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Baurecht Hamburg

Anwältin oder Anwalt für Baurecht in Hamburg finden: Bauverträge und Baumängel

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 20.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Wer in Hamburg baut, kauft oder saniert, braucht früher oder später Orientierung im Baurecht.

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Redaktion anwaltvergleich.de 10 Min. Lesedauer

Wer in Hamburg baut, kauft oder saniert, braucht früher oder später Orientierung im Baurecht. Zwischen HafenCity, Elbbrücken und den wachsenden Quartieren der Millionenstadt mit rund 1.869.473 Einwohnern entstehen laufend neue Bauvorhaben – und mit ihnen Streit um Baumängel, Bauzeiten und offene Rechnungen. Ob privater Hausbau in den Walddörfern, Dachgeschossausbau in Eimsbüttel oder Gewerbebau am Hafenrand: Die rechtlichen Grundlagen sind dieselben, die Konflikte im Detail aber sehr unterschiedlich.

Rechtlich dreht sich vieles um wenige zentrale Normen: Der Werkvertrag nach § 631 BGB verpflichtet das Bauunternehmen zur mangelfreien Herstellung, die Abnahme nach § 640 BGB entscheidet über Werklohn und Beweislast, und Mängelansprüche am Bauwerk verjähren nach § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB in fünf Jahren ab der Abnahme (§ 634a Abs. 2 BGB). Bei größeren Vorhaben kommt häufig die VOB/B ins Spiel, die eigene Regeln etwa zur Zahlung (§ 16 VOB/B) enthält.

Eine Anwältin oder ein Anwalt für Baurecht in Hamburg kennt zudem die örtliche Gerichtspraxis: Zivilrechtliche Bausachen mit einem Streitwert über 10.000 Euro verhandelt das Landgericht Hamburg, Berufungen entscheidet das Hanseatische Oberlandesgericht, und um Baugenehmigungen streitet man vor dem Verwaltungsgericht Hamburg. Diese Seite erklärt die wichtigsten Ansprüche, Fristen und Kosten – als Ausgangspunkt für die eigene Entscheidung.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Landgericht Hamburg, Verwaltungsgericht Hamburg, Hanseatisches Oberlandesgericht (zuständig für Hamburg — das Hanseatische Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht der Freien und Hansestadt Hamburg)
Wichtige Gesetze
§ 631 BGB, § 650a BGB, § 634 BGB, § 13 VOB/B
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert (Anwaltsgebühren zzgl. Umsatzsteuer nach Nr. 7008 VV RVG)

Zuständige Gerichte

  • Landgericht Hamburg, Sievekingplatz 1, 20355 Hamburg
  • Verwaltungsgericht Hamburg, Lübeckertordamm 4, 20099 Hamburg
  • Hanseatisches Oberlandesgericht, Sievekingplatz 2, 20355 Hamburg zuständig für Hamburg — das Hanseatische Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht der Freien und Hansestadt Hamburg

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Landgericht Hamburg, Verwaltungsgericht Hamburg, Hanseatisches Oberlandesgericht. Weitere Gerichte: Justizportal Hamburg. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Anwältin oder Anwalt für Baurecht in Hamburg: Baumängel und Bauverträge

Kaum eine deutsche Stadt baut derzeit so viel wie Hamburg: In der HafenCity wächst seit Jahren ein komplett neuer Stadtteil, und in den Bezirken der Millionenstadt mit rund 1.869.473 Einwohnern wird nachverdichtet, aufgestockt und saniert. Mit jedem Vorhaben steigt das Konfliktpotenzial – und damit die praktische Bedeutung des Baurechts. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Baurecht in Hamburg hilft, wenn Bauverträge unklar formuliert sind, Mängel auftreten oder der Baufortschritt ins Stocken gerät.

Das private Baurecht regelt das Verhältnis zwischen Bauherrschaft und Bauunternehmen. Grundlage ist der Werkvertrag nach § 631 BGB: Das Unternehmen schuldet die Herstellung des versprochenen Werks, die Bauherrschaft die vereinbarte Vergütung. Seit der Reform des Bauvertragsrechts definiert § 650a BGB den Bauvertrag als eigenen Vertragstyp – mit Sonderregeln etwa zu Abschlagszahlungen und zum Anordnungsrecht der Bestellerin oder des Bestellers.

Daneben steht das öffentliche Baurecht. Weil Hamburg ein Stadtstaat ist, gilt hier die Hamburgische Bauordnung als Landesrecht, und über Baugenehmigungen entscheiden die Bezirksämter. Streit um eine Genehmigung oder einen Nachbarwiderspruch führt vor das Verwaltungsgericht Hamburg. Zivilrechtliche Streitigkeiten aus dem Baurecht gehören dagegen bei einem Streitwert über 10.000 Euro vor das Landgericht Hamburg (§ 23 Nr. 1 GVG); bei Streit über das Anordnungsrecht nach § 650b BGB oder die Vergütungsanpassung nach § 650c BGB ist das Landgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert ausschließlich zuständig (§ 71 Abs. 2 Nr. 5 GVG); über Berufungen entscheidet das Hanseatische Oberlandesgericht als Oberlandesgericht der Freien und Hansestadt Hamburg.

Baumängel in Hamburg: Gewährleistung und Ansprüche durchsetzen

Feuchtigkeit im Keller eines Neubaus in Elbnähe, Risse im Mauerwerk, eine mangelhafte Abdichtung: Baumängel sind in Hamburg wegen der vielen Wasserlagen und der anspruchsvollen Gründungsverhältnisse im weichen Boden ein Dauerthema des privaten Baurechts. Rechtlich entscheidend ist § 634 BGB, der die Mängelrechte der Bauherrschaft aufzählt:

  • Nacherfüllung, also Beseitigung des Mangels durch das Bauunternehmen (§ 635 BGB)
  • Selbstvornahme mit Ersatz der erforderlichen Aufwendungen nach erfolglosem Fristablauf (§ 637 BGB)
  • Kostenvorschuss für die Mängelbeseitigung (§ 637 Abs. 3 BGB)
  • Rücktritt vom Vertrag bei erheblichen Mängeln
  • Minderung der Vergütung (§ 638 BGB)
  • Schadensersatz, etwa für Folgeschäden am Gebäude (§ 634 Nr. 4 BGB)

In der baurechtlichen Praxis gilt: Vor fast allen diesen Rechten steht eine angemessene Frist zur Nacherfüllung. Wer sofort ein Drittunternehmen beauftragt, riskiert, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Ist die VOB/B vereinbart, regelt § 13 VOB/B die Mängelansprüche eigenständig – mit einer regelmäßigen Verjährungsfrist von vier Jahren für Bauwerke statt der fünf Jahre des BGB.

Zur Beweissicherung dient das selbständige Beweisverfahren nach §§ 485 ff. ZPO: Ein gerichtlich bestelltes Sachverständigengutachten hält den Zustand fest, bevor weitergebaut oder überstrichen wird, und hemmt zugleich die Verjährung (§ 204 Abs. 1 Nr. 7 BGB). Bei baurechtlichen Streitigkeiten mit einem Wert über 10.000 Euro ist dafür das Landgericht Hamburg zuständig.

So finden Sie die passende Kanzlei für Baurecht in Hamburg

Auf anwaltvergleich.de lassen sich Kanzleien im Verzeichnis nach Rechtsgebiet und Ort suchen, etwa Baurecht in Hamburg. Wer etwa im Bezirk Altona wohnt und einen Streit um einen Neubau führt, filtert nach dem Rechtsgebiet Baurecht und sieht die Einträge mit Anschrift und Telefonnummer sowie – soweit vorhanden – den Fachanwaltstitel laut Kanzlei-Website. Der Überblick über Anwältinnen und Anwälte in Hamburg ist der Ausgangspunkt; die rechtliche Prüfung des Einzelfalls kann nur eine Kanzlei im Rahmen eines Mandats leisten; anwaltvergleich.de ist ein Verzeichnis und bietet keine Rechtsberatung.

Fachliche Tiefe zeigt vor allem der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht: Er setzt nachgewiesene besondere Kenntnisse im Baurecht und eine bestimmte Zahl selbst bearbeiteter Fälle voraus. Für Hamburger Verfahren zählt daneben die Vertrautheit mit der örtlichen Justiz – nach § 72a GVG bestehen bei den Landgerichten spezialisierte Zivilkammern für Bausachen, vor denen erfahrene Prozessvertretung spürbar hilft.

  • Fachanwaltstitel für Bau- und Architektenrecht oder nachweisbarer Tätigkeitsschwerpunkt
  • regelmäßige Bearbeitung baurechtlicher Mandate, etwa zu Baumängeln oder Werklohn
  • Erfahrung mit VOB/B-Verträgen und mit dem Verbraucherbauvertrag
  • Vertretung vor dem Landgericht Hamburg und dem Hanseatischen Oberlandesgericht
  • Zusammenarbeit mit Bausachverständigen für Ortstermine in Hamburg
  • klare Auskunft zu Vergütung und Vorgehen schon im ersten Gespräch

Grundwissen für die Vorbereitung des Erstgesprächs – etwa zu Fristen und Beweissicherung im Baurecht – vermitteln unsere Artikelbereich. Je besser Unterlagen wie Bauvertrag, Baubeschreibung und Fotodokumentation sortiert sind, desto effizienter verläuft die Beratung.

Bauvertrag in Hamburg prüfen: VOB/B und BGB-Bauvertrag

Bauverträge sind das Herzstück des privaten Baurechts. Seit 2018 unterscheidet das Gesetz den Bauvertrag nach § 650a BGB vom allgemeinen Werkvertrag: Er erfasst die Herstellung, Wiederherstellung, Beseitigung oder den Umbau eines Bauwerks und gibt beiden Seiten besondere Werkzeuge, etwa das Anordnungsrecht der Bauherrschaft bei Änderungswünschen. In Hamburger Bauprojekten – vom Reihenhaus in Rahlstedt bis zum Bürogebäude in der City Süd – wird daneben häufig die VOB/B vereinbart.

Die VOB/B ist kein Gesetz, sondern ein Klauselwerk, das als Allgemeine Geschäftsbedingungen in den Vertrag einbezogen wird. Wird sie gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern oder nicht „als Ganzes" vereinbart, unterliegen einzelne Klauseln der AGB-Kontrolle. Praktisch wichtig ist § 16 VOB/B: Er regelt Abschlagszahlungen, die prüffähige Schlussrechnung und die Fälligkeit der Schlusszahlung, die nach § 16 Abs. 3 VOB/B grundsätzlich binnen 30 Tagen nach Zugang der prüffähigen Schlussrechnung zu leisten ist und sich bei nachweislich erforderlicher längerer Prüfung auf höchstens 60 Tage verlängert. Wer diese Mechanik nicht kennt, verschenkt im baurechtlichen Alltag bares Geld – auf Auftraggeber- wie auf Auftragnehmerseite.

Verbraucherinnen und Verbraucher schützt das Baurecht zusätzlich: Beim Verbraucherbauvertrag nach § 650i BGB muss das Unternehmen vor Vertragsschluss eine Baubeschreibung geben (§ 650j BGB, Art. 249 EGBGB), es sei denn, der Verbraucher oder ein von ihm Beauftragter macht die wesentlichen Planungsvorgaben; zudem steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht nach § 650l BGB i. V. m. § 355 BGB zu, es sei denn, der Vertrag wurde notariell beurkundet. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage; sie beginnt nicht, bevor das Unternehmen über das Widerrufsrecht belehrt hat, und das Recht erlischt spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss (§ 356e BGB). Vor der Unterschrift lohnt eine anwaltliche Vertragsprüfung – gerade bei Festpreisabreden, Vertragsstrafenklauseln und Regelungen zur Bauzeit.

Beim Kauf vom Bauträger stehen Bauleistung und Grundstückserwerb an der Schnittstelle von Baurecht und Steuerrecht: In Hamburg beträgt die Grunderwerbsteuer seit dem 1. Januar 2023 5,5 Prozent, und bei einem einheitlichen Vertragswerk kann sie auf den Gesamtpreis einschließlich Bauleistung anfallen.

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Bauverzögerung in Hamburg: Vertragsstrafe und Schadensersatz

Bauverzögerungen gehören zu den häufigsten Streitpunkten im Baurecht – in Hamburg etwa, wenn innerstädtische Baustellen mit beengter Logistik, Grundwasser in Elbnähe oder Genehmigungsfragen der Bezirksämter den Zeitplan durcheinanderbringen. Rechtlich entscheidend ist zunächst, ob überhaupt ein verbindlicher Fertigstellungstermin vereinbart wurde; ohne ihn lässt sich Verzug deutlich schwerer begründen.

Verzug setzt nach § 286 BGB grundsätzlich eine Mahnung voraus – entbehrlich ist sie, wenn der Termin kalendermäßig bestimmt ist. Ab Verzug schuldet das Bauunternehmen Ersatz des Verzögerungsschadens, etwa fortlaufende Mietkosten oder Bereitstellungszinsen der Finanzierung. Nach fruchtloser Fristsetzung kommt Schadensersatz statt der Leistung nach § 281 BGB in Betracht. Wer hier baurechtlich beraten vorgeht, dokumentiert Termine, Behinderungen und Schriftverkehr von Anfang an lückenlos.

Viele Bauverträge enthalten eine Vertragsstrafe für Terminüberschreitungen. In Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Vertragsstrafe von mehr als 5 Prozent der Auftragssumme regelmäßig unwirksam – ein Punkt, den die baurechtliche Prüfung des Vertrags stets einschließt. Bei VOB/B-Verträgen ist zudem § 6 VOB/B zu beachten: Das Unternehmen muss Behinderungen unverzüglich schriftlich anzeigen, wenn es sich später auf sie berufen will.

Für die Durchsetzung gilt die allgemeine Zuständigkeitsordnung: Bei Streitwerten über 10.000 Euro verhandelt das Landgericht Hamburg, darunter das örtlich zuständige Amtsgericht; die zweite Instanz größerer Verfahren ist das Hanseatische Oberlandesgericht.

Abnahme und Werklohn im Baurecht in Hamburg

Die Abnahme ist der zentrale Moment im Baurecht: Mit ihr erklärt die Bauherrschaft nach § 640 BGB, dass sie das Werk als im Wesentlichen vertragsgemäß entgegennimmt. Ab diesem Zeitpunkt wird der Werklohn fällig (§ 641 BGB), die Beweislast für Mängel wechselt zur Bauherrschaft, die Gefahr geht über, und die fünfjährige Verjährung des § 634a BGB beginnt zu laufen. Wegen eines nur unwesentlichen Mangels darf die Abnahme nicht verweigert werden; zugleich kennt § 640 Abs. 2 BGB die fiktive Abnahme, wenn die Bauherrschaft die Abnahme auf eine angemessene Fristsetzung des Unternehmens hin nicht unter Angabe mindestens eines Mangels verweigert; gegenüber Verbrauchern tritt diese Wirkung nur ein, wenn das Unternehmen zugleich in Textform auf die Folgen hingewiesen hat (§ 640 Abs. 2 Satz 2 BGB).

Beim Werklohn selbst gilt: Nach § 632a BGB kann das Unternehmen Abschlagszahlungen in Höhe des Werts der erbrachten Leistungen verlangen; bei vereinbarter VOB/B steuert § 16 VOB/B Abschläge, Schlussrechnung und Zahlungsfristen. Zahlt die Auftraggeberseite nicht, mündet der Streit häufig in eine Werklohnklage – umgekehrt verteidigen sich Bauherrinnen und Bauherren mit Mängeleinreden und Zurückbehaltungsrechten. Eine Anwältin oder ein Anwalt mit baurechtlichem Schwerpunkt bewertet vorab, welche Position trägt.

Für die Kosten der Rechtsverfolgung gibt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) den Rahmen vor; abweichende Vergütungsvereinbarungen, etwa Stundenhonorare, sind in Bausachen verbreitet und müssen in Textform getroffen werden.

Anwaltsvergütung im Baurecht nach dem RVG (gesetzlicher Rahmen)
LeistungGebührRechtsgrundlage
Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucherohne Vergütungsvereinbarung höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer§ 34 Abs. 1 RVG
Außergerichtliche VertretungGeschäftsgebühr mit Satz 0,5 bis 2,5 nach GegenstandswertNr. 2300 VV RVG
Klageverfahren erster Instanz1,3 Verfahrensgebühr und 1,2 Terminsgebühr nach StreitwertNr. 3100, 3104 VV RVG
Selbständiges Beweisverfahreneigene Verfahrensgebühr nach dem Wert des VerfahrensNr. 3100 VV RVG

Wer in Hamburg einen konkreten Baukonflikt lösen will, findet über die Übersicht der Anwältinnen und Anwälte in Hamburg Einträge zum Rechtsgebiet Baurecht mit Anschrift und Telefonnummer sowie – soweit vorhanden – dem Fachanwaltstitel laut Kanzlei-Website; Erfolgsaussichten, Fristen und Kosten lassen sich in einem Erstgespräch mit einer Kanzlei klären. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 70 Anwältinnen und Anwälte für Baurecht in Hamburg und Umgebung (bis 25 km), Stand 04.10.2026.

70 der 70 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Baurecht.

Die 70 Einträge verteilen sich auf 52 Kanzleien.

Prüfen Sie zuerst, ob der Bauvertrag einen verbindlichen, kalendermäßig bestimmten Fertigstellungstermin enthält – dann bedarf es nach § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB keiner Mahnung, sobald die Leistung fällig ist und der Termin verstrichen ist, andernfalls sollten Sie schriftlich mahnen. Ab Verzug können Sie Verzögerungsschäden wie fortlaufende Mietkosten ersetzt verlangen; nach fruchtloser Fristsetzung kommt Schadensersatz statt der Leistung nach § 281 BGB in Betracht. Dokumentieren Sie Bautenstand und Schriftverkehr lückenlos und lassen Sie Vertragsstrafenklauseln anwaltlich prüfen, bevor Sie Ansprüche beziffern.

Häufig ja. Das selbständige Beweisverfahren nach §§ 485 ff. ZPO sichert den Zustand des Bauwerks durch ein gerichtlich bestelltes Sachverständigengutachten, bevor Mängel überbaut oder beseitigt werden. Zugleich hemmt die Zustellung des Antrags die Verjährung der Mängelansprüche (§ 204 Abs. 1 Nr. 7 BGB) – wichtig angesichts der Fünfjahresfrist des § 634a BGB. In Hamburg ist bei einem Verfahrenswert über 10.000 Euro das Landgericht Hamburg zuständig. Oft führt das Gutachten zu einer Einigung ohne anschließenden Prozess.

Dokumentieren Sie den Mangel mit Fotos und Datum, zeigen Sie ihn schriftlich an und setzen Sie dem Unternehmen eine angemessene Frist zur Nacherfüllung. Erst nach fruchtlosem Fristablauf greifen die weiteren Rechte aus § 634 BGB: Selbstvornahme mit Kostenvorschuss, Minderung, Rücktritt oder Schadensersatz. Bei vereinbarter VOB/B richten sich die Ansprüche nach § 13 VOB/B mit regelmäßig vierjähriger Verjährung für Bauwerke. Beachten Sie die Fünfjahresfrist des § 634a BGB ab Abnahme und sichern Sie Beweise notfalls gerichtlich.

Zivilrechtliche Bausachen – etwa Werklohn- oder Mängelklagen – gehören bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro vor das Amtsgericht, darüber vor das Landgericht Hamburg (§ 23 Nr. 1 GVG). Unabhängig vom Streitwert sind die Landgerichte dagegen ausschließlich zuständig für Streitigkeiten über das Anordnungsrecht des Bestellers (§ 650b BGB) und über die Höhe des Vergütungsanspruchs infolge einer Anordnung (§ 650c BGB) – § 71 Abs. 2 Nr. 5 GVG. Berufungen gegen landgerichtliche Urteile entscheidet das Hanseatische Oberlandesgericht als Oberlandesgericht der Freien und Hansestadt Hamburg. Streitigkeiten des öffentlichen Baurechts, etwa um Baugenehmigungen oder Nachbarwidersprüche, verhandelt das Verwaltungsgericht Hamburg.

Ist keine Vergütungsvereinbarung getroffen, begrenzt § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer; für die weitere Beratung gilt eine Grenze von 250 Euro zuzüglich Umsatzsteuer. Danach richtet sich die gesetzliche Vergütung nach dem Gegenstandswert, etwa mit einer Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG für die außergerichtliche Vertretung; im Prozess fallen Verfahrens- und Terminsgebühr an. Viele Kanzleien vereinbaren in Bausachen alternativ Stundenhonorare in Textform. Prüfen Sie außerdem, ob eine Rechtsschutzversicherung den Baukonflikt abdeckt – Bausachen sind dort oft nur eingeschränkt versichert.

Baurecht in Hamburg: passende Kanzlei finden

70 Anwältinnen und Anwälte für Baurecht in Hamburg und Umgebung (bis 25 km), davon 70 Fachanwälte (100 %), 52 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

Im Umkreis von 50 Kilometern um Hamburg hat noch keine Kanzlei für Baurecht ein eigenes Profil bei uns; die gelisteten Basisprofile stehen unten. Schildern Sie Ihr Anliegen — wir prüfen, ob eine teilnehmende Kanzlei es übernehmen kann, unverbindlich und für Sie kostenfrei.

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Gelistete Anwälte für Baurecht in Hamburg und Umgebung

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Janine Achilles-Baumgärtel

    Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht

    Dammtorstr. 25, 20354 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Thomas Aschke

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Wißmannstraße 7, 22041 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Michael Aßmann

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Osteresch 25, 22607 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Andreas Behem

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Brombeerweg 48, 22339 Hamburg

    Rechtsanwaltskanzlei Behem

  • Öffentliche Quellen

    Jens Biederer

    Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht +1

    Veritaskai 3, 21079 Hamburg

    SKNvonGEYSO Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Burkhard Bleisch

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Mönckebergstraße 19, 20095 Hamburg

    MSBH Bleisch Lubitz Rechtsanwälte Steuerberater PartGmbB

  • Öffentliche Quellen

    Nicolai Chalupsky

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Schlüterstraße 6, 20146 Hamburg

    Krause-Allenstein Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Florian Krause-Allenstein

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Schlüterstraße 6, 20146 Hamburg

    Scholtissek : Krause-Allenstein Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Merle Diekmann

    Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht

    Neuer Wall 72, 20354 Hamburg

    Peters Borowiak Kiss & Magnus

  • Öffentliche Quellen

    Jan Peters

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Neuer Wall 72, 20354 Hamburg

    Peters Borowiak Kiss & Magnus

  • Öffentliche Quellen

    Gritt Diercks-Oppler

    Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht +1

    Schönsberg 10, 22395 Hamburg

    Rechtsanwaltskanzlei Gritt Diercks-Oppler

  • Öffentliche Quellen

    Jan Ehrig

    Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht +1

    Auguststraße 14, 22085 Hamburg

    MARX ∙ SIEBERT Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Derk Siebert

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Auguststraße 14, 22085 Hamburg

    MARX ∙ SIEBERT Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Constantin Fahl

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Neuer Wall 25, 20354 Hamburg

    ZENK Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Nikolai Flauger

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Kajen 12, 20459 Hamburg

    Rembert Rechtsanwälte Rembert Müller

  • Öffentliche Quellen

    Bernd Gildemeister

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Ebertallee 1, 22607 Hamburg

    Dr. Hantke & Partner PartGmbB

  • Öffentliche Quellen

    Martin Haucke

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Ebertallee 1, 22607 Hamburg

    Dr. Hantke & Partner PartGmbB

  • Öffentliche Quellen

    Jan Greve

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Harvestehuder Weg 23, 20149 Hamburg

    BUSE Rechtsanwälte Steuerberater GmbH & Co. KG

  • Öffentliche Quellen

    Nadim Hermes

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Harvestehuder Weg 23, 20149 Hamburg

    BUSE Rechtsanwälte Steuerberater GmbH & Co. KG

  • Öffentliche Quellen

    Jan Langenfurth

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Harvestehuder Weg 23, 20149 Hamburg

    BUSE Rechtsanwälte Steuerberater GmbH & Co.KG

  • Öffentliche Quellen

    Jörn Griffel

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Heußweg 35, 20255 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Tina Großkurth

    Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht

    Am Kaiserkai 69, 20457 Hamburg

    KFR Kirchhoff Franke Riethmüller Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB

  • Öffentliche Quellen

    Alexander Grundmann

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +2

    Palmaille 59, 22767 Hamburg

    innen mbB

  • Öffentliche Quellen

    Jörg Hamann

    Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht +1

    Grimm 14, 20457 Hamburg

    Rechtsanwaltskanzlei Kues

  • Öffentliche Quellen

    Florian Herbst

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Bleichenbrücke 11, 20354 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Jens-Oliver Hufer

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Rothenbaumchaussee 5, 20148 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Miriam Jahn

    Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht

    Bleichenbrücke 11, 20354 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Thomas Karczewski

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Kajen 12, 20459 Hamburg

  • Öffentliche Quellen

    Dennis Kindermann

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Große Theaterstraße 42, 20354 Hamburg

    Rehaag · Fasold & Partner

  • Öffentliche Quellen

    Jörn Kreutzfeld

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

    Große Theaterstraße 42, 20354 Hamburg

    Roggelin & Partner

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