Strafrecht Augsburg

Strafrecht in Augsburg: erfahrene Anwältin oder Anwalt für Ihre Verteidigung

Wer in Augsburg mit einem strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert wird – sei es durch eine polizeiliche Vorladung, eine Hausdurchsuchung oder einen zugestellten Strafbefehl –, braucht rasch eine sachkundige Einschätzung.

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Strafrecht Augsburg
Redaktion anwaltvergleich.de 8 Min. Lesedauer Redaktionell geprüft 04.07.2026

Wer in Augsburg mit einem strafrechtlichen Vorwurf konfrontiert wird – sei es durch eine polizeiliche Vorladung, eine Hausdurchsuchung oder einen zugestellten Strafbefehl –, braucht rasch eine sachkundige Einschätzung. In der drittgrößten Stadt Bayerns mit rund 303.150 Einwohnerinnen und Einwohnern führt die Staatsanwaltschaft Augsburg jährlich zahlreiche Ermittlungsverfahren, die vor dem Amtsgericht oder dem Landgericht Augsburg enden können.

Schon die erste Reaktion prägt den weiteren Verlauf. Das Aussageverweigerungsrecht nach § 136 StPO gibt Ihnen das Recht, zunächst zu schweigen und keine Angaben zur Sache zu machen. Wer dieses Recht kennt und nutzt, verschafft der eigenen Verteidigung Zeit, die Akte zu prüfen und eine Strategie zu entwickeln.

Eine spezialisierte Anwältin oder ein Anwalt für Strafrecht in Augsburg begleitet Sie in jeder Phase des Verfahrens: von der ersten Vernehmung über die Akteneinsicht bis zur Hauptverhandlung. Der folgende Überblick erklärt Ihre Rechte bei Vorladung und Durchsuchung, die Fristen beim Strafbefehl sowie die Kosten der Verteidigung – jeweils bezogen auf die zuständigen Gerichte in Augsburg und im Regierungsbezirk Schwaben.

Auf einen Blick

Zuständige Gerichte
Amtsgericht Augsburg, Landgericht Augsburg, Oberlandesgericht München
Wichtige Gesetze
§ 136 StPO, § 163a StPO, § 223 StGB, § 242 StGB
Kosten
Erstberatung häufig günstig · weitere Kosten nach RVG/Streitwert

Strafverteidigung in Augsburg: Anwältin oder Anwalt für Strafrecht finden

Wer in Augsburg, der drittgrößten Stadt Bayerns mit rund 303.150 Einwohnerinnen und Einwohnern, eine Vorladung der Polizei oder ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Augsburg erhält, steht häufig unter erheblichem Druck. In dieser Lage entscheidet frühes Handeln über den weiteren Gang des Verfahrens: Bereits die erste Vernehmung kann Weichen stellen. Das Aussageverweigerungsrecht nach § 136 StPO erlaubt Ihnen, zunächst keine Angaben zur Sache zu machen – ein Recht, das Beschuldigte in Augsburg von Beginn an nutzen sollten.

Die Zuständigkeit richtet sich nach der Schwere des Vorwurfs. Kleinere Delikte wie eine einfache Körperverletzung nach § 223 StGB oder ein Diebstahl nach § 242 StGB verhandelt in der Regel das Amtsgericht Augsburg. Bei schweren Vorwürfen – etwa einem umfangreichen Betrug nach § 263 StGB – ist das Landgericht Augsburg berufen, dessen Strafkammern auch als Schwurgericht für Kapitaldelikte im Regierungsbezirk Schwaben tätig werden.

Über anwaltvergleich.de erhalten Sie einen Überblick über Kanzleien in Augsburg, die auf Strafrecht ausgerichtet sind, samt Fachgebieten und Bewertungen. So lässt sich eine Strafverteidigung in Augsburg finden, die zum konkreten Vorwurf passt – etwa mit dem Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Strafrecht. Die Auswahl bleibt bei Ihnen; die Plattform bündelt lediglich die Angaben, die eine Entscheidung erleichtern.

Vorladung, Durchsuchung oder Anklage in Augsburg: Wie Sie richtig reagieren

Eine polizeiliche Vorladung in Augsburg bedeutet nicht, dass Sie zur Aussage verpflichtet sind. Als beschuldigte Person müssen Sie zu einer Vorladung der Polizei grundsätzlich nicht erscheinen; anders verhält es sich bei einer Ladung durch die Staatsanwaltschaft Augsburg oder das Gericht. § 163a StPO sichert Ihnen zu, dass Sie vor der ersten Vernehmung über den Tatvorwurf und über Ihr Recht zu schweigen belehrt werden.

Kommt es zu einer Hausdurchsuchung, ordnet diese im Regelfall das Amtsgericht Augsburg per Beschluss an. Sie sollten sich den Durchsuchungsbeschluss aushändigen lassen und den Ablauf ruhig verfolgen. Widerstand ist nicht ratsam; wohl aber können Sie der Sicherstellung einzelner Gegenstände ausdrücklich widersprechen, damit deren Rechtmäßigkeit später gerichtlich überprüfbar bleibt.

Bei einer Durchsuchung in Augsburg haben Sie insbesondere folgende Rechte:

  • Vorlage des richterlichen Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Augsburg verlangen
  • Zur Sache schweigen und keine spontanen Erklärungen abgeben (§ 136 StPO)
  • Eine Vertrauensperson oder die Verteidigung hinzuziehen
  • Der Beschlagnahme einzelner Gegenstände ausdrücklich widersprechen
  • Ein schriftliches Verzeichnis der sichergestellten Gegenstände verlangen
  • Passwörter und Zugangsdaten nicht freiwillig preisgeben
  • Umgehend eine Strafverteidigung in Augsburg kontaktieren

So finden Sie die passende Strafverteidigung in Augsburg

In einer Stadt von der Größe Augsburgs mit rund 303.150 Einwohnern ist die Auswahl an Kanzleien breit. Entscheidend ist weniger die räumliche Nähe zum Justizgebäude als die fachliche Ausrichtung. Der Titel Fachanwältin oder Fachanwalt für Strafrecht setzt nachgewiesene theoretische Kenntnisse und eine Mindestzahl selbst bearbeiteter Fälle voraus und ist daher ein belastbarer Anhaltspunkt.

Wichtig ist zudem die Vertrautheit mit den örtlichen Abläufen. Wer regelmäßig vor dem Amtsgericht und dem Landgericht Augsburg auftritt, kennt die Praxis der dortigen Strafkammern und die Arbeitsweise der Staatsanwaltschaft Augsburg. Diese Erfahrung hilft, den Ausgang eines Verfahrens realistisch einzuschätzen und die Verteidigung darauf auszurichten.

Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Punkte:

  • Fachanwaltstitel für Strafrecht oder ein klar erkennbarer Tätigkeitsschwerpunkt
  • Erfahrung mit dem konkreten Deliktsfeld (etwa Vermögens-, Betäubungsmittel- oder Verkehrsstrafrecht)
  • Kurzfristige Erreichbarkeit für Termine in Augsburg
  • Verständliche Aufklärung über Kosten und Verfahrensablauf
  • Regelmäßige Tätigkeit vor den Gerichten in Augsburg und im Bezirk des Oberlandesgerichts München
  • Kommunikation ohne unnötigen Fachjargon

Einen ersten Überblick zu strafrechtlichen Themen bietet unser Ratgeber; eine Auswahl an Kanzleien vor Ort finden Sie unter Anwalt in Augsburg.

Strafbefehl in Augsburg: Einspruch und Fristen

Bei weniger schweren Vergehen beantragt die Staatsanwaltschaft Augsburg häufig einen Strafbefehl. Das Amtsgericht Augsburg erlässt ihn im schriftlichen Verfahren, also ohne mündliche Hauptverhandlung. Der Strafbefehl kann eine Geldstrafe, ein Fahrverbot oder unter bestimmten Voraussetzungen eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe festsetzen – er ist damit keine bloße Verwarnung.

Der Einspruch lässt sich schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Augsburg erklären. Er kann auf einzelne Punkte beschränkt werden, etwa nur auf die Höhe der Tagessätze. Nach einem zulässigen Einspruch kommt es zur Hauptverhandlung, in der der Vorwurf vollständig neu geprüft wird. Eine Verteidigung sollte die knappe Zwei-Wochen-Frist im Blick behalten und den Einspruch rechtzeitig begründen.

Fristen-Rechner Ermitteln Sie das Ende gesetzlicher oder vertraglicher Fristen.

Zu beachten ist, dass die Frist mit der Zustellung des Strafbefehls beginnt – nicht mit dem Tag, an dem Sie ihn tatsächlich lesen. Gerade bei Zustellungen während einer Abwesenheit aus Augsburg kann die Frist unbemerkt zu laufen beginnen, weshalb eine frühzeitige anwaltliche Prüfung sinnvoll ist.

Kosten der Strafverteidigung und Pflichtverteidigung in Augsburg

Die Vergütung im Strafrecht richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Anders als im Zivilrecht gibt es keinen Streit- oder Gegenstandswert; das RVG sieht für Strafsachen sogenannte Rahmengebühren vor, die sich nach Umfang, Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens richten. Die konkrete Höhe hängt also vom Einzelfall und von der jeweiligen Verfahrensstufe ab.

Kostenbausteine der Strafverteidigung nach dem RVG
KostenpunktWovon die Höhe abhängt
GrundgebührFällt einmalig für die erstmalige Einarbeitung in den Fall an
VerfahrensgebührUmfang der Tätigkeit im Ermittlungs- und im gerichtlichen Verfahren
TerminsgebührAnzahl und Dauer der Hauptverhandlungstermine am Amts- oder Landgericht Augsburg
PflichtverteidigervergütungGesetzlich festgelegte Beträge, die regelmäßig unter den Wahlverteidigergebühren liegen

Bei schweren Vorwürfen kann das Gericht eine Pflichtverteidigung nach § 140 StPO bestellen – etwa wenn ein Verbrechen vorgeworfen wird, die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Augsburg stattfindet oder Untersuchungshaft droht. Die Staatskasse verauslagt die Kosten zunächst; bei einer Verurteilung können sie jedoch später ganz oder teilweise auf die verurteilte Person zurückfallen.

Prozesskosten-Rechner Schaetzen Sie Gerichts- und Anwaltskosten nach Streitwert (RVG/GKG).

Wer die Kosten nicht tragen kann, sollte frühzeitig klären, ob eine Rechtsschutzversicherung eintritt oder ob im Fall einer notwendigen Verteidigung die Bestellung eines Pflichtverteidigers in Betracht kommt. Eine offene Kostenfrage sollte niemanden davon abhalten, sich rechtzeitig verteidigen zu lassen.

Akteneinsicht und Verteidigungsstrategie im Strafverfahren in Augsburg

Eine tragfähige Verteidigung beginnt mit der Akteneinsicht. Nach § 147 StPO darf die Verteidigung die Ermittlungsakte einsehen – ein Recht, das der beschuldigten Person selbst in diesem Umfang nicht zusteht. Der Antrag wird bei der Staatsanwaltschaft Augsburg gestellt, solange die Ermittlungen dort geführt werden. Erst wenn der Akteninhalt bekannt ist, lässt sich beurteilen, welche Beweise gegen Sie vorliegen.

Auf dieser Grundlage entwickelt die Verteidigung eine Strategie. Sie reicht vom konsequenten Schweigen nach § 136 StPO über eine wohlüberlegte schriftliche Einlassung bis hin zu eigenen Beweisanträgen in der Hauptverhandlung. In geeigneten Fällen kann bereits im Ermittlungsverfahren auf eine Einstellung hingewirkt werden, sodass es gar nicht erst zur Anklage vor dem Amtsgericht Augsburg kommt.

Endet das Verfahren mit einem Urteil, stehen Rechtsmittel offen: Gegen Urteile des Amtsgerichts Augsburg ist die Berufung zum Landgericht Augsburg möglich, gegen dessen Entscheidungen wiederum die Revision zum Oberlandesgericht München. Auch diese Schritte sind an Fristen gebunden, die die Verteidigung genau überwacht.

Diese Informationen bieten eine erste Orientierung und ersetzen keine Beratung im Einzelfall. anwaltvergleich.de ist keine Kanzlei und bietet keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Redaktionell geprüft 04.07.2026

Ein Anspruch besteht in den Fällen der notwendigen Verteidigung nach § 140 StPO. Dazu zählen unter anderem der Vorwurf eines Verbrechens, eine Hauptverhandlung vor dem Landgericht Augsburg, drohende oder bestehende Untersuchungshaft sowie Fälle, in denen Sie sich ersichtlich nicht selbst verteidigen können. Liegt ein solcher Grund vor, bestellt das Gericht auf Antrag oder von Amts wegen eine Pflichtverteidigerin oder einen Pflichtverteidiger. Die Kosten übernimmt zunächst die Staatskasse; bei einer Verurteilung können sie später zurückgefordert werden.

Eine Durchsuchung wird in der Regel vom Amtsgericht Augsburg durch Beschluss angeordnet. Lassen Sie sich diesen Beschluss zeigen und aushändigen. Sie müssen die Maßnahme dulden, dürfen aber zur Sache schweigen (§ 136 StPO) und der Beschlagnahme einzelner Gegenstände widersprechen. Verlangen Sie ein Verzeichnis der sichergestellten Sachen. Geben Sie Passwörter nicht freiwillig heraus und leisten Sie keinen körperlichen Widerstand. Kontaktieren Sie so früh wie möglich eine Strafverteidigung in Augsburg, damit die Rechtmäßigkeit später überprüft werden kann.

Nach § 410 StPO haben Sie zwei Wochen Zeit, um gegen einen Strafbefehl Einspruch einzulegen. Die Frist beginnt mit der Zustellung, nicht erst mit dem Lesen des Schreibens. Der Einspruch wird schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Augsburg erklärt und kann auf einzelne Punkte beschränkt werden, etwa die Höhe der Tagessätze. Versäumen Sie die Frist, wird der Strafbefehl rechtskräftig und wirkt wie ein Urteil. Deshalb sollten Sie umgehend anwaltlichen Rat einholen.

So früh wie möglich – idealerweise, sobald Sie von einem Ermittlungsverfahren erfahren oder eine Vorladung der Polizei erhalten, und vor jeder Aussage zur Sache. Nutzen Sie bis dahin Ihr Schweigerecht nach § 136 StPO. Eine frühe Beauftragung erlaubt es der Verteidigung, Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Augsburg zu beantragen und die Verteidigung von Beginn an auszurichten. Wer erst kurz vor der Hauptverhandlung reagiert, verschenkt oft Möglichkeiten, die im Ermittlungsverfahren noch offenstanden.

Als beschuldigte Person müssen Sie zu einer polizeilichen Vorladung in Augsburg grundsätzlich nicht erscheinen und keine Angaben zur Sache machen. Machen Sie von Ihrem Schweigerecht nach § 136 StPO Gebrauch und geben Sie den Termin nicht unvorbereitet wahr. Kontaktieren Sie zunächst eine Anwältin oder einen Anwalt für Strafrecht, damit über eine Akteneinsicht geklärt werden kann, worum es geht. Anders liegt es bei einer Ladung durch die Staatsanwaltschaft Augsburg oder das Gericht; hier gelten strengere Erscheinungspflichten.

In der Regel sollten Sie zunächst schweigen. § 136 StPO gibt Ihnen das Recht, keine Angaben zur Sache zu machen, und dieses Schweigen darf nicht zu Ihrem Nachteil gewertet werden. Eine Aussage wirkt oft unumkehrbar und kann die Verteidigung erschweren, wenn der Akteninhalt noch nicht bekannt ist. Sinnvoll ist eine Einlassung meist erst nach Akteneinsicht und in Abstimmung mit Ihrer Verteidigung. So lässt sich abwägen, ob und in welcher Form eine Erklärung Ihrer Situation nützt.

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