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Insolvenzrecht in Dortmund
Offene Rechnungen stapeln sich, das Konto ist gepfändet oder die GmbH kann Löhne nicht mehr zahlen: Wer in Dortmund vor der Zahlungsunfähigkeit steht, braucht rechtliche Begleitung. Die Insolvenzordnung dient nach § 1 InsO dazu, Gläubiger gemeinschaftlich zu befriedigen und redlichen Schuldnern die Restschuldbefreiung zu ermöglichen. In einer Stadt mit rund 595.471 Einwohnern betrifft das Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Selbständige und Unternehmen aus dem Dortmunder Wirtschaftsraum.
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Insolvenzrecht — was Sie wissen sollten
Fundierte Informationen und praktische Tipps für Ihr Rechtsanliegen in Dortmund.
Zuständig ist das Insolvenzgericht beim Amtsgericht Dortmund in der Gerichtsstraße 22: Das Insolvenzgericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts und nach § 2 InsO regelmäßig am Sitz des Landgerichts angesiedelt — in Dortmund also am Standort des Landgerichts Dortmund (Kaiserstraße 34). Zivilrechtliche Folgestreitigkeiten, etwa aus Insolvenzanfechtung oder Geschäftsführerhaftung, werden je nach Streitwert vor dem Amtsgericht oder dem Landgericht Dortmund verhandelt.
Ob der Weg in die Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO oder in die Regelinsolvenz führt, hängt von Ihrer wirtschaftlichen Situation ab. Eine Anwältin oder ein Anwalt mit Schwerpunkt Insolvenzrecht prüft, ob Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 17 InsO oder Überschuldung nach § 19 InsO vorliegt, und behält die strafbewehrte Antragspflicht für Geschäftsführer aus § 15a InsO im Blick: ohne schuldhaftes Zögern, spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit beziehungsweise sechs Wochen nach Überschuldung. Wer diese Fristen versäumt, riskiert Strafbarkeit und persönliche Haftung.
Für Verbraucher aus Dortmund führt der Weg zur Restschuldbefreiung nach § 287 InsO heute regelmäßig über eine dreijährige Abtretungsfrist. Der nächste Schritt: Schildern Sie Ihre Situation über das Anfrageformular auf dieser Seite — Sie erhalten Kontakt zu einer Kanzlei für Insolvenzrecht in Dortmund und können in der Erstberatung klären, welches Verfahren für Sie in Betracht kommt.
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- Rechtsschutz prüfen lassen
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Insolvenzrecht — die ersten Schritte
So gehen Sie Ihr Anliegen strukturiert und effizient an.
Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung einordnen
Am Anfang steht die Diagnose: Zahlungsunfähigkeit liegt nach § 17 InsO vor, wenn fällige Zahlungspflichten nicht mehr erfüllt werden können; bei juristischen Personen kommt die Überschuldung nach § 19 InsO hinzu. Davon hängt ab, ob für Sie die Verbraucherinsolvenz nach § 304 InsO oder die Regelinsolvenz gilt — und ob für Geschäftsführer in Dortmund bereits die Antragspflicht aus § 15a InsO läuft.
Gläubigerliste, Forderungsaufstellung und Kontoauszüge zusammenstellen
Vor dem ersten Gespräch sammeln Sie alle Unterlagen: ein vollständiges Verzeichnis Ihrer Gläubiger mit Forderungshöhen, Mahnbescheide, Vollstreckungstitel, Kontoauszüge und Einkommensnachweise. Selbständige ergänzen betriebswirtschaftliche Auswertungen und offene Verbindlichkeiten. Je vollständiger diese Übersicht, desto belastbarer kann eine Dortmunder Kanzlei einschätzen, welcher Verfahrensweg wirtschaftlich sinnvoll ist.
Erstberatung nutzen und außergerichtlichen Einigungsversuch klären
In der Erstberatung wird der Fahrplan festgelegt. Für Verbraucher gilt: Vor dem Antrag beim Insolvenzgericht am Amtsgericht Dortmund muss ein außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern scheitern, bescheinigt von einer geeigneten Stelle nach § 305 InsO — das kann eine Anwältin, ein Anwalt oder eine anerkannte Schuldnerberatungsstelle in Nordrhein-Westfalen sein.
Kosten festlegen: Pauschalhonorar, Stundensatz oder Stundung nach § 4a InsO
Klären Sie vor der Beauftragung die Vergütung schriftlich: Die Begleitung einer Verbraucherinsolvenz wird meist als Pauschalhonorar von etwa 1.000 bis 2.500 Euro vereinbart, Sanierungs- und Unternehmensinsolvenzberatung überwiegend nach Stundensätzen von 200 bis 350 Euro. Die Verfahrenskosten für Gericht und Treuhänder können bei fehlender Masse nach § 4a InsO gestundet werden.
Antrag beim Insolvenzgericht am Amtsgericht Dortmund stellen
Ihre Kanzlei bereitet den Insolvenzantrag mit allen Verzeichnissen vor und reicht ihn beim Insolvenzgericht des Amtsgerichts Dortmund, Gerichtsstraße 22, ein. Beim Verbraucherverfahren gehört die Abtretungserklärung nach § 287 InsO dazu, mit der Sie die Restschuldbefreiung beantragen. Während der regelmäßig dreijährigen Abtretungsfrist begleitet Sie die Anwältin oder der Anwalt bei Obliegenheiten und Rückfragen des Treuhänders.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Zugelassene Anwälte
Alle Anwälte sind zugelassen und auf ihr Rechtsgebiet spezialisiert.
Unverbindliche Anfrage
Ihre Anfrage und die Vermittlung sind für Sie kostenlos und unverbindlich.
Verständliche Beratung
Kompetente Beratung ohne Fachchinesisch — klar und auf Augenhöhe.
Schnelle Vermittlung
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Wie können wir Ihnen helfen?
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Passenden Anwalt findenZuständige Gerichte
- Amtsgericht Dortmund, Gerichtsstraße 22, 44135 Dortmund
- Landgericht Dortmund, Kaiserstraße 34, 44135 Dortmund
Angaben aus den Justizportalen der Länder, zuletzt geprüft am 06.06.2026.
Detaillierte Kostenübersicht
Alle Kosten im Detail — damit Sie genau wissen, womit Sie rechnen können.
Die anwaltliche Vergütung im Insolvenzrecht folgt dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder einer Vergütungsvereinbarung. Bei der Vertretung von Gläubigern bemisst sich die RVG-Vergütung nach der angemeldeten Forderung als Gegenstandswert; für die Schuldnerberatung sind Pauschal- und Stundenhonorare üblich. Für Verbraucher ist die Erstberatung nach § 34 RVG auf höchstens 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gedeckelt, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
| Leistung / Gegenstandswert | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Erstberatung für Verbraucher (§ 34 RVG) | max. 190 Euro zzgl. USt. |
| Begleitung der Verbraucherinsolvenz (Pauschalhonorar) | ca. 1.000–2.500 Euro |
| Sanierungs- und Unternehmensinsolvenzberatung | 200–350 Euro pro Stunde |
| Verfahrenskosten Gericht und Treuhänder (masselose Verbraucherinsolvenz) | ca. 1.500–2.500 Euro |
| Gläubigervertretung (Forderungsanmeldung) | RVG-Gebühren nach angemeldeter Forderung |
Wer die Verfahrenskosten nicht aufbringen kann, beantragt die Stundung nach § 4a InsO — sie ermöglicht das Verfahren auch ohne verfügbare Masse. Für die vorgerichtliche Beratung kommt Beratungshilfe in Betracht; den Berechtigungsschein stellt das Amtsgericht Dortmund aus. Eine Rechtsschutzversicherung deckt das eigene Insolvenzverfahren in der Regel nicht ab; für Gläubiger kann sie die Kosten der Forderungsdurchsetzung jedoch übernehmen — ein Blick in die Vertragsbedingungen lohnt vor der Beauftragung.
Anwaltsgebühren tragen 19 Prozent Umsatzsteuer (Nr. 7008 VV RVG); Gerichtskosten sind umsatzsteuerfrei (§ 12 Abs. 1 GKG). Genau nachrechnen können Sie im Anwaltskosten-Rechner.
Checkliste: Was Sie brauchen
Klicken Sie die Punkte ab, die Sie bereits erledigt haben.
- Gläubigerverzeichnis: Listen Sie alle Gläubiger mit Namen, Anschrift und Forderungshöhe auf — diese Übersicht wird später auch für den Antrag beim Amtsgericht Dortmund benötigt.
- Mahnungen und Titel: Sammeln Sie Mahnbescheide, Vollstreckungsbescheide und Urteile; titulierte Forderungen verändern die Verhandlungsposition im Einigungsversuch.
- Einkommensnachweise: Gehaltsabrechnungen oder Bescheide der letzten Monate zeigen, was oberhalb der Pfändungsfreigrenze von rund 1.560 Euro für Alleinstehende abgetreten würde.
- Vermögensübersicht: Fahrzeuge, Immobilien, Lebensversicherungen und Rückkaufswerte notieren — sie gehören in einem Verfahren zur Insolvenzmasse.
- Kontoauszüge: Die letzten drei bis sechs Monate helfen, Zahlungsströme und bereits laufende Pfändungen einzuordnen.
- Laufende Verträge: Miete, Energie, Kredite und Ratenkäufe auflisten, damit die Fortführung oder Kündigung besprochen werden kann.
- Für Selbständige und Geschäftsführer: Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung und Liquiditätsstatus mitbringen — wegen der Drei-Wochen-Frist des § 15a InsO zählt hier jeder Tag.
- Bisherige Schuldnerberatung: Unterlagen über frühere Kontakte zu Schuldnerberatungsstellen oder gescheiterte Ratenzahlungsvereinbarungen bereitlegen.
- P-Konto-Status: Klären Sie, ob Ihr Girokonto bereits als Pfändungsschutzkonto geführt wird; falls nicht, gehört die Umwandlung zu den ersten Schritten.
- Fragenliste: Notieren Sie Ihre wichtigsten Fragen zu Ablauf, Dauer und Kosten, damit die begrenzte Zeit der Erstberatung voll genutzt wird.
FAQ zu Insolvenzrecht
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ihr Rechtsanliegen.
Insolvenzrecht in Dortmund: passende Kanzlei finden
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