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Medizinrecht Oberhausen

Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Oberhausen finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 07.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Oberhausen nach einer Operation, einer Geburt oder einer Zahnbehandlung einen Behandlungsfehler vermutet, steht im Medizinrecht vor schwierigen Fragen: Wie komme ich an meine Patientenakte?

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Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Wer in Oberhausen nach einer Operation, einer Geburt oder einer Zahnbehandlung einen Behandlungsfehler vermutet, steht im Medizinrecht vor schwierigen Fragen: Wie komme ich an meine Patientenakte? Wer bewertet, ob der Facharztstandard eingehalten wurde? Und welche Frist läuft bereits gegen mich?

Oberhausen ist mit rund 213.178 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen mit Krankenhäusern sowie Facharzt- und Zahnarztpraxen in allen drei Stadtbezirken. Kommt es bei einer Behandlung zu einem Schaden, führt der gerichtliche Weg je nach Streitwert zum Amtsgericht Oberhausen oder zu den auf Arzthaftung spezialisierten Kammern des Landgerichts Duisburg; über Berufungen entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Das Medizinrecht gibt Patientinnen und Patienten dafür klare Werkzeuge an die Hand: den Behandlungsvertrag nach § 630a BGB, das Recht auf Einsicht in die Patientenakte nach § 630g BGB und Beweiserleichterungen nach § 630h BGB. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht ordnet ein, ob sich aus Akte, Gutachten und Fristenlage ein tragfähiger Anspruch ergibt – und welcher außergerichtliche oder gerichtliche Weg dorthin für Ihren Fall der passende ist.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Landgericht Duisburg, Oberlandesgericht Düsseldorf, Amtsgericht Oberhausen
Kosten
Erstberatung für Verbraucher max.

Zuständige Gerichte

  • Landgericht Duisburg, König-Heinrich-Platz 1, 47051 Duisburg
  • Oberlandesgericht Düsseldorf, Cecilienallee 3, 40474 Düsseldorf
  • Amtsgericht Oberhausen, Friedensplatz 1, 46045 Oberhausen

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Landgericht Duisburg, Oberlandesgericht Düsseldorf, Amtsgericht Oberhausen. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 06.06.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

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Medizinrecht in Oberhausen: Patientenrechte in der Großstadt im westlichen Ruhrgebiet

Oberhausen zählt rund 213.178 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im westlichen Ruhrgebiet, eingerahmt von Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen und Bottrop. Eine Großstadt dieser Größe bedeutet eine dichte medizinische Versorgung: Krankenhäuser, Facharzt- und Zahnarztpraxen, Pflege- und Therapieeinrichtungen verteilen sich über die drei Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld. Wo täglich untersucht, operiert und gepflegt wird, kommt es trotz aller Sorgfalt auch zu Fehlern – und genau hier setzt das Medizinrecht an.

Das Medizinrecht bündelt die Regeln rund um die medizinische Behandlung: die Rechte von Patientinnen und Patienten aus dem Behandlungsvertrag (§ 630a BGB), die ärztliche Aufklärung (§ 630e BGB), die Haftung für Behandlungsfehler (§ 823 BGB) und den Anspruch auf Schmerzensgeld (§ 253 BGB). Für Ratsuchende aus Oberhausen ist dabei wichtig zu wissen, dass Arzthaftungsklagen nicht irgendwo verhandelt werden, sondern bei fest bestimmten Gerichten – je nach Streitwert beim Amtsgericht Oberhausen oder beim Landgericht Duisburg.

Medizinrechtliche Auseinandersetzungen unterscheiden sich von anderen Zivilprozessen vor allem durch die Rolle der Medizin selbst: Ob eine Behandlung fehlerhaft war, beurteilen die Gerichte in Nordrhein-Westfalen praktisch nie ohne ein medizinisches Sachverständigengutachten. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Medizinrecht übersetzt deshalb zwischen zwei Welten – der ärztlichen Dokumentation und den juristischen Anspruchsgrundlagen – und bewahrt Mandantinnen und Mandanten davor, Fristen oder Beweischancen zu verschenken.

Behandlungsvertrag nach § 630a BGB: Was Ärztinnen und Ärzte in Oberhausen schulden

Mit jedem Termin in einer Oberhausener Praxis oder Klinik kommt ein Behandlungsvertrag nach § 630a BGB zustande, meist ganz ohne Unterschrift. Geschuldet ist keine Heilung, sondern eine Behandlung nach den allgemein anerkannten fachlichen Standards zum Zeitpunkt der Behandlung – dem sogenannten Facharztstandard. Bleibt der Erfolg aus, liegt darin allein noch kein Behandlungsfehler; erst die Abweichung von diesem Standard macht eine Behandlung im Sinne des Medizinrechts fehlerhaft.

Vor jedem Eingriff muss die Ärztin oder der Arzt mündlich, rechtzeitig und verständlich über Art, Umfang, Risiken und Alternativen aufklären (§ 630e BGB). Für Patientinnen und Patienten aus Oberhausen hat das handfeste Bedeutung: Wird etwa vor einer planbaren Operation erst auf dem Weg in den OP aufgeklärt, kann die Einwilligung unwirksam sein – der Eingriff wäre dann rechtswidrig, selbst wenn er medizinisch einwandfrei ausgeführt wurde. Der Aufklärungsfehler ist im Medizinrecht ein eigenständiger Haftungsgrund neben dem Behandlungsfehler.

Ein oft unterschätztes Recht: Nach § 630g BGB können Patientinnen und Patienten unverzüglich Einsicht in ihre vollständige Patientenakte verlangen und Abschriften verlangen; die erste Abschrift, auch in elektronischer Form, wird unentgeltlich zur Verfügung gestellt (§ 630g Abs. 1 Satz 3 und 4 BGB). Wer in Oberhausen einen Verdacht prüfen lassen will, sollte die Akte anfordern, bevor über Ansprüche gesprochen wird: Sie ist die Grundlage jedes medizinrechtlichen Gutachtens, ob vor dem Landgericht Duisburg oder im außergerichtlichen Verfahren.

  • Behandlung nach Facharztstandard aus dem Behandlungsvertrag (§ 630a BGB)
  • rechtzeitige und verständliche Aufklärung vor jedem Eingriff (§ 630e BGB)
  • Einsicht in die vollständige Patientenakte samt Abschriften (§ 630g BGB)
  • Beweiserleichterungen, etwa bei grobem Behandlungsfehler (§ 630h Abs. 5 BGB)
  • Schadensersatz bei schuldhafter Verletzung von Körper und Gesundheit (§ 823 BGB)
  • Schmerzensgeld für erlittene immaterielle Schäden (§ 253 BGB)

Behandlungsfehler beweisen: Sachverständigengutachten und Beweislastumkehr nach § 630h BGB

Grundsätzlich muss die Patientenseite beweisen, dass ein Behandlungsfehler vorlag und dieser den Gesundheitsschaden verursacht hat. In der Praxis der Arzthaftungskammern am Landgericht Duisburg ist deshalb das medizinische Sachverständigengutachten regelmäßig prozessentscheidend: Das Gericht bestellt eine Gutachterin oder einen Gutachter des betroffenen Fachgebiets, deren Bewertung den Ausgang des Verfahrens maßgeblich prägt. Eine im Medizinrecht erfahrene Vertretung achtet darauf, dass die Beweisfragen richtig gestellt und Einwände gegen ein Gutachten rechtzeitig vorgebracht werden.

§ 630h BGB kehrt die Beweislast in wichtigen Konstellationen um. Der bekannteste Fall: Liegt ein grober Behandlungsfehler vor, der geeignet ist, den eingetretenen Schaden herbeizuführen, wird vermutet, dass der Fehler den Schaden verursacht hat (§ 630h Abs. 5 BGB) – dann muss die Behandlungsseite das Gegenteil beweisen. Daneben gilt: Ist eine medizinisch gebotene wesentliche Maßnahme nicht in der Behandlungsakte aufgezeichnet, wird vermutet, dass sie nicht getroffen wurde – die Behandlungsseite kann das Gegenteil beweisen (§ 630h Abs. 3 BGB). Für Verfahren aus Oberhausen kann das den Unterschied zwischen Klageabweisung und Erfolg ausmachen.

Neben der vertraglichen Haftung haftet die Behandlungsseite auch deliktisch: § 823 BGB schützt Körper und Gesundheit, § 253 BGB eröffnet den Anspruch auf Schmerzensgeld. In Arzthaftungssachen, wie sie das Landgericht Duisburg für Oberhausen verhandelt, richtet sich der Streitwert nach dem geltend gemachten Schaden; bei schweren Dauerschäden kann er sehr hoch ausfallen.

Die Verjährung läuft unabhängig davon, ob bereits verhandelt wird oder ein Gutachten aussteht. Wer in Oberhausen einen Verdacht hegt, sollte die Fristenlage deshalb früh anwaltlich prüfen lassen: Ernsthafte Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung hemmen die Verjährung zwar (§ 203 BGB), doch das Ende dieser Hemmung wird leicht übersehen. Im Medizinrecht gehört das Fristenmanagement zu den ersten Aufgaben jeder Mandatsbearbeitung.

Zuständige Gerichte: Amtsgericht Oberhausen, Landgericht Duisburg, Oberlandesgericht Düsseldorf

Seit dem 1. Januar 2026 ist das Amtsgericht Oberhausen für zivilrechtliche Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro zuständig (§ 23 Nr. 1 GVG). Kleinere medizinrechtliche Forderungen – etwa nach einer fehlerhaften Zahnbehandlung mit begrenztem Schaden – können damit direkt vor Ort in Oberhausen verhandelt werden.

Übersteigt der Streitwert 10.000 Euro, was in Arzthaftungssachen die Regel ist, geht die Klage an das Landgericht Duisburg. Dort verhandeln spezialisierte Arzthaftungskammern, die mit medizinischen Sachverhalten vertraut sind – ein Vorteil für beide Seiten, weil die Würdigung von Sachverständigengutachten Erfahrung verlangt. Vor dem Landgericht besteht zudem Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 ZPO): Dort müssen sich die Parteien durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt vertreten lassen; eine besondere Spezialisierung schreibt das Gesetz nicht vor.

Gegen Urteile des Landgerichts Duisburg führt die Berufung zum Oberlandesgericht Düsseldorf. Diese Instanzenfolge – Amtsgericht Oberhausen, Landgericht Duisburg, Oberlandesgericht Düsseldorf – greift, wenn die Behandlungsseite ihren Sitz im Bezirk des Amtsgerichts Oberhausen hat; maßgeblich für die örtliche Zuständigkeit sind Wohnsitz oder Sitz der Beklagten (§§ 12, 13, 17 ZPO) oder bei deliktischen Ansprüchen der Ort der Behandlung (§ 32 ZPO). Streitigkeiten mit gesetzlichen Krankenkassen über Leistungen gehören dagegen vor die Sozialgerichtsbarkeit, nicht vor die ordentlichen Gerichte.

Außergerichtliche Wege: MD-Gutachten und Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein

Nicht jeder Verdacht muss vor Gericht enden. Gesetzlich Versicherte aus Oberhausen können bei ihrer Krankenkasse Unterstützung bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen beantragen (§ 66 SGB V). Die Kasse soll unterstützen und kann dazu eine sozialmedizinische Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen; für Versicherte ist das kostenfrei. Einen Anspruch auf ein MD-Gutachten gibt es jedoch nicht.

Daneben kommt der Weg zur Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler bei der Ärztekammer Nordrhein in Betracht, die für Oberhausen zuständig ist; das Verfahren setzt das Einverständnis der betroffenen Ärztin oder des betroffenen Arztes voraus. Auch dieses Verfahren ist für Patientinnen und Patienten kostenfrei und mündet in eine fachliche Bewertung, die spätere Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung der Behandlungsseite erheblich erleichtern kann.

Viele Arzthaftungsfälle enden mit einem außergerichtlichen Vergleich mit dem Haftpflichtversicherer, ohne dass das Landgericht Duisburg je entscheiden muss. Eine medizinrechtlich versierte Anwältin oder ein versierter Anwalt beziffert dafür Schmerzensgeld (§ 253 BGB), Verdienstausfall und künftige Schäden – und achtet darauf, dass eine Abfindungserklärung keine späteren Ansprüche abschneidet, etwa wenn sich die Folgen eines Geburtsschadens erst Jahre später vollständig zeigen.

  • Patientenakte vollständig anfordern (§ 630g BGB) – bei der Klinik oder Praxis in Oberhausen
  • Gedächtnisprotokoll zum Behandlungsverlauf anfertigen, solange die Erinnerung frisch ist
  • Namen möglicher Zeuginnen und Zeugen (Begleitpersonen, Personal) notieren
  • bei gesetzlicher Versicherung: Unterstützung bei der Krankenkasse beantragen (§ 66 SGB V) – die Kasse kann eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst veranlassen
  • Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung einholen – ob Arzthaftung mitversichert ist, richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsbaustein
  • keine Erklärungen oder Abfindungsangebote ohne rechtliche Prüfung unterschreiben
  • Verjährung im Blick behalten: drei Jahre ab dem Jahresende der Kenntnis (§§ 195, 199 BGB)

Kosten im Medizinrecht: Erstberatung, RVG-Gebühren und Prozessrisiko

Der Einstieg ist kalkulierbar: Für ein erstes Beratungsgespräch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern beträgt die Gebühr höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, wenn keine Gebührenvereinbarung getroffen wurde (§ 34 Abs. 1 RVG); die Beratung insgesamt ist auf höchstens 250 Euro zuzüglich Umsatzsteuer begrenzt. In diesem ersten Gespräch lässt sich meist klären, ob die Unterlagen aus der Oberhausener Behandlung einen Anfangsverdacht tragen und welcher Weg – MD-Gutachten, Gutachterkommission oder Klage – sinnvoll ist.

Kommt es zur Klage, richten sich die Gebühren nach dem Streitwert. Die folgende Übersicht zeigt typische Größenordnungen für ein erstinstanzliches Arzthaftungsverfahren, wie es für Oberhausen vor dem Landgericht Duisburg geführt wird:

Kostenbeispiele im Medizinrecht nach RVG (Stand 2026)
PositionKosten (ca.)
Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher (§ 34 RVG)max. 190 € zzgl. USt.
1,3-Verfahrensgebühr bei 50.000 € Streitwertrund 1.765 € netto
Gesamtkostenrisiko erste Instanz bei 50.000 € Streitwert (eigener und gegnerischer Anwalt inkl. USt. plus 3,0 Gerichtsgebühren)rund 10.000 €
MD-Gutachten über die gesetzliche Krankenkassekostenfrei

Wer den Prozess verliert, trägt nach § 91 ZPO grundsätzlich auch die Kosten der Gegenseite – daher stammt das Gesamtkostenrisiko von rund 10.000 Euro bei 50.000 Euro Streitwert. Ob eine Rechtsschutzversicherung Arzthaftungsstreitigkeiten abdeckt, richtet sich nach dem vereinbarten Leistungsbaustein (meist Schadensersatz-Rechtsschutz) und sollte vor der Klage geklärt werden; ohne Versicherung kommt bei geringem Einkommen Prozesskostenhilfe in Betracht (§ 114 ZPO). Eine seriöse medizinrechtliche Beratung rechnet dieses Risiko vor, bevor eine Klage beim Landgericht Duisburg eingereicht wird.

Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Oberhausen finden

Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht setzt nachgewiesene besondere Kenntnisse und eine bestimmte Zahl selbst bearbeiteter Fälle aus dem Medizinrecht voraus; die Anforderungen regelt die Fachanwaltsordnung. Für Ratsuchende aus Oberhausen lohnt daneben der Blick auf die konkreten Schwerpunkte einer Kanzlei: Arzthaftung, Zahnarzthaftung, Geburtsschäden oder Krankenversicherungsrecht sind unterschiedliche Spezialisierungen innerhalb desselben Rechtsgebiets.

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Standort vergleichen. Wer eine Anwältin oder einen Anwalt in Oberhausen sucht, wählt das Rechtsgebiet Medizinrecht und sieht Profile mit Anschrift, Telefonnummer und – soweit vorhanden – dem Fachanwaltstitel laut BRAK. Hintergrundinformationen zur Plattform finden sich unter Presse. Die Auswahl ersetzt kein Beratungsgespräch: Ob das Vertrauensverhältnis trägt, zeigt sich erst im persönlichen Kontakt mit der Kanzlei.

Ob Aufklärungsfehler in einer Oberhausener Klinik, eine verspätete Diagnose in der Hausarztpraxis oder Streit um die Herausgabe der Patientenakte: Das Medizinrecht gibt Patientinnen und Patienten wirksame Werkzeuge an die Hand – von der Akteneinsicht nach § 630g BGB bis zur Beweislastumkehr des § 630h Abs. 5 BGB. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de steht 1 Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Oberhausen, Stand 04.10.2026.

1 der 1 Einträge (100 %) führt laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Medizinrecht.

Der Eintrag gehört zu 1 Kanzlei.

Ansprüche aus Arzthaftung verjähren regelmäßig in drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem Sie von Schaden und Behandlungsfehler Kenntnis erlangt haben oder diese Kenntnis grob fahrlaessig nicht erlangt haben (§§ 195, 199 Abs. 1 BGB) – nicht schon mit dem Behandlungstag. Ernsthafte Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung hemmen die Verjährung (§ 203 BGB), das Ende der Hemmung wird jedoch häufig übersehen. Lassen Sie die Fristenlage deshalb früh von einer Anwältin oder einem Anwalt für Medizinrecht prüfen, bevor Beweise und Ansprüche verloren gehen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt ohne Gebührenvereinbarung ein gesetzlicher Höchstbetrag: höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für das erste Beratungsgespräch, höchstens 250 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die Beratung insgesamt (§ 34 Abs. 1 RVG). Viele Betroffene starten zudem kostenfrei, indem sie bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse Unterstützung nach § 66 SGB V beantragen; die Kasse kann dafür eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) veranlassen, einen Anspruch darauf gibt es nicht. Besteht eine Rechtsschutzversicherung, haengt die Deckung von Arzthaftungsstreitigkeiten vom vereinbarten Leistungsbaustein ab; die Deckungszusage sollte vor Beginn des Mandats eingeholt werden. So lässt sich das Kostenrisiko eines Medizinrechtsfalls von Anfang an eingrenzen.

Das hängt vom Streitwert ab: Bis 10.000 Euro ist seit dem 1. Januar 2026 das Amtsgericht Oberhausen zuständig (§ 23 Nr. 1 GVG), darüber das Landgericht Duisburg, wo spezialisierte Arzthaftungskammern verhandeln. Da der Streitwert in Arzthaftungssachen häufig über 10.000 Euro liegt, ist oft das Landgericht zuständig – dort gilt Anwaltszwang (§ 78 ZPO). Über Berufungen gegen Urteile des Landgerichts Duisburg entscheidet das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Grundsätzlich ja: Die Patientenseite muss Fehler und Ursächlichkeit für den Schaden belegen, wofür das gerichtlich eingeholte Sachverständigengutachten regelmäßig entscheidend ist. Das Gesetz hilft aber in wichtigen Fällen: Bei einem groben Behandlungsfehler wird die Verursachung des Schadens vermutet, die Behandlungsseite muss sich dann entlasten (§ 630h Abs. 5 BGB). Außerdem wird bei einer medizinisch gebotenen wesentlichen Maßnahme, die nicht in der Behandlungsakte aufgezeichnet ist, vermutet, dass sie nicht getroffen wurde (§ 630h Abs. 3 BGB). Eine medizinrechtliche Vertretung nutzt diese Beweiserleichterungen gezielt.

Nach § 630g BGB haben Sie das Recht, unverzüglich Einsicht in Ihre vollständige Patientenakte zu erhalten und Abschriften zu verlangen – auf Wunsch auch elektronisch; die erste Abschrift ist unentgeltlich (§ 630g Abs. 1 Satz 4 BGB). Eine Begründung müssen Sie nicht liefern. Fordern Sie die Akte schriftlich bei der Klinik oder Praxis an, bevor Sie Ansprüche ankündigen: Die vollständige Dokumentation ist die Grundlage für das MD-Gutachten, das Verfahren vor der Gutachterkommission der Ärztekammer Nordrhein und eine spätere Klage.

Aktuelle Rechtsprechung zum Medizinrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

Alle Entscheidungen zum Medizinrecht ansehen

Medizinrecht in Oberhausen: passende Kanzlei finden

1 Anwältin oder Anwalt für Medizinrecht in Oberhausen, davon 1 Fachanwalt (100 %), 1 Kanzlei. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites; Fachanwaltstitel laut Amtlichem Anwaltsverzeichnis der BRAK.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Oberhausen hat noch keine Kanzlei für Medizinrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Medizinrecht in Oberhausen

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Basisprofil

    Andrea Gaida

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Scherershof 26, 46045 Oberhausen

    Anwaltskanzlei Gaida

Anwaltsverzeichnis Oberhausen von A bis Z

Fachanwältinnen und Fachanwälte für Medizinrecht in der Umgebung

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt. Entfernung = Luftlinie ab Oberhausen, Umkreis bis 25 km; der Ort ist der Kanzleisitz.

  • Basisprofil

    Marcus Tewes

    Fachanwalt für Medizinrecht

    Mülheim an der Ruhr · 6 km

    Teinerstraße 16, 45468 Mülheim an der Ruhr

    Marcus Tewes

  • Basisprofil

    Dr. Tobias Weimer

    Fachanwalt für Medizinrecht

    Mülheim an der Ruhr · 8 km

    Hingbergstr. 377, 45472 Mülheim an der Ruhr

    Tobias Weimer

    +49 208 45193322

  • Basisprofil

    Dr. Eva Janotta

    Fachanwältin für Medizinrecht +2

    Duisburg · 8 km

    Königstraße 49, 47051 Duisburg

    Muzikant

    +49 203 609980

  • Basisprofil

    Mario Dirkmann

    Fachanwalt für Medizinrecht +1

    Essen · 10 km

    Alte Hatzper Straße 10b, 45149 Essen

    DIRKMANN Rechtsanwälte

    +49 201 8789577-0

  • Basisprofil

    Prof. Dr. Franz-Josef Dahm

    Fachanwalt für Medizinrecht +1

    Essen · 11 km

    Rüttenscheider Str. 26, 45128 Essen

    Schmidt, von der Osten & Huber Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mbB

    +49 201 7200231

  • Basisprofil

    Anigna Stahr-Hockamp

    Fachanwältin für Medizinrecht

    Moers · 15 km

    Richardstr. 73, 47445 Moers

    Buiting & Teßmer Rechtsanwälte PartGmbB

  • Basisprofil

    Arno Hanten

    Fachanwalt für Medizinrecht +1

    Düsseldorf · 25 km

    Homberger Str. 5, 40474 Düsseldorf

    Francke Rechtsanwälte

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