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Verwaltungsrecht Essen

Anwältin oder Anwalt für Verwaltungsrecht in Essen: Rechtsschutz gegen Bescheide

KI-erzeugter Text Wie wir KI einsetzen
Maschinelle Rechtsprüfung am 06.10.2026 (KI-Prüfmodell, keine anwaltliche Prüfung): Gesetzesangaben, Gerichte und Kosten abgeglichen. Wie die KI-Prüfung funktioniert

Ein Bescheid der Stadt Essen kann vieles auslösen – im Verwaltungsrecht geht es um Baugenehmigungen, Gewerbeuntersagungen, den Führerschein oder den Aufenthaltstitel, also um Entscheidungen, die Alltag und Existenz unmittelbar betreffen.

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Verwaltungsrecht Essen
Redaktion anwaltvergleich.de 11 Min. Lesedauer

Ein Bescheid der Stadt Essen kann vieles auslösen – im Verwaltungsrecht geht es um Baugenehmigungen, Gewerbeuntersagungen, den Führerschein oder den Aufenthaltstitel, also um Entscheidungen, die Alltag und Existenz unmittelbar betreffen. In einer Großstadt mit rund 573.618 Einwohnerinnen und Einwohnern erlassen Bauaufsicht, Ordnungsamt, Fahrerlaubnis- und Ausländerbehörde täglich Verwaltungsakte, gegen die sich Betroffene wehren können – allerdings nur innerhalb kurzer Fristen.

Nordrhein-Westfalen hat dabei eine Besonderheit: Das Widerspruchsverfahren ist weitgehend abgeschafft, sodass gegen die meisten Bescheide unmittelbar Klage beim Verwaltungsgericht zu erheben ist – regelmäßig innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe (§ 74 VwGO). Ist ein Bescheid sofort vollziehbar, etwa eine Gewerbeuntersagung oder die Entziehung der Fahrerlaubnis, bleibt oft nur der Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO. Vor dem Verwaltungsgericht erster Instanz besteht zwar kein Anwaltszwang, doch über Zulässigkeit und Erfolg entscheiden häufig Details, die juristische Erfahrung erfordern.

Diese Seite erklärt, welche Fristen für Essener Bescheide gelten, was ein Verwaltungsprozess kostet, welche Streitfelder in Essen typisch sind und woran Sie eine passende Anwältin oder einen passenden Anwalt für Verwaltungsrecht erkennen – von der Erstberatung bis zum Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (zuständig für u. a. die Stadt Essen)
Kosten
Auffangstreitwert 5.000 € (§ 52 Abs.

Zuständige Gerichte

  • Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Bahnhofsvorplatz 3, 45879 Gelsenkirchen zuständig für u. a. die Stadt Essen

Angaben aus den Justizportalen der Länder, Stand der Angaben: 12.08.2026.

Quellen dieser Seite

Gesetze
Paragrafen im Text führen auf gesetze-im-internet.de, das Gesetzesportal des Bundesministeriums der Justiz.
Gerichte
Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Weitere Gerichte: Justizportal NRW. Stand der Angaben: 12.08.2026.
Kosten
Gebührentabellen: RVG, Anlage 2 (Anwaltsgebühren) und GKG, Anlage 2 (Gerichtsgebühren).
Einwohnerzahl
Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis, Bevölkerungsstand 31.12.2025.
Anwältinnen und Anwälte
Angaben der Kanzleien und ihrer Websites.

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Verwaltungsrecht in Essen: Wenn Behörden über Alltag und Existenz entscheiden

Das Verwaltungsrecht ordnet das Verhältnis zwischen Bürgerinnen, Bürgern, Unternehmen und dem Staat. In Essen, mit rund 573.618 Einwohnerinnen und Einwohnern eine der großen Städte Nordrhein-Westfalens, treffen Behörden jeden Tag Entscheidungen von erheblicher Tragweite: Die Bauaufsicht genehmigt oder versagt Bauvorhaben, das Ordnungsamt untersagt unzuverlässigen Gewerbetreibenden die Tätigkeit, die Fahrerlaubnisbehörde entzieht den Führerschein, die Ausländerbehörde entscheidet über Aufenthaltstitel. Jede dieser Maßnahmen ergeht als Bescheid – und gegen jede ist verwaltungsrechtlicher Rechtsschutz möglich.

Die Wirtschaftsgeschichte Essens prägt die Fälle bis heute. Der Wandel von Kohle und Stahl hin zu Dienstleistung, Gesundheitswirtschaft und Wissenschaft wirft laufend Fragen des öffentlichen Baurechts, des Immissionsschutzes und des Gewerberechts auf, etwa bei der Umnutzung ehemaliger Industrieflächen. Selbst das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein zeigt, wie eng Stadtentwicklung und Verwaltungsrecht in Essen verflochten sind: Denkmalschutz ist klassisches besonderes Verwaltungsrecht.

Wer sich gegen eine behördliche Entscheidung wehren will, bewegt sich in einem Rechtsgebiet mit eigenen Verfahrensregeln und kurzen Fristen. Eine Anwältin oder ein Anwalt für Verwaltungsrecht in Essen arbeitet dabei sowohl mit Bundesrecht wie der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) als auch mit dem Landesrecht Nordrhein-Westfalens: Für das Verfahren der Stadt Essen und anderer Landesbehörden gilt das Verwaltungsverfahrensgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW), dazu etwa die Landesbauordnung NRW.

Der Verwaltungsakt nach § 35 VwVfG: Grundbegriff des Verwaltungsrechts

Im Zentrum fast jedes verwaltungsrechtlichen Streits steht ein Verwaltungsakt. § 35 VwVfG NRW – inhaltsgleich mit § 35 VwVfG des Bundes – definiert ihn als hoheitliche Maßnahme einer Behörde zur Regelung eines Einzelfalls auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts, die auf unmittelbare Rechtswirkung nach außen gerichtet ist. Übersetzt heißt das: Immer wenn eine Essener Behörde Ihnen gegenüber verbindlich etwas anordnet, erlaubt oder verweigert – Baugenehmigung, Gebührenbescheid, Gewerbeuntersagung, Ablehnung eines Aufenthaltstitels –, liegt in der Regel ein Verwaltungsakt vor. Nur gegen Verwaltungsakte sind Widerspruch und Anfechtungsklage eröffnet; die Einordnung ist deshalb der erste Prüfungsschritt jeder Beratung im Verwaltungsrecht.

Auch die Behörde selbst ist an Regeln gebunden, wenn sie eine einmal getroffene Entscheidung beseitigen will. Nach § 48 VwVfG NRW darf sie einen rechtswidrigen Verwaltungsakt zurücknehmen – bei begünstigenden Bescheiden wie einer Förderzusage oder einer Baugenehmigung aber nur unter Beachtung des Vertrauensschutzes. Wer etwa in Essen eine bewilligte Leistung zurückzahlen soll, weil die Behörde ihren eigenen Bescheid aufhebt, sollte die Rücknahme verwaltungsrechtlich prüfen lassen: Häufig scheitert sie an Fristen oder am schutzwürdigen Vertrauen der Betroffenen.

Entscheidend ist die Bestandskraft: Wird ein Bescheid nicht fristgerecht angegriffen, wird er bestandskräftig und bindet – selbst wenn er rechtswidrig ist. Das Verwaltungsrecht verzeiht Untätigkeit kaum. Eine frühzeitige Prüfung ist deshalb wichtiger als in vielen anderen Rechtsgebieten.

Klage statt Widerspruch: Die Besonderheit in Nordrhein-Westfalen

Nach § 68 VwGO ist vor einer Anfechtungsklage grundsätzlich ein Vorverfahren – der Widerspruch – vorgesehen. Nordrhein-Westfalen hat dieses Widerspruchsverfahren jedoch seit 2007 weitgehend abgeschafft (§ 110 Justizgesetz NRW). Für Essen bedeutet das: Gegen die meisten Bescheide städtischer und staatlicher Behörden führt der Weg unmittelbar zur Klage, ohne vorgeschaltetes Widerspruchsverfahren. Örtlich zuständig ist kein Gericht in Essen – ein Verwaltungsgericht Essen gibt es nicht –, sondern das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, zu dessen Bezirk die Stadt Essen gehört.

Diese Besonderheit hat praktische Folgen. Wo andernorts der Widerspruch eine zweite Chance zur behördlichen Selbstkorrektur bietet, zählt in Nordrhein-Westfalen von Beginn an die sorgfältig begründete Klage. Für mehrere Bereiche bleibt das Vorverfahren erhalten: nach § 110 Abs. 2 Justizgesetz NRW unter anderem bei Kommunalabgaben und Realsteuern, also bei Gebühren- und Beitragsbescheiden, ferner im Wohngeldrecht, im Schulrecht (soweit die Bescheide von Schulen erlassen werden) und bei der Bewertung berufsbezogener Prüfungen; in besoldungs-, versorgungs- und beihilferechtlichen Beamtensachen ist der Widerspruch nach § 103 LBG NRW ebenfalls vorgeschaltet.

Dasselbe gilt nach § 110 Abs. 3 Satz 1 Justizgesetz NRW für Dritte, die sich gegen einen andere begünstigenden Verwaltungsakt wenden – ausgenommen die in § 110 Abs. 3 Satz 2 genannten Fälle, darunter Entscheidungen der Bauaufsichts- und Baugenehmigungsbehörden sowie Entscheidungen nach der Gewerbeordnung und dem Gaststättengesetz. Ob im konkreten Fall Widerspruch oder sofortige Klage der richtige Rechtsbehelf ist, gehört zu den ersten Fragen einer verwaltungsrechtlichen Erstberatung. Maßgeblich ist stets die Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheids.

§ 42 VwGO stellt zwei zentrale Klagearten bereit: Mit der Anfechtungsklage wird die Aufhebung eines belastenden Verwaltungsakts verlangt, mit der Verpflichtungsklage der Erlass eines abgelehnten oder unterlassenen Verwaltungsakts. Lehnt die Essener Bauaufsicht eine Baugenehmigung ab, ist also die Verpflichtungsklage statthaft; gegen eine Gewerbeuntersagung richtet sich die Anfechtungsklage. Die Wahl der richtigen Klageart ist im Verwaltungsrecht keine Formalie, sondern entscheidet über die Zulässigkeit.

Fristen im Verwaltungsrecht: Ein Monat ab Bekanntgabe

Die wichtigste Zahl im Verwaltungsrecht lautet: ein Monat. Nach § 74 VwGO muss die Anfechtungsklage innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids erhoben werden; wo ausnahmsweise noch ein Widerspruchsverfahren stattfindet, gilt für den Widerspruch nach § 70 VwGO dieselbe Ein-Monats-Frist. Für einen Bescheid der Stadt Essen, der am 3. eines Monats bekannt gegeben wird, endet die Frist also regelmäßig mit Ablauf des 3. des Folgemonats.

Die Jahresfrist des § 58 VwGO ist dabei kein Freibrief, sondern eine Auffanglösung: Nur wenn die Belehrung über den Rechtsbehelf fehlt oder unrichtig ist, bleibt ein Jahr Zeit. Ob eine Belehrung tatsächlich fehlerhaft ist, lässt sich für Laien kaum sicher beurteilen – hier lohnt der Blick einer Anwältin oder eines Anwalts für Verwaltungsrecht, bevor eine vermeintlich noch offene Frist verstreicht.

Praktisch wichtig für Essenerinnen und Essener: Bewahren Sie den Briefumschlag mit dem Poststempel auf und notieren Sie das Datum des Zugangs, denn von der Bekanntgabe hängt die gesamte Fristberechnung ab.

Eilrechtsschutz nach § 80 VwGO: Wenn die Behörde sofort vollzieht

Widerspruch und Anfechtungsklage haben nach § 80 Abs. 1 VwGO grundsätzlich aufschiebende Wirkung: Der Bescheid darf zunächst nicht vollzogen werden. Ordnet die Behörde jedoch die sofortige Vollziehung an oder entfällt die aufschiebende Wirkung kraft Gesetzes – etwa bei Abgabenbescheiden –, gilt der Bescheid sofort. Dann hilft nur der Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO an das Verwaltungsgericht, die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen oder anzuordnen.

Gerade in einer Wirtschaftsstadt wie Essen mit Messe, Handwerk, Logistik und einer dichten Gastronomieszene etwa in Rüttenscheid kann sofortige Vollziehung existenzbedrohend sein: Eine sofort vollziehbare Gewerbeuntersagung stoppt den Betrieb von einem Tag auf den anderen. Typische Eilfälle im Verwaltungsrecht sind:

  • Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit, die für sofort vollziehbar erklärt wird
  • Entziehung der Fahrerlaubnis, etwa nach einem negativen Fahreignungsgutachten
  • Baustopp oder Nutzungsuntersagung durch die Bauaufsicht
  • Widerruf einer Gaststättenerlaubnis oder anderer behördlicher Erlaubnisse
  • Sofort vollziehbare aufenthaltsrechtliche Maßnahmen wie eine Ausweisung
  • Zwangsgeldandrohungen zur Durchsetzung ordnungsbehördlicher Verfügungen
  • Beitrags- und Gebührenbescheide, bei denen die aufschiebende Wirkung kraft Gesetzes entfällt (§ 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VwGO); hier ist der Eilantrag beim Gericht grundsätzlich erst zulässig, wenn die Behörde einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung ganz oder zum Teil abgelehnt hat (§ 80 Abs. 6 Satz 1 VwGO); das gilt nicht, wenn die Behörde ohne Mitteilung eines zureichenden Grundes in angemessener Frist nicht sachlich entscheidet oder eine Vollstreckung droht (§ 80 Abs. 6 Satz 2 VwGO)

Im Eilverfahren wägt das Gericht das Vollzugsinteresse der Behörde gegen das Aussetzungsinteresse der Betroffenen ab und prüft die Erfolgsaussichten summarisch. Weil hier in Wochen statt Jahren entschieden wird, ist der Eilantrag oft das wirksamste Instrument des Verwaltungsrechts – er muss aber sorgfältig begründet sein.

Typische verwaltungsrechtliche Streitfelder in Essen

Das Verwaltungsrecht ist ein Querschnittsgebiet aus vielen Materien. In Essen ergeben sich Schwerpunkte aus der Struktur der Stadt: dichte Wohnbebauung neben Gewerbe, große Kliniken und Wissenschaftseinrichtungen wie die Universität Duisburg-Essen, dazu die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen als große öffentliche Arbeitgeber mit zahlreichen Beamtenverhältnissen.

  • Öffentliches Baurecht: Baugenehmigungen nach der Bauordnung NRW, Nachbarklagen gegen Bauvorhaben, Nutzungsänderungen ehemaliger Industrie- und Zechenareale
  • Gewerbe- und Gaststättenrecht: Untersagungen, Erlaubnisse und Auflagen für Betriebe
  • Fahrerlaubnisrecht: Entziehung und Neuerteilung des Führerscheins, Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung
  • Aufenthaltsrecht: Aufenthaltstitel, Ausweisung, Einbürgerung
  • Beamtenrecht: Konkurrentenstreit um Beförderungen, dienstliche Beurteilungen, Statusfragen bei Stadt, Land und Polizei
  • Kommunalabgabenrecht: Gebühren- und Beitragsbescheide der Stadt Essen
  • Hochschul- und Prüfungsrecht: Prüfungsanfechtung, Exmatrikulation, Streit um den Studienplatz

So unterschiedlich diese Felder sind – die verwaltungsrechtliche Methode ist stets dieselbe: Ermächtigungsgrundlage prüfen, formelle und materielle Rechtmäßigkeit des Bescheids kontrollieren, Ermessensfehler aufdecken. Genau diese Prüfung übernimmt eine im Verwaltungsrecht erfahrene Kanzlei, bevor über Klage oder Eilantrag entschieden wird.

Kosten im Verwaltungsrecht: Streitwert, Gerichtskosten, Anwaltsvergütung

Die Kosten eines Verwaltungsprozesses richten sich nach dem Streitwert. Hat ein Bescheid keinen bezifferbaren Wert, gilt der Auffangstreitwert von 5.000 € (§ 52 Abs. 2 GKG). Für viele typische Konstellationen enthält der Streitwertkatalog der Verwaltungsgerichtsbarkeit Orientierungswerte, an denen sich die Gerichte ausrichten.

Streitwerte und Kostenrahmen im Verwaltungsrecht (Streitwertkatalog 2025, GKG, RVG)
KonstellationStreitwertKostenhinweis
Bescheid ohne bezifferbaren Wert (Auffangstreitwert, § 52 Abs. 2 GKG)5.000 €Gerichtskosten 511,50 € (3,0-Gebühr); Anwaltskosten erster Instanz ca. 1.000–1.100 € inkl. USt
Baunachbarklage (Streitwertkatalog 2025, Nr. 9.6.1)10.000–20.000 €bei Beeinträchtigung eines Gewerbebetriebs bis 80.000 €
Gewerbeuntersagung (Streitwertkatalog 2025, Nr. 54.2.1)mindestens 20.000 €maßgeblich ist der Jahresbetrag des erzielten oder erwarteten Gewinns
Beamtenrechtliche Statusstreitigkeitnach den Bezügen (§ 52 Abs. 6 GKG)Streitwert und Kosten steigen mit der Besoldung
Erstberatung für Verbraucherinnen und Verbraucher–höchstens 190 € zzgl. USt (§ 34 RVG)

Findet ausnahmsweise ein Widerspruchsverfahren statt, entsteht dort eine Geschäftsgebühr (Nr. 2300 VV RVG), die teilweise auf die Gebühren des anschließenden Klageverfahrens angerechnet wird – doppelt gezahlt wird also nicht in voller Höhe. Wer die Kosten nicht aufbringen kann, kann Prozesskostenhilfe beantragen; viele Rechtsschutzversicherungen decken verwaltungsrechtliche Streitigkeiten je nach Tarif ab. Die Vergütung sollte zu Beginn des Mandats ausdrücklich besprochen werden.

Anwältin oder Anwalt für Verwaltungsrecht in Essen finden

Vor dem Verwaltungsgericht erster Instanz besteht kein Anwaltszwang – Sie dürfen selbst klagen. Ab dem Oberverwaltungsgericht gilt dagegen Vertretungszwang (§ 67 Abs. 4 VwGO), und zwar schon für Prozesshandlungen, mit denen das Verfahren eingeleitet wird – also bereits für den Antrag auf Zulassung der Berufung (§ 67 Abs. 4 Satz 2 VwGO).

Schon in der ersten Instanz spricht dennoch vieles für anwaltliche Vertretung: Die Behörde kennt ihre Akten und Verfahren genau, während Fristversäumnisse, eine falsch gewählte Klageart oder eine lückenhafte Begründung den Prozess entscheiden können. Der Titel „Fachanwältin oder Fachanwalt für Verwaltungsrecht“ setzt nachgewiesene besondere Kenntnisse und praktische Fallerfahrung voraus und ist deshalb ein belastbares Qualifikationsmerkmal.

Auf anwaltvergleich.de können Sie nach dem Rechtsgebiet Verwaltungsrecht und dem Ort Essen suchen. Die Profile nennen Anschrift und Telefonnummer sowie, soweit vorhanden, den Fachanwaltstitel laut Bundesrechtsanwaltskammer; so finden Sie eine Anwältin oder einen Anwalt in Essen und können selbst Kontakt aufnehmen. Die Erstberatung – bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ohne Vergütungsvereinbarung auf höchstens 190 € zzgl. USt begrenzt (§ 34 Abs. 1 RVG) – klärt anschließend Erfolgsaussichten und Kosten.

Ob Baustopp, Gebührenbescheid der Stadt oder Prüfungsanfechtung an der Universität Duisburg-Essen: Im Verwaltungsrecht entscheiden die Wochen nach Zugang des Bescheids über die verbleibenden Handlungsoptionen. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Im Verzeichnis von anwaltvergleich.de stehen 7 Anwältinnen und Anwälte für Verwaltungsrecht in Essen, Stand 04.10.2026.

7 der 7 Einträge (100 %) führen laut Kanzlei-Website den Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Verwaltungsrecht.

Die 7 Einträge verteilen sich auf 6 Kanzleien.

Maßgeblich ist die Ein-Monats-Frist: Die Anfechtungsklage muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids beim Verwaltungsgericht erhoben werden (§ 74 VwGO). Da Nordrhein-Westfalen das Widerspruchsverfahren weitgehend abgeschafft hat, führt der Weg in Essen meist direkt zur Klage. Fehlt die Rechtsbehelfsbelehrung oder ist sie fehlerhaft, verlängert sich die Frist auf ein Jahr (§ 58 VwGO). Nach Fristablauf wird der Bescheid bestandskräftig. War die Frist ohne eigenes Verschulden nicht einzuhalten, kommt Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in Betracht; der Antrag ist binnen zwei Wochen nach Wegfall des Hindernisses zu stellen, die versäumte Handlung ist in dieser Frist nachzuholen (§ 60 VwGO).

Vor dem Verwaltungsgericht erster Instanz besteht kein Anwaltszwang, Sie können also selbst klagen. Ab dem Oberverwaltungsgericht schreibt § 67 VwGO eine Vertretung zwingend vor. Auch in der ersten Instanz ist juristische Unterstützung sinnvoll, weil die richtige Klageart, die Fristwahrung und die Auseinandersetzung mit der Ermächtigungsgrundlage über den Ausgang entscheiden. Für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr bei Verbraucherinnen und Verbrauchern höchstens 190 € zuzüglich Umsatzsteuer, sofern keine Vergütungsvereinbarung getroffen wurde (§ 34 Abs. 1 RVG) – ein überschaubarer Einstieg, um Erfolgsaussichten einzuschätzen.

Bei einem Streitwert von 5.000 € – dem Auffangstreitwert nach § 52 Abs. 2 GKG – fallen Gerichtskosten von 511,50 € an (3,0-Gebühr). Die Anwaltsvergütung für die erste Instanz liegt nach dem RVG mit 1,3 Verfahrens- und 1,2 Terminsgebühr bei etwa 1.000 bis 1.100 € einschließlich Umsatzsteuer. Wer unterliegt, trägt in der Regel die Kosten des Verfahrens. Bei geringem Einkommen kommt Prozesskostenhilfe in Betracht; eine Rechtsschutzversicherung kann verwaltungsrechtliche Verfahren je nach Tarif abdecken.

Gegen eine sofort vollziehbare Gewerbeuntersagung hilft die Klage allein nicht, weil ihr die aufschiebende Wirkung fehlt. Erforderlich ist ein Eilantrag nach § 80 Abs. 5 VwGO an das Verwaltungsgericht mit dem Ziel, die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen – erst dann darf der Betrieb weiterlaufen. Der Streitwert bemisst sich nach dem Jahresbetrag des erzielten oder erwarteten Gewinns, mindestens 20.000 € (Streitwertkatalog 2025, Nr. 54.2.1). Wegen der wirtschaftlichen Folgen sollte der Antrag unverzüglich und mit fundierter Begründung gestellt werden.

In Nordrhein-Westfalen ist das Widerspruchsverfahren als Vorverfahren seit 2007 weitgehend abgeschafft (§ 110 Justizgesetz NRW). Gegen die meisten Bescheide der Behörden in Essen ist daher unmittelbar Klage zum Verwaltungsgericht zu erheben, für die die Monatsfrist des § 74 VwGO gilt. In mehreren Bereichen bleibt der Widerspruch dagegen Pflicht: nach § 110 Abs. 2 Justizgesetz NRW unter anderem bei Kommunalabgaben und Realsteuern (Gebühren- und Beitragsbescheide), im Wohngeld- und Schulrecht sowie bei der Bewertung berufsbezogener Prüfungen, nach § 103 LBG NRW in besoldungs-, versorgungs- und beihilferechtlichen Beamtensachen. Verbindliche Auskunft gibt die Rechtsbehelfsbelehrung des jeweiligen Bescheids; sie sollte immer zuerst geprüft werden.

Aktuelle Rechtsprechung zum Verwaltungsrecht

Entscheidungen, die unsere Redaktion zuletzt ausgewertet hat — mit Gericht, Aktenzeichen und Quelle. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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Verwaltungsrecht in Essen: passende Kanzlei finden

7 Anwältinnen und Anwälte für Verwaltungsrecht in Essen, davon 7 Fachanwälte (100 %), 6 Kanzleien. Stand 04.10.2026. Quelle: Angaben der Kanzleien und Kanzlei-Websites.

Gezählt werden Kanzleiprofile auf anwaltvergleich.de und Basisprofile aus Angaben der Kanzlei-Websites und weiterer öffentlicher Quellen.

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Gelistete Anwälte für Verwaltungsrecht in Essen

Öffentliche Quellen Angaben aus Kanzlei-Websites und weiteren öffentlichen Quellen, noch nicht von den Anwältinnen und Anwälten bestätigt.

  • Öffentliche Quellen

    Franz-Josef Dahm

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht +1

    Rüttenscheider Str. 26, 45128 Essen

    Schmidt, von der Osten & Huber Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Christiane Wilkening

    Fachanwältin für Verwaltungsrecht

    Rüttenscheider Str. 26, 45128 Essen

    Schmidt, von der Osten & Huber Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mbB

  • Öffentliche Quellen

    Jürgen Graser

    Fachanwalt für Arbeitsrecht +1

    Scheidtmanntor 2, 45276 Essen

    ABALEGIS® Graser Rechtsanwälte

  • Öffentliche Quellen

    Iris Martin

    Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht +1

    Bismarckstraße 67, 45128 Essen

    Rechtsanwaltskanzlei Martin & Partner

  • Öffentliche Quellen

    Stefan Nehls

    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht +1

    Alfredstraße 239-241, 45133 Essen

    Zuhorn & Partner Rechtsanwälte mbB

  • Öffentliche Quellen

    Michael Neupert

    Fachanwalt für Verwaltungsrecht

    Messeallee 2, 45131 Essen

    Kümmerlein, Simon & Partner Rechtsanwälte mbB

  • Öffentliche Quellen

    Stephanie Terfehr

    Fachanwältin für Verwaltungsrecht

    III. Hagen 30, 45127 Essen

    Heinemann & Partner Rechtsanwälte – Partnerschaftsgesellschaft mbB

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