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Insolvenzrecht Mülheim

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Mülheim an der Ruhr finden

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 20.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Mülheim vor einem Berg aus Schulden steht oder als Unternehmerin oder Unternehmer die Zahlungsfähigkeit schwinden sieht, braucht Antworten aus dem Insolvenzrecht – und zwar bevor Fristen ablaufen.

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Redaktion anwaltvergleich.de 12 Min. Lesedauer

Wer in Mülheim vor einem Berg aus Schulden steht oder als Unternehmerin oder Unternehmer die Zahlungsfähigkeit schwinden sieht, braucht Antworten aus dem Insolvenzrecht – und zwar bevor Fristen ablaufen. Die Insolvenzordnung eröffnet mit Verbraucherinsolvenz, Regelinsolvenz und Sanierungsinstrumenten unterschiedliche Wege; welcher davon passt, hängt von Einkommen, Gläubigerstruktur und Rechtsform ab.

In der Ruhrgebietsstadt mit rund 171.674 Einwohnerinnen und Einwohnern sind die gerichtlichen Zuständigkeiten klar verteilt: Zivilprozesse bis 10.000 Euro führt das Amtsgericht Mülheim an der Ruhr, darüber das Landgericht Duisburg; Insolvenzgericht ist nach § 2 Abs. 1 InsO das Amtsgericht, in dessen Bezirk ein Landgericht seinen Sitz hat, soweit die Landesregierung nach § 2 Abs. 2 InsO keine abweichende Zuständigkeit bestimmt hat. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht ordnet die Lage ein, wahrt bei Gesellschaften die strafbewehrte Antragsfrist des § 15a InsO und bereitet den außergerichtlichen Einigungsversuch nach § 305 InsO vor, ohne den kein Verbraucherinsolvenzantrag zulässig ist.

Die Restschuldbefreiung ist seit der Reform von 2020 regelmäßig nach drei Jahren erreichbar. Dieser Beitrag erklärt Zuständigkeiten, Fristen und Kosten für Ratsuchende aus Mülheim – von der ersten Beratung bis zum Abschluss des Verfahrens – und zeigt, worauf Gläubigerinnen und Gläubiger bei der Anmeldung ihrer Forderungen achten sollten.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Mülheim an der Ruhr, Landgericht Duisburg
Kosten
Erstberatung für Verbraucher nach § 34 RVG auf maximal 190 Euro zzgl.

Zuständige Gerichte

  • Amtsgericht Mülheim an der Ruhr, Georgstraße 13, 45468 Mülheim an der Ruhr
  • Landgericht Duisburg

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 06.06.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Amtsgericht Mülheim an der Ruhr, Landgericht Duisburg. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 06.06.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Insolvenzrecht in Mülheim: Zuständigkeiten von Amtsgericht und Landgericht

Mülheim an der Ruhr zählt rund 171.674 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im westlichen Ruhrgebiet zwischen Duisburg und Essen. Wer hier in eine finanzielle Krise gerät, bekommt es mit zwei Gerichten zu tun, die für das Insolvenzrecht und seine Folgefragen von Bedeutung sind: dem Amtsgericht Mülheim an der Ruhr für zivilrechtliche Streitigkeiten bis 10.000 Euro Streitwert und dem Landgericht Duisburg für höhere Beträge (§ 23 Nr. 1 GVG).

Für das eigentliche Insolvenzverfahren gilt eine Besonderheit: Nach § 2 InsO ist das Insolvenzgericht eine Abteilung des Amtsgerichts – und zwar regelmäßig des Amtsgerichts am Sitz des zuständigen Landgerichts. Für Mülheimer Schuldnerinnen und Schuldner ist deshalb der Bezirk des Landgerichts Duisburg maßgeblich. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Insolvenzrecht in Mülheim klärt vor der Antragstellung, bei welchem Gericht der Antrag einzureichen ist; ein falsch adressierter Antrag kostet in der Krise Zeit, die gerade bei drohender Zahlungsunfähigkeit fehlt.

Insolvenzrechtliche Folgeprozesse laufen dagegen als gewöhnliche Zivilverfahren: Ficht ein Insolvenzverwalter Zahlungen an ein Mülheimer Unternehmen an oder nimmt er eine Geschäftsführung in Haftung, entscheidet bis 10.000 Euro das Amtsgericht Mülheim an der Ruhr, darüber das Landgericht Duisburg. Kündigungsschutzklagen von Beschäftigten eines insolventen Betriebs gehören dagegen vor das Arbeitsgericht – nicht in die ordentliche Gerichtsbarkeit.

Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung: Wann das Insolvenzrecht greift

Das Insolvenzrecht verfolgt nach § 1 InsO zwei Ziele: die gemeinschaftliche Befriedigung der Gläubiger – durch Verwertung des Vermögens oder eine abweichende Regelung in einem Insolvenzplan – und für redliche Schuldnerinnen und Schuldner die Chance auf Restschuldbefreiung. In einer Stadt wie Mülheim, deren Wirtschaft nach dem Ende des Bergbaus stark von mittelständischem Handel, Handwerk und Dienstleistungen geprägt ist, wirkt das Verfahren damit auch als Sanierungsinstrument und nicht nur als Abwicklung.

Zentraler Eröffnungsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO: Zahlungsunfähig ist, wer fällige Zahlungspflichten nicht mehr erfüllen kann; hat jemand seine Zahlungen eingestellt, ist die Zahlungsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (§ 17 Abs. 2 Satz 2 InsO). Die Rechtsprechung stellt dabei auf eine Liquiditätslücke von zehn Prozent oder mehr ab, die sich in einem Prognosezeitraum von drei Wochen nicht schließen lässt; auch eine geringere Lücke kann Zahlungsunfähigkeit begründen, wenn ihre Beseitigung nicht absehbar ist.

Für juristische Personen – etwa eine GmbH mit Sitz in Mülheim – kommt die Überschuldung nach § 19 InsO hinzu: Das Vermögen deckt die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr, und die Fortführung des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten ist nicht überwiegend wahrscheinlich. Ob diese Fortführungsprognose trägt, gehört zu den anspruchsvollsten Fragen der insolvenzrechtlichen Beratung.

Typische Warnsignale, bei denen Mülheimer Betriebe und Privatpersonen insolvenzrechtlichen Rat einholen sollten:

  • Rechnungen und Mieten werden regelmäßig erst nach Mahnung gezahlt
  • Der Kontokorrentkredit ist dauerhaft ausgeschöpft, Rücklastschriften häufen sich
  • Sozialversicherungsbeiträge oder Lohnsteuer werden verspätet abgeführt
  • Lieferanten liefern nur noch gegen Vorkasse
  • Vollstreckungsbescheide oder Kontopfändungen liegen bereits vor
  • Neue Kredite dienen nur noch der Tilgung alter Verbindlichkeiten

Verbraucherinsolvenz in Mülheim: Vom Einigungsversuch bis zum Antrag

Das Insolvenzrecht stellt für Privatpersonen ein eigenes Verfahren bereit: Die Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO gilt für natürliche Personen, die keine selbstständige Tätigkeit ausüben – und für ehemals Selbstständige, wenn ihre Vermögensverhältnisse überschaubar sind – nach § 304 Abs. 2 InsO weniger als 20 Gläubiger im Zeitpunkt des Eröffnungsantrags – und keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen gegen sie bestehen. Für angestellte, arbeitsuchende oder verrentete Mülheimerinnen und Mülheimer ist dies der übliche Weg aus der Überschuldung.

Bevor der Antrag beim Insolvenzgericht gestellt werden darf, verlangt § 305 InsO einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit allen Gläubigern. Der Einigungsversuch muss innerhalb der letzten sechs Monate vor dem Eröffnungsantrag erfolglos geblieben sein; sein Scheitern bescheinigt eine geeignete Person oder Stelle, wobei die Länder bestimmen, wer als geeignet anzusehen ist (§ 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO). Sind die amtlichen Formulare – zu denen die Bescheinigung und die Verzeichnisse gehören – nicht vollständig ausgefüllt eingereicht, fordert das Insolvenzgericht zur unverzüglichen Ergänzung auf; kommt der Schuldner dem nicht binnen eines Monats nach, gilt der Eröffnungsantrag als zurückgenommen (§ 305 Abs. 3 InsO).

Scheitert die Einigung, folgt der Antrag mit Vermögensverzeichnis, Gläubiger- und Forderungsverzeichnis. Das Gericht kann zunächst ein gerichtliches Schuldenbereinigungsplanverfahren durchführen; kommt keine Lösung zustande, wird das Verfahren eröffnet und ein Insolvenzverwalter bestellt; einen Treuhänder für die Abtretungsfrist bestimmt das Gericht erst mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens oder dessen Einstellung wegen Masseunzulänglichkeit (§§ 287 Abs. 2, 288 Satz 2 InsO). Wer den Antrag mit anwaltlicher Hilfe vorbereitet, vermeidet die im Insolvenzrecht häufigen Beanstandungen wegen unvollständiger Verzeichnisse.

Diese Unterlagen sollten Ratsuchende aus Mülheim für die Beratung zusammenstellen:

  • Aufstellung aller Gläubiger mit aktuellen Forderungshöhen
  • Mahn- und Vollstreckungsbescheide sowie Inkassoschreiben
  • Einkommensnachweise der letzten Monate (Lohnabrechnungen, Bescheide)
  • Mietvertrag und Nachweise über laufende Fixkosten
  • Kontoauszüge und Unterlagen zu bestehenden Krediten
  • falls vorhanden: die Bescheinigung über den gescheiterten Einigungsversuch nach § 305 InsO

Antragspflicht für Geschäftsführungen: Die Fristen des § 15a InsO

Für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer einer GmbH – auch einer UG oder einer GmbH & Co. KG ohne voll haftende natürliche Person – ist das Insolvenzrecht mit einer strafbewehrten Pflicht verbunden: Nach § 15a InsO müssen sie ohne schuldhaftes Zögern Insolvenzantrag stellen, spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit und sechs Wochen nach Eintritt der Überschuldung. Diese Fristen sind Höchstfristen; wer sie ausreizt, obwohl keine ernsthafte Sanierungschance besteht, handelt bereits pflichtwidrig.

Die Verletzung der Antragspflicht ist eine Straftat und zieht zivilrechtliche Haftung nach sich: Zahlungen, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung geleistet werden, muss die Geschäftsleitung der Gesellschaft nach § 15b Abs. 1 und 4 InsO grundsätzlich erstatten; ausgenommen sind Zahlungen, die mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters vereinbar sind. Solche Haftungsklagen eines Insolvenzverwalters gegen Verantwortliche Mülheimer Gesellschaften übersteigen regelmäßig die Grenze von 10.000 Euro und werden deshalb vor dem Landgericht Duisburg verhandelt.

Frühzeitige insolvenzrechtliche Beratung eröffnet dagegen Spielräume: von der außergerichtlichen Sanierung über die Eigenverwaltung bis zum Insolvenzplan. Gerade im dicht vernetzten Wirtschaftsraum zwischen Mülheim, Essen, Oberhausen und Duisburg hängen an einem Betrieb oft langjährige Liefer- und Kundenbeziehungen – je früher gehandelt wird, desto eher lassen sie sich erhalten.

Restschuldbefreiung: In drei Jahren zum wirtschaftlichen Neustart

Kernstück des Verbraucher- wie des Regelinsolvenzverfahrens ist die Restschuldbefreiung nach § 287 InsO. Der Antrag soll mit dem Insolvenzantrag verbunden werden; wird er nicht verbunden, ist er innerhalb von zwei Wochen nach dem Hinweis des Gerichts gemäß § 20 Abs. 2 InsO zu stellen (§ 287 Abs. 1 InsO). Ihm ist die Erklärung beizufügen, die pfändbaren Bezüge für den Zeitraum von drei Jahren nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens an einen vom Gericht zu bestimmenden Treuhänder abzutreten (§ 287 Abs. 2 InsO). Für Verfahren, die auf einen nach dem 30. September 2020 gestellten Antrag eröffnet werden, beträgt die Abtretungsfrist drei Jahre ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens (§ 287 Abs. 2 Satz 1 InsO); eine Mindesttilgung ist nicht erforderlich. War bereits auf einen Antrag nach dem 30. September 2020 einmal Restschuldbefreiung erteilt worden, beträgt die Frist im erneuten Verfahren fünf Jahre (§ 287 Abs. 2 Satz 2 InsO).

Während der Laufzeit gelten Obliegenheiten: eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben oder sich ernsthaft darum bemühen, die Hälfte einer Erbschaft herausgeben, jeden Wohnsitz- und Arbeitgeberwechsel anzeigen. Wer diese Pflichten verletzt, riskiert die Versagung der Restschuldbefreiung – ein Punkt, den eine im Insolvenzrecht erfahrene Kanzlei von Beginn an im Blick behält.

Existenzsichernd wirkt die Pfändungsfreigrenze: Wie hoch der unpfändbare Grundbetrag ist, ergibt sich aus § 850c ZPO und der jeweils aktuellen Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung; die Beträge werden zum 1. Juli jedes Jahres angepasst und erhöhen sich bei Unterhaltspflichten. Ein Pfändungsschutzkonto sichert diesen Freibetrag auch gegenüber Kontopfändungen ab. Für Beschäftigte aus Mülheim bedeutet das: Miete, Energie und Lebenshaltung bleiben während des Verfahrens finanzierbar; abgeführt wird nur der pfändbare Teil des Einkommens.

Kosten im Insolvenzrecht: Honorare und Verfahrenskosten

Die Kosten insolvenzrechtlicher Hilfe lassen sich gut eingrenzen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Erstberatung nach § 34 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt, sofern keine abweichende Vergütungsvereinbarung getroffen wurde. Für die weitere Begleitung gelten ohne Vergütungsvereinbarung die gesetzlichen Gebühren des RVG (Gegenstandswert im Insolvenzverfahren: § 28 RVG); häufig wird stattdessen eine Pauschale oder ein Stundensatz vereinbart.

Übliche Kostenrahmen im Insolvenzrecht (Stand 2026)
LeistungÜblicher RahmenGrundlage
Erstberatung für Verbrauchermax. 190 Euro zzgl. USt.§ 34 RVG (ohne abweichende Vereinbarung)
Anwaltliche Begleitung der Verbraucherinsolvenznach Vergütungsvereinbarung (Pauschale oder Stundensatz)Vereinbarung mit der Kanzlei
Sanierungs- und Unternehmensinsolvenzberatungnach VergütungsvereinbarungVereinbarung mit der Kanzlei
Verfahrenskosten (Gericht und Insolvenzverwalter)nach GKG und Insolvenzrechtlicher VergütungsverordnungStundung nach § 4a InsO möglich
Gläubigervertretunggesetzliche RVG-GebührenGegenstandswert: angemeldete Forderung

Bei der Vertretung von Gläubigern bemisst sich die gesetzliche Vergütung nach der angemeldeten Forderung als Gegenstandswert. Ob sich anwaltliche Hilfe rechnet, hängt deshalb von der Forderungshöhe und den Aussichten im konkreten Verfahren ab – eine Frage, die eine auf Insolvenzrecht ausgerichtete Kanzlei vor der Mandatsübernahme offen beantworten sollte.

Gläubigerrechte: Forderungen im Verfahren durchsetzen

Das Insolvenzrecht schützt nicht nur Schuldnerinnen und Schuldner: Wird über das Vermögen eines Geschäftspartners das Verfahren eröffnet, müssen Mülheimer Handwerksbetriebe, Vermieterinnen und Lieferanten ihre Forderungen fristgerecht beim Insolvenzverwalter zur Tabelle anmelden. Die Frist setzt das Gericht im Eröffnungsbeschluss; sie beträgt mindestens zwei Wochen und höchstens drei Monate (§ 28 Abs. 1 InsO). Verspätete Anmeldungen bleiben möglich, können aber nach § 177 Abs. 1 InsO die Kosten eines besonderen Prüfungstermins zulasten des Säumigen auslösen.

Im Prüfungstermin entscheidet sich, ob eine Forderung festgestellt oder bestritten wird. Gegen ein Bestreiten hilft die Feststellungsklage; dafür ist nach § 180 Abs. 1 InsO ausschließlich das Amtsgericht zuständig, bei dem das Insolvenzverfahren anhängig ist oder anhängig war, und bei höherem Streitwert das Landgericht, zu dessen Bezirk das Insolvenzgericht gehört. Auch gegen eine Insolvenzanfechtung, mit der ein Verwalter bereits erhaltene Zahlungen zurückfordert, lohnt sich insolvenzrechtliche Verteidigung: Nicht jede angefochtene Zahlung muss tatsächlich erstattet werden.

Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Mülheim finden

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien nach Rechtsgebiet und Standort vergleichen. Wer für ein Schuldenproblem oder eine Unternehmenskrise eine Kanzlei für Insolvenzrecht sucht, sucht im Verzeichnis nach Rechtsgebiet und Ort und findet unter Anwalt in Mülheim Einträge mit Anschrift, Telefonnummer und – soweit vorhanden – dem Fachanwaltstitel laut Kanzlei-Website. Hintergründe zur Plattform stehen im Pressebereich. So entsteht schon vor der ersten Kontaktaufnahme ein Bild davon, welche Kanzlei zur eigenen Situation passt – vom Verbraucherinsolvenzantrag bis zur Sanierung eines Betriebs im Ruhrgebiet.

Ob Antragspflicht nach § 15a InsO, Bescheinigung nach § 305 InsO oder Restschuldbefreiung nach § 287 InsO: Im Insolvenzrecht entscheiden Fristen und vollständige Unterlagen über den Erfolg. Eine frühzeitige Erstberatung – für Verbraucher ohne Vergütungsvereinbarung nach § 34 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer begrenzt – schafft Klarheit über den passenden Weg. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de steht 1 Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Mülheim, Stand 04.10.2026.

1 der 1 Einträge (100 %) führt laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Insolvenzrecht.

Der Eintrag gehört zu 1 Kanzlei.

Entscheidend ist, ob bereits Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO vorliegt – eine nur kurzfristige Zahlungsstockung genügt dafür nach der Rechtsprechung nicht. Liegt Zahlungsunfähigkeit vor, greift die Antragspflicht des § 15a InsO: ohne schuldhaftes Zögern, spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, bei Überschuldung nach § 19 InsO spätestens sechs Wochen. Die Fristen dürfen nur ausgeschöpft werden, solange ernsthafte Sanierungsaussichten bestehen. Ein Verstoß ist strafbar (§ 15a Abs. 4 InsO) und kann zur persönlichen Erstattungspflicht für Zahlungen nach Insolvenzreife führen; ausgenommen sind Zahlungen, die mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters vereinbar sind (§ 15b Abs. 1 Satz 2 InsO). Lassen Sie die Lage deshalb sofort insolvenzrechtlich prüfen, statt auf bessere Umsätze zu hoffen.

Das Insolvenzgericht ist nach § 2 InsO eine Abteilung des Amtsgerichts, und zwar nach § 2 Abs. 1 InsO des Amtsgerichts am Sitz des zuständigen Landgerichts – für Mülheim der Bezirk des Landgerichts Duisburg –, soweit die Landesregierung nach § 2 Abs. 2 InsO keine abweichende Zuständigkeit bestimmt hat. Davon zu unterscheiden sind zivilrechtliche Folgeprozesse, etwa Anfechtungs- oder Feststellungsklagen: Anfechtungsklagen gehören bis 10.000 Euro Streitwert vor das Amtsgericht Mülheim an der Ruhr, darüber vor das Landgericht Duisburg (§ 23 Nr. 1 GVG); für die Feststellungsklage zur Insolvenztabelle ist dagegen nach § 180 Abs. 1 InsO ausschließlich das Amtsgericht zuständig, bei dem das Insolvenzverfahren anhängig ist oder war, bei höherem Streitwert das Landgericht, zu dessen Bezirk das Insolvenzgericht gehört. Eine Anwältin oder ein Anwalt prüft die Zuständigkeit vor Antragstellung.

Für alle ab dem 1. Oktober 2020 beantragten Verfahren beträgt die Abtretungsfrist nach § 287 Abs. 2 InsO drei Jahre ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens; eine Mindesttilgung ist nicht erforderlich. Nach einer bereits auf einen Antrag ab dem 1. Oktober 2020 erteilten Restschuldbefreiung sind es im erneuten Verfahren fünf Jahre. Hinzu kommt die Vorbereitungszeit: Vor dem Antrag verlangt § 305 InsO einen außergerichtlichen Einigungsversuch mit allen Gläubigern, dessen Scheitern eine geeignete Stelle bescheinigen muss. Über die Restschuldbefreiung entscheidet das Insolvenzgericht nach Ablauf der Abtretungsfrist durch Beschluss (§ 300 InsO); dafür müssen die Obliegenheiten des § 295 InsO erfüllt sein, etwa Erwerbstätigkeit oder Erwerbsbemühungen und Anzeigepflichten. Einzelne Verbindlichkeiten bleiben auch danach bestehen, zum Beispiel Geldstrafen oder – wenn der Gläubiger sie unter diesem Rechtsgrund zur Tabelle angemeldet hat – Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung (§ 302 Nr. 1 und 2 InsO).

Die Erstberatung ist für Verbraucherinnen und Verbraucher nach § 34 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt, sofern nichts anderes vereinbart wird. Die weitere Begleitung wird regelmäßig über eine Vergütungsvereinbarung abgerechnet – als Pauschale oder nach Stundensatz; die Höhe sollte vor der Mandatsübernahme schriftlich festgehalten werden. Die Kosten des Insolvenzverfahrens richten sich nach dem GKG und der Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung; reicht das Vermögen zur Deckung voraussichtlich nicht aus, können sie auf Antrag nach § 4a InsO gestundet werden.

Ja. Abgetreten wird nach § 287 InsO nur der pfändbare Teil der Bezüge. Die Höhe des unpfändbaren Grundbetrags ergibt sich aus § 850c ZPO und der jeweils aktuellen Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung; bei Unterhaltspflichten erhöht sich der Freibetrag. Wandeln Sie Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto um, damit der Grundfreibetrag auch bei Kontopfändungen gesichert ist. Selbst genutzter angemessener Hausrat bleibt ebenfalls unpfändbar. Eine insolvenzrechtliche Beratung hilft, Freibeträge – etwa für unterhaltsberechtigte Kinder – vollständig geltend zu machen.

Insolvenzrecht in Mülheim: passende Kanzlei finden

1 Anwältin oder Anwalt für Insolvenzrecht in Mülheim, davon 1 Fachanwalt (100 %), 1 Kanzlei. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Mülheim hat noch keine Kanzlei für Insolvenzrecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Insolvenzrecht in Mülheim

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Basisprofil

    Thomas Bückmann

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Kohlenkamp 39, 45468 Mülheim an der Ruhr

    Bückmann Rechtsanwaltskanzlei

Anwaltsverzeichnis Mülheim von A bis Z

Fachanwältinnen und Fachanwälte für Insolvenz- und Sanierungsrecht in der Umgebung

Basisprofil Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt. Entfernung = Luftlinie ab Mülheim, Umkreis bis 25 km; der Ort ist der Kanzleisitz.

  • Basisprofil

    Tanja Bückmann

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Oberhausen · 6 km

    Zum Aquarium 6, 46047 Oberhausen

  • Basisprofil

    Dirk Tholl

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Essen · 9 km

    Huyssenallee 85, 45128 Essen

    Kanzlei THOLL

  • Basisprofil

    Markus van Marwyk

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Essen · 9 km

    Alfredstraße 45, 45130 Essen

    ResNova Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Dr. Merkel, Klein

  • Basisprofil

    Dominique Schulz

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Essen · 9 km

    Haumannplatz 4, 45130 Essen

    NIERING STOCK TÖMP und Partner mbB Rechtsanwälte

  • Basisprofil

    Nicole Ulfkotte-Bohnke

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Duisburg · 10 km

    Schifferstraße 166, 47059 Duisburg

    Anchor Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

  • Basisprofil

    Sarah Wolf

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Duisburg · 10 km

    Schifferstraße 166, 47059 Duisburg

    Anchor Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

  • Basisprofil

    Matthias Merkel

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Bottrop · 10 km

    Südring-Center-Promenade 1, 46242 Bottrop

    ResNova Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Dr. Merkel, Klein

  • Basisprofil

    Gesa Mielcke

    Fachanwältin für Insolvenz- und Sanierungsrecht

    Bottrop · 11 km

    Horster Straße 23, 46236 Bottrop

    Gesa Mielcke Anwaltskanzlei

  • Basisprofil

    Peter Haupt

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +2

    Moers · 16 km

    Riesengebirgsstr. 44a, 47445 Moers

    Haupt Rechtsanwälte

  • Basisprofil

    Alexander Müller

    Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht +1

    Düsseldorf · 20 km

    Bennigsen-Platz 1, 40474 Düsseldorf

    AndresPartner, Rechtsanwälte & Steuerberater

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