AG München: Kein Schmerzensgeld bei Armen aus dem Fahrgeschäft
Wer sich in einem Fahrgeschäft nicht an die ausgehängten Warnhinweise hält und die Arme herausstreckt, kann Verletzungen in der Regel nicht auf den Schausteller...
Aktuelle Urteile, Gesetzesänderungen und Rechtstipps zum Thema Zivilrecht — verständlich aufbereitet von unserer Redaktion.
Das Zivilrecht regelt die Beziehungen zwischen Privatpersonen und Unternehmen — vom Kaufvertrag über den Mietstreit bis zum Schadensersatz nach einem Unfall. Es ist das größte Rechtsgebiet im BGB und betrifft praktisch jeden Alltag: Wer im Onlineshop bestellt, einen Handwerker beauftragt, Geld leiht oder einen Schaden erleidet, bewegt sich im Zivilrecht. Konflikte entstehen häufig aus unklaren Verträgen, übersehenen Fristen oder mangelnder Beweisführung.
Sobald Forderungen über 1.000 € im Raum stehen oder die Verjährung droht, lohnt sich anwaltlicher Rat. Vor jedem Vertragsschluss mit erheblichem Wert (Bauvertrag, Unternehmensbeteiligung, hochpreisige Anschaffung) sollte eine Prüfung erfolgen. Bei Gerichtsprozessen ist anwaltliche Vertretung vor dem Landgericht ohnehin Pflicht (§ 78 ZPO). Zuständig ist das Landgericht seit dem 1. Januar 2026 ab 10.000 € Streitwert (§ 23 Nr. 1 GVG), vorher ab 5.000 €.
Streitwertabhängig nach RVG — bei 5.000 € Streitwert etwa 600-1.200 € netto außergerichtlich. Erstberatung höchstens 190 € netto, mit Umsatzsteuer 226,10 € (Auslagenpauschale bis 20 € kann hinzukommen). Rechtsschutzversicherung deckt Zivilrecht meist umfassend ab — auch hier vorher Deckungszusage einholen.
Anwaltvergleich.de listet Fachanwälte und allgemeine Zivilrechtler — mit Schwerpunkten wie Kaufrecht, Schadensersatz, Vertragsrecht oder Forderungsmanagement. Unten finden Sie aktuelle Urteile und praxisnahe Ratgeber unserer Redaktion.
Bei Neuware beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist zwei Jahre ab Übergabe. Mängel müssen unverzüglich gerügt werden — bei Verbrauchern weniger streng als zwischen Unternehmern (§ 377 HGB).
Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre ab Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie davon Kenntnis hatten. Längere Fristen bei Grundstücksrecht (10 Jahre), Schadensersatz aus vorsätzlich begangener Verletzung (30 Jahre).
Gerichtskosten plus Anwaltskosten beider Parteien — bei 5.000 € Streitwert insgesamt etwa 1.800-3.500 €. Bei Erfolg trägt die unterlegene Partei alle Kosten. Prozesskostenhilfe bei geringem Einkommen möglich.
Wer sich in einem Fahrgeschäft nicht an die ausgehängten Warnhinweise hält und die Arme herausstreckt, kann Verletzungen in der Regel nicht auf den Schausteller...
Wer eine bekannte Marke für politische Werbung umdeutet, kann sich nicht grenzenlos auf die Meinungsfreiheit berufen. Im Streit um eine migrationspolitische Kam...
Fällt das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) aus und misslingt anschließend auch die Einreichung per Fax an einer Formvorschrift, ist das Rechtsmitte...
Wenn in einer Videoverhandlung die Technik streikt, dürfen Gerichte das nicht sofort gegen die Partei verwenden. Scheitert die Einwahl eines Anwalts jedoch bere...
Sachkritik ja, Namensnennung nein: Das Kammergericht Berlin hat entschieden, dass das Portal Nius in seiner Berichterstattung nach dem Anschlag von Solingen ein...
Wer als Betreiber eines Seniorenwohnheims Rundfunkprogramme über eine eigene Satellitenanlage empfängt und über ein hauseigenes Kabelnetz in die Zimmer der Bewo...
Wer behauptet, er habe sein Eigentum nur zum Schein auf einen anderen übertragen, muss das im Streitfall auch beweisen. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main...
Das Bundesverfassungsgericht hat einer Verfassungsbeschwerde gegen ein Urteil des Amtsgerichts Weißenburg stattgegeben. Mit Beschluss vom 5. August 2026 (Az. 2...
Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen und dem Beschwerdeführer zusätzlich eine Missbrauchsgebühr auferle...
Wer nach einem verlorenen Zivilprozess die Kosten der Gegenseite nicht bezahlt, riskiert am Ende tatsächlich die Verhaftung. Genau diese Stufe der Zwangsvollstr...
Wer den Kaufpreis aufgrund einer manipulierten E-Mail auf ein fremdes Konto überweist, wird gegenüber dem Verkäufer nicht von seiner Zahlungspflicht frei. Das O...
Wer beim Freizeitfußball von einem Mitspieler umgehauen und verletzt wird, bekommt nur selten Geld. Das Landgericht Köln hat die Klage eines Hobbyfußballers abg...