Behandlungsseite oder ihr Haftpflichtversicherer abwehrt. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht prüft, ob der fachliche Standard des § 630a BGB verletzt wurde, fordert die Patientenakte nach § 630g BGB an und beziffert Schmerzensgeld nach § 253 BGB. Auch vor einem kostenfreien MD-Gutachten über die Krankenkasse kann eine Erstberatung sinnvoll sein – sie kostet für Verbraucher höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer (§ 34 RVG).

Das hängt vom Streitwert ab: Bis 10.000 Euro entscheidet das Amtsgericht Recklinghausen, das für Datteln, Herten, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop zuständig ist (§ 23 Nr. 1 GVG, Stand 2026). Darüber ist das Landgericht Bochum mit seinen spezialisierten Arzthaftungskammern zuständig – bei typischen Streitwerten in Arzthaftungssachen von 10.000 bis 100.000 Euro der Regelfall. Gegen Urteile des Landgerichts Bochum führt die Berufung zum Oberlandesgericht Hamm.

Grundsätzlich die Patientenseite: Sie muss Fehler, Schaden und Ursachenzusammenhang darlegen. § 630h BGB enthält aber wichtige Erleichterungen. Ist eine medizinisch gebotene Maßnahme nicht dokumentiert, gilt sie als nicht erfolgt (§ 630h Abs. 3 BGB). Bei einem groben Behandlungsfehler kehrt sich die Beweislast für den Ursachenzusammenhang um – dann muss die Behandlungsseite beweisen, dass der Fehler den Schaden nicht verursacht hat (§ 630h Abs. 5 BGB). Ob ein Fehler grob ist, klärt das Gericht mit einem Sachverständigengutachten.

Bei einem Streitwert von 50.000 Euro beträgt die 1,3-Verfahrensgebühr rund 1.764 Euro netto; das Kostenrisiko der ersten Instanz – eigener und gegnerischer Anwalt inklusive Umsatzsteuer plus 3,0 Gerichtsgebühren – liegt bei rund 10.000 Euro, hinzu kommen die Kosten des medizinischen Sachverständigengutachtens. Die unterlegene Partei trägt nach § 91 ZPO die Kosten des Rechtsstreits. Rechtsschutzversicherungen decken Arzthaftungsstreitigkeiten in der Regel ab; das MD-Gutachten über die gesetzliche Krankenkasse ist kostenfrei und senkt das Risiko einer aussichtslosen Klage.

Arzthaftungsansprüche verjähren nach §§ 195, 199 BGB in drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und die Patientin oder der Patient Kenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen erlangt hat oder sie ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB) – nicht mit dem Tag der Behandlung. Wer also 2026 von einem Fehler erfährt, dessen Frist beginnt mit Ablauf des 31. Dezember 2026. Da der Fristbeginn von der Kenntnis abhängt und im Einzelfall streitig sein kann, sollte die Verjährung frühzeitig medizinrechtlich geprüft werden.

Aktuelle Rechtsprechung zum Medizinrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Medizinrecht in Recklinghausen: passende Kanzlei finden

3 Anwältinnen und Anwälte für Medizinrecht in Recklinghausen und Umgebung (bis 25 km), davon 3 Fachanwälte (100 %), 3 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Recklinghausen hat noch keine Kanzlei für Medizinrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Medizinrecht in Recklinghausen und Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Harald Bönninghoff

    Fachanwalt für Erbrecht +2

    Vikariestr. 1, 45768 Marl

  • Öffentliche Quellen

    Markus Karpinski

    Fachanwalt für Sozialrecht +1

    Hinterm Hagen 12b, 59348 Lüdinghausen

  • Öffentliche Quellen

    André Sämann

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

    Herzogswall 34, 45657 Recklinghausen

    Rechtsanwälte Reddemann, Huthoff, Sämann und Partner, PartG mbB

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