Strafrecht Frankfurt am Main

Strafrecht Frankfurt am Main: erfahrene Anwältin oder Anwalt für Ihre Verteidigung

Wer in Frankfurt am Main mit einer polizeilichen Vorladung, einem Strafbefehl oder einer laufenden Anklage konfrontiert ist, steht häufig unter erheblichem Druck.

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Strafrecht Frankfurt am Main
Redaktion anwaltvergleich.de 7 Min. Lesedauer Redaktionell geprüft 09.06.2026

Wer in Frankfurt am Main mit einer polizeilichen Vorladung, einem Strafbefehl oder einer laufenden Anklage konfrontiert ist, steht häufig unter erheblichem Druck. Die hessische Bankenmetropole mit rund 650.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Sitz einer der größten Staatsanwaltschaften Deutschlands; das Landgericht Frankfurt am Main verhandelt regelmäßig komplexe Wirtschafts-, Betäubungsmittel- und Kapitaldelikte. Wer hier beschuldigt wird, sollte zügig eine Anwältin oder einen Anwalt für Strafrecht einschalten.

Eine frühe Verteidigung verschafft Akteneinsicht, sichert das Schweigerecht nach § 136 StPO und ermöglicht Einfluss auf den Verfahrensgang, bevor die Anklage erhoben wird. Gerade im Frankfurter Westend, im Bahnhofsviertel oder bei Verfahren mit Bezug zum Flughafen Frankfurt sind ortskundige Verteidigerinnen und Verteidiger wertvoll, weil sie die Arbeitsweise des Amtsgerichts Frankfurt am Main sowie die Spruchpraxis der hiesigen Wirtschaftsstrafkammern kennen.

Über anwaltvergleich.de erhalten Sie einen Überblick über Kanzleien mit dem Schwerpunkt Strafverteidigung in Frankfurt und können nach Fachgebiet, Sprache und Bewertungen filtern.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Frankfurt am Main, Landgericht Frankfurt am Main, Oberlandesgericht Frankfurt am Main
Wichtige Gesetze
§ 136 StPO, § 163a StPO, § 223 StGB, § 242 StGB
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert

Strafverteidigung in Frankfurt am Main: Anwältin oder Anwalt für Strafrecht finden

Frankfurt am Main ist mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, der dort angesiedelten Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) und einer großen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft ein bedeutender Standort der Strafverfolgung in Hessen. Wer ein Schreiben der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder des Amtsgerichts Frankfurt am Main erhält, sollte die juristische Tragweite nicht unterschätzen. Schon eine schriftliche Anhörung kann ein Ermittlungsverfahren auslösen, das in eine Anklage mündet.

Eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Strafrecht bringt eine geprüfte Spezialisierung mit: vertiefte Kenntnisse im Strafgesetzbuch, in der Strafprozessordnung und im Nebenstrafrecht sowie Routine in Hauptverhandlungen vor den Frankfurter Strafkammern. Gerade bei Vorwürfen wie Körperverletzung (§ 223 StGB), Diebstahl (§ 242 StGB) oder Betrug (§ 263 StGB) hängt der Verfahrensausgang stark von der frühzeitigen Verteidigungsstrategie ab.

Über Anwalt in Frankfurt am Main finden Sie Kanzleien, deren Schwerpunkte, Fremdsprachen und Mandantenbewertungen Sie miteinander vergleichen können. Hilfreich ist das insbesondere im international geprägten Frankfurter Raum, in dem viele Beschuldigte auf englisch- oder mehrsprachige Verteidigung angewiesen sind.

Vorladung, Durchsuchung oder Anklage in Frankfurt am Main: Wie Sie richtig reagieren

Eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigte oder Beschuldigter müssen Sie in Hessen nicht wahrnehmen. Es besteht keine Pflicht, bei der Polizei zu erscheinen oder auszusagen. Anders sieht es bei einer Ladung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main oder des Amtsgerichts aus: Hier ist das Erscheinen verpflichtend, aber das Aussageverweigerungsrecht aus § 136 StPO bleibt bestehen. Die Norm verlangt ausdrücklich, dass Beschuldigte vor der ersten Vernehmung über ihr Schweigerecht und das Recht auf einen Verteidiger belehrt werden.

Bei einer Hausdurchsuchung sollten Sie weder Widerstand leisten noch spontan Erklärungen abgeben. Verlangen Sie den schriftlichen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt am Main und notieren Sie sich Namen und Dienststellen der Beamten. Sichergestellte Gegenstände werden in einem Sicherstellungsverzeichnis erfasst; lassen Sie sich eine Ausfertigung aushändigen.

Nach § 163a StPO ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet, der oder dem Beschuldigten vor Abschluss der Ermittlungen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Diese Phase ist strategisch entscheidend: Eine durchdachte schriftliche Einlassung der Verteidigung kann ein Verfahren noch vor der Anklage zur Einstellung bringen.

Fristen-Rechner Ermitteln Sie das Ende gesetzlicher oder vertraglicher Fristen.

So finden Sie die passende Strafverteidigung in Frankfurt am Main

Frankfurt verfügt über mehrere hundert zugelassene Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger, viele davon mit Kanzleisitz rund um das Gerichtsviertel an der Konrad-Adenauer-Straße. Bei der Auswahl sollten Sie auf die konkrete Spezialisierung achten – nicht jede Strafverteidigung passt zu jedem Tatvorwurf. Wer wegen einer Verkehrsstraftat angeklagt ist, benötigt einen anderen Schwerpunkt als jemand, dem Steuerhinterziehung oder ein Kapitaldelikt vorgeworfen wird.

Folgende Kriterien sind bei der Wahl einer Verteidigung in Frankfurt sinnvoll:

  • nachweisbare Spezialisierung als Fachanwältin oder Fachanwalt für Strafrecht
  • Erfahrung mit dem konkreten Deliktstyp (Wirtschafts-, BtM-, Sexual- oder Gewaltdelikt)
  • Routine vor dem Landgericht Frankfurt am Main und dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main
  • Erreichbarkeit auch außerhalb regulärer Bürozeiten, etwa bei drohender Festnahme
  • klare Honorarvereinbarung nach RVG oder Stundensatz
  • bei internationalen Sachverhalten: Sprachkenntnisse in Englisch, Türkisch oder Französisch
  • aussagekräftige Bewertungen früherer Mandantinnen und Mandanten

Über unsere Anwaltssuche für Frankfurt am Main können Sie diese Kriterien gezielt filtern. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie im Ratgeber zum Ablauf eines Strafverfahrens.

Akteneinsicht und Verteidigungsstrategie im Strafverfahren in Frankfurt am Main

Die Akteneinsicht nach § 147 StPO ist das wichtigste Werkzeug der Verteidigung. Sie steht ausschließlich der Verteidigerin oder dem Verteidiger zu, nicht der oder dem Beschuldigten persönlich. In Frankfurt am Main wird die Ermittlungsakte regelmäßig nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft herausgegeben. Erst danach lässt sich seriös beurteilen, ob ein Schweigen, eine schriftliche Einlassung oder ein Geständnis taktisch sinnvoll ist.

Häufige Verteidigungsansätze sind:

  • Anregung einer Einstellung nach § 153 oder § 153a StPO bei geringer Schuld
  • Antrag auf Strafbefehl statt Hauptverhandlung zur Vermeidung öffentlicher Verhandlung
  • Verständigung nach § 257c StPO bei klarer Beweislage
  • Beweisanträge zur Erschütterung der Belastungszeugen
  • Verwertungsverbote bei fehlerhafter Belehrung nach § 136 StPO
  • Stellungnahmen zur Schadenswiedergutmachung bei Vermögensdelikten

Bei Wirtschaftsstrafverfahren – etwa wegen § 263 StGB (Betrug) im Zusammenhang mit den am Finanzplatz Frankfurt ansässigen Banken und Fintechs – sind die Akten häufig mehrere tausend Seiten stark. Eine sorgfältige Sichtung benötigt Wochen und sollte in das Honorar einkalkuliert sein.

Ablauf eines Strafverfahrens am Amts- und Landgericht in Frankfurt am Main

Das Amtsgericht Frankfurt am Main verhandelt als Strafrichter Delikte mit einer zu erwartenden Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, als Schöffengericht bis zu vier Jahren. Schwerere Vorwürfe – insbesondere im Bereich der Wirtschaftskriminalität, Schwurgerichtssachen oder organisierten Kriminalität – verhandelt das Landgericht Frankfurt am Main, das zu den größten Landgerichten Deutschlands zählt. Berufungen gegen amtsgerichtliche Urteile gehen an die kleinen Strafkammern des Landgerichts, Revisionen an das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

Die Kosten einer Strafverteidigung richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder einer Honorarvereinbarung. Folgende Orientierungswerte gelten gesetzlich:

Gesetzliche RVG-Gebührenrahmen für die Strafverteidigung (Auswahl, Wahlverteidigung, Mittelgebühr brutto inkl. 19 % USt., ohne Auslagen)
VerfahrensabschnittInstanzRVG-Mittelgebühr ca.
Ermittlungsverfahren (Grundgebühr + Verfahrensgebühr)Staatsanwaltschaftca. 416 €
Hauptverhandlung StrafrichterAmtsgerichtca. 387 € + Termingebühren
Hauptverhandlung SchöffengerichtAmtsgerichtca. 476 € + Termingebühren
Hauptverhandlung große StrafkammerLandgerichtca. 685 € + Termingebühren
RevisionsverfahrenOberlandesgerichtca. 1.011 €

In komplexen Verfahren werden meist Stundensatzvereinbarungen getroffen, die typischerweise zwischen 250 und 450 Euro pro Stunde liegen. Bei einem Freispruch trägt die Staatskasse nach § 467 StPO die notwendigen Auslagen der oder des Angeklagten in Höhe der gesetzlichen Gebühren.

Prozesskosten-Rechner Schaetzen Sie Gerichts- und Anwaltskosten nach Streitwert (RVG/GKG).

Untersuchungshaft in Frankfurt am Main: Rechte und schnelles Handeln

Wird gegen eine beschuldigte Person ein Haftbefehl erlassen, erfolgt die Vorführung beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Frankfurt am Main. Die Untersuchungshaft setzt nach §§ 112 ff. StPO einen dringenden Tatverdacht und einen Haftgrund voraus – meist Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Wiederholungsgefahr. Inhaftierte werden regelmäßig in die Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main I (Preungesheim) verbracht.

In diesen Fällen besteht nach § 140 StPO ein zwingender Anspruch auf Pflichtverteidigung. Wer keine Verteidigerin oder keinen Verteidiger benannt hat, bekommt eine Pflichtverteidigung vom Gericht beigeordnet. Sinnvoller ist es jedoch, selbst eine Vertrauensperson zu benennen – auch eine Pflichtverteidigung kann gewünscht und vorgeschlagen werden.

Mögliche Schritte der Verteidigung im Haftfall:

  • Haftprüfung nach § 117 StPO beantragen
  • Haftbeschwerde nach § 304 StPO zum Landgericht erheben
  • Antrag auf Haftverschonung gegen Auflagen (Meldepflicht, Kaution)
  • nach sechs Monaten: besondere Haftprüfung durch das Oberlandesgericht (§ 121 StPO)
  • Kontaktaufnahme zur Familie und arbeitgeberseitige Kommunikation organisieren

Hinweis: anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung. Wir stellen Ihnen ausschließlich Informationen zur Verfügung und helfen bei der Suche nach einer geeigneten Anwältin oder einem geeigneten Anwalt in Frankfurt am Main. Eine verbindliche rechtliche Einschätzung Ihres Falls kann ausschließlich eine zugelassene Rechtsanwältin oder ein zugelassener Rechtsanwalt vornehmen.

Häufige Fragen

Redaktionell geprüft 09.06.2026

Nein. Als beschuldigte Person haben Sie nach § 136 StPO ein umfassendes Schweigerecht. Sie müssen lediglich Angaben zur Person machen – nicht aber zur Sache. Eine polizeiliche Vorladung als Beschuldigte oder Beschuldigter müssen Sie in Frankfurt am Main nicht wahrnehmen. Bevor Sie sich äußern, sollten Sie unbedingt eine Strafverteidigerin oder einen Strafverteidiger einschalten und Akteneinsicht beantragen lassen. Spontane Erklärungen führen erfahrungsgemäß häufig zu Missverständnissen, die später nur schwer zu korrigieren sind.

Zuständig sind das Amtsgericht Frankfurt am Main, das Landgericht Frankfurt am Main und das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Das Amtsgericht verhandelt als Strafrichter Delikte mit zu erwartender Freiheitsstrafe bis zwei Jahre, als Schöffengericht bis vier Jahre. Schwerere Vorwürfe, Wirtschaftsstrafverfahren und Schwurgerichtssachen gehen an die Strafkammern des Landgerichts. Berufungen entscheidet das Landgericht, Revisionen das Oberlandesgericht. Ermittlungsbehörde ist die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit Sitz im Justizgebäude an der Konrad-Adenauer-Straße.

Die Vergütung richtet sich entweder nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder einer individuellen Honorarvereinbarung. Bei RVG-Abrechnung fallen für ein amtsgerichtliches Verfahren in der Regel mehrere hundert Euro Grund-, Verfahrens- und Terminsgebühren an, beim Landgericht entsprechend mehr. Übliche Stundensätze in Frankfurt liegen zwischen 250 und 450 Euro. Bei einem Freispruch trägt die Staatskasse nach § 467 StPO die notwendigen Auslagen in Höhe der gesetzlichen Gebühren. Klären Sie das Honorar vor Mandatsbeginn schriftlich.

Die Pflichtverteidigung ist in § 140 StPO geregelt. Sie ist insbesondere zwingend, wenn ein Verbrechen vorgeworfen wird, ein Haftbefehl vollstreckt wird, die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Frankfurt am Main oder dem Oberlandesgericht stattfindet oder die Sach- und Rechtslage besonders schwierig ist. Sie können der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht eine Verteidigerin oder einen Verteidiger Ihres Vertrauens vorschlagen, die oder der dann beigeordnet wird. Die Kosten trägt zunächst die Staatskasse, bei Verurteilung müssen Sie diese erstatten.

Nach § 410 StPO beträgt die Einspruchsfrist gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichts Frankfurt am Main genau zwei Wochen ab Zustellung. Der Einspruch muss schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle eingelegt werden. Wird die Frist versäumt, wird der Strafbefehl rechtskräftig und wirkt wie ein Urteil – mit Eintrag in das Bundeszentralregister. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist nur unter engen Voraussetzungen möglich. Der Einspruch kann zudem auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkt werden, was taktisch sinnvoll sein kann.

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